ÖWF / Polares auf einen Blick

ÖWF Top News

29.10.10:
26.Sep 2014 | 18:04

ÖWF Pionierprojekte: Ihre Chance neue Themen im ÖWF umzusetzen!

Sie haben eine überzeugende Idee für ein kleines ÖWF Projekt, das Sie gerne einbringen möchten? Mit den Pionierprojekten haben ÖWF Mitglieder zum ersten Mal die Chance, kleine, mittelfristige ÖWF Projekte mit bis zu 1.000 EUR gefördert zu bekommen.

Kind spielt mit Holzflugzeug

Hintergrund:
Pionierprojekte sind kleine, mittelfristige ÖWF Projekte mit dem Ziel Ideen und Initiativen von Mitgliedern umzusetzen und gleichzeitig den Lebenszyklus eines Projektes von der Ideenfindung, Proposal bis zum Endbericht zu durchlaufen.

Die Themen sind offen, müssen sich aber an den Zielen & Leitsätzen des ÖWF orientieren: Vom Schulprojekt über technische Entwicklungen für Feldmissionen bis hin zur Umsetzung von Ideen zur Neumitgliedergewinnung ist alles möglich.
Einreichen können ausschließlich ÖWF Mitglieder, externe Projektmitarbeiter, Partnerorganisationen und Sponsoren sind aber möglich. Damit können ÖWF Mitglieder den vollen Projektzyklus selbst erleben, etwas im Forum bewegen und vielleicht sogar neue Themen erschließen.

Was wird zur Verfügung gestellt?

    • Bis zu € 1.000,00 Budget
    • ÖWF Infrastruktur (z.B. Werkstätten, IT-Infrastruktur, Beratung (z.B. Legal Team, Medienteam, Buchhaltung etc.)
    • Unterstützung bei der Kommunikation innerhalb und außerhalb des ÖWF

Bis zu zwei Projekte werden gefördert. Die Auswahl erfolgt durch eine internationale Jury (NASA & ESA Vertreter) unter der Leitung von Dr. Rudolf Albrecht, ÖWF Senior Advisor.

Format für die Pionier-Proposal
Maximal 3 Seiten Projektbeschreibung in Englisch.

  • Max. 1 Seite:
    Projekttitel, Projektverantwortlicher (inkl. Kontaktdaten), Team, Kurzfassung, inkl. Ziele, Laufzeit
  • Max. 1 Seite:
    Projektbeschreibung: Inhalt & Ablauf, Risiken & Potential, erwartete Resultate bzw Impakt.
  • Max. 1 Seite:
    Budgetauflistung, Zeitplan inkl. Meilensteine

Wie gehts weiter?

  • Einreichfrist: 01. Dezember 2014, per email an *protected email*
  • Bekanntgabe der erfolgreichen Projekte: 20. Dezember 2014 (ÖWF Weihnachtsfeier)
  • Projektlaufzeit: 01. Jänner 2015 bis maximal Zieleworkshop 2015 (September 2015)
02.Sep 2014 | 21:28

Tiuterra Flug: Drei Kristalle für die Raumstation

In Zusammenarbeit mit der World Space Week Association und Swarovski, initiierte das Österreichische Weltraum Forum das Tiuterra Projekt: Gesteinsproben welche weltweit im Rahmen der World Space Week 2013 gesammelt wurden – darunter auch Proben aus der Antarktis und dem Boden der Tiefsee. Diese wurden analysiert und mit einem winzigen Anteil eines Mars Meteoriten kombiniert. Swarovski hat sich der Herausforderung gestellt, aus diesen Proben ein Schmuckstück her zu stellen, den “Tiuterra Kristall”. Drei dieser Kristalle werden im November mit Samantha Cristoforetti und Expedition 42/43 auf die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) fliegen. Damit fliegt zum ersten Mal in der Geschichte ein Stück ÖWF “Hardware” zur Raumstation.

Die Übergabe der drei Kristalle fand im Rahmen eines Medien Events am Europäischen Astronauten Zentrum (European Astronaut Centre, EAC) in Köln, Deutschland, statt.

Briefing vor der Übergabe

Kurz bevor die Presse ankommt, besprechen Monika Fischer, Samantha Cristoforetti, Jules Grandsire und Gernot Grömer letzte Details des Events.

Handover of the crystals

Ein Großer Moment: ÖWF Obmann Gernot Grömer übergibt die Tiuterras an Samantha Cristoforetti vor der Trainings-Version des Columbus Moduls der Raumstation. Christian Nagele, Vize Präsident Produkt Entwicklung bei Swarovski, präsentiert ihr eine personalisierte Version des Kristalls.

Inside Columbus mockup at EAC

Nach der Übergabe, lädt Jules Grandsire (EAC) die Medien und die ÖWF Delegation zur VIP Tour des EACs ein. Diese beinhaltet auch einen Blick in das Automated Transfer Vehicle (ATV): Das fünfte und letzte ATV befindet sich zur Zeit gerade im Orbit!

Inside the ATV

Innerhalb des ATVs erscheint alles eher überfüllt – kein Wunder, ist es doch der “Weltraum-LKW” für die ISS!

OeWF delegaton with Samantha Cristoforetti

Die ÖWF Delegation mit Samantha Cristoforetti im Inneren des Columbus Moduls.

Soyuz Simulator

Christian Nagele und Gernot Grömer an Deck des Sojuz Simulators: Mit Raumanzügen anstatt Anzügen könnte man sie fast für angehende Astronauten halten…

simulation supervisor console

Die Konsole welche die Übersicht für den Sojuz Trainings Simulator ermöglicht: Von hier aus werden alle schlimmen Probleme eingespeist.

Two happy FemTech-student

Veronika Haberle und Julia Neuner vor dem ATV Model. Zwei glückliche FemTech Studentinnen auf einer Mission!

Andrea Boyd

Was für eine schöne Überraschung: Andrea Boyd, die an der EUROCOM Konsole arbeitet (Der Kontrollraum für den Europäischen Beitrag zur ISS) und auch gleichzeitig ein ÖWF Mission Support Center Veteran, ist während der Zeremonie gerade im Dienst. Mit großem Enthusiasmus beschreibt Andrea ihre Arbeit an diesem außergewöhnlichen Arbeitsplatz.

28.Aug 2014 | 20:59

Wasserraketen und Waisenkinder

Bereits 2013 hat das ÖWF einen Weltraumtag besonderer Art organisiert. Gedacht als kleiner Beitrag für ein großes Projekt, wurde dieser Tag nicht nur ein Erfolg, sondern blieb vielen im Gedächtnis, allen voran denen, die an diesem Tag im Mittelpunkt standen: Waisenkinder und kranke Kinder aus der Ukraine, die auf Initiative von Dr. Christoph Otto von Global 2000 in wechselnden Gruppen seit Jahren Erholungsurlaube in Österreich verbringen können. Für viele der Kinder war und ist das die erste Auslandsreise in ihrem Leben. Neben Unbekümmertheit, Spaß und grünen Wiesen gibt es in diesen Wochen endlich auch Aufmerksamkeit und ausreichend Medikamente.

Den „Pilotversuch“ eines solchen Weltraum-Tages letztes Jahr in Hagenbrunn (Niederösterreich) und Ybbs an der Donau (Niederösterreich) fädelte ÖWF-Mitglied Alexander Soucek ein, der durch Zufall von den kleinen Ukraine-Urlaubern mit ihren schweren Schicksalen gehört hatte. Begleitet wurde er von Gerhard Grömer. Ukraine-Projektleiter Dr. Otto dankte damals dem ÖWF: „Ihre Weltraumveranstaltungen haben fulminante Reaktionen ausgelöst. Die Berichte waren nicht nur begeistert, sondern geradezu frenetisch. Wir danken dem ÖWF ganz herzlich für das Engagement und die begeisternden Präsentationen!“

Diesmal wuchs die ÖWF-Helfergruppe schon auf fünf Personen an: neben Alexander und Gerhard auch Eva und Stefan Hauth sowie Magdalena Mahringer, die sich alle zusammen einen Arbeitstag freigenommen hatten, um am 14. Juli beladen mit Wasserraketen, Kinderraumanzügen und Weltraumfotos diesmal nach Klein-Engersdorf zu fahren.
Die Zutaten dieses Tages: ein großer Garten, ein schattenspendender Baum, Sonne und Gewittertürme, ein Feld, das zum Wasserraketen-Versuchsgelände umfunktioniert wurde, eine Schar Kinder verschiedenen Alters, ein kleiner Astronaut im Rollstuhl, helfende Hände, Dolmetscherinnen, Improvisation, ein Heuriger, Geschichten aus der Ukraine zum Nachdenken. Manche der Kinder waren bereits letztes Jahr dabei und plauderten mit den Freunden vom ÖWF unbekümmert auf Ukrainisch. Gespräche mit den Erwachsenen erlaubten verstörende, aber gleichzeitig unbezahlbare Eindrücke von der aktuellen Situation in diesem großen Land. Da die Gäste allesamt aus Orten in der derzeit umkämpften Ostukraine stammen, war ihnen nicht einmal klar, ob und auf welcher Route sie wieder zurückreisen würden.

Die Antwort auf so viele große und kleine Probleme? Lauthals auf Ukrainisch den Countdown für die ÖWF Wasserraketen zu zählen, um diesen dann begeistert nachzuschauen bei ihrem Flug in den Himmel! – Das ÖWF wird auch 2015 versuchen, Dr. Otto und seine ehrenamtlichen Helfer bei dem wunderbaren Projekt „Tschernobyl Kinder“ zu unterstützen. Es gilt, noch viele kleine Astronauten auszubilden.

Alexander Soucek und Team

Mehr Informationen:

Impressionen:

14.Aug 2014 | 18:22

Mehr Energie für unsere „Prinzessin“ – AccuPower stellt Lithium-Ionen Akkus zur Verfügung

Durchschnittstemperaturen im Freien von -55°C, harte körperliche Arbeit im Druckanzug mit jeder Menge CO2 Ausstoß, das ist nur ein kleiner Teil der Herausforderungen, die ein Raumanzug am Mars zu bewältigen hat.

Hier auf der Erde entwickelt und testet das ÖWF, als eines von weltweit vier Gruppen, Systeme um für kommende Marsmissionen gerüstet zu sein. Eines dieser Systeme in unserem Analoganzug ist das TCS (Temperature Control System / Temperaturkontrollsystem).
Wie der Name schon sagt, ist es für die Regelung der Temperatur im Anzug verantwortlich, wobei es auch noch einige andere wichtige Aufgaben erfüllt. Zum Beispiel werden die Akkus die den Anzug mit Energie versorgen von diesem System überwacht und bei Bedarf dazu bzw. umgeschaltet. Auch die Spannungsversorgung des OBDH Systems (On Board Data Handling), dem „Gehirn“ der Aouda.X, wird vom TCS aufbereitet und stellt diesem alle notwendigen Spannungen zur Verfügung.

Um eine konstante Temperatur im Anzug zu gewährleisten werden die Lüfter steht´s den Bedürfnissen des Anzugträgers angepasst, nachgeregelt und überwacht. Sollte aus irgendeinem Grund die automatische Regelung ausfallen, kann jederzeit die Steuerung manuell übernommen werden. Zwei Drittel der Leistung, die von den Akkus geliefert wird, benötigen die Lüfter um die notwendige Luftumwälzung um Torso- und Helm Bereich sicherzustellen.

Akku 7S4P von der Firma Accupower
Es werden insgesamt drei Akkus im Analoganzug verwendet, jeder von ihnen liefert ca. 270Wh elektrische Energie und wiegt ca. 1,5kg. Um auf diese Leistungsdichte zu kommen werden seit Juli 2014 spezielle Lithium-Ionen Akkus verwendet, die mit einer intelligenten Ladeelektronik ausgestattet sind um vor Tiefentladung und Überlast zu schützen. Es sind jeweils 7 Zellen in Serie und diese dann 4mal parallel geschalten um eine Spannung von 25.9V zu erreichen.
Wichtig bei der Lithium-Ionen Technik ist auch dass die einzelnen Zellen immer den gleichen Ladezustand aufweisen. Auch um dies muss sich das Anzugteam nicht kümmern, es wird von der Ladeelektronik ständig überwacht und ausgeglichen.

Damit die Akkus ihre volle Leistung entwickeln können werden sie im PLSS (Personal Life Support System) getragen. Dadurch werden extreme Temperaturschwankungen vermieden und es kann eine Simulationszeit von 3-8 Stunden erreicht werden.

Die Energie des Anzuges ist neben CO2 und O2 sowie EKG Messwerten, ein sehr wichtiger Parameter und wird ständig während einer Simulationen überwacht. So hängt auch die Dauer eines EVA‘s (Extra-vehicular activity vulgo „Marsspaziergang“) von der verfügbaren Energie ab. Dies muss auch bei der Planung von Missionen berücksichtigt werden und in den Flugplan einfließen.

Im Juli bekam das ÖWF von der Firma AccuPower Lithium-Ionen Akkus für unsere beiden Mars Analograumanzüge zur Verfügung gestellt. Nicht nur das geringere Gewicht, auch die kleinere Dimension des einzelnen Akkus helfen uns die Anzüge weiterzuentwickeln.

Wir bedanken uns für die tolle Zusammenarbeit mit dem Team von Accu Power und freuen uns auf den ersten Feldeinsatz der neuen Accus im Rahmen der AMADEE-15 Mission im Sommer 2015.

Über AccuPower
AccuPower ist ein international agierendes Unternehmen mit Sitz in Graz, Österreich. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt High-Tech-Produkte im Bereich Lade- und Energietechnik, die weltweit für mobile Stromversorgung eingesetzt werden.
www.accupower.at

27.Jul 2014 | 17:56

Das ÖWF begeistert! Kleiner Beweis?

Anfang Juni sind tausend Gäste und Honoratioren in das Pariser Hauptquartier der UNESCO geladen, um ein halbes Jahrhundert europäische Raumfahrtkooperation zu feiern. Logos, Banners, Präsentationen unterstreichen es in allen Ecken: 1964-2014: 50 Years Serving European Cooperation and Innovation. Dann wird es dunkel, Musik, Atmosphäre, ein bisschen Gänsehaut und sehr viel Weltraum. ESA-Generaldirektoren, Politiker, Astronauten, Industrievertreter, europäische Delegierte und die Mitarbeiter der ESA lauschen starken Geschichten und großen Leistungen aus fünf Jahrzehnten.

Ich sitze weit hinten im Halbdunkel, zwischen vielen Kollegen aus den 20 Mitgliedstaaten der ESA. Es ist ein bisschen auch unsere Feier, hat es geheißen, und obendrein soll es nachher einen festlichen Empfang mit Blick auf den Eiffelturm und das abendliche Paris geben. Wir hören gute und weniger gute Reden, sehen Bilder aus der Frühzeit der ESA und folgend interessiert den Anekdoten von Roy Gibson, dem ersten ESA-Generaldirektor, der mit seinen 90 Jahren wach, klug und verschmitzt auf der großen Bühne sitzt.

Nach der Weisheit des Alters haben die Organisatoren der Show das Feuer der Jugend eingeladen. Drei Teenager entern die Bühne, schlaksiger Schritt, nehmen Platz neben zwei krawattentragenden ESA-Direktoren und dem Moderator Jean-Francois Clervoy, ESA-Astronaut, drei Mal im All mit dem Space Shuttle. Die drei Kids sind stellvertretend für die vielen Kinder von ESA-Mitarbeitern ausgewählt worden, die jährlich das große ESA-Sommercamp bevölkern. Jeder der drei – zwei Mädchen, ein Junge – hat zwei Minuten Zeit um ein Statement abzugeben. Astronaut Clervoy fragt: „So, und was ist Euer bleibender Moment, der Euch für die Raumfahrt begeistert hat? Was war Euer Schlüsselerlebnis? Was bedeutet der Weltraum für Euch?“

Die erste greift zum Mikrofon. Ein Bild erscheint auf der großen Leinwand.
Und ich fahre in meinem Sitz hoch.

Das Foto zeigt die hunderten Teilnehmer des „ESA Space Camp“ aus der Luft aufgenommen, zu einem Riesen-ESA-Logo drapiert auf einer grünen Wiese. Im Gegensatz zu Publikum rund um mich im Halbdunkel kenne ich das Foto ziemlich gut: Es ist ein ÖWF-Foto. Geschossen vom Modellhubschrauber unseres Mitglieds Gerhard Grömer. Während des ESA Space Camp 2013 im Salzburger Land. Die ESA hatte uns vom ÖWF gebeten, zwei Tage mit den Kids – den kleinen (6 bis 11 Jahre) und den großen (12 bis 18 Jahre) – zu gestalten. Die Idee mit dem Hubschrauber war unser kleiner Abschlussgag, die Aufstellung zum Logo unsere Idee. Und auf der Bühne sagt das Mädchen: „Das hier ist ein Foto vom Space Camp letztes Jahr. Das war für mich das beste Space Camp. Wir haben so coole Sachen gemacht, vor allem die Marsmission. Und dieses Foto mit einem kleinen Hubschrauber. Wir haben so viel gelernt und die Foto-Session war einfach genial.“

Die Marsmission. Tja, die kommt mir auch bekannt vor. Vom ÖWF ausgedacht, vom ÖWF ausgeführt: ein gigantisches Wissenschaft-Rollenspiel über 48 Stunden.

Jetzt greift der Junge in der Mitte zum Mikrophon. Neues Bild auf der Leinwand.
Und ich mache große Augen.

Auf dem Foto sieht man einen Raum voller Kids, Action pur, dazwischen weinrote ÖWF-Poloshirts. Ein Schnappschuss mitten aus dem heißen Nachmittag, an dem wir vom ÖWF die großen und die kleinen Teilnehmer auf unsere ausgeklügelte Marsreise mitgenommen hatten. Inklusive Mission Control, Reisestrategie, Quizspiel. Der Junge erzählt: „Mein aufregendstes Weltraum-Erlebnis war eine Marsreise, die man mit uns gemacht hat. Wir mussten lauter Entscheidungen treffen und in Teams arbeiten. Ich war in der Missionskontrolle. Das war richtig stressig. Ich hab vorher nicht gedacht, das Raumfahrt so spannend ist, ich hab’s halt nur von meinen Eltern gekannt, die bei der ESA arbeiten. Aber seit dieser Mission weiß ich dass das alles ziemlich cool ist.“

Ich grinse von einem Ohr zum andern und lehne mich zu meiner Sitznachbarin: „That was us…“, sage ich, „das waren wir.“
Und dann geht das Mikrofon an Chiara, das Mädchen ganz rechts mit dem Pferdeschwanz. Clervoy fragt: „Und dein prägendstes Erlebnis?“

Das Bild, das sie ausgewählt hat, lässt mein Herz nun endgültig bis zum Hals klopfen. Auf der Leinwand erscheint Chiara in unserem Kinderraumanzug, im Hintergrund unseren Astronauten-Hindernis-Parcours mit unserem kleinen Marsrover TOBI, der während der MARS2013-Mission in der Wüste von Marokko im Einsatz war. Auf dem Kinder-Raumanzug sieht die versammelte Prominenz dieses Abends groß und deutlich das ÖWF-Logo prangen. Und Chiara sagt: „Letztes Jahr hatte ich die Chance, mich wie ein Astronaut zu fühlen. Ich musste einen Hindernis-Parcours meistern und einen Marsrover reparieren. Das war unglaublich. Ich werde dieses Erlebnis nie vergessen. Unser Team hat gewonnen, und wir waren so stolz. Wir wissen jetzt wie anstrengend und wichtig eine Marsmission ist. Das war mein bestes Weltraumerlebnis.“

Ich sinke wieder in meinen Stuhl. Klatschen, Astronaut Clervoy lächelt, die drei gehen ab, die Show geht weiter. Aber ich bin jetzt in Gedanken woanders.

