ÖWF / Polares auf einen Blick

ESA Nachrichten

03.Feb 2014 | 12:56

Robotic Exploration:ExoMars orbiter core module completed

The ExoMars Trace Gas Orbiter module consisting of the spacecraft structure, thermal control and propulsion systems was handed over by OHB System to Thales Alenia Space France at a ceremony held in Bremen, Germany, today.
08.Nov 2013 | 11:30

Robotic Exploration:ExoMars lander module named Schiaparelli

The entry, descent and landing demonstrator module that will fly on the 2016 ExoMars mission has been named 'Schiaparelli' in honour of the Italian astronomer Giovanni Schiaparelli, who famously mapped the Red Planet's surface features in the 19th century.
26.Aug 2016 | 17:45

Land shifts in Italy


The Sentinel-1A satellite has given us a picture of the ground deformation caused by the 24 August earthquake in Italy
26.Aug 2016 | 15:00

Week In Images


Our week through the lens:
22-26 August 2016
26.Aug 2016 | 11:10

Bridging the Bosphorus


Sentinel-2A captured the progress of Turkey’s Third Bosphorus Bridge, which opens today
25.Aug 2016 | 17:00

FLEX takes on mutants


Because a plant isn’t green doesn’t mean it can’t photosynthesise as well as its more usual counterpart, but when measured by satellites, these non-green varieties skew results on plant health. FLEX is different. Experiments using ‘mutants’ show that colour won’t be an obstacle in this new mission’s task of mapping plant health from space.

25.Aug 2016 | 15:00

Rosetta captures comet outburst


In unprecedented observations made earlier this year, Rosetta unexpectedly captured a dramatic comet outburst that may have been triggered by a landslide.

24.Aug 2016 | 14:00

The real thing


Human spaceflight and robotic exploration image of the week: assembling Orion service module in Bremen, Germany
08.Aug 2016 | 18:04

Splashup


Ending 16 days underwater to simulate a space mission
21.Jul 2016 | 16:20

Return to the underwater Space Station


This year, NASA’s underwater training mission for astronauts promises to be longer and better than ever. Starting on 21 July, space agencies will test technologies and research international crew behaviour for long-duration missions using a permanent underwater base off the coast of Florida.

19.Jul 2016 | 13:58

Active tracking of astronaut rad-exposures targeted


Radiation is an invisible hazard of spaceflight, but a new monitoring system for ESA astronauts gives a realtime snapshot of their exposure. The results will guide researchers preparing for deep-space missions to come.

11.Jul 2016 | 15:00

Step to the Stars


The Farnborough International Airshow is one of the next stops of a touring exhibition on space and Antarctica, through which ESA and the British Antarctic Survey present the story “Step to the stars – our future in space starts on Earth”. 

ESA Top Multimedia

Third Bosphorus Bridge

11.Jul 2016 | 15:00

Mutant strip

11.Jul 2016 | 15:00

Location of the outburst

11.Jul 2016 | 15:00

Andreas Mogensen using VR in Orbital Robotics Lab

11.Jul 2016 | 15:00

The real thing

11.Jul 2016 | 15:00

Comet on 18 August 2016 – OSIRIS narrow-angle camera

11.Jul 2016 | 15:00

Weltraum Nachrichten von Online Zeitungen

24.Aug 2016 | 19:06

Erdnächster Exoplanet: Wo ein Jahr nur elf Tage dauert

Unser Nachbarstern Proxima Centauri hat einen erdähnlichen Begleiter. Zu diesem Exoplaneten haben Forscher nun Details veröffentlicht. Er ist uns so nah ist wie kein anderes bekanntes Exemplar.
23.Aug 2016 | 18:44

Nach knapp zwei Jahren: Nasa hat wieder Kontakt zu Sonnen-Satellit "Stereo B"

Nach 22 Monaten Funkstille haben Nasa-Forscher erstmals wieder Signale eines verloren geglaubten Satelliten empfangen. Ein Software-Neustart hatte den Sonnen-Satelliten verstummen lassen.
23.Aug 2016 | 11:15

Höhenkrankheit: Alpenaufenthalt soll auf Mars-Mission vorbereiten

Wie wirken sich Sauerstoffmangel und geringer Luftdruck auf die Gesundheit aus? Forscher wollen das klären, bevor sie Menschen auf den Mars schicken. Die Ergebnisse könnten aber auch für Bergsteiger nützlich sein.
19.Aug 2016 | 13:48

Fernerkundung: Satelliten erkennen Armut

Straßen, Hausdächer, Gewässer - äußere Merkmale lassen auf soziale Verhältnisse schließen. Mit Satellitendaten könnte Hilfe gezielter verteilt werden.
19.Aug 2016 | 11:06

Pluto: Zehn Jahre Zwerg

Vor genau zehn Jahren wurde Pluto zum Zwergplaneten degradiert - noch immer gibt es Protest. Astronomen meinen, Ersatz gefunden zu haben: Sie erkennen Indizien für einen neuen neunten Planeten.
26.Aug 2016 | 16:53

ISS - Dragon-Frachter kehrt nach einem Monat zur Erde zurück

Privates Raumschiff soll später aus dem Pazifik geborgen werden
26.Aug 2016 | 13:18

Astronomie - Neuentdeckte Galaxie soll fast zur Gänze aus Dunkler Materie bestehen

Dragonfly 44 gehört zu einem etwa 300 Millionen Lichtjahre von uns entfernten Galaxienhaufen
25.Aug 2016 | 17:50

Kopf des Tages - Proxima Centauri: Unsere kleine rote Nachbarin im All

Nun ist klar: Der nächstgelegene Stern hat einen etwa erdgroßen Begleiter. Für einen Besuch ist Proxima trotzdem viel zu weit weg
25.Aug 2016 | 10:31

Kourou - Ariane bringt zwei tonnenschwere Satelliten ins All

Start brach den erst im Juni aufgestellten bisherigen Lastenrekord
24.Aug 2016 | 19:00

Astronomie - Nachbarin im All beherbergt erdähnliche Welt

Im Sternsystem nebenan haben Forscher einen Exoplaneten erspäht, der unserer Heimat durchaus ähnelt. Dass dort Leben existiert, gilt trotzdem als unwahrscheinlich
25.Aug 2016 | 09:22

Exoplanet Proxima b: Erdähnlicher Planet in Reichweite von Raumsonden

Er ist nur wenig größer als die Erde und befindet sich in der "habitablen Zone": Proxima b ist einer der erdähnlichsten Planeten, die je entdeckt wurden. Und er kreist um den uns nächsten Stern.
21.Jul 2016 | 13:50

Seit 2011 im All: Nasa-Sonde "Juno" erreicht nach fünf Jahren den Jupiter

Im August 2011 schickte die Nasa vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral eine Sonde ins All. 2,8 Milliarden Kilometer später ist sie am Ziel, "Juno" kreist um den Jupiter. Eine 20-monatige Mission beginnt.
20.Jul 2016 | 17:14

Öko-Antrieb: Nasa bringt Elektro-Flugzeug 2017 an den Start

Die Luftfahrtbranche will weg von fossilen Brennstoffen: Neben mehreren bekannten Flugzeugbauern werden auch die Nasa-Entwickler in Kürze einen strombetriebenen Flieger auf den Markt bringen.
29.Jun 2016 | 15:53

Alternativer Antrieb: Rakete soll mit Kerzenwachs zum Test aufsteigen

Studenten aus Bremen haben eine wahre "Öko-Rakete" erfunden. Angetrieben wird sie von Kerzenwachs, Bauteile stammen aus dem 3D-Drucker oder sind aus Baumwolle und Harz. Am Dienstag hebt die Rakete erstmals ab.
01.Jun 2016 | 08:08

Airbus-Rakete: Warum es keine Recycling-Ariane geben wird

Neue Form, neue Booster, neue Startrampe: Mit der Ariane 6 will Airbus ab 2020 Satelliten ins All fliegen. Die Rakete soll der US-Firma SpaceX Konkurrenz machen – mit einem ganz anderen Konzept.

Weltraum Blogs

03.Sep 2012 | 16:49

ScienceBlogs.de bekommt eine neue Software und macht Pause

Es ist endlich soweit. ScienceBlogs.de wird auf eine neue Software (WordPress) umgestellt. Dann sollten die ganzen Macken und technische Probleme die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, endlich verschwinden. Die Umstellung erfolgt heute Nacht, um Mitternacht geht es los. ScienceBlogs wird dann eine ganze Weile nicht erreichbar sein. Im Laufe des Dienstag Nachmittag müsste dann alles wieder funktionieren. Hoffen zumindest alle... Vielleicht funktioniert auch nichts mehr und es dauert länger, bis alles wieder normal läuft. Wir werden sehen. Ich hab noch keine Ahnung, wie das neue ScienceBlogs aussehen wird. Ich wäre schon zufrieden damit, wenn alle meine Artikel und alle Kommentare dazu den Umzug heil überstehen... Also drückt die Daumen!


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03.Sep 2012 | 12:25

Barnards Stern hat keine Planeten

Barnards Stern hat keine Planeten. Warum sollte das interessant sein, wo doch sonst immer nur von Sternen berichtet wird, bei denen man Planeten entdeckt hat? Erstmal ist auch ein negatives Resultat ein Resultat. Es mag nicht so sexy sein, wie die Entdeckung eines neuen Planetensystems, aber wenn wir wissen, dass es irgendwo keine Planeten gibt, sagt uns das auch etwas. Und dann ist Barnards Stern ein Sonderfall. Denn hier gab es seit Jahrzehnten Diskussionen, oft sogar Streit, darüber, ob sich dort Planeten befinden oder nicht.

Barnards Stern ist nur 6 Lichtjahre entfernt und damit der viertnächste Nachbar der Sonne (oder der zweitnächste, wenn man die drei Sterne des Alpha-Centauri-Systems zu einem zusammenfasst). Er ist so nahe, dass man seine Eigenbewegung sehr gut sehen kann und weil er sich so schnell bewegt, wird er oft auch "Barnards Pfeilstern" genannt. Dieses Bild zeigt, wie er sich zwischen 2001 und 2010 über den Himmel bewegt hat:

Barnard_Star_2001-2010.gif

Bild: Alejandro Sanz Gómez, CC-BY-SA 2.5

So ein interessanter Stern wurde natürlich oft und ausgiebig beobachtet. Wegen seiner schnellen Bewegung hat man besonders viele und genaue Positionsmessungen angestellt. Und in den 1960er und 1970er Jahren kam der Astronom Peter van de Kamp zu dem Schluss, dass sich dort 2 Planeten befinden müssten. Denn der Stern zog nicht einfach in einer geraden Linie über den Himmel, sondern wackelte hin und her. Der Grund dafür sollte die gravitative Störung der Planeten sein, die den Stern ein bisschen wackeln ließen. Die Entdeckung extrasolarer Planeten in den 1970er Jahren wäre eine große Sensation gewesen. Aber die Kollegen waren nicht überzeugt. Andere Astronomen zeigten, dass vermutlich ein technischer Fehler am Teleskop für das Wackeln des Sterns verantwortlich war. Aber van de Kamp war weiter von der Existenz seiner Planeten überzeugt. Zwei Stück, ungefähr halb so groß wie Jupiter sollten Barnards Stern umkreisen.

