ÖWF / Polares auf einen Blick
OeWF Blog - Blog des Österreichischen Weltraum Forums
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ÖWF Space Veranstaltungen
SGAC sucht innovative Idee für eine Space App
Weltraumanwendungen sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Satelliten unterstützen uns täglich bei der Navigation mit unserem GPS Geräten, bei der Wettervorhersage, bei der Kommunikation, bei Erdbeobachtung u.v.m. Der breiten Öffentlichkeit sind diese Anwendungen meist nicht bekannt.
Du interessierst dich für Weltraum & Astronomie und findest Applikationen am Smartphone wie StarWalk, Exoplanet, APOD oder 3D Sun toll?
Du bist zwischen 18 und 35 Jahre alt und aus Österreich?
Du hast eine Idee für eine innovative Space App um das Thema Weltraum einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen?
Dann mach mit beim Ideenwettbewerb des Space Generation Advisory Councils (SGAC), der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT).
Als Gewinn winkt eine Reise nach Peking (China) und die Teilnahme am Space Generation Congress (19. – 21. September 2013).
Teilnahmebedingungen:
- Beschreibung einer innovativen Space App auf Englisch (min. 4 Seiten, max. 10 Seiten)
- StudentIn, Young Professional aus Österreich zwischen 18 und 35 Jahre alt
- Bewerbungsfrist: 10. August 2013
- Einreichen unter *protected email*
Alle eingereichten Ideen werden von einer Fachjury aus Wissenschaft und Wirtschaft begutachtet. Gewinnverständigung erfolgt bis zum 26. August 2013.
Mehr Information zum Wettbewerb unter: SGAC Space Apps Wettbewerb
Linktipps und Anregungen zu innovativen Apps:
SpaceUpParis im ESA Hauptquartier in Paris
Während in Wien der MARS2013 Science Workshop in den letzten Vorbereitungen war, machte ich mich auf den Weg nach Paris um beim SpaceUp Paris (24.-26. Mai 2013) teilzunehmen und ein bisschen über MARS2013 dort zu erzählen.
Einige ÖWF‘ler u.a. Olivia Haider oder Alexander Soucek waren schon letztes Jahr beim SpaceUpEU in Genk (Belgien) mit dabei. Aber was ist ein SpaceUp eigentlich? Hört sich ja fast nach einem neuen Modegetränk an, aber nein: ein SpaceUp ist eine Weltraum Un-Konferenz (Sprache der Veranstaltung ist Englisch). Also so wie eine Konferenz ohne eine zu sein. (um, hä?) Un-Konferenz (unconference) ist eine Veranstaltung bei der zwischen 50 und 150 weltraumbegeisterten und im Weltraumsektor tätige Personen teilnehmen und selbst das Programm machen. Das heißt, der Zeitplan und die Themen, also die ganze Struktur des Events wird vor Ort von den Teilnehmern selbst bestimmt und geformt. Jeder Teilnehmer wird ermutigt selbst einen Vortrag zu halten, egal über welches Thema, solange es mit Weltraum zu tun hat. So kann es passieren, dass neben vorbereiteten Themen auch spontan aus einer Diskussion beim Mittagsbuffet eine Idee zu einem Vortrag wird und am selben Nachmittag schon gehalten wird. Bei einem SpaceUp geht es daher um den Enthusiasmus der Teilnehmer und deren Flexibilität und Spontanität. Jeder kann an einem SpaceUp teilnehmen und so kommt es vor, dass sich neben Studenten und Space Enthusiasten auch der eine oder andere ISS Controller, ESA Mitarbeiter, Space-Tweep oder auch Astronaut dazugesellt.