Drei Jugendliche aus drei Ländern. Drei Jugendliche im sogenannten „schwierigen Alter“. Und alle drei, befragt was sie für den Weltraum begeistert hat, zitieren unabhängig drei Momente aus den 48 Stunden, die das ÖWF sie vor einem Jahr auf eine Marsmission mitgenommen hat. Sie erzählen davon mit Begeisterung in der Stimme, und sie sind stolz darauf. Das bin ich auch in diesem Moment im dunklen Zuschauermeer; stolz auf das ÖWF und darauf wie wir begeistern können. Und ich denke mir: Es kommt doch alles irgendwann zurück…

25.Oct 2014 | 13:40

Interview with Prof. Marco Durante and his research on cosmic radiation during spaceflight

Prof. Marco Durante is the Director of the Biophysics Department, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, Darmstadt and a full Professor of Physics, Institute of Solid State Physics, Technische Universität Darmstadt. Currently he is the President of the International Association for Radiation Research (2011-2015). GSI operates a unique large-scale accelerator for heavy ions. Researchers from around the world use this facility for experiments that help them make fascinating discoveries in basic research. In addition, they continually develop new and impressive applications.

OeWF: How did you come to the GSI and particularly to the heavy ions?

Using a spacecraft! I actually started with nuclear physics, and then became more and more interested in biological effects during my PhD at the University of California in Berkeley. My supervisor told me that there was more uncertainty in biology than in physics. At that time Berkeley was using accelerated heavy ions to treat cancer, and NASA was trying to use their experience to understand the risks during spaceflight.

OeWF: What is the aim of your research?

We would like to understand the risks associated to the exposure to cosmic rays during spaceflight. Cosmic radiation is a potential showstopper for human exploration and we want to go to Mars. At the same time, we hope to use these same ions to cure cancer on Earth.

OeWF: What is the difference between radiation on earth and in deep space?

On Earth we are continuously exposed to alpha, beta, and gamma rays from natural radioactivity, and X-rays for medical imaging. But in space we are exposed to high-energy heavy ions, coming from supernovae. These ions ionize matter very densely, because their charge is high, and are very penetrating, because they have high energy. Shielding is therefore poorly effective, and the biological effects poorly known.

OeWF: We have radiation on earth. But why do we not have high-engery heavy ions on Earth (except in special test facilities like nuclear medicine)?

The magnetic field is deflecting the ions. As a matter of fact, you have more heavy ions close to the North and Sout Poles, where the magnetic field is thinner.

OeWF: Which meaning do the heavy ions have for the medicine?

They are a great hope against cancer, perhaps the “magic bullet” against resistent, lethal tumors such as sarcomas. Heavy ions deposit most of their energy at the end of their range in matter, the so-called Bragg peak. X-rays, on the contrary, are gradually attenuated while they pass through matter. Therefore, if we modulate the beam energy so that the tumor is on the Bragg peak, we can destroy the tumor with minimal damage to the surrounding normal tissue. It is like surgery, without knife. GSI pioneered this technique in Europe, and patients are now treated at HIT (Heidelberg) and CNAO (Pavia), and soon also in Marburg. Many more centers using protons and heavy ions are available in Asia and USA.

OeWF: Which experimental stations are available to the researchers in Darmstadt at the Biophysics Department?

The biophysicists have a linear accelerator and a ring accelerator at their disposal in Darmstadt. There are cell labs and DNA labs and, moreover, a cytometry and microscopy lab. Experiments can be carried out in a low energy radiotherapy station and on two high energy radiotherapy places. One of it is the medical radiotherapy space in which also the tumour therapy developed by GSI with heavy ions was carried out. A X-ray tube and a microprobe belong to other arrangements.

OeWF: How many employees work at GSI?

Almost 1000 at GSI, and almost 100 in the Biophysics Department, including the students – they do most of the real work!

OeWF: Is there one open house/”Tag der offenen Tür” with the GSI?

At the moment one open house day is not planned. Nevertheless, everybody can register for a free tour of the GSI research facility. More information at gsi.de/besucher .

Thank you.
The interview was conducted by Marlen Raab

More information:

14.Oct 2014 | 19:38

How to make an analog astronaut feel how it is to bend an arm in space?!

After attending a very interesting “Introduction into Spacesuits”-course, I got the chance to work as a volunteer at the OeWF suit lab in Innsbruck. The task was to redesign the exoskeleton for the analog astronauts. At first I hadn’t an idea, what’s expecting me.
At the beginning of my summer holidays I had a meeting with Gernot Grömer who introduced me in an excellent and enthusiastic team at the suit lab and gave me a short overview of what he wants me to do:

  1. Read all the documents he gave to me (quite a lot and oh what a wonder – everything in English – so I had to improve my English first)
  2. Develop a new exoskeleton consisting of a pair of elbow-joints and a pair of knee-joints for the Aouda spacesuit simulator

Collage Exoskeleton with group picture of spacesuit course participants

Sounds simple so far and off we go…
After nearly two weeks of reading theoretical stuff about “space suit joint values”, “torques” and even more complex things like this, I got a vague idea what to do. A first design with a CAD-program (computer-aided design program) and another meeting with Gernot Grömer were done and the idea grew more specific.

But why all this work and investigation? Why is an exoskeleton needed for an analog astronaut?
Simply spoken, a pressurised space suit makes it harder to bend an arm or a leg for an astronaut because of shifting pressurised air inside the space suit and the textile layers of the suit working against deformation. But because Aouda is not set under pressure, we have to simulate this effect and for this reason an exoskeleton is needed.
After another four weeks of CAD-redesigning and improving, a final design was established and a prototype was produced. It’s fascinating, holding a piece of shaped aluminium in your hands. This piece, developed by yourself on a computer, gets real after milling, drilling, threat cutting and a lot of additional working steps. I hope it is still fascinating after we have tried to assemble all pieces together…
The new designed elbow-joint consists of one joint with a spring core and two rails. Each rail for one limb and because of torque-requirements the knee-joint elements are doubled.
The limb-rails will be produced out of high quality steel, shaped by laser-cutting. The attachment of the assembly to the arms and legs will be done by leather-straps with Velcro for adjusting.

We are looking forward to finish the exoskeleton during this October-
I hope no one of the analog astronauts is killing me after a first try-on session and the realisation how hard their new live as an astronaut will be because of to the new exoskeleton ;-)

Thanks to every member of the space suit lab team in Innsbruck. Special thanks to Julia Neuner and Gernot Grömer for their support. I had a great time and hopefully it will last a bit longer.


Author: Benjamin Knaus, physics-student at the University of Innsbruck

10.Oct 2014 | 09:30

Call for Analog Astronauts for simulated Mars Missions

Analog Astronauts Selection and Training for the Class of 2015

The Austrian Space Forum is seeking volunteers to apply for the training opportunity for analog astronauts. Analog astronauts participate in simulated Mars – Missions which are conducted on the ground in a Mars-analog environment. Men and women between the age of 25-45 are invited to submit their application.

The selection process will commence in December 2014 and will end in early 2015. The process will include a detailed medical and psychological assessment. The successful candidates will undergo a compact and intense training comprised of lectures, hands-on spacesuit and field training, they will receive coaching for physical fitness and psychological/stress tolerance. They will finish their training with a certification exam.

Responsibilities
Analog Astronauts are trained to conduct spaceflight-simulations in Mars-like regions on Earth, testing and evaluating equipment procedures, human factors and workflows relevant to the human exploration. They conduct experiments in field campaigns in an international and interdisciplinary environment, typically lasting a few days up to one month. Analog astronauts contribute to the development of spacesuit simulators and other relevant instrumentation.

Minimum selection criteria

  • European Union or Swiss citizen, aged between 25-45 years
  • Body height between 165-190 cm
  • Excellent mental and physical health condition
  • Fluency in English (preferably with at least a second European language)
  • Experience in a technological, engineering or scientific field (such as aerospace/mechanical/electrical engineering, computer science, life sciences, geosciences and others), AND/OR completed commercial or military pilot training.
  • Full availability for the basic training (ca 5 weekends in early 2015, plus distance learning), mission preparation or recertification (typically 2 weekends per year) and missions (2-4 weeks of field operations every 2 years on average), as well as for media and education/outreach activities on an irregular bases.

How to apply
Applications must reach the Austrian Space Forum by no later than 28th of November 2014, 23:59 CET via email to: *protected email* . Submissions should be written in English and contain the following documents:

  • 1 page Cover letter, containing a photo and full contact coordinates (name, gender, nationality, address, telephone, email, birthday)
  • 1 page CV
  • 1 page motivation letter (“Why do you apply?”)

Selection and Training timeline

  • Deadline for applicants: 28Nov2014, 23:59 CET
  • 1st Selection round / 10+11Jan2015: 1st medical and psychological assessment
  • 2nd Selection round / 24+25Jan2015: 2nd round medical & psychological evaluation, selection interviews
  • Feb2015: Announcement of 6 Analog Astronaut candidates
  • Mar-Jun2015: 5 training weekends (to be confirmed), distance learning & physical training, final exams. (Training blocks are tentatively scheduled for: 27Feb-01Mar2015, 20-22Mar2015, 17-19Apr2015, 01-03May2015, 15-17May2015)

Additional information

  • The selection and training will be mostly done in Innsbruck, Austria
  • Costs for the selection and training will be covered by the Austrian Space Forum, except travel and accommodation expenses.
  • Applicants will be required to sign a legal waiver and provide a clean criminal record before starting the second selection step. Details will be sent to candidates in time.
  • Probably two of the new analog astronauts will be selected to participate in the AMADEE-15 Mars simulation in August 2015 at the Kaunertal glacier region in Austria. The others will either be selected as back-up and/or for later missions.
  • Additional information about the Austrian Space Forum: www.oewf.org
  • Example of a major field campaign: mars2013.oewf.org
  • Questions? – please inquire at *protected email*

FAQ’s

  1. Are glasses/lenses a problem for the selection?
    No, glasses/lenses are no problem at all?
  2. Will the OeWF cover travelling/accommodation costs for selection & training?
    Unfortunately the OeWF cannot cover costs for travelling and accommodation. But you’ll get an excellent training and in-depth sports medicine & psychological analysis.
  3. I’m under 25 or over 45, is there any chance to be considered?
    The age limit is strict between 25 and 45 and therefore we cannot consider application if you don’t fit the age limit.
  4. Do I need to live in Austria to apply as analog astronaut?
    No, but you need to be able to travel to Innsbruck, Austria for the selection process and for the 5 training weekends.
  5. I’m not coming from an EU country, can I apply?
    The call is open for all EU citizens and persons with an permanent EU work permit.
26.Sep 2014 | 18:06

OeWF Pioneer Projects: Your Chance to implement new Topics within the Austrian Space Forum!

Do you have a gripping idea for a small OeWF project which you want to realize? For the first time, members of the Austrian Space Forum get the opportunity to fund their ideas for small or medium-term projects up to 1,000 EUR with the pioneer projects challenge.

Child playing with wooden airplane

Background:
Pioneer Projects will cover small, medium term projects. The challenge aims to provide a chance for members to carry out ideas and initiatives as well as follow the life cycle of a typical project, beginning with the first idea and proposals to a final report.

The topics for the projects are not restricted, as long as they are within the goals and guidelines of the Austrian Space Forum: everything goes – starting from a school project, a new technical development for a field mission or ideas to recruit new members. The challenge is open only to members of the Austrian Space Forum. External project collaborators, partner organization and sponsoring are possible.

What will be offered?

    • A budget of up to 1,000 EUR
    • Use of the Forum’s infrastructure (workshops, IT-infrastructure, consulting (e.g legal team, media contacts, accounting…))
    • Support towards internal and external communication

Up to two projects will be funded. An international board (consisting of representatives of NASA and ESA) under Dr. Rudolf Albrecht (OeWF Senior Advisor) will select the winning projects.

Proposal have to be of the following format:
A maximum of three pages, provided in English, consisting of

  • One page:
    Title of Project, Name of project leader (with contact data) and team, Summary with aims and duration
  • One page:
    Description of project, what is the scope and course of action, risks and gains, results/impact
  • One page:
    One page: budget, time table including important milestones

Next steps:

  • Deadline: December 1st 2014, send proposals via email to *protected email*
  • Official announcement of winning projects: December 20th 2014 (at the Forum’s Christmas party)
  • Run time of projects: January 1st 2015 until September 2015 (theForum’s “Zieleworkshop” – Annual meeting to define the main goals for the upcoming year)
24.Sep 2014 | 19:32

Wearing the Aouda.X is Hard Work!

For a normal person, running a marathon might be considered to be extremely exhausting. However, for our analog astronauts wearing the Aouda.X space suit, just tying shoes can be exhausting work!

My research project, as part of my Master’s degree in Space Physiology from King’s College London, set out to find just which tasks proved to be the most difficult during the MARS2013 analog space mission. While the MARS2013 mission was over a year ago, it still provides large amounts of data which can be analyzed in order to identify the workload of specific tasks the astronauts completed during their time in Morocco.

Biomedical monitoring is a key feature of the Aouda.X space suit. It not only allows the medical support team to ensure the astronaut is comfortable and safe, but it also gives real time measurements of the astronaut’s heart rate and air flow.
We chose to select 2 key variables of the 34 total that the Aouda X is able to monitor. Heart rate is used as a good indicator of exercise, as even simple exercise can raise a person’s heart rate. The rate of oxygen used by the body is also a good indicator of how hard the body is having to work to provide enough oxygen to the muscles. As there aren’t any direct measurements of oxygen consumption within the suit, so we chose to evaluate the amount of carbon dioxide produced by the astronaut.
Taylor's Thesis CoverBy combining the data from these two variables with a questionnaire regarding the well-being of the astronaut, we were able to identify 7 tasks which the astronaut performed daily. These repetitive maneuvers were part of the DELTA experiment, which set out activities which the astronaut might perform were they making a surface exploration of Mars. They included things such as setting up a tripod, carrying sand bags, taking rock samples and so on.
Our results found that activities involving long bouts of walking, and load-carrying caused the greatest workload for the astronaut, resulting in working at 90% of their maximum heart rate. In the sandbag carrying experiments in particular, the carbon dioxide rates increased, indicating that the astronaut was breathing heavily.
A surprising result was that fine motor skill tasks, such as repairing an object, were quite difficult for the analog astronaut. They had to work against the bulky space suit gloves, and the pressure of the exoskeleton to maneuver small parts. This resulted in high heart rates, up to 75% of their maximum heart rate. This meant it was on par with running for an unsuited individual. Talk about hard work while just standing still!
Identifying which tasks provide the most workload on the astronaut, allows the Mission Planning team to space out activities which the astronaut will find exhausting, or strenuous. It can also be used to identify where a rest period might be useful, and allows the biomedical team to monitor the astronaut more carefully during these periods.
Our research found that all three variables should be used together to identify the workload on the astronaut. The analog astronauts may have an interesting job that many people dream about – but they certainly have to work hard on the job!

Intern Taylor Moyer

 

About the author:
Taylor Moyer was an OeWF intern this summer.
During her intership she was researching the topic described above for her Master Thesis in Space Physiology and Health at the King’s College London, United Kingdom

29.Oct 2010 | 10:13

20. Dez. 2014: ÖWF Weihnachtstreffen

Jährliches ÖWF Weihnachtstreffen, heuer in Graz Wann: 20. Dez. 2014 Wo: Graz, genauer Treffpunkt wird rechtzeitig bekannt gegeben

ESA Nachrichten

ESA Human Spaceflight

21.10.14:
15.10.14:
03.Feb 2014 | 13:56

Robotic Exploration:ExoMars orbiter core module completed

The ExoMars Trace Gas Orbiter module consisting of the spacecraft structure, thermal control and propulsion systems was handed over by OHB System to Thales Alenia Space France at a ceremony held in Bremen, Germany, today.
08.Nov 2013 | 12:30

Robotic Exploration:ExoMars lander module named Schiaparelli

The entry, descent and landing demonstrator module that will fly on the 2016 ExoMars mission has been named 'Schiaparelli' in honour of the Italian astronomer Giovanni Schiaparelli, who famously mapped the Red Planet's surface features in the 19th century.
30.Oct 2014 | 13:30

Earth from Space


Join us Friday, 31 October, at 10:00 CET for the ‘Earth from Space’ video programme. This week features an image over Egmont National Park on New Zealand’s North Island
30.Oct 2014 | 11:05

Steering ESA satellites clear of space debris


Improved collision warnings for its Earth observation missions means ESA controllers can now take more efficient evasive action when satellites are threatened by space junk.

29.Oct 2014 | 14:45

Laser node on track


The first component of Europe’s space data highway has passed several key tests replicating the challenging launch and space conditions
28.Oct 2014 | 17:30

The Futura is near


Human spaceflight and operations image of the week: ESA astronaut Samantha Cristoforetti in the final stages of training for her Futura mission
28.Oct 2014 | 13:30

Copernicus operations secured until 2021


In a landmark agreement for Europe’s Copernicus programme, the European Commission and ESA have signed an Agreement of over €3 billion to manage and implement the Copernicus ‘space component’ between 2014 and 2021.