Die Sache blieb zweifelhaft, die Beobachtungen konnten nie bestätigt werden und es dauerte bis 1995, bevor der erste wirklich zweifelsfrei bestätigte extrasolare Planet entdeckt wurde. Eine Gruppe amerikanischer Astronomen hat nun noch einmal genau nachgesehen und kommt zu dem Schluß: van de Kamps Planeten existieren nicht. Sie haben Beobachtungsdaten aus den letzten 25 Jahren kombiniert und neu ausgewertet. Im Gegensatz zu van de Kamp haben sie sich nicht auf die Positionsänderungen des Sterns verlassen, sondern seine Radialgeschwindigkeit beobachtet. Auch mit dieser Methode misst man das Wackeln des Sterns, allerdings auf andere Art und Weise. Die Ergebnisse sind ziemlich deutlich:

barnard.png

Bild: Choi et al. (2012)

Die grünen und gelben Punkte sind die Messungen. Wenn der Stern keine Planeten hat, dann sollten sie alle auf der Nulllinie in der Mitte des Diagramms liegen. Wenn van de Kamps Planeten existieren, dann sollten die Punkte dem Verlauf der blauen oder rote Linie folgen. Das tun sie aber nicht, sondern liegen tatsächlich - innerhalb der Fehlerbalken - auf der Nulllinie.

Komplett ausschließen können die Forscher die Existenz von Planeten natürlich noch nicht. Ganz kleine Planeten könnte es noch geben. Aber sicherlich nichts, was größer ist als ein paar Erdmassen. Und auf jeden Fall keine Planeten, wie sie van de Kamp gefunden zu haben glaubte.

Barnards Stern hat also keine Planeten. Aber er wird weiter ein interessantes Forschungsobjekt bleiben, auch weil er der Sonne immer näher kommt. In knapp 10000 Jahren wird er sich bis auf 3,8 Lichtjahre angenähert haben. Ich würde gerne wissen, was die Astronomen bis dahin so alles herausgefunden haben...


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03.Sep 2012 | 10:00

Die Landkarte der Physik

1939 hat Bernard H. Porter die optimale Fusion aus Geografie und Physik erschaffen:

"[A] map of physics, containing a brief historical outline of the subject as will be of interest to physicists, students, laymen at large; Also giving a description of the land of physics as seen by the daring sould who venture there; And more particularly the location of villages (named after pioneer physicists) as found by the many rivers; Also the date of founding of each village; As well as the date of its extinction; and finally a collection of various and sundry symbols frequently met with on the trip."

1939-map-of-physics-h2.jpg

Wirklich cool! Da würde ich gern mal Urlaub machen. Eine kleiner Wanderung von der Astronomie ganz im Westen bis hin zur Astrophysik im Osten und dann an Herschel, Newton und Ptolemäus an den Lichtstrand und ein wenig entspannen ;)

Eigentlich fehlen nur noch 2 Dinge: Eine hochauflösende Version dieser Karte, damit man sie als Poster für die Wand ausdrucken kann. Und eine aktualisierte Version, die die Entwicklung der Physik seit 1939 inkludiert. Seit damals haben die Wissenschaftler ja jede Menge Neuland entdeckt!

(via Strange Maps)

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02.Sep 2012 | 15:40

Terminkalender September

Da ich in den nächsten Monaten diverse Vorträge und Lesungen an diversen Orten halte, dachte ich, ich sag mal Bescheid, wo ich überall sein werde. Vielleicht sieht man sich ja irgendwo.

  • 12.September, Seeheim-Jugenheim: Am 12 und 13 September finden die Bergsträsser Weltraumtage statt. Veranstaltet von der Deutschen Gesellschaft für Schulastronomie gibt es dort jede Menge populärwissenschaftliche Vorträge über Astronomie - zum Beispiel über die Suche nach Außerirdischen, den Bau eines Weltraumfahrstuhls oder die Geschichte der Raumfahrt in Kinofilmen. Ich werde dort am 12. September um 20 Uhr einen Vortrag zum Thema "Krawumm - Wahre und falsche Weltuntergänge" halten und dabei auch aus meinen Büchern vorlesen.

  • 25. September, Solingen: Am 25. September um 19.30 werde ich in der Sternwarte Solingen einen Vortrag zum Thema "Weltuntergang 2012? Keine Panik!" halten.
  • 24-28 September, Hamburg: Von 24 bis 28. September findet in Hamburg die große Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft statt. Dort werde ich zwar keinen Vortrag halten, aber trotzdem anwesend sein (zumindest von 26. bis 28., vorher muss ich ja noch nach Solingen). Wird sicher interessant und vielleicht sieht man sich ja!



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02.Sep 2012 | 14:26

Ein Krawumm geht um die Welt (21): Москва́

Letztes Mal war das Krawumm auf seiner Reise durch die Welt bei der chinesischen Mauer angelangt. Und wenn wir schon mal bei den großen Sehenswürdigkeiten sind, dann passt auch dieses Foto von Leser Robert. Krawumm in Moskau!

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Was bisher geschah: Teil 1: Die staubige Fabrik, Teil 2: Rindviecher, Teil 3: Das Krawumm will hoch hinaus, Teil 4: Eishockey und Nobelpreis, Teil 5: Der Weltskeptikerkongress, Teil 6: James Randi!, Teil 7: Bulgarische Berge, Teil 8: Auf hoher See, Teil 9: Das Buch im Transit, Teil 10: Der Berliner Flughafen, Teil 11: Flauschige Eichhörnchen, Teil 12: Der Bund fürs Leben, Teil 13: Der weiße Gott, Teil 14: Besuch auf Tatooine, Teil 15: Bei den alten Römern, Teil 16: Gaudi in Barcelona, Teil 17: Geysire im Yellowstone-Park, Teil 18: Urlaubslektüre in Antalya, Teil 19: Das Unheil kommt von oben, Teil 20: Die chinesische Mauer
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27.Aug 2016 | 08:31

Latest Virgin Galactic Video: Tour Inside of FAITH

This is kind of cool because it goes inside the hangar and let’s you use navigation buttons to spin yourself around to get an 180 degree view.

26.Aug 2016 | 19:45

Dragon Returns to Earth

#Dragon #SpX9 already out of the water and en-route to shore. https://t.co/swmXoPeFxO (SpaceX Photo) pic.twitter.com/3mcLpyvJlB

— ISS Updates (@ISS101) August 26, 2016

SpaceX Dragon Splashes Down with Crucial NASA Research Samples

HOUSTON (NASA PR) — SpaceX’s Dragon cargo spacecraft splashed down in the Pacific Ocean at 11:47 a.m. EDT Friday, Aug. 26, southwest of Baja California with more than 3,000 pounds of NASA cargo, science and technology demonstration samples from the International Space Station.

The Dragon spacecraft will be taken by ship to a port near Los Angeles, where some cargo will be removed and returned to NASA immediately. Dragon then will be prepared for a return trip to SpaceX’s test facility in McGregor, Texas, for processing.

When it arrived at the station July 20, Dragon delivered the first of two international docking adapters (IDAs) in its external cargo hold, or “trunk.” The IDAs will be used by commercial spacecraft now in development for transporting astronauts to the station as part of NASA’s Commercial Crew Program. The initial adapter was installed during an Aug. 19 spacewalk by Expedition 48 Commander Jeff Williams and Flight Engineer Kate Rubins of NASA. The second adapter is being built and will be delivered on a future Dragon cargo resupply mission.

Among the experiment samples returning Friday are those from the Heart Cells study, which is looking at how microgravity affects human heart cells. The U.S. National Laboratory investigation is studying how microgravity changes the human heart, and how those changes vary between individuals. Deep space missions including the journey to Mars will require long periods of space travel, which creates increased risk of health problems such as muscle atrophy, including possible atrophy of the heart muscle. Heart cells cultured aboard the space station for one month will be analyzed for cellular and molecular changes. Results could advance the study of heart disease and the development of drugs and cell replacement therapy.

Samples will also be returned from two rodent-based investigations, the Mouse Epigenetics and Rodent Research-3-Eli Lilly experiments. The mouse model is useful for showing how much shorter stays by mice in the low-Earth environment can be used to infer how similar conditions may affect future human exploration.

In Mouse Epigenetics, researchers are exploring altered gene expression and DNA by tracking changes in the organs of male mice that spend one month in space, and examining changes in the DNA of their offspring. In Rodent Research-3-Eli Lilly, scientists are looking at rapid loss of bone and muscle mass in the legs and spine, and comparing it to what is experienced by people with muscle wasting diseases or with limited mobility on Earth and testing an antibody known to prevent muscle wasting in mice on Earth. This U.S. National Laboratory experiment is sponsored by pharmaceutical company Eli Lilly and Co. and the Center for the Advancement of Science in Space.

Also returning are samples from the Multi-Omics experiment. This research is analyzing the composition of microbes in the human digestive system and how they may affect the human immune system. Researchers may be able to identify bacterial or metabolic biomarkers that could be useful for astronaut health management, and therefore future human exploration of the solar system.

Dragon is currently the only space station resupply spacecraft able to return a significant amount of cargo to Earth. The spacecraft lifted off from Cape Canaveral Air Force Station in Florida July 18 carrying almost 5,000 pounds of supplies and scientific cargo on the company’s ninth commercial resupply mission to the station.

The International Space Station is a convergence of science, technology and human innovation that demonstrates new technologies and makes research breakthroughs not possible on Earth. The space station has been occupied continuously since November 2000. In that time, more than 200 people and a variety of international and commercial spacecraft have visited the orbiting laboratory. The space station remains the springboard to NASA’s next great leap in human space exploration, including the journey to Mars.

Get more information about SpaceX’s mission to the International Space Station at:

http://www.nasa.gov/spacex

Find more information about the International Space Station, its crews and their research at:

http://www.nasa.gov/station

26.Aug 2016 | 16:00

SpaceWorks Receives DARPA SBIR Phase I Contract

spaceworks_logoATLANTA, August 24, 2016 (SpaceWorks PR) — SpaceWorks Enterprises, Inc. (SEI) announces the recent award of a Phase 1 Small Business Innovation Research (SBIR) contract from the Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) for the development of a persistent, geosynchronous Earth orbit (GEO)-based platform capable of sustainable and evolvable on-orbit operations.