“The Grid” – hier trägt man seine Vorträge bei einer Un-Konferenz ein (c) @aprea
Der Ort dieses SpaceUp war sehr gut gewählt und wurde dankenswerterweise von der ESA gesponsert – ein ganzes Stockwerk im ESA HQ in Paris mit 2 großen Seminarräumen und weiteren Büros standen den Teilnehmern an diesem Wochenende zur Verfügung. Es ist ein wirklich tolles Gefühl durch diese “heiligen” Hallen zu schreiten, wo sonst die höchsten ESA Mitarbeiter und Generaldirektoren die Zukunft der europäischen Weltraumfahrt diskutieren und planen.
Bei diesem SpaceUp, dem bisher vierten in Europa, fanden sich fast 120 Teilnehmer aus 20 Nationen ein um gemeinsam über Weltraumthemen zu fachsimpeln, alte Freunde wiederzutreffen oder neue Freundschaften zu schließen. Die Space Community ist eine sehr offene und freundliche Gruppe und jeder ist willkommen.
Am Samstag, vor der vielberichteten Live-Schaltung zum MARS2013 Workshop in Wien, hatte ich die Gelegenheit ein bisschen über MARS2013 zu erzählen, viele unserer tollen Fotos herzuzeigen und konnte so das Publikum für unsere Analog Mars Mission begeistern.
Reinhard Tlustos während seines MARS2013 Vortrags (c) @msbentley
Auch neben der eigentlichen Veranstaltung bildeten sich viele Gruppen, die abends gemeinsam Paris erkundeten und einige faszinierende Unterhaltungen über die diversen Weltraumthemen des Tages fortführten.
Kurzum: SpaceUp Paris war für mich mein erstes SpaceUp und ich kann ehrlich sagen, ich bin begeistert. Es ist einfach genial mit Gleichgesinnten aus aller Welt, mit Experten und Astronauten gleichermaßen, wie mit anderen Studenten über die verschiedensten Dinge zu diskutieren und vieles neues zu lernen während man internationale Freundschaften schließt. Eine direkte Empfehlung an alle Weltraum Enthusiasten an einem SpaceUp teilzunehmen, denn die nächste Space unconference kommt bestimmt und vielleicht auch einmal in Österreich! :)
Reinhard Tlustos
Weitere Informationen:
MARS2013 Simulation als Ölgemälde
Zum Abschluss der MARS2013 Marokko Mars Analog Feldsimulation überreichte Sebastian Hettrich (ÖWF, MARS2013 Flugplanung) Gernot Grömer das selbstgemalte Ölgemälde MARS2013. Bereits während der MARS2013 Simulation malte Sebastian am 115x75cm großen Gemälde. Neben der kompletten Feldcrew, sind auch alle Personen, die im Mission Support Center tätig waren abgebildet. Auch der Gewinner Tweet „Let this inspire us to go as far as we can, and maybe one day reach for the stars” von Laura Roque (@lrqe)
Das Gemälde wird im ÖWF Spacesuit Labor dauerhaft zu sehen sein.
For the endeavour we dare,
For the passion we share,
For the sweat we give,
For the dream we live,
For the missions long gone,
And for all in future
to come.
Sebastian Hettrich
Science Conference MARS2013 – Ergebnisse der Marokko-Mission liefern neue Impulse für die Mars-Analogforschung
Im Februar dieses Jahres fand unter der Leitung des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF) ein Mars Analog-Feldtest mit internationaler Beteiligung in Marokko statt. Am 25. und 26. Mai präsentierten die Forscher die Ergebnisse der ersten Datenanalysen auf der „Mars2013 Science Conference“ an der TU Wien.
Über 100 Mitarbeiter aus 23 Nationen forschten in der Nordsahara im Rahmen einer groß angelegten Marssimulation. Dabei untersuchten 17 sorgfältig ausgewählte Experimente Arbeitsabläufe, Hardware und Sicherheitsaspekte einer zukünftigen bemannten Expedition zum Roten Planeten. Erstmals wurden etwa die Verzögerungsfaktoren gemessen, die ein Mars-Astronaut im Raumanzug gegenüber einem Feldforscher ohne Raumanzug hat. Im Schnitt benötigen die meisten typischen Aktivitäten 1,3mal so lange wie ohne Anzug.