24.Oct 2014 | 15:03

Thomas training


ESA astronaut Thomas Pesquet training at the Gagarin Cosmonaut Training Centre in Russia
23.Oct 2014 | 12:11

Tim spacecraft training


Tim Peake training at Star City with the Soyuz spacecraft that will take him to the International Space Station
22.Oct 2014 | 00:03

Futura getting nearer


ESA astronaut Samantha Cristoforetti training in Star City, Russia
21.Oct 2014 | 11:25

Siding Spring grazes Mars


Human Spaceflight and operations image of the week: Comet Siding Spring just hours before skimming past Mars
15.Oct 2014 | 15:45

Rollercoaster science


The world’s largest aircraft for weightless research, the ‘Zero-G’ Airbus A300, took its last trip for ESA recently. Click here for the top five results on ESA’s gravity plane

ESA Top Multimedia

Jean-Jacques Dordain at the ‘Space For Our Future’ exhibition inauguration

15.Oct 2014 | 15:45

José Manuel Barroso at the ‘Space For Our Future’ exhibition inauguration

15.Oct 2014 | 15:45

Jean-Jacques Dordain at the ‘Space For Our Future’ exhibition inauguration

15.Oct 2014 | 15:45

Inauguration of the ‘Space For Our Future’ exhibition

15.Oct 2014 | 15:45

Luca Parmitano at the ‘Space For Our Future’ exhibition inauguration

15.Oct 2014 | 15:45

Double space science

15.Oct 2014 | 15:45

Weltraum Nachrichten von Online Zeitungen

30.Oct 2014 | 17:35

Letzte Tage im All: Astronaut Gerst freut sich auf Pizza und den Wald

Noch ein paar Tage, dann geht's zurück zur Erde: In seinem letzten Interview auf der Raumstation ISS spricht der deutsche Astronaut Alexander Gerst über Dinge, die er im All vermisst hat. Und er erklärt, warum man dort einen dicken Kopf bekommt.
29.Oct 2014 | 13:58

Explosion des "Cygnus"-Raumfrachters: "Antares"-Rakete flog mit Antrieb aus Sowjet-Zeiten

Warum explodierte der "Cygnus"-Raumfrachter? Der Grund war offenbar der Antrieb der "Antares"-Trägerrakete. Der Motor wurde vor einem halben Jahrhundert in der Sowjetunion entwickelt - und hat eine bewegte Geschichte.
29.Oct 2014 | 11:51

Transporte zur ISS: Russland bietet Ersatz für explodierte US-Rakete

Die "Antares"-Rakete ist beim Start spektakulär explodiert - nun hat Russlands Raumfahrtbehörde Roskosmos den USA ihre Hilfe angeboten. Wenige Stunden nach dem Unglück war eine "Sojus"-Rakete mit 1,8 Tonnen Fracht zur Raumstation ISS gestartet.
29.Oct 2014 | 10:09

Explosion des Raumtransporters "Cygnus": 200 Millionen Dollar verbrannt

Das Flammeninferno auf der Startrampe in Virginia wird mindestens 200 Millionen Dollar kosten. Der unbemannte Raumtransporter "Cygnus" war beim Start explodiert. Die Versorgung der Raumstation ISS soll aber nicht gefährdet sein.
28.Oct 2014 | 23:41

Nachschub für ISS: US-Raumfrachter "Cygnus" explodiert beim Start

Ein Feuerball umhüllte den unbemannten US-Raumfrachter nur Sekunden nach dem Start: Die Rakete ist explodiert. "Cygnus" sollte Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS liefern.
29.Oct 2014 | 16:58

Genauigkeit - Preisgekrönte Messung der Erdverformung durch Gezeitenkräfte

Österreichische Geodätische Kommission zeichnet Hana Krasna aus
29.Oct 2014 | 10:06

ISS - Unbemannter US-Raumfrachter "Cygnus" bei Start explodiert

Die Versorgungskapsel des Unternehmens Orbital Sciences sollte Material zur ISS bringen – Unglücksursache unbekannt
28.Oct 2014 | 14:12

Kein Doppeleinschlag - Dieselbe Stelle zweimal von kilometergroßen Asteroiden getroffen

Forscher widerlegen Annahme, dass die Clearwater-Kraterseen in Kanada gleichzeitig entstanden
27.Oct 2014 | 13:57

Astronomie - Gewaltige Materiestürze bei Sternengeburt beobachtet

Aus Materienscheiben rund um einen entstehenden Stern fallen große Gas- und Staubmengen lawinenartig auf den jungen Himmelskörper
26.Oct 2014 | 13:00

Plangemäß - SpaceX-Raumkapsel "Dragon" im Pazifik gelandet

Unbemannte Kapsel ist nach knapp einem Monat im All mit Laborergebnissen an Bord wieder auf die Erde zurückgekehrt
30.Oct 2014 | 09:22

Sternschnuppen: Nachts aufstehen, denn die Leoniden kommen

Anfang November schlägt wieder die Stunde der Sternengucker und Frühaufsteher: Die Leoniden stürzen sich vom Osthorizont. Der ganz große Meteorsturm lässt allerdings auf sich warten.
29.Oct 2014 | 15:10

Ausdünstungen: Komet "Tschuri" stinkt nach Stall und faulen Eiern

Am 12. November ist erstmals in der Geschichte die Landung auf einem Kometen geplant. Schweizer Forscher belegen jetzt: Der Himmelskörper müffelt. Das liegt an der Zusammensatzung seiner Hülle.
29.Oct 2014 | 09:23

Nasa-Videostream: Astronaut Alexander Gerst live im freien Kosmos

Erstmals seit sechs Jahren arbeitet wieder ein Deutscher im Weltall: Alexander Gerst verlässt heute die Raumstation "ISS". Verfolgen Sie seinen nervenaufreibenden Außeneinsatz live im Videostream.
29.Oct 2014 | 09:23

Kapseltechnologie: "Orion"-Kapsel leitet neue Ära der Raumfahrt ein

Countdown für "Orion": Die Nasa geht noch in diesem Jahr mit einem neuen Raumschiff an den Start. Doch die US-Entwicklung hat entscheidene Schwächen gegenüber der russischen "Sojus"-Kapsel.
29.Oct 2014 | 01:41

Raumfahrt: Weltraumschrott zwingt "ISS" zu Ausweichmanöver

Kollisionsgefahr im Orbit: Die "ISS" musste Montagabend Wrackteilen eines alten russischen Kosmos-Satelliten ausweichen. Außerdem wurde die geplante Lieferung von Frachtgütern kurz vor dem Start abgesagt.

Weltraum Blogs

03.Sep 2012 | 16:49

ScienceBlogs.de bekommt eine neue Software und macht Pause

Es ist endlich soweit. ScienceBlogs.de wird auf eine neue Software (WordPress) umgestellt. Dann sollten die ganzen Macken und technische Probleme die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, endlich verschwinden. Die Umstellung erfolgt heute Nacht, um Mitternacht geht es los. ScienceBlogs wird dann eine ganze Weile nicht erreichbar sein. Im Laufe des Dienstag Nachmittag müsste dann alles wieder funktionieren. Hoffen zumindest alle... Vielleicht funktioniert auch nichts mehr und es dauert länger, bis alles wieder normal läuft. Wir werden sehen. Ich hab noch keine Ahnung, wie das neue ScienceBlogs aussehen wird. Ich wäre schon zufrieden damit, wenn alle meine Artikel und alle Kommentare dazu den Umzug heil überstehen... Also drückt die Daumen!


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03.Sep 2012 | 12:25

Barnards Stern hat keine Planeten

Barnards Stern hat keine Planeten. Warum sollte das interessant sein, wo doch sonst immer nur von Sternen berichtet wird, bei denen man Planeten entdeckt hat? Erstmal ist auch ein negatives Resultat ein Resultat. Es mag nicht so sexy sein, wie die Entdeckung eines neuen Planetensystems, aber wenn wir wissen, dass es irgendwo keine Planeten gibt, sagt uns das auch etwas. Und dann ist Barnards Stern ein Sonderfall. Denn hier gab es seit Jahrzehnten Diskussionen, oft sogar Streit, darüber, ob sich dort Planeten befinden oder nicht.

Barnards Stern ist nur 6 Lichtjahre entfernt und damit der viertnächste Nachbar der Sonne (oder der zweitnächste, wenn man die drei Sterne des Alpha-Centauri-Systems zu einem zusammenfasst). Er ist so nahe, dass man seine Eigenbewegung sehr gut sehen kann und weil er sich so schnell bewegt, wird er oft auch "Barnards Pfeilstern" genannt. Dieses Bild zeigt, wie er sich zwischen 2001 und 2010 über den Himmel bewegt hat:

Barnard_Star_2001-2010.gif

Bild: Alejandro Sanz Gómez, CC-BY-SA 2.5

So ein interessanter Stern wurde natürlich oft und ausgiebig beobachtet. Wegen seiner schnellen Bewegung hat man besonders viele und genaue Positionsmessungen angestellt. Und in den 1960er und 1970er Jahren kam der Astronom Peter van de Kamp zu dem Schluss, dass sich dort 2 Planeten befinden müssten. Denn der Stern zog nicht einfach in einer geraden Linie über den Himmel, sondern wackelte hin und her. Der Grund dafür sollte die gravitative Störung der Planeten sein, die den Stern ein bisschen wackeln ließen. Die Entdeckung extrasolarer Planeten in den 1970er Jahren wäre eine große Sensation gewesen. Aber die Kollegen waren nicht überzeugt. Andere Astronomen zeigten, dass vermutlich ein technischer Fehler am Teleskop für das Wackeln des Sterns verantwortlich war. Aber van de Kamp war weiter von der Existenz seiner Planeten überzeugt. Zwei Stück, ungefähr halb so groß wie Jupiter sollten Barnards Stern umkreisen.

Die Sache blieb zweifelhaft, die Beobachtungen konnten nie bestätigt werden und es dauerte bis 1995, bevor der erste wirklich zweifelsfrei bestätigte extrasolare Planet entdeckt wurde. Eine Gruppe amerikanischer Astronomen hat nun noch einmal genau nachgesehen und kommt zu dem Schluß: van de Kamps Planeten existieren nicht. Sie haben Beobachtungsdaten aus den letzten 25 Jahren kombiniert und neu ausgewertet. Im Gegensatz zu van de Kamp haben sie sich nicht auf die Positionsänderungen des Sterns verlassen, sondern seine Radialgeschwindigkeit beobachtet. Auch mit dieser Methode misst man das Wackeln des Sterns, allerdings auf andere Art und Weise. Die Ergebnisse sind ziemlich deutlich:

barnard.png


Die grünen und gelben Punkte sind die Messungen. Wenn der Stern keine Planeten hat, dann sollten sie alle auf der Nulllinie in der Mitte des Diagramms liegen. Wenn van de Kamps Planeten existieren, dann sollten die Punkte dem Verlauf der blauen oder rote Linie folgen. Das tun sie aber nicht, sondern liegen tatsächlich - innerhalb der Fehlerbalken - auf der Nulllinie.

Komplett ausschließen können die Forscher die Existenz von Planeten natürlich noch nicht. Ganz kleine Planeten könnte es noch geben. Aber sicherlich nichts, was größer ist als ein paar Erdmassen. Und auf jeden Fall keine Planeten, wie sie van de Kamp gefunden zu haben glaubte.

Barnards Stern hat also keine Planeten. Aber er wird weiter ein interessantes Forschungsobjekt bleiben, auch weil er der Sonne immer näher kommt. In knapp 10000 Jahren wird er sich bis auf 3,8 Lichtjahre angenähert haben. Ich würde gerne wissen, was die Astronomen bis dahin so alles herausgefunden haben...


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03.Sep 2012 | 10:00

Die Landkarte der Physik

1939 hat Bernard H. Porter die optimale Fusion aus Geografie und Physik erschaffen:

"[A] map of physics, containing a brief historical outline of the subject as will be of interest to physicists, students, laymen at large; Also giving a description of the land of physics as seen by the daring sould who venture there; And more particularly the location of villages (named after pioneer physicists) as found by the many rivers; Also the date of founding of each village; As well as the date of its extinction; and finally a collection of various and sundry symbols frequently met with on the trip."

1939-map-of-physics-h2.jpg

Wirklich cool! Da würde ich gern mal Urlaub machen. Eine kleiner Wanderung von der Astronomie ganz im Westen bis hin zur Astrophysik im Osten und dann an Herschel, Newton und Ptolemäus an den Lichtstrand und ein wenig entspannen ;)

Eigentlich fehlen nur noch 2 Dinge: Eine hochauflösende Version dieser Karte, damit man sie als Poster für die Wand ausdrucken kann. Und eine aktualisierte Version, die die Entwicklung der Physik seit 1939 inkludiert. Seit damals haben die Wissenschaftler ja jede Menge Neuland entdeckt!


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02.Sep 2012 | 15:40

Terminkalender September

Da ich in den nächsten Monaten diverse Vorträge und Lesungen an diversen Orten halte, dachte ich, ich sag mal Bescheid, wo ich überall sein werde. Vielleicht sieht man sich ja irgendwo.

  • 12.September, Seeheim-Jugenheim: Am 12 und 13 September finden die Bergsträsser Weltraumtage statt. Veranstaltet von der Deutschen Gesellschaft für Schulastronomie gibt es dort jede Menge populärwissenschaftliche Vorträge über Astronomie - zum Beispiel über die Suche nach Außerirdischen, den Bau eines Weltraumfahrstuhls oder die Geschichte der Raumfahrt in Kinofilmen. Ich werde dort am 12. September um 20 Uhr einen Vortrag zum Thema "Krawumm - Wahre und falsche Weltuntergänge" halten und dabei auch aus meinen Büchern vorlesen.

  • 25. September, Solingen: Am 25. September um 19.30 werde ich in der Sternwarte Solingen einen Vortrag zum Thema "Weltuntergang 2012? Keine Panik!" halten.
  • 24-28 September, Hamburg: Von 24 bis 28. September findet in Hamburg die große Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft statt. Dort werde ich zwar keinen Vortrag halten, aber trotzdem anwesend sein (zumindest von 26. bis 28., vorher muss ich ja noch nach Solingen). Wird sicher interessant und vielleicht sieht man sich ja!



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02.Sep 2012 | 14:26

Ein Krawumm geht um die Welt (21): Москва́

Letztes Mal war das Krawumm auf seiner Reise durch die Welt bei der chinesischen Mauer angelangt. Und wenn wir schon mal bei den großen Sehenswürdigkeiten sind, dann passt auch dieses Foto von Leser Robert. Krawumm in Moskau!

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Was bisher geschah: Teil 1: Die staubige Fabrik, Teil 2: Rindviecher, Teil 3: Das Krawumm will hoch hinaus, Teil 4: Eishockey und Nobelpreis, Teil 5: Der Weltskeptikerkongress, Teil 6: James Randi!, Teil 7: Bulgarische Berge, Teil 8: Auf hoher See, Teil 9: Das Buch im Transit, Teil 10: Der Berliner Flughafen, Teil 11: Flauschige Eichhörnchen, Teil 12: Der Bund fürs Leben, Teil 13: Der weiße Gott, Teil 14: Besuch auf Tatooine, Teil 15: Bei den alten Römern, Teil 16: Gaudi in Barcelona, Teil 17: Geysire im Yellowstone-Park, Teil 18: Urlaubslektüre in Antalya, Teil 19: Das Unheil kommt von oben, Teil 20: Die chinesische Mauer
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30.Oct 2014 | 18:29

Arianespace Signs Contract With ELV for 10 Vega Launchers

Inaugural Vega flight. (Credits: ESA - S. Corvaja, 2012)

Inaugural Vega flight. (Credits: ESA – S. Corvaja, 2012)

ROME (Arianespace PR) – Stéphane Israël, Chairman and CEO of Arianespace, and Pierluigi Pirrelli, Chief Executive of ELV (European Launch Vehicle), signed a contract today, October 29, 2014, in Rome, confirming Arianespace’s order of ten Vega launch vehicles from the Italian manufacturer.

This contract follows the long-term procurement agreement concerning these ten launchers, signed in Rome on November 20, 2013 in a ceremony attended by French President François Hollande and Enrico Letta, Chairman of the Italian Council of Ministers.

Today’s contract signing ceremony was held at the Italian Ministry of Research in Rome, and was attended by Stefania Giannini, Italian Minister of Education, Universities and Research, Professor Roberto Battiston, President of Italian space agency ASI, Catherine Colonna, the French ambassador to Italy, Pier Giuliano Lasagni, the Chairman and CEO of Avio, and other representatives of the Italian government.

The ten Vega launchers ordered today, representing more than three years of business for Arianespace, will enter service at the end of 2015.

Following the success of the first three Vega launches1 and nine new missions signed by Arianespace, today’s production contract confirms the long-term viability of Vega, now established as the best launch vehicle in the light-lift class. Vega is perfectly suited to the launch of small scientific and Earth observation satellites into low or Sun-synchronous orbit. It is available for not only European government and institutional launches, but also export contracts.

Arianespace is the launch system operator during the operational phase, with responsibility for the marketing and sale of launch services, and is prime contractor for launch operations. Vega is operated alongside the Ariane 5 heavy launcher and the Soyuz medium launcher as part of the Arianespace family of launchers at the Guiana Space Center, Europe’s Spaceport in French Guiana.

ELV, based in Colleferro, Italy, is the industrial prime contractor for the Vega launcher. It is a public-private joint venture, owned by Avio (70%) and the Italian space agency (30%).

Following the signature of this contract, Ms. Giannini, Italian Minister for Education, Universities and Research, said: “The space field has enormous potential and can play its part in the relaunch of our economy. Today’s agreement is a demonstration and it is also a confirmation of the importance of our industry”.

ASI chief Roberto Battiston added: “Vega represents Italian technological excellence. Today’s agreement signature is a demonstration of the industrial benefits in the field of space resulting from years of investment in high-technology infrastructure and highly specialized personnel. The importance of this agreement is evident not only in economic terms. It is the reflection of the presence and abilities of our domestic industry that allows Europe to excel in the highly competitive field of launchers. The Vega program testifies to the successes possible through an effective and coordinated strategic effort.”

Stéphane Israël, Arianespace Chairman and CEO, said: “Vega is a technological achievement that Italy can really be proud of. It owes a lot to the industrial excellence of Avio combined with the unwavering support of the Italian government through ASI. Arianespace is delighted to confirm the new impulse given to Vega’s exploitation ramping up through the signature with ELV of a procurement contract for 10 additional units: these launchers will meet the needs of our customers, both institutional and commercial on the small satellites segment, especially the one dedicated to Earth observation. We are determined to go on working with our Italian partners to make Vega a successful program in the long run” “.

Pier Giuliano Lasagni, Chairman and CEO of Avio, underscored the commitment of everybody who contributes to Vega’s success, noting: “Vega boosts Italian exports in this high-tech sector. The contract signed today will play a substantial role in maintaining over 1,000 skilled trade jobs in Italy, and just as many in Europe, through at least 2018. I am referring to highly experienced and qualified technicians and line workers, along with value-added engineering, which fosters dynamic collaboration with universities and other research centers in Italy. It also attracts top talent, who are proud of this opportunity to produce work on a par with their counterparts in Italy and worldwide.”

About Arianespace

Arianespace is the world’s leading satellite launch company, providing innovation to its customers since 1980. Backed by 21 shareholders and the European Space Agency, the company offers an international workforce renowned for a culture of commitment and excellence.

As of October 29, 2014, 220 Ariane launches, 35 Soyuz launches (9 at the Guiana Space Centre and 26 at Baikonur with Starsem) and three Vega launches have been performed. The company’s headquarters is in Evry, near Paris, and has local offices in Washington DC (United States), Tokyo (Japan) and Singapore.

About ELV

ELV is a public-private company owned by the AVIO Group (70%) and the Italian Space Agency (30%). ELV is the prime contractor for the design and development of the European launcher Vega, and it is responsible for the integration of the launcher in French Guiana.

About AVIO S.p.A.

Avio is an international leading group in the aerospace industry. Avio operates in Italy, France, French Guyana and it has more than 800 employees. In 2012 income was 287 M€. Avio Group develops the launch system VEGA allowing Italy to be one of the few Countries in the world which can build and produce a whole space launch system. Its subsidiary ELV (owned 30% by Agenzia Spaziale Italiana) is prime contractor.