“We’re very pleased to be supporting DARPA on this important project,” said Mr. Mark Schaffer, Senior Aerospace Engineer and Principal Investigator at SpaceWorks. “We have assembled a great team and look forward to ultimately developing and deploying this system with our partners.”

SpaceWorks’ system design seeks to offer a wealth of new capabilities at reduced cost compared to current systems and solutions. The six-month base effort will focus on the detailed design of the platform, evaluating the operational aspects of the system, and identifying potential payloads to support missions relevant to the Department of Defense. This effort will also be supported by teammate Blink Astro, LLC.

About SpaceWorks

SpaceWorks Enterprises, Inc. (SEI) is an Atlanta-based aerospace engineering firm that specializes in systems analysis, concept development, and the economic assessment of future space systems and projects. SpaceWorks serves as the parent organization for Generation Orbit Launch Services, Inc. (GO), Terminal Velocity Aerospace, LLC (TVA), and Blink Astro, LLC (Blink). More information can be found at www.spaceworksenterprises.com.

26.Aug 2016 | 14:25

Lots and Lots of Concerns About SLS & Orion

Artist concept of the Block I configuration of NASA’s Space Launch System (SLS). The SLS Program has completed its critical design review, and the program has concluded that the core stage of the rocket will remain orange along with the Launch Vehicle Stage Adapter, which is the natural color of the insulation that will cover those elements. (Credit: NASA)

Artist concept of the Block I configuration of NASA’s Space Launch System (SLS). The SLS Program has completed its critical design review, and the program has concluded that the core stage of the rocket will remain orange along with the Launch Vehicle Stage Adapter, which is the natural color of the insulation that will cover those elements. (Credit: NASA)

The NASA Aerospace Safety Advisory Panel (ASAP) held a meeting on July 21 at NASA Headquarters in Washington, DC. Below is the section of the meeting minutes that deals with the space agency’s Exploration Systems Development, which includes the Space Launch System (SLS), Orion Multi-Purpose Crew Vehicle and related ground systems.

Exploration Systems Development (ESD)

Dr. George Nield reported on a number of presentations that the Panel heard relating to ESD. The first was from Mr. Bill Hill, Deputy Associate Administrator
for ESD, who provided a list of top concerns, including

  • integrated avionics and software verification and validation (V&V);
  • V&V in general;
  • the budget (specifically, out-­year funding uncertainty);
  • the mobile launcher and outfitting;
  • completion of the European Service Module (SM) for Orion;
  • some of the Space Launch System (SLS) welding operations in the Vertical Assembly Center (VAC);
  • long term sustainability in terms of production and operations sustainability at a planned flight rate of one flight per year; and,
  • Exploration Mission (EM)‐2 mission planning, where the specific tests planned for that mission deliberately have not been identified.

The Panel heard from Mr. George Gafka, ESD Chief of Safety and Mission Assurance (SMA) and Mr. Jeff Williams, who talked about the Cross Program Integrated Hazard Analysis (CPIHA). Two hundred seventy potential hazardous conditions have been identified, and those have been organized further for analysis and for potential mitigation action. That identification and organization has resulted in 75 integrated hazardous conditions being worked. Some of highest risk causes include the possibility of bird strike during ascent and external hydrogen at the pad due to failure to burn off sufficient hydrogen following an on-­pad shutdown.

The Panel also heard from Ms. Jennifer Franzo, the ESD SMA person, who identified some of the elevated program-­only hazard causes. To NASA, “elevated” means, in the 5×5 hazard matrix that looks at the likelihood and severity of something happening, a zone 4 or a zone 3. A zone 4 is something that has a very high likelihood and a catastrophic severity. Zone 3 is something that has a combination of likelihood and severity ranging from very high likelihood with a severe outcome to a moderate likelihood with a catastrophic outcome.

Currently, there is one hazard that has been identified as a 4×5 in the matrix, 33 hazards in the mid‐area, and 4 that have not yet been categorized in terms of likelihood but are considered to be potentially catastrophic. That sounds arresting, but the Panel appreciates that the Program is doing some excellent work in identifying hazards, the likelihood that they are to happen, and the steps that can be taken to address those hazards.

Overall, NASA’s progress on ESD is best represented by work that is not necessarily visible to the public. A considerable amount of hardware has been built and is being integrated and tested and many analyses are being conducted. All of this is leading to a potential EM‐1 launch availability window of September through November 2018.

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26.Aug 2016 | 12:28

Boeing CST-100 Conducts Touchdown Tests at NASA Langley

Dirt flies out as the mock-up of a Boeing CST-100 Starliner lands as part of testing on the spacecraft's landing system including airbags designed to absorb the shock of impact. (Credit: NASA/Langley Research Center)

Dirt flies out as the mock-up of a Boeing CST-100 Starliner lands as part of testing on the spacecraft’s landing system including airbags designed to absorb the shock of impact. (Credit: NASA/Langley Research Center)

By Sasha Ellis,
NASA’s Langley Research Center, Virginia

Hoisted about 30 feet in the air, a mockup of Boeing’s CST-100 Starliner spacecraft awaits its encounter with a pad full of dirt.

“Three, two, one” projects over the loud speaker just before the spacecraft is released and makes a loud thud when meeting the dirt. Six attached airbags absorb much of the landing impact and stabilize the spacecraft.

A Starliner mock-up is hoisted about 30 feet above the ground inside a gantry at NASA's Langley Research Center in Virginia before being released as part of testing on the spacecraft's landing systems. (Credit: NASA/Langley Research Center)

A Starliner mock-up is hoisted about 30 feet above the ground inside a gantry at NASA’s Langley Research Center in Virginia before being released as part of testing on the spacecraft’s landing systems. (Credit: NASA/Langley Research Center)

Boeing and NASA engineers at NASA’s Langley Research Center in Hampton, Virginia, kicked off an initial series of six land landing qualification tests to simulate what the actual spacecraft and crew may experience after returning to Earth from the International Space Station.

The spacecraft is being developed in collaboration with NASA’s Commercial Crew Program.

According to Boeing test engineer Preston Ferguson, the team at Langley is simulating the worst possible landing velocities and angles the spacecraft could experience while making its landing in the American Southwest.

“We have to verify the capability of landing at enveloping capsule and soil conditions to make sure that the vehicle will be stable and that the crew will be safe under expected parachute landing conditions,” Ferguson explained.

A mock-up of Boeing's CST-100 Starliner is seen with its airbags deflated following touch down. The airbags deflate to absorb the impact of touch down. (Credit: NASA/Langley Research Center)

A mock-up of Boeing’s CST-100 Starliner is seen with its airbags deflated following touch down. The airbags deflate to absorb the impact of touch down. (Credit: NASA/Langley Research Center)

Before beginning the land test series, the team wrapped up the last of 14 abort water landing scenarios at Langley’s 20-foot-deep Hydro Impact Basin. Each scenario simulated an unlikely emergency during launch or return from the station. It also helped engineers understand and test the airbag and up-righting systems that protect astronauts.

After collecting, analyzing and implementing the data from both the water and land tests, Langley and Boeing will install two anthropomorphic test dummies inside the capsule. This second series of land tests with a simulated test crew will help NASA and Boeing understand how land landings will impact the crew by directly measuring the accelerations from instrumentation within the dummies.

The test dummies represent a 105-pound woman and a 220-pound man and are currently being used for water impact tests of NASA’s Orion spacecraft, which are also conducted at Langley’s Hydro Impact Basin.

NASA’s Commercial Crew Program contracted Boeing and SpaceX to build the Starliner and Crew Dragon, respectively, as part of the effort to return America’s ability to launch crews to low-Earth orbit and the International Space Station.

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24.Aug 2016 | 19:11

Interview – Das Projekt Europa-Explorer vom DFKI

Auf der ILA 2016 in Berlin und beim Tag der offenen Tür des DFKI in Bremen wurde unter anderem ein autonomes robotisches System präsentiert, das als Vorstufe für Geräte zur unbemannten automatischen Erkundung in unterseeischen von Eis bedeckten Regionen anderer Planeten oder Monde betrachtet werden kann.
14.Aug 2016 | 08:47

SpaceX startet JCSAT-16, landet Erststufe

SpaceX hat erfolgreich den Satelliten JCSAT-16 für die JSAT Corporation aus Japan gestartet. Gleichzeitig hat SpaceX eine weitere Landung auf der Seeplattform durchgeführt.
10.Aug 2016 | 16:01

Rosetta, Philae und (k)ein Ende …..

Pressekonferenz und Ausstellungseröffnung im Naturkundemuseum Berlin
09.Aug 2016 | 05:51

China: Mobilfunksatellit Tiantong 1 gestartet

Am Freitag den 5. August 2016 erreichte der erste chinesische Mobilfunksatellit eine Umlaufbahn um die Erde. Eingesetzt werden soll der Satellit, um China und umliegende Regionen mit eigenen Mobilfunkdiensten zu versorgen.
26.Jul 2016 | 21:27

DMSP F19: Steuerung vom Boden aus bleibt unmöglich

Am 11. Februar 2016 verlor die US-amerikanische Luftwaffe die Möglichkeit, ihren polaren Wettersatelliten DMSP F19 vom Boden aus zu steuern. Zwischenzeitlich durchgeführte Untersuchungen brachten die Erkenntnis, dass die Steuerungsmöglichkeit nicht wiederzugewinnen ist.
26.Aug 2016 | 11:20

Studienalltag mit Eishacken und Steigeisen-Training

4 Uhr, draußen vor der Regina Margherita-Hütte ist es noch stockdüster. Für die Probanden der Höhenkrankheitsstudie klingelt der Wecker. Während die ersten Bergsteiger das Quartier verlassen und zu ihren Touren in den Walliser Alpen aufbrechen, müssen die Studienteilnehmer schon die ersten Daten liefern: Kopfschmerzen, Schlafqualität, Übelkeit, Schwindel, alles wird im individuellen Tagebuch nach Skalen bewertet und festgehalten.
24.Aug 2016 | 15:30

Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten

Im Tagebuch einer Studienteilnehmerin versammelt sich alles, was man nicht haben möchte: Die ersten Symptome tauchten bereits beim Aufstieg zur Schutzhütte Regina Margherita auf über 4500 Metern Höhe auf.
10.Aug 2016 | 09:00