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Trotz der Einschränkungen, welche die Feldarbeit unter Raumfahrtbedingungen mit sich bringt, und bewusst ohne Vorkenntnisse der lokalen Geologie konnten die Forscher in sehr kurzer Zeit Wasseraktivität in der Testregion nachweisen. Daraus lässt sich schließen, dass die Suche nach Wasser auf anderen Planeten mit einer Kombination aus Astronaut und Rover wesentlich schneller und erfolgreicher gelingen kann als mit ausschließlich robotischen Methoden.
Mit der Wärmebildmessung konnte eine neue Strategie zur Entdeckung von Höhleneingängen erfolgreich angewandt werden. Ebenso testeten Analogastronauten ein aufblasbares Notfall-Zelt für Astronauten von der Technischen Universität Wien und drei robotische Fahrzeuge.
Neu ist auch die Erhebung statistischer Daten über die Verletzungsrisiken bei Mars-Simulationen. Daraus soll in Zukunft eine Datenbank entstehen, welche eine Prognose von Verletzungsrisiken bei Feldversuchen ermöglicht. So haben Feldforscher ein etwa vierfach erhöhtes Verletzungsrisiko bei Bagatellverletzungen gegenüber dem Personal des Kontrollzentrums, während die Stressbelastung vergleichbar ist. Dr. Gernot Grömer, ÖWF-Vorstand resümiert: “MARS2013 hat gezeigt, dass auch ein kleines Land wie Österreich – hier zusammen mit Partnern aus 23 Nationen – wertvolle Beiträge in den spannendsten Bereichen der Raumfahrt liefern und damit die nächste Generation von Forschern inspirieren kann. Mit entsprechender politischer Unterstützung könnten wir damit einen Spitzenplatz in der europäischen Marsforschung anpeilen.” Insgesamt 50 Teilnehmer nahmen an den zahlreichen Fachvorträgen sowie an einem Plenary Workshop teil und verfolgten eine Liveschaltung zu dem „SpaceUp Paris“ im ESA Hauptquartier. Bereits im Vorfeld trafen sich die Leiter der beteiligten Forschungseinrichtungen und diskutierten eine verstärkte Positionierung von Analogforschung in den Weltraumwissenschaften.
Die Forscher werden ihre Erfahrungen aus der Mars2013-Mission nun in die Entwicklungsarbeit weiterer Projekte für bemannte Marsexpeditionen einfließen lassen. Einige Teilnehmer werden ihre Ergebnisse außerdem in einer Special Edition des renommierten Fachjournals “Astrobiology” publizieren. Einzigartiges Bildmaterial von der Expedition finden Sie hier: mars2013.oewf.org
Neues Video: WLAN auf dem Mars – Hauptgewinn des Lancom Extraordinary-Wettbewerbs
Letzten Dezember gewann das Österreichische Weltraum Forum den Extraordinary Wettbewerb der Firma Lancom Systems. Gesucht waren die außergewöhnlichsten Einsatzorte von Lancom Kommunikations-Hardware. Als Hauptgewinn wurde nachfolgendes Video mit dem Titel „WLAN auf dem Mars“ produziert.
Im Video wird sieht man wie WLAN für die Kommunikation unsere Mars Analog Simulationen eingesetzt wird. Der Film wurde während der MARS2013 Marokko Mars Analog Feld Simulation im Februar 2013 gedreht.

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Danke an all unsere Freunde, Fans und Follower fürs abstimmen. Ohne euch hätten wir den Hauptpreis nicht gewonnen.
Über LANCOM
LANCOM Systems GmbH ist ein führender deutscher Hersteller zuverlässiger Netzwerklösungen mit den Schwerpunkten sind Remote-Access und Standortvernetzung auf Basis virtueller privater Netzwerke (VPN) sowie drahtlose Netzwerke. Als Unternehmen engagiert sich LANCOM in vielfältiger Weise auch für Projekte aus der Wissenschaft, so ist die Firma auch ist Kooperationspartner im preisgekrönten deutschen Forschungsprojekt Mobile Access.