Avio has a long established experience in the design and production of liquid and solid propulsion systems for space launchers and tactical propulsion.

Avio also produces the liquid oxygen turbopomp for the cryogenic engine Vulcain, the two solid propellant side engines for Ariane 5, the first part of the defence missile system Aster 30. The solid propulsion of Avio had a great success in more than 215 launches of Ariane and in all launches of Vega.

In the satellite field, Avio group developed for ESA and ASI the propulsion subsystems to launch and control more than 30 satellites (SICRAL and Small GEO are the most recent).

30.Oct 2014 | 17:10

Spectacular Video of Last Time American Rocket Exploded

The last time an operational American launch vehicle exploded was nearly 18 years ago when a Delta II rocket exploded at Cape Canaveral on January 17, 1997.

30.Oct 2014 | 13:52

NASA, Moon Express to Host Project Update at KSC

moon_is_me_logoNews media representatives are invited to a project update to discuss planned Moon Express vehicle testing set to begin in November at Kennedy’s Shuttle Landing Facility. The event will occur at 2 p.m. EST Monday, Nov. 3.

Moon Express Inc., headquartered at the NASA Research Park at Moffett Field, California, will perform vehicle testing at the facility as part of NASA’s Lunar Cargo Transportation and Landing by Soft Touchdown or CATALYST initiative. The purpose of the Lunar CATALYST is to encourage the development of U.S. private sector robotic lunar landers, and this initiative is being executed by means of no-funds-exchanged Space Act Agreements with U.S. private sector partners.

During the event, members of the media also will have the opportunity to tour the Morpheus hangar and visit the autonomous landing and hazard avoidance technology, or ALHAT, hazard field. In addition, engineers and technicians with NASA’s Swamp Works laboratory will provide a robotics demonstration adjacent to the hazard field.

For more information about Lunar CATALYST, visit:

http://www.nasa.gov/lunarcatalyst

For more information about Moon Express, visit:

http://www.moonexpress.com

30.Oct 2014 | 13:19

Lockheed Martin Opens Commercial Space Headquarters in Denver

Commercial Space Headquarters (Credit: Lockheed Martin)

Commercial Space Headquarters (Credit: Lockheed Martin)

Denver, Colo., Oct. 29, 2014  (Lockheed Martin PR) – Lockheed Martin [NYSE: LMT] and Colorado Gov. John Hickenlooper today celebrated a growing aerospace presence in Colorado by cutting the ribbon for the company’s Commercial Space headquarters and announcing an economic incentive program designed to bring jobs to the state.

“The aerospace technology created in Colorado – from GPS to communications and scientific exploration – improves our lives every day, and the economic incentives announced today encourage job growth in this extremely high-tech, high-value sector,” said Gov. Hickenlooper. “It’s a winning proposal for the state because each job created benefits Colorado businesses and our economy.”

“Colorado has been a leader in space exploration and innovation since the founding of our industry, and it continues to be a place where space-based business thrives,” said Rick Ambrose, executive vice president of Lockheed Martin Space Systems Company. “By basing this important segment of our business in Colorado, alongside our world-class test and manufacturing facilities, we’ll be able to accelerate innovation and lower costs for commercial and government customers worldwide.”

“The consolidation into our new headquarters and the technical refresh of our workhorse A2100 satellite platform will position Lockheed Martin to be a leader in the global commercial space market for years to come,” said Mike Hamel, vice president and general manager of Commercial Space at Lockheed Martin. “Multiple A2100-based programs, including GPS-III and GOES-R, are produced here in Denver today and this site will be the center of excellence for design and production of the most capable and affordable satellites in the industry.”

The new Commercial Space headquarters office – an area of expansion for Lockheed Martin – houses engineering, program management and operations for the A2100 family of satellites, which provide broadband and mobile communications to commercial companies around the world. The Lockheed Martin A2100 fleet, which has accumulated more than 450 years of operation, consists primarily of exports to international customers.

The economic incentive program – approved through the Colorado Economic Development Commission – allows for up to $15.5 million in state income tax credits based on new jobs Lockheed Martin hopes to create in Colorado over the next eight years.

The event also signifies the official transition of the Lockheed Martin facility in Newtown, Pennsylvania to Denver, as part of a phased transition announced last year.

Headquartered in Bethesda, Maryland, Lockheed Martin is a global security and aerospace company that employs approximately 113,000 people worldwide and is principally engaged in the research, design, development, manufacture, integration and sustainment of advanced technology systems, products and services. The Corporation’s net sales for 2013 were $45.4 billion.

30.Oct 2014 | 01:30

Orbital Sciences Does Launch Pad Assessment, Begins Accident Investigation

The bottom of the Antares explodes right after liftoff.

The bottom of the Antares explodes right after liftoff.

Orbital Sciences Antares Update – October 29

Early this morning, range officials performed an aerial survey of the launch facilities and surrounding areas at NASA’s Wallops Flight Facility where yesterday’s failure of the Antares rocket occurred after it lifted off from the Mid-Atlantic Regional Spaceport’s Pad 0A.  Shortly after, a team of representatives from NASA, MARS and Orbital entered the launch site to perform a preliminary assessment of the launch complex and related facilities.  The overall findings indicate the major elements of the launch complex infrastructure, such as the pad and fuel tanks, avoided serious damage, although some repairs will be necessary.  However, until the facility is inspected in greater detail in the coming days, the full extent of necessary repairs or how long they will take to accomplish will not be known.

NASA has posted aerial views of the launch pad taken earlier today here.

Also today, Orbital made progress forming a permanent Accident Investigation Board (AIB) comprised of company officials, along with representatives from NASA and the NTSB, with the FAA providing overall oversight of the process.  Initially, Mr. Rich Straka, Senior Vice President and Deputy General Manager of Orbital’s Launch Systems Group, served as the interim chairman to begin the investigation process immediately after the launch mishap.  Today, Orbital appointed Mr. Dave Steffy, Senior Vice President and Chief Engineer of the company’s Advanced Programs Group, a highly experienced engineer well-versed in launch vehicle engineering and operations, to serve as the permanent chairman of the AIB.

No follow-on press conferences are planned at this time. Further updates on the situation and the progress of the ongoing investigation will be provided as they are available.

29.Oct 2014 | 22:28

Antares explodiert kurz nach dem Start zur ISS

Am 28. Oktober um 23:22 MEZ sollte eine Antares Rakete mit dem Raumtransporter Cygnus Richtung ISS starten. Wenige Sekunden nach dem Start zerlegte sich die Rakete in einem spektakulärem Feuerball. Die Unglücksursache ist noch unbekannt.
29.Oct 2014 | 17:00

Commercial Crew: Entwicklung geht weiter!

Nachdem die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtagentur NASA am 16. September Boeing und SpaceX milliardenschwere Verträge für die finale Entwicklung und erste Flüge, genannt CCtCap, ihrer kommerziellen Raumschiffe verliehen hat, hat der unterlegene Wettbewerber SNC offiziell Protest eingelegt. Deshalb wurden die vergebenen CCtCap-Verträge eingefroren. Vor Kurzem aber hat die NASA bekannt gegeben, dass die Entwicklung wieder weitergehen soll. SNC hat unterdessen zwei alternative Ideen vorgestellt, wie ihre „Dream Chaser“-Raumfähre ins All kommen könnte.
29.Oct 2014 | 14:48

Zuwachs in der ESO-Familie

Polen steht vor einem Beitritt zum European Southern Observatory (ESO), dem produktivsten bodengebundenen Observatorium der Welt.
28.Oct 2014 | 22:03

Grundlagenforschung für Marslandung mit Falcon 9

SpaceX ist immer wieder für überraschende Bilder aus ihren startenden Raketen gut. Nun lieferte die NASA faszinierende Aufnahmen vom kontrollierten Wiedereintritt der ersten Stufe einer Falcon 9 in die Erdatmosphäre. Die Erkenntnisse aus dem Bildmaterial und den Daten von der Rakete sollen helfen, Landetechnologien für künftige Mars-Missionen zu entwickeln.
27.Oct 2014 | 17:56

Hunderte Kometen bei dem Stern Beta Pictoris

Ein französisches Astronomenteam hat mit dem HARPS-Instrument am La Silla-Observatorium der ESO in Chile die bislang umfangreichste Zählung von Kometen um einen fremden Stern durchgeführt und dabei fast 500 einzelne Kometen untersucht, welche den Stern Beta Pictoris umkreisen. Dabei stellte sich heraus, dass diese Kometen zwei unterschiedlichen Gruppen von Exokometen angehören.
06.Oct 2014 | 15:16

Die Nacht vor dem Ausstieg

Alexander Gerst im Raumanzug EMUEine Nacht trennt Alex Gerst jetzt noch von einem der absoluten Höhepunkte seines Astronautenlebens. Morgen wird der Geophysiker etwas machen, das nur eine Handvoll Menschen vor ihm erlebt haben: Er wird in seinem Raumanzug aus der Internationalen Raumstation aussteigen und beinahe freifliegend mit 28.000 km/h über die Erde hinwegschweben.
02.Oct 2014 | 12:01

Video: Wie funktioniert… ein Raumanzug?

Der Raumanzug EMUWenn der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst am 7. Oktober 2014 zu seinem ersten Weltraumausstieg die Internationale Raumstation verlässt, trägt er einen Raumanzug der NASA, den sogenannten EMU (Extravehicular Mobility Unit). Im Video erklärt der ehemalige Astronaut Hans Schlegel die Funktionen dieses Anzugs.
01.Oct 2014 | 10:29

Fragen an einen Astronauten

Alexander Gerst auf FacebookSo heißt unsere kleine Videoreihe, die wir gemeinsam mit dem ESA-Astronauten Reinhold Ewald im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) produzieren.
24.Sep 2014 | 15:22

Erfolgreiche Formationsänderung der Satelliten

Dem Raumsegment der Missionen TerraSAR-X und TanDEM-X standen wieder Tage der Veränderung ins Haus - und zwar die Änderung der Flugformation des Raumsegments. Der Grund dafür war der Übergang in eine neue Phase der Mission nachdem die Aufnahmen für das globale Höhenmodell Mitte September abgeschlossen wurden.
16.Sep 2014 | 10:10

Was eine Astronautenfamilie über das Leben auf der Raumstation wissen sollte

Da waren's nur noch drei! Nachdem das Sojus-Raumschiff 38S von der Raumstation abgelegt hat, gibt es in diesem Universum nach "offizieller Zählart" nur noch drei Außerirdische, die in einer Höhe von etwas über 400 Kilometern die Erde umkreisen - unter ihnen der Deutsche Alexander Gerst.
29.Oct 2014 | 12:50

Desaster auf Wallops Island

Antares_Explosion_Initial CR Parabolicarc

Explosion der Antares 130 mit dem Cygnus CRS Orb 3 Raumschiff "SS Deke Slayton" wenige Sekunden nach dem Verlassen der Startrampe. CR Parabolicarc

Ob man das Cygnus-Raumschiff CRS ORB-3, das gestern auf der Startanlage von Wallops Island in einem spektakulären Feuerwerk endete, unbedingt nach dem verstorbenen Astronauten Deke Slayton (USS Deke Slayton) benennen musste, wurde schon im Vorfeld diskutiert. Zugegebenermaßen weder besonders hitzig, noch besonders ernsthaft. Eher mit mild-ironischem Hinterton. Slayton war während der bemannten Raumfahrtprogramme Mercury, Gemini, Apollo und Skylab der Chefastronaut der NASA. Er hat in dieser Funktion mehr Trägerraketen explodieren sehen als die meisten anderen Menschen auf diesem Planeten. Als er sich nach seiner NASA-Zeit selbst im Startbusiness versuchte, gab es mit seinem Satellitenträger Conestoga 1620 am 23. Oktober 1995 wenige Sekunden nach dem Start eine Explosion, die mindestens so spektakulär war, wie die von gestern. Und Slayton war raus aus dem Business, denn einen weiteren Start konnte er sich nicht leisten.

Fehlstarts von Trägerraketen sind – sofern sie sich in der unmittelbaren Nähe der Startrampen ereignen – ungemein dankbare Ereignisse für die Mainstream-Medien denen in der Regel selbst das grundlegendste Basiswissen zum Thema Raumfahrt fehlt. Insbesondere die Boulevardpresse fabuliert dann gerne weitab jeglicher fachlicher Ahnung begeistert drauflos, mischt wenige Fakten mit vielen Mythen, übt sich in freiem Erfinden oder aber - wenn sie es tatsächlich eigentlich richtig wüsste (siehe Bild unten) - berichtet dann halt einfach anders, weil es gar so schön ist. Gibt es dann noch einen Zusammenhang mit der Internationalen Raumstation, umso besser.Screenshot 2014-10-29 10.35.33

Manche Fehlstarts sind ähnlich spektakulär wie der gestrige Fall. Beim verunglückten Start einer Proton M Briz M vom kasachischen Weltraumbahnhof Russlands in Baikonur schlug im Juli 2013 die Trägerrakete sogar einen Purzelbaum, bevor sie nur wenige hundert Meter von der Startrampe entfernt detonierte.

Weltweit finden jährlich etwa 80 Orbitalstarts statt. Der jahrzehntelange Durchschnitt an Startversagern schwankt zwischen 3 und 6 jährlich. In diesem Jahr gab es vor dem Antares-Start zwei davon. Eine betraf wieder einmal eine Proton M Briz M in Russland, bei der ein russischer Inlands-Kommunikationssatellit verloren ging. Das blieb in der allgemeinen Presse völlig unbeachtet. Der andere Fall betraf eine weitere russische Rakete, nämlich eine Sojus STB „Fregat“. Dieser Fall wurde von den Medien aufgegriffen. Allerdings nur, weil bei diesem Fall zwei europäische Navigationssatelliten betroffen waren (die auf einer falschen Bahn abgeliefert wurden). Hätte es sich um einen russischen Navigationssatelliten gehandelt, der „Normalbürger“ hätte nichts davon erfahren.

Der größere Teil der Fehlstarts erreicht noch nicht einmal die Rubrik „Vermischtes“ im Weltteil der Zeitungen. Sie ereignen sich abseits der gut einsehbaren Startrampen und es gibt keine spektakulären Bilder. Das Ergebnis ist aber jedesmal genau das gleiche: Verlust der Mission.

Übrigens ist es auch im Betrieb der Raumstation nicht der erste Fall, dass ein Versorgungsraumschiff einen Fehlstart erleidet. Das gab es schon einmal vor drei Jahren, als bei Progress M-12M die dritte Stufe versagte, und die Lieferung zur ISS nicht stattfand.

Jeder einzelne Fehlstart einer Großträgerrakete ist teuer. Beim gestern gescheiterten Antares-Start liegen wir mit etwa 220 Millionen Dollar im unteren Mittelfeld. Verloren gingen gestern unter anderem 727 Kilogramm wissenschaftliche Ausrüstung, 728 Kilogramm so genannte „Crew Supplies“ darunter vor allem 617 Kilogramm an Nahrungsmitteln. Weitere 637 Kilogramm waren Ausrüstungsgegenstände für den Betrieb der Raumstation, unter anderem Ersatzteile für Raumanzüge, Computer und Handbücher. Außerdem waren noch eine ganze Reihe von so genannten Cube-Sats mit an Bord, Mini-Satelliten, die von Bord der Raumstation aus in der Umlaufbahn hätten abgesetzt werden sollen.

Für den Betrieb der Raumstation ist das ein herber Verlust. Es ist aber weit davon entfernt, in irgendeiner Form existenzgefährdend zu sein. Selbst ohne jede weitere Versorgung hätten die Vorräte der Station noch bis in den März hinein gereicht. Aber bereits heute mittag hat das nächste Versorgungsschiff an der ISS angelegt, nämlich Progress M-25M. Danach folgt der nächste Frachter schon am 7. Dezember, ein Dragon von SpaceX. In den kann man einiges von dem hineinpacken, das gestern von Cygnus CRS ORB-3 nicht transportiert werden konnte.

Starts von Großraketen sind teuer und gefährlich. Das liegt vor allem an der Seltenheit des Ereignisses Raumfahrt, der hohen Komplexität des Vorganges und den extremen Bedingungen unter denen diese Maschinen arbeiten müssen. Wegen dieser Seltenheit und den daraus resultierenden wenigen Starts kann man hier praktisch nie auf völlig ausgereifte Produkte zurückgreifen, bei denen die fast unvermeidlichen Anfangsfehler abgestellt sind. Der gestern gestartete Cygnus war der dritte seiner Art. Die Antares-Rakete flog erst zum fünften Mal.

So wird es auch weiterhin zu Fehlstarts kommen. Das ist teuer und bitter für die Experimentatoren, die ihre teuren Geräte verlieren. Aber solange keine Menschen dabei zu Schaden kommen, so wie gestern, ist es nichts weiter als Sachschaden.

27.Oct 2014 | 10:01

Vier Tage Raumfahrt im hohen Norden

Das Traditionslogo der Neubrandenburger Raumfahrttage.

Das Traditionslogo der Neubrandenburger Raumfahrttage.

Zwischen dem 13. Und 15. November werden in diesem Jahr zum 30. Mal wieder die legendären Raumfahrttage in Neubrandenburg stattfinden. Sie sind eine unerreichte Mischung aus Familientreffen für Raumfahrtfans, Reminiszenzen an die Raumfahrtgeschichte (unter besonderer Berücksichtigung der Ost-Raumfahrt), Vorträgen über die neuesten Zukunftsaspekte, Diskussionsforen mit Fachleuten und Raumfahrern, Signierstunden, und vor allem auch dem persönlichen Kennenlernen von Astronauten und Kosmonauten.

Was letztere betrifft: In diesem Jahr sind die Raumfahrt-Ikone Sigmund Jähn und der ESA-Astronaut Paolo Nespoli an Bord.

Das Programm ist heuer dicht wie selten zuvor. Am Donnerstag findet der Jugendtag im DLR-Standort Neustrelitz statt. Etwa 100 Schülerinnen und Schüler werden im School-Lab des Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt ab 14:00 Uhr ihre Projekte vorstellen. Paolo Nespoli wird ihnen und den anderen Besuchern dabei von seinen beiden Missionen zur ISS berichten.

Am Freitag gibt es zwei sehr unterschiedliche, parallele Veranstaltungen in Neubrandenburg und im Historisch-Technischen Museum Peenemünde. Und – nebenbei sei das eingeschoben – wer in Peenemünde mit dabei ist, hat eine der immer seltener werdenden Gelegenheiten, die Überreste des legendären Prüfstandes 7 zu besichtigen, der für das normale Publikum nicht zugänglich ist. Bei dieser Veranstaltung auf Usedom wird Sigmund Jähn auch einen Vortrag halten.

Das Kontrastprogramm dazu läuft zeitgleich im Radission in Neubrandenburg mit dem „Forum Space 3000“, das sich mit der ferneren Zukunft der Raumfahrt auseinandersetzt.