Frischluft im Weltall

Condense Water Separator Assembly (CWSA) - die Klimaanlage des Columbus-Moduls auf der ISSUnsere Klimaanlage auf der Erde hatte vorletzte Woche ein Problem, sodass wir den Kontrollraum wechseln mussten, damit die Arbeit erträglich ist. Und unsere Anlage im Weltraumlabor Columbus auf der ISS machte uns kurz darauf ebenfalls Sorgen: Schon ein paar Stunden lang beobachteten wir ein eigenartiges Verhalten der Condensate Water Separator Assembly (CWSA) - bevor sie schließlich ganz ausfiel. Die Folge: Keine Air-Condition für die Astronauten...
26.Jul 2016 | 14:32

Wir verabschieden uns von Philae - Macht mit! #GoodbyePhilae

Am 27. Juli 2016 wird das System an Bord von Rosetta, über das mit Philae kommuniziert werden kann, aus Energiespargründen ausgeschaltet, bevor am 30. September die Mission Rosetta zu Ende geht. Wir laden Euch dazu ein, gemeinsam mit uns und unseren Partnern Philae "Goodbye" zu sagen.
15.Jul 2016 | 12:03

Halbzeit für MASCOT - die Hälfte der Strecke ist geschafft

Am 3. Dezember 2014 startete der deutsch-französische Asteroidenlander MASCOT mit seiner Trägersonde Hayabusa2 von Tanegashima, einer Insel rund 40 Kilometer südlich vom japanischen Festland. Seitdem ist viel passiert: Eine kurze Zusammenfassung nach fast der Hälfte der Flugzeit.
25.Aug 2016 | 22:04

Wissenschaft live – oder doch nicht? Pale Red Dot und die Entdeckung Proxima Centauri b

Gestern Abend endete das astrophysikalische Sommerloch mit einem Paukenschlag: Die Europäische Südsternwarte (ESO) gab die Entdeckung eines Planeten vom Kaliber „Gesteinsplanet“ um unseren Nachbarstern Proxima Centauri bekannt, und unmittelbar darauf lief die Nachricht dazu über … Weiterlesen
25.Aug 2016 | 17:22

Einladung zur Fachtagung Verschwörungstheorien vom 11. bis 13.9. in Weingarten

Gemeinsam mit den Psychologen Dr. Sebastian Bartoschek und Pia Lamberty und in Partnerschaft mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart möchte ich Euch gerne zu einer Fachtagung in Weingarten einladen. Drei Tage lang wollen wir uns … Weiterlesen
24.Aug 2016 | 12:41

Nichts als Flaggtivism?

Über die Formen und Möglichkeiten von Solidaritätsaktionen und -bekundungen in sozialen Medien Mehr (oder weniger) Solidarität in der digitalen Welt? Demonstrationen, Streiks, finanzielle und materielle Unterstützung sind (unter anderem) klassische Formen für Solidaritätsbekundungen und -aktionen. … Weiterlesen
24.Aug 2016 | 11:18

Eine Scheibe Raumzeit

In meinem letzten Artikel zur Frage, was wir von Diskussionen mit Pseudowissenschaftlern lernen können, kamen wir in den Kommentaren auf die Zeit und ihre Behandlung in der Relativitätstheorie zu sprechen. Der Nutzer KRichard merkte an, dass … Weiterlesen
23.Aug 2016 | 23:17

Die Wutachschlucht

Die Wutach im Schwarzwald stellt nicht nur mit ihrer interessanten Geschichte ein geologisches Denkmal dar, die Wutachschlucht ist für eine geologische Wanderung wie geschaffen. Man braucht nur gutes Schuhwerk und eine brauchbare Kondition. Denn es … Weiterlesen
24.Aug 2016 | 01:00

Allgemeines Live-Blog ab dem 24. August 2016


26. August

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Trotz flacher Ekliptik: Vier Abend-Planeten sind machbar

Diese Bilder aus Sankt Augustin (50.7° Nord) bei Bonn von gestern Abend 1/2 bis 1 Stunde nach Sonnenuntergang – mehr hier und hier (unten) – beweisen es: Trotz der spätsommerlich flach über dem Horizont liegenden Ekliptik waren das Paar Jupiter / Venus zwei Tage vor ihrer sehr engen Konjunktion mit dem Fernglas und bald darauf auch Saturn und Mars nebst Antares auffällig mit dem bloßen Auge zu sehen. Weitere Bilder hier bzw. hier, hier und hier und frühere hier. [3:25 MESZ] Noch ein Jupiter-Venus-Paar aus Europa sowie Aktivität des Hauptgürtel-Asteroiden 238P/Read und ein neuer Kracht-Gruppen-Komet in SOHO-Daten – und eine falsche Polarlicht-Warnung: Ein Rasenmäher störte ein Magnetometer … [17:00 MESZ. NACHTRÄGE: das schwierigere Paar heute aus Brasilien, aus den USA hier und hier und aus Deutschland und das einfachere gestern aus Italien und vorgestern aus Kanada animiert und aus Deutschland]

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Der Jupiter aus der Sicht von Juno am 23. August aus 4.4 Mio. km Abstand, links in Echtfarben, rechts im Infraroten, wo der Große Rote Fleck hell erscheint – am 27. August Mittags MESZ ist die erste Jupiter-Nähe seit dem Einfang Anfang Juli, 4200 km über den Wolken des Gasriesen. mit allen wissenschaftlichen Instrumenten an und auch der JunoCam. Auch ein Wet Dress Rehearsal der Atlas V von OSIRIS-REx, ein Startvertrag für den NASA-Marsrover 2020 – und der Weltraumbahnhof Kodiak öffnet wieder nach einem Fehlstart 2014. [1:35 MESZ]


25. August

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Da standen Saturn, Mars & Antares exakt in einer Reihe

Ein Bild von Delfin Alagao, das gestern auf den Philippinen entstand – als dieses einfachere der beiden Planeten-Paare derzeit (mehr und Mars-Saturn-Konjunktionen generell) in Europa sichtbar wurde, war der Mars schon wieder etwas nach Osten ausgebrochen: Bilder von gestern und früher hier (unten), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und von der anderen Annäherung von Jupiter und Venus hier und hier. Plus Impressionen einer Sternbedecker-Tagung im UK. [1:15 MESZ] Ein Zeitraffer aus der Eifel und Bilder aus Österreich, den USA und Chile von Saturn/Mars/Antares, ein Bild aus Australien von Jupiter/Venus/Merkur, erneute Aktivität von Asteroid/Komet 288P – und das Ostberliner Planetarium ist wieder offen, nach großem Umbau. [16:45 MESZ]

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Eine Rekord-Gesamt-Nutzlast von 10’735 kg saß auf dieser Ariane 5, die gerade – offenbar wegen eines Schiffs am falschen Ort – verspätet gestartet ist und vor wenigen Minuten (auch das neu) zwei dicke Satelliten desselben Unternehmens Intelsat im GTO abgesetzt hat: weitere Screenshots hier und hier. Im Webcast wurde (zum ersten Mal?) auch erwähnt, dass eine Ariane 5 in zwei Jahren das JWST starten soll! Auch eine Entdeckung in MESSENGER-Daten von Merkur, wie groß die Strukturen auf dem Mars sind, die Curiosity letztens sah – und schon wieder ein US-Astronaut mit einem neuen Langzeitrekord im Orbit integriert. [1:00 MESZ. NACHTRÄGE: kleines Video vom Start, Press Releases von Arianespace und ESA und Artikel hier, hier und hier]


24. August

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Der Planet von Proxima Centauri: jede Menge Links

Was wir über den vom Pale-Red-Dot-Projekt entdeckten Planeten von Proxima Cen wissen, hat dieser Blogger bereits hier ausführlich diskutiert: hier noch eine Video-Zusammenfassung, alle Daten der Radialgeschwindigkeit (auch frühere) nach Phase geplottet, ein Interview mit dem PI, parallele Messungen, die eine Proxima-interne Quelle des RV-Signals ausschließen, und Highlights der zunächst vertraulichen Pressekonferenz der ESO, aus der diese Grafik stammt. Sowie Press Releases von ESO, Queen Mary, U. Texas, MPG, Carnegie, MPIA, McDonald Obs., PHL und NASA, Interviews mit dem PI und anderen Exoplanetologen hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Plus ein AMA in Kürze, die Frage ob Proxima an Alpha Cen gebunden ist, eine Analyse aufgrund dieses Papers und frühere Überlegungen zur Beziehung Masse/Durchmesser bei (Super-)Erden – und die Gefahren der interplanetaren Reise von Starshot-Satellitchen. [21:05 MESZ. NACHTRÄGE: zahlreiche weitere Papers sind nun da, zur Entstehung des Planeten, hier, hier und hier zu seiner Habitabilität, zum Flare-Verhalten Proximas (mehr) und zu möglicher Biofluoreszenz der Proximaner (alt. und mehr), auch weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier]

Heute vor 10 Jahren wurde der Begriff „Planet“ definiert und die Kategorie „Zwergplanet“ geschaffen, in die dann sowohl der Pluto als auch Ceres umzogen: Links dazu hat’s hier, namentlich zu Artikeln dieses Bloggers von damals in Deutsch und Englisch quasi in Echtzeit und ausführlich danach. Dass die Definition eine gute war, steht längst außer Frage und inzwischen kann sie auch mathematisch klar gefasst werden: Eine angeblich andauernde Kontroverse ist unter Astronomen praktisch nicht vorhanden, und auch Planetenforscher können zufrieden sein, denn Zwergplaneten sind eine besonders interessante Klasse von Objekten im Sonnensystem. Wie aktuelle Beispiele hier und hier zeigen, muss ihr amtlicher Katalog aber dringend ergänzt werden. [15:50 MESZ]

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Saturn, Mars und Antares stehen nun fast auf einer Linie

so wie auf diesem Bild von gestern Abend aus Königswinter (unten) – auch der Anblick früher am Tag aus Australien, vorgestern (mehr) und Grafiken dazu hier, hier und hier sowie zur Annäherung von Venus und Jupiter – die im Gegensatz zu diesem Jubelvideo der NASA zumindest in Deutschland nicht nur nicht auffällig sondern für’s bloße Auge praktisch unsichtbar ist.

Ein Video-Rückblick auf estnische NLCs der Saison – derweil hat es diese Nacht Polarlicht über den Niederlanden (alt., mehr und mehr), Norddeutschland und Schweden gegeben, auf der Sonne ist eine neue Gruppe erschienen, und es gibt ein STEREO-Video des Kometen-Sturzes vom Anfang des Monats. [1:00 MESZ. NACHTRAG: mehr Bilder der Aurora hier, hier, hier, hier und hier sowie ein Video in Echtzeit]


23.Aug 2016 | 12:49

Heute vor 50 Jahren: erste Erde aus Mondbahn

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Es war heute vor 50 Jahren, am 23. August 1966 um 17:36 MEZ, als der Lunar Orbiter 1 der NASA aus dem Mondorbit heraus diese Bilder aufnahm: Sie zeigen die Erd-Sichel kurz vor dem ‚Untergang hinter dem Mondrand (der häufig zu lesende Titel ‚Earthrise‘ ist falsch) und sind nicht nur die ersten Aufnahmen des Paares aus lunarer Perspektive überhaupt. Vielmehr enthielt das schärfere Bild (oben in zwei Versionen) damals zugleich die schärfste Aufnahme der gesamten Erde überhaupt: Es ist seither auch neu bearbeitet und analysiert worden; Artikel hier, hier und hier. Und die Erdbeobachtung aus dem All geht immer weiter: Gerade wird der neueste US-Wettersatellit GOES R für den Start im Herbst vorbereitet.

Der vollständigste Jupiter-Film der JunoCam bisher ist aus den vorliegenden Bildern während der ersten Orbitellipse bis zum 11. August automatisch erzeugt worden, wobei die Sichtbarkeit der Mond künstlich stark angehoben wurde. Die JunoCam-Bilder werden aber nicht die einzigen bleiben: Auch die wissenschaftlichen Instrumente werden teilweise 2D-Bilder liefern.

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Die Oberfläche des Rosetta-Kometen mit 11 cm pro Pixel

aufgenommen von der Tele-Kamera von OSIRIS am 18. August aus 6.1 km Abstand (ein Streifen aus dem Bild mit voller Auflösung) – die Mission nähert sich spürbar ihrem dramatischen Ende am 30. September.

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Mehr spannendes Marsgestein, wie es Curiosity an Sol 1435 – dem 19. August auf der Erde – vor die Mastcam-Linse geriet. Derweil gibt es Details zu Chinas Mars-Lander für 2020, der im Stil von Chang’e-3 einen Rover loslassen soll.

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Und eine neue 3-Meter-Satelliten-Schüssel an der Arizona State University, mit der diverse wissenschaftliche Kleinsatelliten betreut werden sollen – teilweise auch jene, die 2018 den Marslander InSight und die erste Orion-Reise um den Mond begleiten, Mars Cube One und LunarH-Map.


14.Aug 2016 | 22:45

Allgemeines Live-Blog vom 14. – 22. August 2016


22. August

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Bei den Perseiden-Grafiken tut sich nicht mehr viel, sei es bei der visuellen auf der Basis von 24’000 gemeldeten Meteoren, der aus arg eurozentrischen Videodaten mit entsprechenden Lücken oder dem Radio-Echo-Plot (ZHR-Achse in 80-er Schritten, Zeit via Sonnenlänge) mit dem mysteriösen zweiten großen Maximum – siehe auch hier und hier zu früheren Bilanzen. Die visuellen Daten zeigen jetzt das absolute und sehr spitze Maximum gegen 23:20 UTC am 11. August und weitere zwischen 2:00 und 4:00 UTC am 12. August: Von den diversen Vorhersagen hat keine exakt gepasst, aber zwei und vier Sonnenumläufe alter Swift-Tuttle-Staub scheint ein guter Kandidat für die hohe Aktivität in der Nacht 11./12.8. zu sein. Ob es eine nennenwerte Erhöhung des regulären Maximums später am 12.8. gab, ist weiter nicht erkennbar. Auch öffentliche Perseiden in Österreich, eine Animation von 646 Bildern à 15 Sekunden vom 12. August 2:30-5:40 UTC, nette Komposite hier, hier und hier sowie ein eher grenzwertiges mit Abendlicht und Morgen-Zodiakallicht im selben Bild. Und die abendlichen Planeten Jupiter und Venus heute (sehr schwierig aus Deutschland; mehr Bilder) und gestern leicht aus Australien samt Merkur, die bevorstehende Saturn-Mars-Antares-Aufreihung, ein Radioastronom zum Verbleib der Aliens, die guten Erfahrungen mit dem Dark Sky Reserve Rhön, ein Hintergrundartikel zu moderner Planetariums-Projektion – und eine große ’sprechende‘ Planisphäre für eine behindertengerechte Volkssternwarte. [23:55 MESZ – Ende]

STEREO B hat sich nach 2 Jahren Stille wieder gemeldet!

Seit dem 1. Oktober 2014 hatte es zu dem Sonnenbeobachter keinen Funkkontakt mehr gegeben, aber letzte Nacht empfing das Deep Space Network den Funkträger plötzlich wieder. Mehrere Stunden lang wurde die Verbindung gehalten, und sogar ein Kommando (Batterie schonen!) kam durch, aber erwartungsgemäß gab es keine Telemetrie – jetzt wird an Plänen zur Prüfung des Gesundheitszustands und einer möglichen Rettung des Satelliten gearbeitet. Auch eine Vorschau auf den Sonnensatelliten Proba-3 der ESA mit künstlicher Sonnenfinsternis, der 2019 starten soll, gefolgt von Indiens Aditya-Sonnensatellit 2020, in Österreich findet eine Tagung zu den BRITE-Minisatelliten zur Sternfotometrie statt – und die Folien eines Vortrags von einer Sternbedecker-Tagung zum Projekt Gaia GOSA zur Ermittlung von Asteroiden-Gestalten durch Sternbedeckungen mit Unterstützung des Gaia-Satelliten. [23:30 MESZ]

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Ein selbst für den Rosetta-Kometen ungewöhnliches Bild vom 15. August aus 6.8 km Abstand mit der Weitwinkelkamera von OSIRIS, hier stark aufgehellt. Auch wie man mit privaten Mondlandungen Geld verdienen könnte (mit einer sehr unscharfen Prognose, was Mondgestein auf dem freien Markt einbringen würde), wo Curiosity gerade steht – und die erste gelandete Falcon-9-Stufe steht nun vor dem Firmensitz. [23:20 MESZ]


21. August

Genau ein Jahr noch bis zur „Great American Eclipse“ …

So wird in den USA oft die Totale Sonnenfinsternis vom 21. August 2017 genannt, denn es hat im gesamten riesigen – kontinentalen – Land seit 1979 (eine andere Live-Sendung) keine TSE mehr gegeben, eine dreiste statistische Fluktuation, wie sie auf Zeitskalen von Jahrhunderten schon mal vorkommen kann. Eine Situation ähnlich wie in Mitteleuropa vor der SoFi von 1999 (übrigens dem Saros-Vorgänger), und mindestens so groß ist bereits – seit Jahren schon – der Wirbel im Vorfeld.

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Ein paar Links: die Wetteraussichten, viele Fakten & Links, eine Übersicht, mehr Grundlagen & Infos, diverse Visualisierungen, eine riesige und eine zoombare Karte, ein Factsheet des Dept. of Transportation, ein paar spezielle Orte, das faszinierende MegaMovie-Projekt, ein 7-Seiten-Paper über Wissenschafts-Pläne, eine 8-Seiten-Broschüre, eine astronautische Perspektive, 63 Seiten Unterrichtsmaterial und mehr Resourcen, von einem Workshop zur SoFi Aufzeichnungen von Vorträgen hier und hier sowie Fotos und das Programm, ein paar Artikel aus inzwischen einer unüberschaubaren Flut hier, hier, hier (mehr), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier (mehr), hier und hier, ein Podcast – und von der letzten TSE im März noch späte Videos hier, hier, hier und hier. [19:45 MESZ. NACHTRÄGE: ein Circumstances Calculator für Kontaktzeiten etc., hier, hier, hier und hier die Wetterlage am SoFi-Tag, Bilder einer Reise entlang der Totalität und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und (von diesem Blogger) hier]

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Der SNR namens DEM L71 in der LMC auf einer HST-Aufnahme mit der WFC3 (das dürften genug TLEs – three-letter acronyms – für einen Sonntag sein). Auch die aktuellen Planeten-Konjunktionen am Abendhimmel und Bilder davon hier bzw. hier & hier, der Mond mit „etruskischer Vase“ (was hier erklärt wird) und anderweitig verzerrt – und die 200 Jahre alte Sternwarte der Uni München. [16:05 MESZ]

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Was Curiosity am 1433. Tag auf dem Mars sah, dem 17. August … noch viel mehr Bilder, ein Panorama daraus, ein früheres Panorama des Marsrovers – und Chinas weitere Mondpläne und ein OSIRIS-Bild aus 8.9 km Abstand vom 12. August.

Highlights einer ISS-EVA vorgestern zur Installation eines Docking-Adapters: mehr Video und Artikel hier, hier, hier, hier und hier – und die mögliche Privatisierung der ISS.

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Der Start einer Delta IV vorgestern: Artikel hier, hier und hier – und amateurastronomische Beobachtungen der Ankunft des geheimen Satelliten im Orbit. Auch ein Test des RS-25-Triebwerks für das SLS (Videos hier und hier) – und was die Rakete zu nutzen kosten dürfte. [4:25 MESZ]


20. August

Vollmond-Party auf der Volkssternwarte der griechischen Insel Rhodos, dem hier vorgestellten Astronomy Cafe: auch Bilderalben hier und hier. Ferner die verschwindenden Sonnenflecken am 18. und 17. August und Spuren von Sonnenstürmen in Baumringen sowie die aktuellen Planeten-Konstellationen. Plus bemerkenswerte Feuerkugeln am 19. August über Kalifornien (TV-Clip mit Video) und am 6. August über Frankreich (mehr) und das erste Meteoriten-Streufeld der Schweiz (mehr und mehr). Und schließlich Lichtverschmutzungs-Forschung in einem See in Deutschland, 100 Jahre Steward Obs. in AZ – und ganz unterschiedliche Beiträge hier, hier, hier, hier und hier zu Astronomie als Inspiration. [3:20 MESZ]


18. August

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11 cm pro Pixel auf der Oberfläche des Kometenkerns

von C-G hat eine OSIRIS-Aufnahme Rosettas vom 15. August aus 6.7 km Abstand: ein Ausschnitt mit voller Auflösung. Auch wie die Asteroiden-Bergleute heute schon was verdienen können, Jahr(zehnt)e vor den ersten echten Operationen, die Planung der Europa-Mission bei unsicherem Budget, Datenempfang von Cassini durch eine ESA-Bodenstation, der erste Datenempfang von Micius – und alle Papers mit NASA-Forschung sollen frei sein, wenn auch erst nach einem Jahr.