Am Samstag und Sonntag findet die „Klassik-Veranstaltung“ in Neubrandenburg statt. Mit Referentinnen und Referenten unter anderem von der NASA, von Lockheed, dem DLR, der OHB AG, dem DGLR und ebenfalls mit Sigmund Jähn und Paolo Nespoli. Das Ganze läuft an diesen beiden Tagen wieder unter bewährter Moderation (nämlich meiner).

Das Programm finden Sie hier. Und wenn Sie jetzt Lust auf ein paar Tage Raumfahrt bekommen haben, dann können Sie sich hier anmelden.

19.Oct 2014 | 10:08

SpaceX: Patentgefecht mit Blue Origin

Unterschiedlicher könnten die Positionen mal wieder nicht sein. Auf der einen Seite SpaceX, das Unternehmen von Elon Musk. Auf der anderen Seite Blue Origin, die Privat-Weltraumagentur von Amazon-Eigentümer Jeff Bezos. Space X hat schon eine ganze Reihe von Erfolgen zu verzeichnen und mausert sich mehr und mehr zum Platzhirschen in der Szene der privaten Raumfahrt. Blue Origin muss seine Fähigkeiten erst noch unter Beweis stellen.

Das Landeverfahren, das Blue Origin sich patentieren lassen hat, stammt womöglich gar nicht von Blue Origin.

Das Landeverfahren, das Blue Origin sich patentieren lassen hat, stammt womöglich gar nicht von Blue Origin.

Dieses Mal geht es um Patente. SpaceX verzichtet bewusst auf jegliche Patentanmeldung und lädt die Konkurrenz sogar noch ein, die von ihnen entwickelten Verfahren und technischen Lösungen selbst zu verwenden, und zwar kostenfrei. Das tut SpaceX natürlich nicht wegen seiner karitativen Gesinnung, sondern einfach deswegen, um damit den Markt zu öffnen. Eine möglichst breite Anwendung kostengünstiger Raumtransportverfahren, so ist sich Elon Musk sicher, wird automatisch auch bei ihm zu Zuwächsen im Raumtransport-Business sorgen. Vor allen Dingen, wenn man die Konkurrenz soweit abgehängt hat, wie er.

Blue Origin steht dagegen auf dem exakt gegensätzlichen Standpunkt. Jeff Bezos versucht die erhoffte künftige Marktherrschaft unter anderem dadurch zu gewinnen, dass er selbst noch das trivialste vermeintlich von ihm und seinen Ingenieuren entwickelte Verfahren zum Patent anmeldet. Und genau darüber ist nun ein Streit zwischen Musk und Bezos entstanden.

Es ist keineswegs das erste Mal, dass SpaceX und Blue Origin einen hitzigen Disput ausfechten. Im letzten Jahr versuchte Jeff Bezos Elon Musk daran zu hindern, die ehemalige Shuttle- (und Apollo-) Startanlage 39A am Kennedy Space Center von der NASA zu übernehmen. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, erhob Blue Origin damals eine Klage beim U.S. Government Accountability Office (GAO). Das sollte der NASA verbieten, Musk die alleinigen Nutzungsrechte an der Startanlage zu vergeben. Bezos kam damals damit allerdings nicht durch. Elon Musk unterstellte Blue Origin daraufhin indirekt böswillige Absichten. Er argumentierte, dass Bezos‘ Firma überhaupt nicht in der Lage sei, den Startplatz in absehbarer Zukunft zu verwenden. Ganz im Gegensatz zu SpaceX, das die Anlage ab 2015 für die Starts der Falcon 9 „Heavy“ von Cape Canaveral aus nutzen will. Musk höhnte damals: … ich halte es für erheblich wahrscheinlicher, im Flammenschacht der Startanlage 39A tanzende Einhörner zu finden, als dass Blue Origin diese Anlage innerhalb der nächsten fünf Jahre tatsächlich nutzen könnte…

Im aktuellen Fall, und damit kommen wir zur Sache, geht es um ein Landeverfahren für wiederverwendbare Erststufen von Trägerraketen. Die Idee dabei ist, dass nach dem Start eines mehrstufigen Vehikels, nach erfolgter Stufentrennung, die erste Stufe in einem gesteuerten Flug mit dem Heck voraus auf einer im Meer verankerten Plattform niedergeht. Dieses Landeverfahren hat sich Blue Origin im Jahre 2011 unter der U.S. Patentnummer 8678321 patentieren lassen. Man kann jetzt spekulieren, welcher Teufel die U.S.-Patentanwälte überhaupt geritten hat, eine derart triviale Skizze und eine sehr allgemein ausgeführten Idee überhaupt als gestandenes Patent durchgehen zu lassen.

Aber man muss sich ohnehin fragen, was für ein bescheuertes Rechtssystem in den Staaten existiert, wenn man nur mal den aktuellen Fall von Red Bull betrachtet. Das Unternehmen wurde kürzlich zu einer Strafe von 14 Millionen Dollar verdonnert, weil ihre Koffeinbrause den Leuten nicht – wie in der Werbung angekündigt – Flügel wachsen lässt.

Wie auch immer: Blue Origin ist tatsächlich noch viele Jahre davon entfernt, dieses von ihnen patentierte Verfahren auch tatsächlich anwenden zu können. Ganz im Gegensatz zu SpaceX. Elon Musk will schon in den nächsten Wochen exakt diese Prozedur erproben. Als Interimslösung, bis das Unternehmen genug Sicherheit gewonnen hat, um ihre Erststufen auf Land und möglichst in der Nähe des Startplatzes wieder zum Boden zu bringen.

Für SpaceX gilt es jetzt also, dieses alberne Patent zu Fall zu bringen, will man nicht ausgerechnet an den Rivalen Blue Origin Lizenzgebühren zahlen. Und da wurde SpaceX überraschend schnell fündig. Es stellte sich heraus, dass ein japanischer Ingenieur namens Yoshiyuki Ishijima dieses Landeverfahren schon elf Jahre vor Blue Origin in einem wissenschaftlichen Papier unter dem Titel „Re-entry and Terminal Guidance for Vertical Landing TSTO (Two Stage to Orbit)“  im Journal des „American Institute of Aeronautics and Astronautics publiziert hatte“. Ohne gleich auf die abwegige Idee zu kommen, wegen dieser vagen Idee ein Patent einzureichen.

Sollte sich herausstellen, das Blue Origin von dieser früheren Idee wusste, oder sie womöglich sogar einfach kopiert hat, könnte das Patent sogar im ziemlich byzantinischen US-Rechtssystem angefochten werden. Schau mer mal, was daraus wird.

12.Oct 2014 | 10:54

Plädoyer für einen vergessenen Planeten

In diesen Tagen bekommen wir in kurzen Abständen immer neue sensationelle Bilder der Raumsonde Rosetta vom Kometen Tschurjumow-Gerasimenko geliefert. Die beiden Mars-Rover Curiosity und Opportunity senden – mit Hilfe einer Flotte von Orbitrelays in der Umlaufbahn um den roten Planeten - dramatische Landschaftsaufnahmen vom Mars. Die Raumsonde Messenger übermittelt Aufnahmen vom Merkur in nie zuvor gesehenem Detail. Die Raumsonde Dawn wird in Kürze den Kleinplaneten Ceres erreichen, nachdem sie zuvor Vesta erkundet hat. Juno wird im Sommer 2017 in eine Umlaufbahn um Jupiter einschwenken. Der Forschungsauftrag von Cassini am Saturn ist gerade bis 2017 bestätigt worden, und nächstes Jahr trifft New Horizons am Pluto und seinen fünf Monden ein. Es herrscht Hochbetrieb im Sonnensystem. Aber es gibt auch ruhigere Ecken. Und in manchen, selbst in unserer unmittelbaren planetaren Nachbarschaft, ist es sogar sehr ruhig.

Die Venus aus einer Höhe von 30.000 Kilometern in ultraviolettem Licht. Dieses Bild nahm die ESA-Raumsonde Venus Express am 8. Dezember 2011 auf

Die Venus aus einer Enfernung von 30.000 Kilometern in ultraviolettem Licht. Dieses Bild nahm die ESA-Raumsonde Venus Express am 8. Dezember 2011 auf

Einsam zieht die Raumsonde Venus Express ihre letzten Kreise um unseren Schwesterplaneten. Acht Jahre lang hat sie dort mutterseelenallein ihre Runden gedreht, seit sie am 11. April 2006 dort angekommen war. Doch jetzt geht ihr Treibstoff langsam zu Ende. Die ESA will ihr immerhin ein spektakuläres Begräbnis verschaffen, und hat eine Aerobraking-Kampagne gestartet, in deren Verlauf die Raumsonde irgendwann im Winter 2014/2015 über den Wolken ihres langjährigen Beobachtungsobjektes verglühen wird.

Die Messergebnisse, die das Hinunterstarren auf die Wolkendecke der Venus erbracht haben, sind nicht uninteressant. Allerdings ist der Eindruck nicht zu übersehen, dass sich das Interesse auf eine eher übersichtliche Gruppe von Planetologen und Atmosphärenforscher beschränkt. Und die Informationspolitik der ESA und des DLR sind nicht dazu angetan, das Interesse der Öffentlichkeit an diesem Planeten nachhaltig zu befördern.

Bevor Venus Express kam, war zehn Jahre lang gar nichts los bei unserem Nachbarn. Am 13. Oktober 1994 war die US-Raumsonde Magellan gezielt zum Absturz gebracht worden. Davor hatte sie fünf Jahre lang mit einem Radar grobgerasterte Bilder von etwa 98 Prozent der Venus-Oberfläche gemacht.Die Auflösungsgenauigkeit betrug aber im Schnitt nur etwa 150 Meter pro Bildpunkt, meistens waren es etwa 250 Meter. Einige wenige Stellen wurden mit einer Auflösungsgenauigkeit von 75 Metern pro Bildpunkt erfasst.

Das ist zwar ein Vielfaches besser, als das, was man davor hatte. Die russischen Raumsonden Venera 15 und 16 hatten bis dahin gerade mal Oberflächendetails von etwa 1,5 Kilometern Größe identifizieren können. Das genügte nur für gröbste geologische Einschätzungen. Wirklich gut ist das nicht, wenn man bedenkt, dass am anderen Nachbarplaneten der Erde der Mars Reconnaissance Orbiter noch Oberflächendetails von 35 Zentimetern Größe aufzeichnen kann.

Halten wir also fest: Es gab im letzten Vierteljahrhundert genau zwei Orbitsonden zur Venus. Im selben Zeitraum waren es an unserem anderen Nachbarplaneten, dem Mars, sechs Orbitsonden und vier Landefahrzeuge. Seit einigen Tagen sind es sogar acht Orbitsonden, nachdem Maven und der indische Mars Orbiter angekommen sind. Es wären sogar noch drei Orbiter und drei Lander mehr gewesen, wenn sie nicht bei Landung, Anflug oder bereits beim Start von der Erde aus gescheitert wären. Noch einmal sieben Orbit- und Landesonden befinden sich in fortgeschrittenem Vorbereitungsstadium und sollen unseren äußeren Nachbarn in den nächsten sechs Jahren besuchen.

Beinahe hätte übrigens die Venus doch noch einen weiteren Orbiter bekommen, nämlich die japanische Sonde Akatsuki. Leider misslang das Brennmanöver, mit dem das Vehikel am 8. Dezember 2010 in die Venus-Umlaufbahn einschwenken sollte, und so flog Akatsuki am Planeten vorbei. 2016 ist jetzt ein neuer Versuch geplant, in die Umlaufbahn einzuschwenken. Früher geht es aus bahnmechanischen Gründen nicht. Allerdings ist die Treibstoffsituation der Sonde schon jetzt prekär und selbst wenn es ihr gelänge, das Manöver doch noch zu bewerkstelligen, wäre die technische Lebensdauer der Sonde dann eigentlich schon seit Jahren abgelaufen. Die Primärmission war nämlich überhaupt nur bis 2012 geplant. Für Akatsuki sieht es damit so düster aus, wie für die Venusforschung im allgemeinen.

Auch auf der Oberfläche: Kein Traffic weit und breit

Auch Landesonden haben bereits die Oberfläche der Venus erreicht. Allerdings ist das in jedem der gar nicht mal so wenigen Einzelfälle deutlich länger als ein Vierteljahrhundert her. Zuletzt waren dies die Landekapseln der Raumsonden Vega 1 und Vega 2, die beide Mitte Juni 1985 mit mäßigem wissenschaftlichen Erfolg auf der Venus niedergingen. Der Vega 1-Lander wurde zu früh aktiviert, und war nach Erreichen der Oberfläche bereits tot. Der Vega-2 Lander arbeitete nur 57 Minuten lang, bevor auch er verstummte. Eine Bildübermittlung fand weder statt, noch war sie vorgesehen.

Die letzten Bilder von der Oberfläche der Venus stammen von Anfang März 1982. Sie wurden von den Landesonden von Venera 13 und 14 übermittelt. Alles in allem gibt es von acht erfolgreichen Landungen etwa drei dutzend Bilder sehr magerer Qualität von der Oberfläche der Venus.Von der Oberfläche des Planeten Mars gibt es dagegen schätzungsweise eine Million brillanter Aufnahmen. Selbst die Bildausbeute von der Oberfläche des 1,4 Milliarden Kilometer entfernten, ebenfalls wolkenverhangenen Saturn-Mondes Titan ist größer, als die von unserem unmittelbaren Nachbarn im Sonnensystem.

Venera 13 machte insgesamt 14 Bilder von seinem Landeort bevor er verstummte.

Venera 13 machte insgesamt 14 Bilder von seinem Landeort bevor er verstummte.

Der Zahl der in ernsthafter Vorbereitung befindlichen Venussonden beträgt exakt Null. Nur aus Russland dringt seit Jahrzehnten Rumor über eine Landesonde mit der Bezeichnung Venera-D. Die ist aber schon seit so langer Zeit in Planung, dass niemand mehr ernsthaft daran glaubt. Bis vor einer Weile konnte man hier als geplantes Startdatum das Jahr 2016 verzeichnen. In neueren Planungsunterlagen wird jetzt aber 2024 genannt. Das Projekt zeichnet sich seit vielen Jahren hauptsächlich durch herzhafte Verschiebungen in Richtung Sankt Nimmerleinstag aus.

Warum keiner die Venus mag

Was ist der Grund dafür, dass wir die Venus so links liegen lassen? Ist sie so unwichtig, im Vergleich zu den anderen Planeten, Planetoiden und Asteroiden des inneren Sonnensystems? So unwichtig, dass kein einziges Raumfahrtprogramm weltweit die Oberfläche der Venus oder wenigsten ihre Umlaufbahn zum Ziel hat? Während es am und auf dem Mars inzwischen schon fast schon zum Verkehrsinfarkt kommt, und selbst der schwierig zu erreichende Merkur wissenschaftlich gut im Futter steht?

Fragen wir uns also, was die Venus zur Aussätzigen in der Planetenforschung macht. Die astronautischen Anforderungen, um dorthin zu kommen, können es nicht sein. Eine Raumsonde zur Venus zu schicken stellt von der technischen Expertise in etwa dasselbe Niveau dar, wie der Flug einer Raumsonde zum Mars. Folgt man einer Hohmann-Transferbahn, dann können es vom Energieaufwand sogar 500 Meter pro Sekunde weniger sein. Dafür braucht man beim Einbremsen in die Venus-Umlaufbahn deutlich mehr Energie als beim Mars, weil die Venus eine wesentlich größere Masse hat. Aber, wie gesagt, an sich sollte das nicht sonderlich problematisch sein. Dass dieses Manöver mit der Raumsonde Akatsuki im Jahre 2010 nicht gelang, wurde von der japanischen Raumfahrtagentur JAXA als ausgesprochen peinlicher Vorfall betrachtet, denn eigentlich ist das ein astronautisches Standardmanöver.

Landungen auf der Venus sind rein vom technischen Ablauf her sogar wesentlich leichter zu bewerkstelligen als eine Landung auf dem Mond oder dem landetechnisch äußerst heiklen Mars. Die Venus verfügt über eine sehr dichte Atmosphäre. In der Vergangenheit hat man festgestellt, dass man noch nicht einmal einen Fallschirm benötigt, um dort weich niederzugehen.Unterhalb von 20 Kilometern Höhe ist die Atmosphäre derart dicht, dass es sogar eine Art großer Sturzflugbremse tut.

Und damit kommen wir zum Grund, warum sich alle Raumfahrtbehörden weltweit so verhalten, wie der Fuchs in der Fabel mit den Trauben, die zu hoch hängen. Der Grund, warum wir es in den letzten Jahrzehnten gar nicht mehr erst versucht haben: Die Trauben in der geologischen Erkundung der Venus von ihrer Oberfläche aus hängen ziemlich hoch. Es ist nämlich warm dort. Sehr, sehr warm sogar. Auf seiner Oberfläche herrschen Temperaturen von knapp unter 500 Grad Celsius. Zum Vergleich: Ein guter Pizzaofen schafft 350. Ein normaler Haushaltsherd 250. Und der Luftdruck auf der Oberfläche entspricht dem einer Wassertiefe von 900 Metern. Die Oberfläche der Venus ist nichts anderes als eine wabernde Gluthölle am Grund einer Atmosphäre die dick ist wie kochendes Öl.

Unter diesen Bedingungen eine vernünftige Zeitspanne zu überleben ist nicht leicht. Dabei auch noch sinnvolle Forschung zu betreiben ist noch schwieriger. Den Rekord für Aktivitäten auf der Venusoberfläche hält Venera 13, deren Messinstrumente 127 Minuten nach dem Bodenkontakt ihren Geist aufgaben. Es tut sich der Eindruck auf: Wir trauen uns vor allem deshalb nicht hin, weil die Bedingungen auf seiner Oberfläche verdammt hart sind. Also werfen wir einen missmutigen Blick auf die hoch hängenden Trauben und reden uns ein, dass sie ohnehin sauer sein werden. Wir reden uns ein, dass die Venus nichts anderes ist als langweiliger Glutofen. Warum also hinfliegen? Dort ist doch sowieso nichts los.

Unser Bild von der Venusoberfläche

Außer den hartkontrastigen, groben Radarbildern der Raumsonde Magellan mit ihrem Auflösungsvermögen, auf dem man einen großen Hochhauskomplex grade noch als einzelnen Bildpunkt erkennen könnten, haben wir keinen Eindruck von der Oberfläche des Planeten Venus. Alles was an bunten Bildern durch Bücher, Internet und wissenschaftliche Papiere geistert, sind nachträgliche Bearbeitungen dieser ursprünglichen Radar-Rohdaten. Es ist eine künstlich geschaffene Realität. Wie es auf der Venus im Detail wirklich aussieht wissen wir nur von den wenigen Einzelbildern der Venera-Landesonden. Im Grunde kennen wir nicht mehr als sechs Quadratmeter Venusboden.