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Die gestrige Rückkehr der gelandeten Falcon-Unterstufe direkt an einem Strand vorbei und dabei perfekt verfolgt von einer Webcam, die sonst die Wellenlage für Surfer beäugt: Screenshots hier, hier und hier – und ein Guinness-Eintrag für die NASA für Experimente mit Höhenforschungsraketen 2015. [23:55 MESZ]


16. August

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Das immer noch fragmentarische Bild der Perseiden 2016 in drei Grafiken der Zenitstundenrate: oben aus Video-Daten abgeleitet vom 11. August 18:00 bis 13. August 6:00 UTC (Skala in 65-er Schritten), darunter vom 11. August 18:00 bis 12. August 12:00 UTC aus visuellen Daten der IMO (Skala in 100-er Schritten) und nochmals Video. Das schon vor drei Tagen konstatierte scharfe Maximum gegen 23:15 UTC am 11. August mit ein paar Minuten lang über 200 ist in den Video- wie visuellen wie auch Radioecho-Daten stabil erkennbar, gefolgt von einem starken Plateau von gut 100 mit einer erneuten Erhöhung auf etwa 150 zwischen grob 2:00 und 4:00 UTC. Danach wurde es in Europa hell, und es gibt leider weitere riesige Lücken den 12. August hindurch (womit Aussagen über das ‚reguläre‘ Maximum unmöglich bleiben); in der zweiten europäischen Nacht lag die ZHR dann um 80. Weitere individuelle Berichte hier, hier, hier, hier und hier, ein Einzelbeobachter gegen die IMO, Foren-Threads hier und hier, die Animation eines Persistent Trains, ein Komposit mit Erklärung (alt.), weitere hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, eine Foto-Sammlung und ein Artikel über die Nacht 12./13. August. [23:55 MESZ]

China startete Satellit für Quanten-Kommunikations-Tests

Der gestern Abend von einer Langer Marsch 2D auf eine 600-km-Bahn gebrachte Quantum Science Satellite alias QSS alias Mozi alias Micius (der mal Quantum Experiments at Space Scale oder QUESS hieß), an dem auch Österreich beteiligt ist, soll zusammen mit mehreren optischen Bodenstationen fundamentale Protokolle von Quanten-Kryptographie über sehr große Distanzen erproben: Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und der Status des Gaia-Projekts nach zwei Jahren Arbeit des Astrometrie-Satelliten und einen Monat vor der Veröffentlichung des ersten Katalogs mit den Positionen und Helligkeiten von 1.1 Millarden sowie den Eigenbewegungen und Parallaxen von 2 Millionen Sternen. [22:20 MESZ. NACHTRAG: noch viel mehr zum QSS]

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Ein glattes Stück von Komet C-G aus nur 7.5 km Abstand von OSIRIS am 12. August aufgenommen – auch Messungen der Van Allen Probes der Strahlungsgürtel im Extremzustand, Hinweise auf „Nanostaub“ um den Mond aus LADEE-Daten, eine neue Technik der Lebenssuche auf der Mars mit dem 2020-er NASA-Rover, ein weiterer Design-Meilenstein für die Asteroid Redirect Mission, deren robotischer Teil teurer wird [NACHTRÄGE: wegen einem Jahr Verspätung, plus eine Partnership Umbrella], Zufriedenheit mit dem letzten SLS-Booster-Test und die Bestätigung, dass Russland bald nur noch 2 zur ISS pro Expedition schicken will. [21:55 MESZ]

Ein paar schöne NLCs zum Abschluss der Nord-Saison 2016

aus Russland aus der Nacht 13./14. August – auch kanadische Bilder der folgenden Nacht, ein ungewöhnliches Foto eines Jets aus China, die mögliche Herkunft der Tagish-Lake-Meteoriten aus dem Kuiper-Gürtel, die Abendplaneten-Konstellationen am 14. August (mehr) und 13. August (unten; mehr), die Sonne vorgestern, gestern & heute, Amateurastronomen auf der hellen und der dunklen Seite, eine Art Sonnenfinsternis im nächsten Star Wars-Film „Rogue One“, vielleicht durch den Death Star (Item 7), eine Sonnenuhr, die keine war, Forschungen im Dunkeln, das schlechte Seeing Indiens im Parlament thematisiert – und der Status der US-Astronomie analysiert, mit der Kostensteigerung von WFIRST als Problem für alle. [21:45 MESZ]


14. August

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Mal wieder ein ganz besonders kurioses Steinchen auf dem Mars, das der Rover Curiosity entdeckte [NACHTRÄGE: ein weiteres Bild und ein großes Mosaik] und dann mit der Kamera der ChemCam im Detail aufnahm – auch Klimamodelle für die Venus mit einer habitablen Vergangenheit und die Ankündigung der ersten interplanetaren Mission durch Deep Space Industries.

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Und wieder hat heute eine Falcon 9 einen Satelliten in den GTO gestartet, während die ersten Stufe sanft auf dem Drohnenboot aufsetzte: mehr Bilder hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und ein neues NASA-Teleskop für die Suche nach Raumschrott auf Ascension Island.

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Komet C-G am 3. August aus 9.8 km mit OSIRIS – auch ein krass beleuchtetes Bild und NavCam-Aufnahmen vom 6.8. und 8.8., ein Status-Update von Kepler und seinen CCDs [NACHTRAG: mehr zum „Ruhestand“ des Moduls 4] und ein neuer Plan für Fermi zur Suche nach Dunkler Materie. [22:45 MESZ]


05.Aug 2016 | 01:45

Allgemeines & Perseiden-Live-Blog 5.-13.8.2016


13. August

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Die Perseiden 2016: Gesamtbild faszinierend wie konfus

Der tatsächliche Verlauf des Meteorschauers mit den vielen Prognosen ist auch einen guten Tag später nirgends zuverlässig dokumentiert: Die bisher vorliegenden visuellen Daten decken nur den scharfen Peak in den letzten zwei Stunden UTC des 11. = ersten zwei Stunden MESZ des 12. August exzellent ab, mit einem Maximum der ZHR von etwa 240 gegen 23:15 UTC = 1:15 MESZ. Von einer Zenit-Stunden-Rate kann dabei aber keine Rede sein, denn nur rund 1/2 Stunde lang lag der Wert über 150. Dann fiel er auf rund 100 zurück (vor dem Peak waren es etwa 50 gewesen), um zwischen 2:00 und 4:00 UTC = 4:00 bis 6:00 MESZ nochmals zeitweise wieder 150+ zu erreichen. Danach werden die Daten spärlich; zwischen 6:00 und 10:00 UTC mag man ein Plateau um wiederum 100 mit Ausbrechern bis 150 sehen. Danach ist die Abdeckung noch viel schlechter, und allenfalls erneute 100 gegen 20:00 UTC und (sehr gut verbürgte) 80 gegen 0:00 UTC heute können noch genannt werden.

Das Timing des Peaks passt wohl zu den 1 und 4 Orbits alten Dusttrails, die allerdings davor bzw. danach durchquert werden sollten, wobei die Höhe zu den optimistischeren Prognosen passt. Weiter gehende Schlussfolgerungen erscheinen angesichts der dürren Datenlage ziemlich gewagt: Insbesondere ist noch völlig unklar, ob es gestern Nachmittag dann zu dem regulären – und durch einen medial immer wieder beschworenen Effekt des Jupiter verstärkten – Maximum gekommen ist. Da helfen auch die bislang vorliegenden globalen Plots der Video-Meteore (oben) und Radio-Meteore (unten; ZHR-Skala in 80-er Schritten) nicht weiter: Ersterer geht nur bis in den Morgen des 12. August und löst immerhin vielleicht den Peak in zwei Komponenten auf und isoliert das folgende Plateau (es kommt aber stark auf das völlig frei wählbare Binning bei der Darstellung an). Und letzterer zeigt zwar den frührn Extra-Peak auch – aber einen noch höheren und längeren danach, der weder in den visuellen Daten (in schwarz im selben Plot) noch den Video-Daten existiert!

Die sehr andere Methode des Nachweises von Meteoren per Radioecho macht die Interpretation schwierig: Hat sich das Größenspektrum der Staubteilchen nach dem Peak stark verändert? Sind subtile Auswahleffekte im Spiel? Oder liegt es an der Analyse-Technik? Da ist mithin noch viel zu forschen, aber andererseits gibt es wohl Daten satt, auch ziemlich exotische. Die beiden Grafiken flankieren z.B. ein (schon mal erwähntes) Perseiden-Video von Bord der ISS ein und werden selbst von zwei Allsky-Video-Kompositen von Kameras der NASA im Südwesten der USA eingerahmt. Auch weitere frühe Zusammenfassungen der Perseiden 2016 hier, hier und hier, Beobachter-Berichte hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, multiple Einzelbilder Einzelner hier, hier und hier, z.T. gewagte Komposite hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, hier und hier, noch mehr Bilder hier und hier, Videos hier und Radiodaten von Einzelbeobachtern hier, hier und hier. [23:45 MESZ – Ende]


12. August

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Saturn, Mars und Antares im Dreieck nebst dem Mond heute Abend in Domburg in der niederländischen Provinz Zeeland aufgenommen: mehr Abend-Astronomie an der Nordsee mit weiteren Planeten, Mond und Sonne sowie die Situation und das Quartett gestern über Mexiko. [23:30 MESZ]

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Sehr langsam formt sich ein Bild aus der vergangenen Nacht der Perseiden, mit Aktivitätsprofilen aus Video-Daten (auch im Vergleich mit 2015) und Radio-Daten – der Verlauf wie die abgeleiteten ZHR-Zahlen (Radio: y-Achse = ZHR in 50-er Schritten, x-Achse = Sonnen-Länge; der Video-Plot geht von 139.4 bis 139.7) widersprechen sich freilich wie auch den aus visuellen Beobachtungen berechneten, die selbst noch keinen Sinn machen: Das obere Diagram zeigt einen Peak um 140, das untere maximale ZHR-Werte um 70. Kunde vom ‚regulären‘ Maximum, das in den vergangenen Stunden erwartet wurde, gibt es noch gar keine. [21:05 MESZ. NACHTRAG: War wohl ein Mathe-Problem, zwei Stunden später zeigte die zweite Grafik ZHR-Werte zeitweise bis über 200. Plus derselbe Perseide von zwei Orten und noch mehr Bilder]

Perseid Meteor Shower

Eine Perseide heute vom NASA-Chefphotographen eingefangen – auch ein weiterer und noch mehr, weitere Einzel-Perseiden auch hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Video-Einzelbilder hier, hier und hier, Komposite aus Wales, Griechenland, dem UK (mehr und mehr), Kanada, Irland, Texas, Kroatien, Ungarn, Hawaii, Österreich (noch eins und Erläuterungen) und der Schweiz, ein Artikel, Galerien hier, hier und hier, die deutschen Wetteraussichten für heute Nacht – und eine Einladung zum Radio Meteor Zoo. [17:45 MESZ]