Detaillierte und langfristige Untersuchungen, beispielsweise über tektonische Vorgänge, Lavaflüsse, Erosion und dergleichen gibt es mangels Bildern praktisch nicht. Es existiert ein einziges Bild der Raumsonde Magellan, das einen Erdrutsch zeigt. Einen gewaltigen Erdrutsch übrigens, viele Kilometer groß, denn anders hätte man es mit dem schlechten Auflösungsvermögen der Sonde gar nicht erfassen können.

Beobachtungen im optischen Bereich, so hören wir es immer wieder, gehen ja leider nicht. Wegen der vielen Wolken. Allerding ist das keine Ausrede, die wir gelten lassen können. Zum einen könnten wir ohne weiteres zunächst noch einmal eine Radarsonde hinschicken. Allerdings eine, die dem neuesten technischen Stand entspricht. Mit einer Kontext-Funktion für die großräumige Beobachtung (und Auflösungen von etwa 30 - 50 Metern) und einem Detail-Auflösungsvermögen von 50 Zentimetern oder weniger, mit dem wir uns dann auffällige Objekte im Detail ansehen können. Heutige Radarsatelliten haben ein Bilddarstellungsvermögen, das von optischen Aufklärern nicht mehr weit entfernt ist. Und man kann mit ihnen sogar ein wenig unter die Oberfläche gucken.

Dennoch sind Radarbilder für viele Anwendungen nur die zweitbeste Lösung. Was wir brauchen sind hochauflösende Oberflächenbilder im normaloptischen Bereich um Texturen, Schichtungen, und andere Strukturelemente erkennbar zu machen. Wir brauchen eine korrekte Farbwiedergabe. Wir brauchen, wie beim Mars auch, neben optischen Bildern auch andere "Nahdaten" von "Vor Ort". Und zwar in großer Zahl, und über lange Zeiträume. Anders können wir keine schlüssige geologische Bewertung vornehmen.

Es ist ein oft erwähnter Gemeinplatz, aber man muss ihn immer wieder einmal vorbringen: Die Venus ist die Schwester der Erde. Die ursprünglichen Voraussetzungen beider Planeten dürften kurz nach ihrer Entstehung vor etwa 4,3 Milliarden Jahren in etwa gleich gewesen sein. Sie sind fast exakt gleich groß. Doch während sich die Erde zu einem Paradies entwickelte, lief bei der Venus irgendetwas gewaltig aus dem Ruder. Es wäre, schon für den Fortbestand unserer eigenen Zivilisation hier, gut zu wissen, warum die Entwicklung dort so dramatisch anders verlaufen ist.

Die Grundidee steht seit Jahrzehnten

Dabei ist das Problem der Erforschung der Venus-Oberfläche seit Jahrzehnten gelöst. Die Antwort lautet: Lasst uns Ballons betreiben. Die Idee stammt aus der sowjetischen Raumfahrt, wurde aber seither, außer in einigen gelegentlichen kleinen Studien nicht mehr weiter verfolgt. Sie wurde vor fast 30 Jahren von den beiden sowjetischen Raumsonden Vega 1 und Vega 2 erfolgreich erprobt. Die aus der Umlaufbahn so undurchdringliche Wolkenschicht der Venus beginnt, aus dem Weltraum gesehen, in einer Höhe von etwa 70 Kilometern über der Oberfläche. Sie ist etwa 20 Kilometer dick und endet dementsprechend in einer Höhe etwa 50 Kilometern. Von da an hat man freie Sicht bis zum Boden. Die Lichtverhältnisse dort entsprechen etwa denen eines Schlechtwettertages auf der Erde. Kein Problem für die heutige Kameratechnik.

Konzepte für eine Erforschung der Venus in Oberflächennähe mittels Ballons gibt es bereits heute, so wie dieses Bild, das aus einer älteren CNES/ESA-Studie stammt. Der Wille, solch eine Mission auch tatsächlich zu realisieren, fehlt.

Konzepte für eine Erforschung der Venus in Oberflächennähe mittels Ballons gibt es bereits heute, so wie dieses Bild, das aus einer älteren CNES/ESA-Studie stammt. Der Wille, solch eine Mission auch tatsächlich zu realisieren, fehlt.

Auch die weiterenVoraussetzungen sind gar nicht so übel: In einer Höhe von 50 Kilometern beträgt der Luftdruck etwa 550 Millibar, die Temperatur etwa 35 Grad Celsius. Gut, das mit der "Luft" ist so eine Sache. In dieser Höhe besteht sie aus Schwefeldioxid durchsetzt mit Schwefelsäure-Tröpfchen. Das stellt schon gewisse Anforderungen an die Materialtechnik, vor allem wenn man das Gerät wochen- und monatelang betreiben will.

Aber einmal abgesehen von diesem recht sauren - und auch nicht atembaren - Gemisch hat man es, verglichen mit den Oberflächeneigenschaften auf dem Mars, mit einer recht angenehmen Umgebung zu tun. Ein Astronaut, der an der Reling einer Gondel dieses hypothetischen Ballons stünde, bräuchte noch nicht einmal einen Raumanzug zu tragen. Ein leichter Schutzanzug mit eigener Luftversorgung, wie er etwa in manchen Laboren üblich ist, täte es. Die Temperaturen wären angenehm, die Strahlungsbelastung gering.

Der Ballon könnte seine Fotoerkundung mit der Windströmung knapp unterhalb der Wolkenuntergrenze vornehmen und dort Wochen- und monatelang operieren. Die mittlere der drei atmosphärischen Hauptschichten bewegt sich in flottem Tempo um den Planeten. Schon mit einer kleinen Zahl von Ballons hätte man in der erheblichen Winddrift der Venus bald große Flächen kartographiert.

Um noch bessere Bilder zu bekommen, könnte der Ballon zeitweilig auch Kleinkameras mit Fallschirmen abwerfen, die langsam zu Boden sinken. Solche Kameras kann man heute sehr preiswert herstellen, sie wiegen nur wenige Gramm.Eine Ballonsonde könnte dutzende davon mit sich führen. In eine Kühlpackung gehüllt, könnten sie einen Abstieg zur Oberfläche überstehen und die Funkübertragung der Daten an den Ballon sollte kein Problem sein.

Und am Ende wäre selbst eine Oberflächenerkundung mit Rovern durchaus denkbar. Ein Fahrzeug, das in der Lage wäre, eine oder mehrere Tage oder Wochen auf der glutheißen Oberfläche der Venus herumzufahren, wäre eine herausfordernde und interessante Aufgabe, die den technischen Fortschritt immens stimulieren könnte.

Die Venus macht es uns nicht leicht. Sie stellt komplett andere Anforderungen, wie der Mars. Aber sie ist deswegen nicht weniger interessant. Es gibt viele Möglichkeiten, das Hitze- und Druckproblem besser zu bewältigen als in den sechziger-, siebziger und achtziger Jahren. Also sollten wir wieder hingehen. Eine Renaissance der Venus-Forschung ist dringend geboten.

25.May 2014 | 16:52

ILA und Berlin – Elf Notizen eines Provinzlers

London riecht nach Pferd und Fäkalien, befand Horiatio Nelson, Englands legendärer Seeheld, als er nach monatelanger Kriegsfahrt auf hoher See in die Hauptstadt zurückkehrte. Sie war zu seiner Zeit die bedeutendste Stadt der Welt und er begegnete ihr stets mit einer Mischung aus Faszination und Abscheu.

1. Ich war noch keine Minute in der Berliner S-Bahn (Strecke Hauptbahnhof – Charlottenburg) als ich von einem streng riechenden, verwahrlost aussehenden Mann in forschem Ton angebettelt wurde. Am Bahnhof Zoo verließ er den Zug wieder. Ein weiterer Bettler kam ins Abteil, um seinerseits mit lauter Stimme von den Passagieren einen Obolus einzufordern. Niemand kümmerte sich um ihn, was ihn dazu veranlasste, die Fahrgäste mit lautstarken Verwünschungen zu belegen. Er war mit seiner Tirade noch nicht fertig, als der Zug in Charlottenburg einfuhr. Ich wuchtete mein Gepäck zum Ausgang, warf dem Mann und der innen und außen mit Graffitis vollgeschmierten S-Bahn-Kabine einen letzten irritierten Blick zu, und trat vor die Tür. Es knirschte unter meinen Füßen. Ich blickte nach unten. Ich stand in einem Haufen Glasscherben.

Der Autor, in der Gagarin Bar in Prenzlauer Berg

Der Autor, in der Gagarin Bar in Prenzlauer Berg

2. Die Aufbautage auf der ILA, draußen im märkischen Sand, gleich neben BER, der bestbeleuchtetsten, uneröffnetsten, teuersten Lachnummer der Nation laufen wie immer. Die Parkplätze, wie stets ungepflastert und ungeteert, stauben vor sich hin. Wie üblich kann man an den Aufbautagen ohne jede Kontrolle (noch nicht einmal die Aufbau-Ausweise werden gecheckt) alles ins ILA-Gelände schleppen, was man – für welchen Zweck auch immer - in den Folgetagen so braucht. Kann man die Gerätschaften nicht tragen, dann bekommt man für 100 Euro Kaution problemlos eine Einfahrtgenehmigung. Dann bringt man halt sein Material mit dem PKW, dem Laster oder dem Tieflader ins Gelände. Kein Mensch kontrolliert irgendetwas. So geht das problemlos von Samstag bis Montag.

Standaufbau am Tag vor der Eröffnung

Standaufbau am Tag vor der Eröffnung

3. Montagabend, in der Gagarin-Bar in Prenzlauer Berg, erinnerte mich Susanne Hofmann milde an meine Kosmologs-Verpflichtungen und versprach, ums mir leichter zu machen, schon mal einen kleinen Beitrag über die ILA vorzulegen. Was sie denn auch tat. Über Susannes Anwesenheit hab ich mich ganz besonders gefreut. Mit dabei bei Gagarin-Bier, Blinis, Soljanka und russischen Buletten waren neben ihr auch Uwe-Schmaling, Chefredakteur und Herausgeber des ebenso legendären wie chronisch defizitären und gerade mal wieder von der Schließung bedrohten Kult-Raumfahrtorgans Raumfahrt Concret, die Regisseurin Marian Kiss, meine Wiener Orion-Partnerin Maria Pflug-Hofmayr, Andreas Weise, Ingenieur und Raumfahrthistoriker mit Schwerpunkt auf der frühen russischen Raumfahrt, Thomas Krieger, der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Raumfahrt und die RC-Redakteurin Ute Harbricht. Außerdem der letzte Wissenschafts-Attachè der ständigen Vertretung der DDR in Bonn mit seiner Frau, die als kleines Mädchen im September 1961 dem eben aus dem Orbit zurückgekehrten German Titow den offiziellen Blumenstrauß der DDR-Regierung überreichen durfte. Eine bunte, illustre und lustige Runde.

4. Kurz nach Mitternacht stieg ich an der U-Bahnstation Adenauerplatz aus. Mir fiel gleich das übliche Rudel aus sechs, sieben finster aussehenden Jungs in Bomberjacken auf. Diese beunruhigenden Grüppchen gehören zur nächtlichen Grundausstattung jeder Berliner U-Bahnstation. Dazu zwei auf den Wartebänken schnarchende Penner und eine erheblich schwankende Person, die sich offensichtlich für den Erlöser hielt und mit lauter Stimme das nahende Armageddon heraufbeschwor. Als ich die Treppe in Richtung Xantener Straße hinaufging (die Rolltreppe wie üblich in Berlin pure Makulatur) folgte mir die Gang, und mir wurde etwas mulmig. Die Jungs erwiesen sich aber als harmlos. Zumindest für mich. Als ich die vierhundert Meter zum Olivaer-Platz marschierte, bekam ich noch mit, wie sie an einer Baustelle unter lautem Gejohle ein Dixie-Kloo an den Kudamm wuchteten und auf die Fahrbahn warfen.

Eine der wenigen Neuheiten auf der diesjährigen ILA. Der Airbus A350.

Eine der wenigen Neuheiten auf der diesjährigen ILA. Der Airbus A350.

5. Ab Dienstag, dem ersten der drei ILA-Geschäftstage, setzten scharfe Kontrollen ein. Ausweise werden gescannt, Taschen durchsucht, man muss einen Metalldetektor passieren. Kleiner Tip, für den Fall, dass sie für ihr geplantes Sprengstoffattentat noch Material brauchen, das sie blöderweise vergessen haben, zwischen Samstag und Montag mit dem Transporter hereinzubringen: Besuchen Sie den Military-Shop ihrer Wahl und beschaffen sich dort einen Kampfanzug. Und zwar die buntgefleckte-Camouflage-Sorte. Rangabzeichen sind nicht nötig. Trägt man so ein Outfit, dann wird man vom Wachpersonal an den Eingängen einfach durchgewinkt. Weder braucht man an der Schlange anzustehen, noch muss man irgendwelche Kontrollen über sich ergehen lassen. Auch das Gepäck der Kampfkombi-Träger wird – nach meinen Beobachtungen – grundsätzlich nicht kontrolliert.

Der kleinste, neuste und interessanteste Airbus: Ein Voll-Elektroflugzeug

Der kleinste, neuste und interessanteste Airbus: Ein Voll-Elektroflugzeug

6. Anders ist das bei den zivilen Uniformträgern, den Herren (und sehr, sehr wenigen Damen) aus den Business-Development Abteilungen der Aerospace-Unternehmen. „Zivil-Uniform“ deswegen, weil etwa sechs von zehn dieser Personen anthrazitfarbene Anzüge, weißes Hemd und rote Krawatte tragen. Dazu eine schwarze Laptop-Tasche links, ein Headset, das zum Blackberry in der Sakko-Tasche rechts führt, mit dessen Hilfe sie mit extrem wichtigem Gesichtsausdruck extrem wichtige Gespräche ins Off führen. Sie, und der übrige Rest der Besucher, werden genauestens gefilzt.

7. In den Hallen war dieses Jahr weniger los, als in den vergangenen Jahren. Das dürfte vor allem daran liegen, dass die ideellen Aussteller heuer von der Messeleitung keine Vergünstigungen mehr erhielten. Sie müssen sich nun jedes Stück, von den Stellwänden bis zur Möblierung der Stände, selber kaufen oder mieten. Die Preise sind geschmalzen. Viele können sich das nicht leisten, und so sind dieses Mal die meisten der Vereine, Interessengruppen, Verlage und kleine Händler, die letztes Jahr noch dabei waren, nicht mehr vertreten. Raumfahrt Concret konnte beispielsweise den Stand nicht bezahlen (vor allem nachdem mit Manfred Fuchs in diesem Jahr auch noch einer der Hauptförderer der Zeitschrift verstorben ist). Die deutschen Teilnehmer am Lunar Google X-Price, die vor zwei Jahren noch da waren (die Part Time Scientists) fehlten ebenfalls. Diese Gruppierungen haben bislang nicht nur den restlichen Platz in den Hallen aufgefüllt, sondern auch für Buntheit gesorgt. Besonders an den Besuchertagen. Aus diesem Grund waren einige der Hallen nur etwa zur Hälfte bis zwei Drittel mit Ständen belegt. Macht keinen guten Eindruck.

Der Lander der europäischen ExoMars 2016-Raumsonde

Der Lander der europäischen ExoMars 2016-Raumsonde

8. Wie immer gab es viele Flugzeuge zu besichtigen, allerdings kaum Neuheiten. Der im Vorfeld angekündigte Osprey von Boeing ließ sich beispielsweise nicht blicken. Der vielleicht interessanteste Neuling, die A350 blieb nur die ersten paar Stunden der ILA und meldete sich dann zur Weiterführung der Testflüge ab. Interessant im Luftfahrtbereich war der Airbus E-Fan. Ein voll-elektrisches Flugzeug. Und die Flugvorführungen? Bieder und brav wie immer in Berlin. Die extrem engen Vorschriften auf der ILA erlauben es nicht, die Demos mit Pfeffer zu würzen. Nur einzelnen Piloten (Beispiel "Solotürk") gelang es, kreativ mit den restriktiven Regularien umzugehen. Wer auf einer großen Luftfahrtshow Spektakuläres sehen will, ist in Berlin an der falschen Addresse. Der muss in Europa nach Le Bourget oder nach Farnborough gehen. Die Sprecher der Aerobatik-Teams weisen denn auch immer wieder darauf hin, dass man leider nur ein stark reduziertes Programm zeigen dürfe.

9. In Sachen Raumfahrt herrscht Stagnation. Es sind die gleichen Ausstellungsobjekte zu sehen wie vor zwei Jahren, von einigen ganz wenigen Ausnahmen einmal abgesehen. Dazu gehören Modelle des Multi Purpose Crew Vehicle (MPCV), des ExoMars 2018 – Rovers und des 2016 – Landers. Vom MPCV abgesehen gibt es keinerlei US-Beteiligung. Weder die kommerziellen noch die privaten US-Raumfahrtunternehmen sind auf der Messe. Keine Spur von Boeing, Lockheed oder SpaceX. Auch die russische Beteiligung ist kleiner als früher. Chrunitschew fehlte beispielsweise komplett, vielleicht auch um Fragen über die Zuverlässigkeit der wieder einmal abgestürzten Proton-Rakete aus dem Weg zu gehen.

Die ILA 2016 hat durchaus Spaß gemacht.

Die ILA 2014 hat durchaus Spaß gemacht.

10. Dennoch hat es Spaß gemacht. Weniger wegen der deutlichen Stagnation, als vielmehr, weil man sich mit vielen Bekannten und Gleichgesinnten austauschen konnte. Allein dafür hat die ILA als „Marktplatz“ ihre Berechtigung. Vieles fand aber eher am Abend und außerhalb des Ausstellungsgeländes statt: In der „Ständigen Vertretung“, auf dem Hacke’schen Markt, in der Bar Gagarin oder an anderen kommunikativen Plätzen. Wie immer bei der Frühjahrs-ILA hat auch das Wetter gut mitgespielt (bei der Herbst-ILA vor zwei Jahren war es ja nicht ganz so gut).

11. Als Provinzler stehe ich dem Hype, der um Berlin gemacht wird, mit skeptischer Distanz gegenüber. Und als Provinz lasse ich hier auch München und Wien gelten, die beiden einzigen Großstädte, in denen ich mich öfter als nur ein-, zweimal im Jahr bewege. Dort wird mir das Gefühl vermittelt, dass der weitaus überwiegende Teil der Bürger ihren Mitmenschen und ihrer Stadt mit Respekt und Verantwortung begegnen. In Berlin bin ich mir dagegen nie sicher, ob die vielgerühmte Liberalität nicht einfach nur pure Gleichgültigkeit ist. Auf Schritt und Tritt begegnet man Verwahrlosung und Vandalismus. Parks und öffentliche Plätze, die Ruhezonen vor Museen und Gedenkstätten sind fest in den Händen sozialer Randgruppen. Ihre Unantastbarkeit ist Gesetz und so benehmen sie sich auch.

Von Horatio Nelson wird berichtet, dass er immer froh war, London wieder verlassen zu können, auch wenn ihn danach die ersten Tage auf See stets die Seekrankheit plagte. Aber er mochte die Weite der Meeres, die frische Luft und die überschaubare Ordnung seines Schiffs.