Die erste Maximums-Nacht der Perseiden 2016 für Europa

ist im Gange, aber ob die von einigen vorhergesagten Extra-Maxima der letzten Stunden stattgefunden haben, ist noch nicht erkennbar; bisher liegt nur diese enthusiastische Kurzmeldung vor, ohne weitere Bestätigungen. Oben zwei schöne Meteore in Bewegung in Farbe, auch ein helles Exemplar und auch ein Perseiden-Paar vom UK Meteor Network, dessen Bilder auf dieser Seite erscheinen (und die auch die bisher einzigen brauchbaren Visuals in der Slooh-Show sind). Und noch ein toller Meteor, aber das war ein Delta-Aquaride. [2:15 MESZ] Gleich noch eine ‚Live-Sendung‘, diesmal über das Meteorvideo-Kameranetz der NASA. [2:40 MESZ] Schon wieder vorbei, aber auf diesem Kanal soll es später Live-Meteore aus den USA geben – und die Slooh-Sendung läuft auch weiter, mit diversen Kameras und gelegentlichen Meteoren. [2:50 MESZ] Aus erster Hand: In Domburg in der niederländischen Provinz Zeeland hat dieser Blogger gerade klaren Himmel und in ca. 20 Minuten etwa 8 Perseiden aller Helligkeiten gesehen – sollte einer ordentlichen ZHR entsprechen. [3:25 MESZ] Jetzt gibt’s aus den USA und von den Kanaren Live-TV des Nachthimmels. Und ein Bild mit 2 Perseiden von heute Nacht – der Fotograf berichtet: „Lange passierte nichts und dann plötzlich ein unglaubliches Feuerwerk.“ [3:45 MESZ]

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Der zur Zeit einzige halbwegs aktuelle Plot der Perseiden-Aktivität ist dieser auf der Basis weltweit gemeldeter Radioechos (rot = daraus abgeleitete 2016-er ZHR, blau = die entsprechende 2015-er, schwarze Punkte = visuelle ZHR-Ableitung der IMO, ganz aktuell übrigens ~100 für 2:00 MESZ): Es hat tatsächlich Ausbrüche schon vergangene Nacht gegeben, die solche Komposit-Bilder aus Video-Frames ermöglichten. Von zwei separaten Ausbrüchen schwärmen auch visuelle Beobachter unter bestem Himmel, während andere immerhin einiges sahen (mehr, mehr und mehr Eindrücke) – harte Zahlen zur maximalen ZHR gibt es aber noch immer nicht. Und das reguläre – und mutmaßlich Jupiter-verstärkte – Maximum kommt ja noch in den nächsten Stunden -> auch heute Nacht unbedingt weiter beobachten, wenn’s das Wetter erlaubt! [11:55 MESZ]

So sah die JunoCam im Juli den Jupiter rotieren, als sich der frischgebackende Orbiter Juno auf seiner ersten Ellipse wieder vom Planeten entfernte – auch Beobachtungen Cassinis von gefluteten Canyons auf dem Saturnmond Titan und Komet C-Gam 10. und am 6. August von OSIRIS.

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Die Landeellipse von Schiaparelli auf einem 3D-Mars-Bild des Mars Express (der TGO hat derweil eine weitere kleine Bahnkorrektur absolviert), auch eine Bahnkorrektur von Indiens Mars-Orbiter MOM, der immer noch arbeitet – und Chinas Mondrover Yutu ist wohl doch nicht ganz tot.

Die Falcon 9 in Action mal von ganz nah gesehen, auch eine Verschiebung des Return to Flight der Antares auf September, russische Pläne zur Reduzierung der ISS-Crew von dieser Seite auf zwei – und Perseiden über der Erde gefilmt mit der neuen Meteorkamera auf der ISS! [0:30 MESZ]


11. August

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Perseiden vor dem Peak: Die 30 Stunden der Wahrheit

für den Verlauf des populären Meteorschauers dieses Jahr haben begonnen, denn zwischen heute Abend und morgen Nachmittag wird sich erweisen, ob es zu einem oder mehreren stärkeren Maxima als üblich kommt, die mehrere widersprüchliche Prognosen erwarten. Obiges Diagramm wurde soeben mit diesem Online-Tool automatisch aus weltweiten Amateur-Video-Daten erstellt und zeigt den Anstieg der Aktivität z.Z. noch klarer als eine andere automatische Grafik aus weltweiten visuellen Beobachtungen. Derzeit liegt die Zenitstundenrate (ZHR) bei etwa 35 – aber wie geht es weiter? Während die vage Hoffnung auf – maximal um einen Faktor 2! – erhöhte Raten rund ums Maximum mal wieder zu bedauerlichem Medien-Hype geführt hat und immer noch führt, sollte man die kommenden Stunden mehr als Wettlauf zwischen den Modellrechnungen betrachten: Die Natur entscheidet! Der Prognosen-Zoo nach dieser, dieser, dieser, dieser und dieser Quelle:

  • Sicher scheint nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre nur, dass das ’normale‘ Maximum der Aktivität durch alten Staub des Ursprungskometen Swift-Tuttle am Nachmittag des 12. August, auftreten wird, am wahrscheinlichsten zwischen 14:30 und 17:30 MESZ. Damit sind für Europa die Nächte 11./12. und 12./13. August ähnlich attraktiv, wobei auch wegen des bereits mehr als halb vollen Mondes beste Sicht immer erst in den Stunden nach Mitternacht herrscht.
  • Es sieht so aus, dass der Jupiter das für das reguläre Maximum verantwortliche Staubband dieses Jahr etwas näher an die Erdbahn geschoben hat als üblich, was in vergleichbaren Situationen der Vergangenheit zu einem Anstieg der Maximumshöhe um einige Zehner geführt hat und diesmal zu einer maximalen ZHR von rund 150-160 (statt üblicher 100 bis 120) führen sollte.
  • Dazu kommen eventuelle isolierte Dustrails, die Swift-Tuttle bei früheren Periheldurchgängen absonderte. Bereits gegen 0:30 MESZ in der Nacht 11./12. August könnte die Erde nur einen Kometenumlauf (also rund 130 Jahre) alter Staub treffen, was die ZHR dann um 10 oder vielleicht mehr erhöhen könnte – diese Staubteilchen wären aber durchweg klein und die Meteore entsprechend schwach.
  • Um 1:20 MESZ könnte dann vier Umläufe alter Staub in Erdnähe gelangen und zu wenigen aber hellen Extra-Perseiden führen. Beides zusammen könnte zu einem gemeinsamen breiten Zusatzmaximum führen, das auf dem normalen Aktivitätsprofil sitzen und zu einer Gesamt-ZHR von 120-130 (oder 210 nach einer abweichenden NASA-Simulation) führen würde.
  • Zwischen 2:00 MESZ und 6:00 MESZ könnte sich auch noch zusätzlicher Staub mit zwei Umläufen bemerkbar machen. Und Staub, der eine ganze Reihe Umläufe hinter sich hat, könnte später ebenfalls noch die ZHR verstärken, z.B. 7 Orbits alter gegen 6:40 MESZ. Während zwischen 6:00 und 7:00 MESZ zudem noch alter Staub in Orbit-Resonanz die ZHR etwas erhöhen könnte.
Auch wenn alle diese schönen Effekte eintreten, ist es aber praktisch ausgeschlossen, dass die ZHR auch nur das Doppelte des Üblichen erreicht – während z.B. im Jahr 1993 ein Spitzenwert nahe 500 erreicht wurde. Und da die ZHR die Fallrate für einen Beobachter unter Optimalbedingungen angibt, die praktisch nie erreicht werden, kann sich schon sehr glücklich schätzen, wer – im Schnitt – 1 bis 2 Perseiden pro Minute zu Gesicht bekommt, von denen die meisten aber wiederum schwach sind. Mehr oder weniger vollständige Informationen in vielen Sprachen sind auch in Press Releases hier, hier und hier, Artikeln hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und einem Radio-Feature zu finden – auch ein Foto, ein Video-Komposit, die Wetterlage in Deutschland (mehr und mehr) und weitere Links. Sowie Sonnenflecken heute (alt.), eine große Protuberanz (mehr) und fünf abendliche Planeten am 8. August, schon wieder eine wahrscheinliche Fälschung bei einem APOD – und die unbestrittenen Beiträge von Amateuren zur Astronomie. [12:30 MESZ]

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Der Perseiden-Radiant erscheint bereits deutlich in kanadischen Radardaten, hier von 23:30 MESZ. Auch ein alternativer Plot solcher Daten, der steiler gewordene Anstieg der (Video-)Meteorrate, Perseiden-Bilder hier und hier, die prognostizierten Wolken über Europa jeweils um 2:00 MESZ am 12. August und 13. August und geplante Webcasts am 12. August ab 2:00 MESZ und ab 2:30 MESZ. [23:40 MESZ] Ein japanisches Perseiden-Zeitraffer-Video mit ungewöhnlicher Integration und zwei letzte Vorschau-Artikel hier und hier. [23:55 MESZ]


9. August

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Polarlicht, Airglow und der Manicouagan-Impaktkrater – das wohl aus dem Orbit meist-fotografierte Astroblem – auf einer Aufnahme von der ISS aus. Auch die Asteroid Redirect Mission vor Entscheidungen, die immer noch ankommenden Pluto-Daten, ein OSIRIS-Bild vom 3. August – und die Rosetta-Ausstellung in Berlin ist nun eröffnet, und mancher findet sich darin wieder …

Mit einer HDR-High-Speed-Kamera wurde der letzte SLS-Booster-Test aufgenommen, ein Mond-CubeSat als Begleiter der SLS-EM-1-Mission, wie sich die Rohbilder der JunoCam anfühlen, SpaceX beginnt bald mit Tests des Raptor-Triebwerks, das Versagen der ‚Super Strypi‘-Rakete scheint geklärt – und in Costa Rica glaubt man weiter an den VASIMR-Antrieb. [22:45 MESZ]


7. August

Kosmische Vierer-Kette weiter nur für südliche Beobachter

Die Mondsichel und die Planeten Jupiter, Merkur und Saturn – gestern über Santiago de Chile kein Problem für Yuri Beletsky, aber anderswo tut man sich mit drei der aktuell fünf Planeten am Abendhimmel viel schwerer: Bilder vom Mond mit & ohne Nachbarn von heute aus Neuseeland (mehr), gestern aus Spanien, Deutschland (mehr und mehr), Australien (mehr und mehr) und Neuseeland (mehr und mehr) und vorgestern aus Hawaii, den Kontinental-USA (mehr) und Spanien (mehr) sowie Venus & Merkur groß. Es gibt auch ein neues ‚Heft‘ (56 Seiten!) der Meteor News – und die Perseiden 2016 steigen bereits: Hier wird analysiert, ob sie etwas Besonderes werden. [14:35 MESZ] Mond und Planeten aus Australien gestern und heute. [23:15 MESZ] Und das Mars-Saturn-Antares-Trio und die Mondsichel heute nach vielseitigen Sonnenuntergangs-Effekten über der niederländerdischen Nordsee. [23:55 MESZ]


6. August

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Die irre Bahn Rosettas um den Kern von Komet C-G in den zwei Jahren seit der Ankunft, eingerahmt von OSIRIS-Bildern vom 27. und 31. Juli aus 8 bzw. 10 km Abstand. Auch ein Paper über Merkurs Schwerkraft, Gezeiten und Rotation aufgrund von MESSENGER-Daten, eine russische Vision eines Ganymed-Landers und ein Paper über die Kartierung von Titans Polen durch Cassini. Und ein großer Review-Artikel über die BRITE-Satelliten und ihren zunächst problematischen Betrieb, eine Störung von Kepler, ein Paper über Probleme mit Gaia und ihre Lösungen, eine Startverschiebung des Satelliten JPSS – und die ersten Bilder von Diwata-1 von den Philippinen und Florida. [2:15 MESZ]


5. August

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Der Mond heute Abend zwischen Jupiter & Merkur + Venus

aufgenommen von Shahrin Ahmad in Malaysia – auch der Mond bei Merkur gestern hier, hier (alt.) und hier – und 2:1-Zustimmung für das TMT bei einer Umfrage auf Hawaii. [16:50 MESZ] Mehr Mond & Planeten gestern Abend. [18:05 MESZ] Dito hier (viele bemerkenswerte Bilder), hier, hier, hier und hier (auch vorgestern) – und heute hier, hier, hier und hier. Sowie Mars, Saturn & Antares gestern, die besser zu sehen sind. [23:45 MESZ]

Heute vor vier Jahrend landete Curiosity auf dem Mars und kommt langsam in Richtung Aeolis Mons voran: eine kleine Übersicht, was im vergangenen Jahr erreicht wurde. Plus neue Diskussion über die Gullies (mehr) und RSL auf dem Mars: Ohne flüssiges Wasser geht es auch. [16:45 MESZ]

lhc

Sorry, keine ’neue Physik‘ bei 750 GeV in Daten des LHC

Auf dramatische Erkenntnisse über das Standardmodell der Physik hinaus vom Large Hadron Collider müssen wir weiter warten: Seit ein paar Stunden ist es Gewissheit, was man in Hochenergie-Physikerkreisen schon seit einer Weile munkelte: Es gibt keine ‚Beule‘ bei 750 Gigaelektronenvolt, die ein Hinweis auf ein unbekanntes und vom nämlichen Standardmodell nicht vorhergesagtes Teilchen gewesen sein könnte – mit mehr Kollisionsdaten ist sie einfach verschwunden. Und dabei waren bereits hunderte gelehrter theoretischer Arbeiten über das freilich nie signifikant gewordene aber dafür potenziell weltbewegende Signal verfasst worden … Aber eine Erweiterung des Standardmodells ist nötig, und der LHC bleibt das beste Werkzeug für die Suche, und wir sind in der aufregendsten Ära der Teilchenphysik seit Jahrzehnten, über die gerade auf einer großen Tagung diskutiert wird. Das letzte Jahr LHC im Rückblick: mehr oder weniger amtliche Verlautbarungen – allesamt ohne Diskussion der Beule – vom 4. August (mehr und mehr), 21. Juni, 6. Juni, 9. Mai (mehr), 2. Mai, 21. März und 3. Februar 2016 und 18. Dezember, 25. November (mehr), 19. November, 4. November, 27. Oktober, 2. September, 1. September (kürzer), 24. August, 14. Juli (kürzer und mehr), 25. Juni und 11. Juni 2015 und Artikel vor dem offiziellen Ableben der Beule aber mit viel Diskussion derselben seit Dezember vom 4. August (mehr), 2. August, 4. Juli, 28. Juni, 24. Juni, 23. Juni (mehr), 22. Juni (mehr), 18. Juni, 8. Juni, 15. Mai, 1. Mai, 29. April (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), 25. April, 22. April, 19. April, 24. März, 22. März, 18. März (mehr), 17. März und 8. März (mehr) 2016 und 24. Dezember (mehr), 21. Dezember, 18. Dezember (mehr und mehr), 17. Dezember, 16. Dezember (mehr und mehr), 15. Dezember (mehr, mehr, mehr und mehr), 14. Dezember (mehr und mehr), 12. Dezember, 5. Dezember, 27. November, 25. November, 24. November, 20. November, 18. November, 29. Oktober, 12. Oktober, 6. September (mehr), 5. September, 3. September, 30. Juli, 27. Juli (mehr), 26. Juli, 14. Juli (mehr, mehr und mehr), 12. Juli, 9. Juli, 15. Juni, 11. Juni und 27. Mai 2015. [1:45 MESZ. NACHTRÄGE: ein Statement von ATLAS zu dem ‚Verlust‘ der Beule, Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und ein Storify sowie ein weiteres ATLAS-Resultat zur Diboson-Produktion]


04.Aug 2016 | 01:17

Live-Blog zum Sturz des großen Kreutz-Kometen

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Der Untergang des Kometen durch drei Satelliten-Augen

gesehen: LASCO C3 und LASCO C2 auf SOHO und COR 2 auf STEREO Ahead – von COR 1 kam bis auf das schon verlinkte Bild nichts weiter mit eindeutig dem Kometen drauf. Die Bilder sind, von oben nach unten, von 3:30, 4:00, 4:06, 5:12, 5:24, 5:36, 6:06, 7:00, 7:24, 7:42, 7:58, 8:09 und 10:06 MESZ: Noch lange nach dem Verschwinden des Kometenkerns war der lange Staubschweif zu erkennen, v.a. für LASCO C2. [17:25 MESZ] Sehr spät eine NASA-Animation von C2 und ein Artikel – und 2 von 3 SDO-Instrumenten arbeiten wieder. [21:45 MESZ] Und noch ein Nachruf. [23:35 MESZ – Ende]

Die letzten Stunden des Kometen in einer Kombi-Animation aus LASCO-C3- und C2-Aufnahmen. Auch eine Sammlung diverser Animationen und speziell C2-Animationen hier, hier und hier.

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Und hier noch eine C2-Aufnahme von 5:48 MESZ, zur Abwechslung mal in Schwarzweiß. Der Komet erreichte eine maximale Helligkeit von etwa -0.5 mag., in den Top 5 oder 10 der SOHO-Kreutz-Kometen. SOHO hat fast 3200 Kometen bei der Sonne gesehen, von denen 2700 zu dieser Kategorie gehörten. [15:50 MESZ]

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Das Ende ist nahe auf diesem STEREO-Bild von 4:54 MESZ

mit COR 2 und damit nur etwas mehr als zwei Stunden vor dem Perihel des Kometen: Dessen Koma erscheint nun schon ziemlich geschwächt, wozu aber teilweise auch der nach innen hin immer mehr absorbierende Koronograph beiträgt. Und der erste Artikel zum Thema, der aufgetaucht ist, stammt aus Indonesien. [5:20 MESZ] Der Komet ist jetzt auch mit COR 1 zu erkennen, der ein kleineres Gesichtsfeld hat: Seine Bilder erscheinen hier. [5:35 MESZ] Das 5:09-MESZ-Bild von COR 2 erweckt den Eindruck, als löse sich die Koma gerade auf, jedenfalls ist die ‚Spitze‘ des Kometen viel schwächer als der Hauptteil des Schweifs. [5:55 MESZ]

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Der Komet scheint bereits zu verblassen, jedenfalls ist auf diesem LASCO-C3-Bild von 1:54 MESZ das Blooming von der Korona schon weniger geworden – und das ist nicht nur die Wirkung des Koronographen: Kreutz-Kometen erreichen typischerweise ihre größte Helligleit in ca. 11 Sonnenradien Abstand und verblassen dann. Dieser hat schon länger als üblich durchgehalten, aber inzwischen sublimieren bereits seine festen Bestandteile in der Hitze. Das letzte COR2-Beacon-Bild ist ebenfalls von 1:54 MESZ. [2:45 MESZ] Während nun mehrere Stunden keine neuen SOHO-Bilder mehr kommen, hat für STEREO der neue UTC-Tag begonnen. Auch hier scheint die Koma zu verblassen. [3:00 MESZ]

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Auch der Satellit STEREO Ahead hat den Kometen im Blick

mit seinem Koronographen COR2 – hier ein Vorschau-Bild mit geringer Auflösung von 0:54 MESZ, die Versionen mit voller Auflösung gibt es immer erst Tage später. Die Beacon-Bilder vom 3. August UTC erscheinen hier. [1:45 MESZ] Nach Meinung eines Sungrazer-Experten hat der Komet „pretty much zero chance“, das Perihel quasi auf der Sonne zu überleben – oder auch nur zu erreichen. [1:55 MESZ] Das letzte LASCO-C3-Bild, das noch runter kam, ist von 1:42 MESZ, und auf dem letzten C2-Bild von 1:48 MESZ ist der Komet noch nicht drauf. Dafür ein schneller und ein langsamer Zeitraffer von STEREO A COR2 mit seiner Ankunft im Bildfeld; das letzte Bild ist von 1:39 MESZ. [2:25 MESZ]

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Der Komet heute um 0:18 MESZ von SOHO LASCO C3 gesehen und schon völlig überbelichtet und bloomt gewaltig: Es ist einer der hellsten Kreutz-Kometen der letzten 21 Jahre, seit SOHO Wacht hält. Der große Kometensturz kann derzeit nur vom weitwinkligeren LASCO-Koronographen C3 verfolgt werden: das aktuellste Bild, alle Bilder vom 3. August UTC und alle Bilder von 2016. In ein bis zwei Stunden sollte der Komet dann auch in LASCO C2 auftauchen, kurz bevor es wieder längere Funkstille gibt, aber immerhin gibt’s da gerade eine kleine Coronal Mass Ejection zu sehen: das aktuellste Bild, alle Bilder vom 3. August UTC und alle Bilder von 2016. Derweil erholt sich der SDO vom Schrecken der SoFi vorgestern, aber ob er für EUV-Beobachtungen des Kometen in der Korona bereit sein wird? Das Perihel ist gegen 7:15 MESZ. [1:15 MESZ]


Hintergrundbilder (c) OEWF