25.Oct 2014 | 03:45

Allgemeines Live-Blog vom 25.-29. Oktober 2014


29. Oktober

Orbital Sciences Antares Launch

Orbital Sciences Antares Launch

Orbital Sciences Antares Launch

Noch keine heiße Spur bei der Suche nach der Ursache

der Antares-Katastrophe ist 24 Stunden später bekannt, auch wenn sich externe Spekulationen auf die russischen Triebwerke oder ihre Zuleitungen konzentrieren: Wie man auf einem weiteren Video oder auch den NASA-Fotos oben erkennt, brach am Hinterende der Rakete plötzlich Feuer aus, der Schub ließ nach, und es kam zu einer Explosion. Weitere Bilder gibt’s z.B. in in diesem Album eines 14-jährigen Start-Fans (10 Starts, 1. Katastrophe) und hier, hier, hier, hier, hier, und hier – und die Rampe am Tag danach. Auch das Transkript einer Telecon von Orbital heute, eine Mitteilung von Planetary Resources zum Verlust des Arkyd 3, auf den die Konkurrenz viel schneller reagiert hatte, und Artikel hier (mehr und mehr), hier, hier, hier, hier (mehr, mehr und mehr), hier, hier, hier, hier (mehr und mehr), hier, hier, hier, hier (mehr), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und mehr Links. Seither gab es auch wieder zwei erfolgreiche Starts: Eine Soyuz brachte einen Progress zur ISS (mehr, mehr, mehr und mehr) und eine Atlas 5 einen GPS-Satelliten in den Orbit: Artikel hier, hier und hier und ein Bild von ferne. [23:55 MEZ - Ende]

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Ein Ausschnitt aus einem NavCam-Mosaik von vorgestern aus 7.8 km Höhe (Anklicken liefert das ganze Mosaik in voller Auflösung, an dem sich hier schon jemand versucht hat): Diese “Close Observation Phase” ist gestern mit einem Manöver beendet worden – die Vorbereitungen für das Absetzen von Philae beginnen! Auch eine Galerie von Rosetta-Aufnahmen der letzten Wochen – und die erste Analyse eines Staubteichens durch COSIMA. [19:35 MEZ]

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Wie das Disaster begann: die Luftexplosion der Antares

sowie die größere Explosion nach dem Rücksturz und die brennenden Trümmer an der Rampe – weitere Screenshots aus der Live-Übertragung hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und weitere Artikel hier, hier und hier. [0:45 MEZ] Um 1:30 MEZ gibt’s eine Pressekonferenz – auch ein Amateurfilm aus einiger Distanz und Infraschall-Daten der Explosion(en). Und Orbital weiß (oder sagt) noch nichts über die Ursache. [1:00 MEZ] Der Anfang vom Ende in Zeitlupe – aber sind Orbital nun zukunftsweisend und mutig … oder aber rückwärtsgewandt und verrückt, mit der Verwendung russischer Uralt-Triebwerke für die Antares? [1:15 MEZ]

Ein dramatisches Video des Disasters, von der Press Site aus gefilmt; die Pressekonferenz verschiebt sich auf ca. 1:45 MEZ. Und weitere Artikel hier und hier. [1:30 MEZ] Eine australische Uni hat was zu sagen – und die PK rutscht auf 2:00 MEZ. [1:45 MEZ] Noch ein beeindruckendes Video – aus einem Flugzeug! [1:50 MEZ] Während sich die PK weiter verspätet, ist noch ein Amateur-Video aufgetaucht, nun wieder vom Boden. [2:10 MEZ] Auf der PK zeigt sich, dass Orbital wirklich keine Ahnung hat, was schief ging: Die Telemetrie ist wegen der Untersuchung unzugänglich. Man weiß also nur, was alle sahen: Die erste Stufe begann sich aufzulösen … [2:30 MEZ] … und die Selbstzerstörung wurde ausgelöst – als die Rakete schon wieder fiel aber bevor sie aufschlug. Weitere Artikel hier, hier und hier – und eine Sammlung diverser Videos des Disasters. [2:40 MEZ] Die Reaktion eines Cygnus-Kunden, der 26 kleine Satelliten verlor, Fotos aus einer Meile Abstand und ein langer Artikel. [3:20 MEZ] Ein knappes NASA-Statement, ein Artikel und ein fernes Handy-Video mit heftiger Reaktion … [4:15 MEZ] Eine Aufzeichnung der PK und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [5:05 MEZ]

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Die Trümmer der Antares explodieren auf der Rampe, nachdem das untere Ende der Rakete Sekunden nach dem Abheben auseinandergebrochen und kein Schub mehr vorhanden war – die brennende Antares war fast senkrecht zu Boden gefallen. Das NASA-Blog zum Start spricht von einem “mishap”; zu Schaden gekommen zu sein scheint dabei niemand. [0:05 MEZ] Wie das Unglück begann und für Wetter-Radar aussah, auch Artikel hier, hier und hier. [0:15 MEZ] Ein Foto aus anderer Perspektive der Luftexplosion, mehr Video-Stills und ein weiterer Artikel. [0:20 MEZ]


28. Oktober

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Abermals warten die Antares und Cygnus auf den Start

zur ISS, hier beim heutigen Sonnenaufgang auf Wallops Island: Das zehnminütige Fenster öffnet sich in knapp 45 Minuten. [22:40 MEZ] Die Wetteraussichten sind 100% positiv – und kein bekloppter Bootsheini (s.u.) in Sicht … [22:45 MEZ] … während die Sonne gerade untergegangen ist. [22:55 MEZ]

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Abenddämmerung über der Startrampe 20 Minuten vor der Öffnung des Startfensters – weiter keinerlei Probleme. [23:05 MEZ] Oh, Shit … Die Antares ist Sekunden nach dem Abheben explodiert! [23:25 MEZ] Ein Video des Disasters, ein Blick auf das Feuer aus größerer Distanz und ein Artikel. [23:55 MESZ]

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jupscha

Drei ungewöhnliche Bilder aus dem Sonnensystem, die heute publik wurden: oben der Mond “von hinten” und die Erde, aufgenommen von Chang’e-5 T1 [NACHTRAG: das Bild größer] während der inzwischen beendeten Mond-Umrundung (Artikel hier, hier und hier, die Einschlagsstelle von LADEE auf dem Mond in einem Nachher/Vorher-Quotienzen-Bild des LRO und der Jupiter auf einem Hubble-Bild vom April mit dem Schatten Ganymeds mitten auf dem GRF. Außerdem das Innenleben von Enceladus, eine weitere Vorführung von Hayabusa 2 – und allerlei Optionen für die Nutzung der gestrandeten Galileo-Satelliten. [22:35 MEZ]

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Idiot in Boot verhindert den ersten Cygnus-Nachtstart

Die Antares im Licht des Sonnenuntergangs auf Wallops Island vor 75 Minuten, die den nächsten Cygnus mit viel neuer Wissenschaft zur ISS bringen sollte – nun darf noch einen Tag länger gewartet werden, weil ein Idiot in einem Boot in der Sperrzone rumgurkt und nicht rechtzeitig rauskommt! Nächster Versuch um 0:22 MEZ morgen 23:22 MEZ heute. [0:15 MESZ] Ein NASA Release zum Ärgernis und Artikel hier und hier. [3:00 MEZ] Und hier, hier, hier, hier, hier und hier und mehr Links. [22:25 MEZ. NACHTRAG: eine detaillierte Erklärung der NASA, warum das Boot nicht verscheucht werden konnte, genau dies aber unabdingbar war]


27. Oktober

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X-Flares bis zum Schluss der Reise über die Sonnenscheibe liefert die Riesengruppe – schon randnah auf Bildern hier, hier und hier [NACHTRAG: und hier!] von heute – ohne Unterlass: Heute gab es schon wieder einen, wobei diese H-Alpha-Aufnahmen kurz nach seinem Maximum entstanden. Auch der Eintritt des Saturn hinter den Mond bei der Bedeckung; eine Animation aus Zwardon in Polen bei 49.5°N, 19.0°O – und animierte Amateurbilder des Neptun zeigen klar den Transit einer hellen Wolke! [23:55 MEZ]

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Man möchte kein Kartograph für solche Kometenkerne sein

Oder gerade? Eine weitere NavCam-Nahaufnahme – vom 24. Oktober aus ca. 7.8 km Höhe – wieder mit einem vermeintlichen oder tatsächlichen Dünenfeld und auch einem markanten Riss in der Oberfläche des Kometen [NACHTRAG: die üblichen Kommentare dazu]. Derweil hat Chinas neue Mission den Mond erreicht, zahlreiche alte Surveyor-Daten werden digitalisiert, es gibt Einsichten zur Geologie des Gale-Kraters auf dem Mars und Effekten des Sonnenwinds auf Titan, ein paar neue Bilder aus dem Chandra-Archiv, was das Röntgenteleskop MAXI auf der ISS gebracht hat – und der Test eines neuen Raketenantriebs. [23:45 MEZ]


26. Oktober

occu

Unmittelbar nach der Saturn-Bedeckung durch den ganz jungen Mond gestern gelang Francesc Pruneda in Katalonien dieses Bild (mit freundlicher Genehmigung, und da kommt noch mehr Material) – auch ein besseres Bild aus den Niederlanden und eine französische Perspektive mit schon größerem Abstand der beiden. Ferner die Kometen Siding Spring im Perihel, C/2014 Q3 (Borisov) überraschend hell und LINEAR immer noch mit Begleiter, die große Fleckengruppe heute bereits wieder randnah auf der Scheibe, sichtbar auch bei Sonnenaufgang auf Wallops Island neben der Antares mit dem Cygnus und im Detail (mehr und mehr) – gerade hat sie wieder einen X-Flare abgelassen, einen X2.0, und zum 5. Mal ohne CME. [16:35 MEZ] Die Gruppe ganz groß. [20:25 MEZ] Und noch ein Mond-Saturn-Paar aus Spanien. [22:35 MEZ]

dragon-syd

Rückkehr eines Drachens: Hier fliegt er über Sydney bei Nacht (und einigen Wolken) kurz nach dem Abkoppeln von der ISS gestern – ein NASA Release (mehr) und Artikel hier, hier, hier, hier und hier. [2:05 MEZ] Und hier, hier, hier, hier und hier. [16:15 MEZ]


25. Oktober

hinode

Wir machen uns aus der partiellen SoFi … eine (Art) ringförmige – der Röntgensatellit Hinode und die Sonnenkorona machen es möglich: ein CfA Release, das Ganze als Video und ein Artikel. Auch Ähnliches von Proba 2 und GOES, SoFi-Effekte vom Satelliten Aqua aus, irdische Galerien hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Berichte hier, hier und hier und mehr Links – und schmale Mondsicheln vorher und nachher. Die gewaltige Fleckengruppe – gestern hier, hier und hier – hat gerade einen X3.1-Flare produziert (“Homepages” hier, hier und hier und mehr hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier), aber es entstand wieder keine CME. Auch die Gruppe nach dem Flare, eine sehr schwer beobachtbare Saturn-Bedeckung durch den Mond heute – und die Kometen LINEAR (mit 45-Tages-Animation), 201P und 32P. [4:35 MESZ] Und heute noch ein X1.0-Flare aus der Gruppe (mehr und mit ISS), auch wieder ohne CME danach – was andererseits keine Anomalie darstellt, wie man schon lange weiß. Und ein einsames Bild vom Mond am Saturn. [23:55 MESZ]

nav1020

Der Komet aus nur etwa 7.5 km Höhe aufgenommen vor 5 Tagen aus einem Orbit 9.4 km vom Zentrum des Kerns. Für den Namenswettbewerb für “J” sind über 8000 Vorschläge eingegangen – und es gibt einen aufwändigen SciFi-Kurzfilm (5 Minuten) mit Rosetta und einem Game-of-Thrones-Schauspieler (mehr, mehr und mehr dazu und noch ein Rosetta-Artikel). Ferner hat Chinas neue Mond-Sonde die Bahn korrigiert (eine Grafik und hier und hier Details) – weitere Artikel zum Start hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und zum Mit-Passagier 4M aus D bzw. LUX dieser und dieser [NACHTRAG: und dieser und dieser mit mehr Details; mehr Links]. Auch eine weitere Bahnänderung von MESSENGER – und Eiswolken hoch über dem Titan in Cassini-Daten. [4:00 MESZ]

loops

Koronale Bögen vor 10 Tagen im extremen UV vom SDO aufgenommen. Auch solare Sonifikation, das betagte HST hat das erste Frontier Field fertig, Spitzer NGC 1291 aufgenommen, der nächste Cygnus soll übermorgen starten (Bilder und Artikel hier, hier und hier, letzterer zur Nutzlast Arkyd 3), das IXV hat dagegen ein Startverbot erhalten, weil es Probleme mit der Sicherheit gibt [NACHTRAG: ein ESA Release zu den Gründen] – und da ist, ohne vorher Bescheid zu sagen, jemand noch höher in der Stratosphäre abgesprungen als Baumgartner: Bilder und ein Video und Artikel hier, hier, hier, hier und hier. [3:45 MESZ]


24.Oct 2014 | 23:40

Weitere größere Artikel (und Zusatz-Links)

crism

Siding Spring und Marssonden überstehen enge Begegnung, und die letzteren schicken nach und nach ihre Daten: hier infrarot die innere Koma von CRISM auf dem MRO – auch zahlreiche Webcasts & Hangouts aus der Nacht der Begegnung, eine Bilderserie durch die größte Nähe hindurch (aus L’Alpe d’Huez in Frankreich) und weitere Amateur-Ergebnisse.

Ein Stern wird … gehen: ein Vortrag von Aaron Adair in Köln über die Nicht-Existenz des Sterns von Bethlehem, auf dem Weg zu einer Tagung in den Niederlanden, für die auch dieses Video wirbt [NACHTRÄGE: lange Berichte über die Tagung, von Adair selbst und einem Radioastronomen - und der komplette Kölner Vortrag].

Eine NASA-Telecon aus purer Begeisterung über die ersten Daten von MAVEN vom Mars: Der Missions-PI erklärt exklusiv die Hintergünde; auch weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier über die Telecon.

“Cosmology for Philosophers”: Lawrence Krauss in Bonn und Krauss in Bonn: die Fortsetzung – zwei Auftritte des US-Physikers an der Uni.

Riesen-Sonnenfleck über der A 3 mit einfachen Mitteln – auch mal in voller Fahrt – aufgenommen; die große Gruppe auch mit irdischen Zugaben.

TdoT der VSB – mehr Sonne geht nicht … beim Tag der Offenen Tür der VSW Bonn.

Volksastronomie im Zeichen des Riesen-Sonnenflecks, der mit x Teleskopen beobachtet und auch fotografiert wurde.

Ulis Gaia-Show, die zweite: der Status des Gaia-Satelliten in einem öffentlichen Vortrag.

Chicane under the Stars … of PlaBo: der erste Auftritt (sagt der Manager) des britischen Musikers in einem Planetarium.

Kleinere Artikel

Regenbogen fünfter Ordnung nachgewiesen – aber zwei Jahre nix erzählt.

Eins mit dem Universum – in Niederdollendorf bei einem Zenit-Durchgang der ISS.

Teleskop filmte geostationäres Manöver eines neuen Satelliten – der dann offenbar auf die schiefe Bahn geriet [NACHTRAG: Das scheint sich zu bestätigen].

Heute vor 25 Jahren: ein Tag – drei historische Ereignisse am 18.10.1989, darunter der Start von Galileo zum Jupiter.

Vulkanismus auf dem Mond – im Prinzip noch heute, zeigen LROC-Bilder ziemlich frischer Lava.

Der schlechteste Asteroiden-Crash-Film aller Zeiten … dürfte “Asteroid vs. Earth” sein.

Landung von Philae am 12.11. in Region »J« bestätigt – nur noch drei Wochen …


21.Oct 2014 | 01:45

Allgemeines Live-Blog vom 21.-23. Oktober 2014


23. Oktober

sun1023

Der Monster-Fleck hat die Mitte der Scheibe erreicht – und jetzt kommt noch der Mond dazu, der sich für Nordamerika partiell vor die Sonne schiebt: heutige Bilder der Gruppe von diesem Blogger, ihre sanften Eigenschaften, ein weiterer Größenvergleich mit früheren Gruppen und Artikel hier und hier, Vorschauen auf die SoFi hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, die maximale Phase für viele Orte – und Livestreams hier, hier und hier. [23:20 MESZ]

sofi01

SoFi mit Sonnenfleck: ein Live-Bild aus Los Angeles vom Griffith Observatory! Bei SLOOH gibt’s ein H-Alpha-Bild und bei McMath eine Projektion. [23:35 MESZ] Ausgewählte Standbilder hier, hier, hier, hier und hier. [23:55 MESZ - Ende. Denkste! NACHTRAG:

sofi02

Das SLOOH-H-Alpha-Bild kurz nach Mitternacht, dito Griffith Obs., während es in Seattle rumwölkt, die Phase aber größer ist - und im Calgary wird der Fleck bedeckt! NACHTRAG 2: SoFi-Projektion im Flugzeug, live getwittert ...

sofi03

NACHTRAG 3: noch mal Los Angeles (wo 30'000 den Griffith-Webcast gucken), um 0:29 MESZ, unmittelbar nach Erreichen der maximalen Phase von 0.45 = 33% Bedeckung - auch eine tiefere H-Alpha-Phase von SLOOH, und auch vom Mt. Lemmon gibts H-Alpha. NACHTRAG 4: ein erstes Bild der SoFi im Untergang - und die Aufzeichnung eines bereits beendeten Webcasts. NACHTRAG 5: Proba 2 hat die SoFi im EUV-Licht geguckt - und sie wurde im Untergang gefilmt, ohne und mit dem Fleck; auch ein Foto. NACHTRAG 6: relativ tiefe Partialitäten aus Montana und Wash. state, schöne SoFi-Sonnenuntergänge hier, hier, hier und hier - und die 3-stündige Aufzeichung noch eines Webcasts. NACHTRAG 7: ein Reihen-Komposit bis zum Untergang, weitere SU-SoFis hier, hier, hier, hier und hier, Berichte hier und hier, Bildersammlungen hier, hier und hier und ein NSF Release mit noch mehr Bildern]

4m-up

Gelungener Start der vierten chinesischen Mondmission

und der ersten privat finanzierten Mondsonde (aus Luxemburg, mit deutschem Geld) als Zugabe: Artikel hier, hier, hier, hier und hier, auch ein weiteres Paper über Chang’e-3 auf dem Mond – und endlich ein Nachruf auch der FU Berlin auf Gerhard Neukum. [22:55 MESZ. NACHTRÄGE zu den Mondmissionen: Artikel hier und hier]

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Aktuelle aktive Kometen: zweimal Siding Spring und einmal C-G – das obere Bild von MAVEN zeigt die Wasserstoffkoma von Siding Spring am 17. Oktovber, das mittlere Komposit von Hubble den Kometen am 18. und 19. Oktober, wobei auch noch ein Mars eingeklebt wurde (mehr dazu in diesem Hangout, auch frühere Artikel hier, hier und hier und mehr Links), und das untere C-Gs Staubjets am 10.9. auf einer OSIRIS-Weitwinkel-Aufnahme – auch Messungen von ROSINA zu den Ausdünstungen des Kometen und Artikel hier, hier, hier, hier und hier. [22:45 MESZ]


22. Oktober

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Riesengruppe schickt neuen X-Flare – aber ohne CME dazu

Die größte Fleckengruppe des laufenden Zyklus (Bilder von heute, vom 17.-21. und 19.-22. Oktober), hat heute einen weiteren kleinen X-Flare produziert (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), aber er hat keinen koronalen Massenauswurf erzeugt; bald danach kam dann noch ein weiterer M-Flare. Auch ein kurioser Nachweis des Erdscheins am Tage, die neue Blanco DECam Bulge Survey der Milchstraße, ein neuer technischer Leiter im Planetarium Bochum, Umwelt-Ärger am Siding Spring Obs., auch hier erwähnt, weiterer breiter Impakt der Mond/Schlaf-Nulleffekt-Studie der MPG, die ersten Bilder eines Regenbogens 5. Ordnung – und deutsche Amateur-Mitteilungen zu Meteorien und Co. bis 1978 zurück sind jetzt online frei verfügbar geworden! [23:20 MESZ]

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Neue Landschaftsformen und krasse Schatten auf weiteren NavCam-Aufnahmen vom 18. Oktober aus ca. 8 km Höhe, hier alles Ausschnitte in der Originalauflösung von 67 cm/Pixel. Auch möglicher “Metall-Frost” auf der Venus – und ein Nachruf auf Gerhard Neukum in einem Blog beim JPL, was die internationale Bedeutung dieses Planetenforschers unterstreicht. [22:55 MESZ]

Morgen startet ein deutsches Privat-Raumschiff zum Mond

Wenn auch ein sehr kleines und preiswertes (EUR 400’000): Als Untermieter von Chinas Chang’e 5-T1 genanntem Test einer Sample-Return-Trajektorie ist auch die zwar in Luxemburg gebaute aber vom deutschen Eigner der Firma finanzierte Manfred Memorial Moon Mission (4M) dabei, die an deren verstorbenen Geschäftsführer erinnert, Manfred Fuchs von OHB. Auch die erfolgreiche Mission bisher des umprogrammierten Kepler, bemerkenswere Bilder von Start und späteren Manövern (per Teleskop!) einer Proton gestern (mehr Links), warum erstmal keine Galileos auf der Soyuz starten, die NZZ breit über Deutschlands Raumfahrt, ein Porträt von S. Jähn, Bilder hier, hier, hier und hier einer russischen EVA (früher und mehr), das Strahlungs-Risiko für Marsfahrer (mehr, mehr, mehr und mehr) – und der 500’000. Besucher in Morgenröthe-Rautenkranz seit 2007. [22:35 MESZ]


21. Oktober

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Die größte Fleckengruppe des Zyklus rückt weiter Richtung Scheibenmitte vor auf dieser SDO-HMI-Aufnahme von heute: auch exzellente Amateuraufnahmen hier, hier und hier, plus noch mehr Bilder und die letzten drei Tage. [23:55 MESZ]

sidi-hiri

HiRISE konnte den Kern von Siding Spring kaum auflösen

So sah die hochauflösende Kamera auf dem Mars Reconnaissance Orbiter den Kometen Siding Spring, als er dem Mars am nächsten zwar (zwei verschiedene Darstellungen desselben Bildes): Die Auflösung betrug 138 Meter pro Pixel, und der Kern scheint nur 2 bis 3 Pixel und damit unter 500 Meter groß zu sein; mit rund einem Kilometer war gerechnet worden. Die erste Quasi-Nahaufnahme eines Kometenkerns direkt aus der Oortschen Wolke: Vielleicht lehrt sie nur, dass die Albedo dieser Körper größer als bei den Finsterlingen wie C-G (unten) ist? Bereits 12 Tage früher hatte HiRISE den Kometen anvisiert und knapp über dem Rauschen nachgewiesen – aber nicht ganz an der erwarteten Stelle: Die Ausrichtung der Kamera für die größte Annäherung wurde entsprechend korrigiert, sonst wären diese Bilder wohl nicht gelungen. Und wachsende Alben mit Siding-Spring-Bildern vom Boden aus von der internationalen Kampagne und aus allen Quellen sowie ein Artikel mit Animationen der Annäherung aus Rumänien. [1:55 MESZ] Ein Nachweis des Kometen aus Deutschland in der Stunde vor der größten Nähe und Artikel hier und hier. [3:25 MESZ] Und hier (MOM-Bilder “in a couple of days”) und hier. [5:05 MESZ] Und ein knapper – aber eindeutiger – Nachweis auf 52°N 1/2 Stunde vor der maximalen Annäherung! [12:50 MESZ] Mehrere Bilder Opportunitys animiert, weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, der Komet heute mit dem Mars nicht mehr im Feld – und die anderen aktuellen Kometen PANSTARRS (dito), LINEAR und 201P. [23:45 MESZ]

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Eine weitere Kometen-Landschaft aus nur ca. 8 km Höhe von der Rosetta-NavCam am 18. Oktober aufgenommen – etwa mit Dünen drauf? Weitere Artikel hier und hier, auch der Technologie-Tester für Mini-Asteroiden-Such-Satelliten Arkyd3 vor dem Start zur ISS, ein Paper über Chang’e-3 und sein Bodenradar, die anhaltende STEREO-Krise, schöne Bilder vom Start der letzten Ariane und die Übergabe der Galileos “in excellent shape” im falschen Orbit. Und wiederum in Sachen kosmische Kleinkörper eine Feuerkugel über dem UK und den NL am Abend des 19.10. (mehr, mehr, mehr und mehr) und die Kometen Borisov und LINEAR. [1:45 MESZ]


18.Oct 2014 | 03:30

Live-Blog zu Komet Siding Spring dicht am Mars


20. Oktober

sidi-abschied

Und tschüss … der Komet schon wieder weit weg vom Mars

heute Mittag MESZ auf einer weiteren ferngesteuerten Aufnahme aus Australien von Martin Mobberley; auch ein Bild von gestern mit wohl aufgehelltem Kometen und ein älteres Farbbild. Noch ein paar Artikel hier (Indiens Marsorbiter hat’s auch überstanden und offenbar Bilder des Kometen machen können), hier, hier und hier – und viele, etwa hier, hier, hier, hier, hier und hier – meinen, auf Nachtaufnahmen von Opportunity den Kometen zu sehen, ein konkreter Beweis oder eine Bestätigung seitens der NASA stehen aber noch aus. [18:35 MESZ]

sidi-oppy

Nach mehr als 12 Stunden ist die Mitteilung der NASA dann doch noch gekommen, dass es der Rover wirklich geschafft hatte – die einzige der sieben Missionen vor Ort, die schon etwas geliefert hat. Auch ein weiteres irdisches Bild von heute und viele weitere (Sorry, kenne nur die URL für FB-Mitglieder) – und der Riesenfleck auf der Sonne hat bereits einen X-Flare produziert. [23:55 MESZ - Ende]

sidi-after

Da ist der Komet, knapp zwei Stunden nach der größten Annäherung an den Mars: eine Aufnahme mit dem 1-m-Teleskop der ESA auf Teneriffa (der Komet ist der helle Fleck auf 10 Uhr vom Mars) – und es gibt eine Aufnahme aus Österreich des Paares kurz vor der größten Nähe! Das Team des Mars Express ist inzwischen nachhause gegangen, auch vom MRO gibt es ein ‘all clear’ (was man bei der NASA nicht mitbekam) – und weitere Post-C/A-Artikel hier, hier und hier, wieder komplett ohne Neuigkeiten: An diesem Abend haben die Social Media in Sachen Situational Awareness haushoch obsiegt. [0:55 MESZ] MAVEN geht’s auch gut, ein Press Release zu MROs Beobachtungen (deren Download “days” dauern wird) – und in 5 Minuten ist SLOOH noch mal ‘auf Sendung’. [2:25 MESZ] Wo es ein Live-Bild aus Chile gibt – und alle drei NASA-Orbiter sind wohlauf; auch ein weiterer Press Release zu MAVENs Status. [2:45 MESZ] So sah das Live-Bild gerade aus, auch eine Aufnahme aus Uruguay – und ein langer Hangout mit noch mehr Südamerika. [3:50 MESZ] Und eine aus Brasilien, von SONEAR, sowie der MEX-Status – und ein Artikel mit Inhalt. [4:05 MESZ] Wenig dagegen hier, hier und hier, dafür australische Bildvergleiche. [5:45 MESZ]


19. Oktober

Nah(!)-Erkundung des Kometen durch Mars Express läuft

Mehrere Instrumente des ESA-Marsorbiters sind jetzt – weniger als eine Stunde vor der größten Annäherung – in Betrieb und messen. [19:35 MESZ] Der viel-beworbene ESA-Webcast aus Darmstadt geht nicht – aber hier gibt’s eine Alternative aus Südafrika! [20:10 MESZ] Der Mars Express versteckt sich derweil hinter dem Planeten. [20:15 MESZ] Und noch ein funktionierender Webcast, mit einem (undeutlichen) Live-Bild aus Südafrika. [20:20 MESZ] Und das war’s schon! Während bei der ESA rein gar nichts funktioniert – für den Mars Express gilt das hoffentlich nicht … [20:30 MESZ] Ein Bild des Paares 1 1/2 Stunden vor der größten Nähe: nicht schön, aber selten. Und ein SLOOH-Screenshot nahe der Nähe, aber mit Komet? [20:50 MESZ] Ein Bild des Paares bei t-1 Stunde. Die ESA versucht es derweil weiter, jetzt als HangOut. [21:05 MESZ] Wo bestätigt wird, dass der Mars Express weiter sendet – keine Probleme. [21:20 MESZ] Die Durchquerung der Bahnebene steht zwar noch bevor, aber davor bangt’s keinen. [21:25 MESZ] Die Kometen-Bilder der MEX-Kamera HRSC werden aus Gründen der Speicherverwaltung erst am 23.10. zur Erde übetragen; wann es danach was zu sehen geben wird, ist völlig offen. [21:55 MESZ]

sidi-kompo

Dieses Komposit-Bild wächst noch: Andreas Vossinakis hat hier Aufnahmen von Komet und Mars von Rob Kaufman und Nick Howes von mehreren Tagen (Anklicken -> doppelt so viele) montiert. Derweil hat der Mars Express auch die Bahnebene des Kometen problemlos gekreuzt, es gibt erste Post-Flyby-Artikel (ohne irgendwelche Neuigkeiten) hier, hier und hier und nicht weniger als fünf aufgezeichnete Hangouts und Webcasts von vor, während (noch einer und noch einer) und nach der größten Annäherung – und um 2:30 MESZ wird SLOOH nochmal live gehen, in der vagen Hoffnung auf erste Ergebnisse irgendwoher. [22:45 MESZ]

sid-now

Komet im Planeten-Anflug! Ein beeindruckendes Bild von Martin Mobberley, der vor einer Stunde ein 43-cm-Teleskop des Siding Spring Observatory fernsteuerte. Viele weitere Bilder des ungleichen Paares der letzten Stunden in der – z.Z. öffentlichen – CIOC-FB-Gruppe der internationalen Kampagne; auch Nachzügler von gestern und vorgestern. [12:45 MESZ] Ein besonders gutes Farbbild von Komet und Mars und ein paar mehr Bilder der beiden, z.T. hier schon verlinkt. Derweil keine besonderen Vorkommnisse beim Mars Express. [18:20 MESZ] Die Annäherung Komet/Planet im Zeitraffer (2.5 Stunden in 3 Sekunden), weitere Bilder des Paares hier, hier und hier – und der fette Sonnenfleck heute (ein Bild dieses Bloggers mit einfacher Technik) und gestern. [19:05 MESZ]

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Der Tag der Nähe – 56 km/s @ 140’000 km – hat begonnen

Jedenfalls in Europa: weitere Bilder des Kometen, oben seine betrübliche Lichtkurve, von gestern noch hier, hier und hier und Bilder-Alben aus dem internationalen ProAm-Kometen-Projekt hier und hier, wobei dessen öffentliche FB-Seite hier permament aber diese interne hier, mit viel mehr Material, nur vorübergehend allgemein zugänglich ist; auch letzte Vorschau-Artikel hier, hier und hier. [0:55 MESZ] Das dramatischste Bild bisher von Komet, Mars & Milchstraße – und noch ein Artikel. [2:10 MESZ]


18. Oktober

sidi-pal

Und das ist der Komet heute, aufgenommen mit einem 51-cm-Teleskop des iTelescopeNet auf – wie passend – dem Siding Spring Observatory in Australien: Da sieht er sogar mit seinen nur noch 12-13 mag. stattlich aus. Das Bild wurde ferngesteuert von Pal Brias aufgenommen und soeben über das interne Amateurnetzwerk der Kometenkampagne verbreitet, hier gezeigt mit freundlicher Genehmigung. Es geht aber auch mit kleiner Optik – und sogar schon von Europa aus: ein Bild von gestern aus Frankreich auf 45°N. [17:25 MESZ] Weitere Bilder von heute (mehr und mehr), gestern & heute und gestern, eine Simulation für morgen (Erd-Sicht bei größter Annäherung), ein australischer HangOut, ein ungewöhnlicher Beobachtungsaufruf für den Mars und ein letzter Update der Kampagne – und der Sonnenfleck ist jetzt besser zu sehen. [19:10 MESZ] Nämlich so! [23:45 MESZ]

mom-om

Der hier bekommt morgen Abend ungewöhnlichen Besuch

Eine neue Aufnahme der indischen Mars Orbiter Mission, auf der u.a. gut der Olympus Mons zu sehen ist. Die Entwicklung des Kometen im Anflug zeigt helligkeitsmäßig weiter steil nach unten, aber der Kern scheint intakt zu sein, und auf ausgewählten Fotos sieht Siding Spring noch ganz gut aus: gestern (mit Mars schon im Bildfeld; mehr, mehr und mehr), vorgestern (mehr), am 15.10. (mehr) und 14.10. (mehr). Auch ein Paper über 2013-er Herschel-Beobachtungen des Kometen, eine Video-Vorschau, Press Releases hier, hier, hier, hier und hier und mehr oder weniger akkurate Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Aktuell gibt’s zusätzlich noch die Kometen Lovejoy, PANSTARRS, Jacques und LINEAR, es kommen die Orioniden, es gab mal wieder einen US-Feuerball, in Norwegen wurde ein Reentry beobachtet – und auf die Sonnenscheibe rotiert soeben eine fette Gruppe. [3:30 MESZ]


15.Oct 2014 | 04:25

Allgemeines Live-Blog vom 15.-17. Oktober 2014


17. Oktober

nav1015b

nav1015

nav1015c

Derzeit schafft auch die NavCam besser als 1 m Auflösung

Denn am 15. Oktober war Rosetta nur noch 9.9 km vom Kometenzentrum entfernt, womit die nächstgelegenen Formationen nur 8 bis 9 km vom Orbiter entfernt waren: hier drei Ausschnitte (von oben) in Originalauflösung und um 1/3 und die Hälfte verkleinert; auch ein anderer Ausschnitt, die in Wahrheit sehr geringe Albedo des Kerns demonstriert, die Umgebung von “J” in 3D, wie Rosetta zu ihrem Namen kam und Artikel hier, hier (mehr) und hier. Sowie ein neues Panorama von Opportunity, gelungene Starts einer Ariane 5 (mehr) und eines PSLV (mehr), ein Bodenfeuchte-Satellit der NASA am Startplatz, eine großes Loch durch Raumschrott in einem ISS-Sonnensegel, die 3. Rückkehr eines X-37B (da der Sinn dieses Mini-Shuttles immer noch nicht verraten wird, gibt’s zur Strafe keine weiteren Links) – und die NASA hat wieder ein Sonnensegler-Projekt abgebrochen, diesmal den Sunjammer, schon länger in Bedrängnis … [23:55 MESZ]

iss-eva

Die Solarsegel der ISS aus einer ungewohnten Perspektive während einer weiteren EVA vorgestern (mehr Bilder, ein Artikel und mehr Links). Auch eine Startverschiebung des nächsten Cygnus wegen Hurricane Gonzalo auf den Bermudas, ein neues Blog aus der ISS von der Russin, RapidScat im Einsatz, ein Forschungsstau auf der ISS – und Amateurbilder mit ATV-5 vor der Sonne. [1:15 MESZ]


16. Oktober

osi-c

Eine weitere seltene Bilderspende von OSIRIS auf Rosetta, diesmal vom 12. September aus etwa 30 km Abstand: die Umgebung der Back-Up-Landestelle C. Auch alle Landestellen-Bilder mit 50 cm Auflösung, ein CNES-Release zur Bestätigung von J, der Wettbewerb zur Namensgebung dieser Region und Artikel hier, hier und hier. Plus eine Kollaboration zwischen Hayabusa 2 und OSIRIS-REx, Elektronen von Hyperion, die 2005 Cassini trafen – und am Ende dieser DLR-PM die erste offizielle Notiz, dass Gerhard Neukum schon vor Wochen verstorben ist. [23:55 MESZ]


15. Oktober

merc-ice

Eis auf dem Boden von Merkur-Kratern direkt aufgenommen hat der Orbiter MESSENGER mit Hilfe von reflektiertem Sonnenlicht, das über die Kraterwände die permanent dunklen Böden – hier von Kandinsky – erreicht. Und frohe Kunde auch vom anderen Ende des Sonnensystems: Es gibt drei Kandidaten für New-Horizons-Ziele nach Pluto unter den Funden der Hubble-Jagd nach passenden kleinen Kuiperoids! [23:55 MESZ]

osi0914

Glatter wird’s nicht: Die Landezone “J” für Philae ist bestätigt worden – auf diesem OSIRIS-Mosaik sieht man sie am 14. September aus 30 km Abstand mit im Original 50 cm Auflösung; der eingezeichnete Kreis um den Zielpunkt hat etwa 500 m Durchmesser. Dazu ein Press Release, eine Pressemitteilung und ein Artikel – und die Erforschung von (Ex-)Kuiperoids mit Sonden, egal ob vor Ort oder wie bei Rosetta näher an der Sonne. [17:00 MESZ]

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Die beiden aktuellen Aktivitätsgürtel der Sonne auf einem SDO-Bild vom 8. Oktober bei 17 und 19 nm EUV-Wellenlänge. Auch ein neues solares Plasma-Phänomen, die drei Finsternisse bisher dieses Jahr (MoFi, PaSoFi, MoFi – zu dieser auch ein Rückblick und noch ein Bild mit Uranusmonden) über Ost-Australien, zoombare Mondpanoramen hier und hier, zwei große Impakte nebeneinander aber zu verschiedenen Zeiten in Kanada, die Wiederkehr von R CrB, der kommende Versuch, den RV-Effekt der Venus auf die Sonne zu messen – und die Wiederkehr des Galileoscope im International Year of Light. [4:25 MESZ]


Hintergrundbilder (c) OEWF