Website: www.lancom-systems.de
Think space and win a trip to Beijing [update]
The Space Generation Advisory Council (SGAC), in cooperation with committees of the International Astronautical Federation, is presenting competitive opportunities for students and young professionals to attend the Space Generation Congress and International Astronautical Congress to be held in Beijing, China, this September.
You are between 18 and 35 years old, interested in the space sector and would like to present your ideas at the Space Generation Congress and the International Astronautical Congress this September in Beijing in China?
Then participate in one of these four competitions:
Space Apps competition:
Write an abstract about a clever & innovative space app. This competition is for students & young professionals from Austria only.
Submission deadline: 10th August 2013.
More information: Space Apps Website
Move an asteroid 2013 competition:
Write a technical paper with your idea how to detect, explore or exploit an asteroid heading towards the Earth. Submission deadline is the 30th June 2013.
More information: spacegeneration.org/MAA

Space is Business competition:
Think about the future, past and present of Entrepreneurship and Investment within the Space Sector and submit a paper with your ideas. Submission deadline is the 30th June 2013.
More information: spacegeneration.org/sib
Space Solar Power competition:
Address major energy challenges on Earth with the use of solar energy. Submit a paper with your solar power idea by 1st July 2013.
More information: spacegeneration.org/ssp
The Space Generation Advisory Council (SGAC) is an international organization dedicated to allowing the next generation of space leaders to have an impact on the global space community.
MARS2013 science workshop, the science behind the mission
The MARS2013 Mars analog field simulation in the Northern Sahara in Morocco ended on 28th February 2013. The last field crew member returned on 6th March 2013 safely to home. Now 2.5 months later more than 40 people met in Vienna for a 1.5 days science workshop to present their first results and to discuss papers to be submitted to the special publication of the Astrobiology magazine on MARS2013 by the end of this year.
During both days the seminar room at the Technical University in Vienna was fully crowded; more than 40 people were attending the workshop and got the first insights into the science behind MARS2013.

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And the science behind MARS2013 is manifold. From the geological experiments we learned, that will still need to train the analog astronauts better to get better descriptions of the samples they were taken. We saw that maps are extremely useful tool to plan, e.g. which area is interesting to investigate, but also to archive were samples were taken, which experiments was conducted where etc. And we’re at the moment looking into audio files of the analog astronauts describing a sample to understand the decision making process in collecting a sample.
With the Delta experiments the goal was to quantify the time delay when operating with a spacesuit simulator and the result was presented that when working with a spacesuit the analog astronaut takes 1/3 more time than with spacesuit. Walking with our without spacesuit does not show any significant time difference.
Also stress, emotion and group dynamics didn’t show any significant difference between the field crew and the staff in the Mission Support Center. That means it doesn’t matter if you working in the field or at the Mission Support Center, the level of stress and emotion are about the same.
Another interesting experiment was the detection of cavitities via thermal inertia. The problem is, that with satellite images many caves/cavitities can’t be detected because they’re too small. But with a infrared camera and measurements before sunrise and after sunset during MARS2013 even small cavitities showed thermal behavior.
The Cliffbot experiment showed that with this vehicule steep cliffs can easily explored and using Cliffbot in the spacesuit simulator is not a problem.
For the GLXP Puli rover the biggest challenge was the WiFi. The rover didn’t have problems running during a sandstorm, but a strong WiFi signal was essential, as the rover was steered by the Puli Mission Control from Budapest.
Another great success was demonstrated with MASH, the deployable and portable emergency shelter for Mars. The prototype worked very well, could be deployed by one analog astronaut and two analog astronauts fit comfortable in the shelter.
Besides from the presentations, MARS2013 science workshop also connected with the SpaceUp Paris event, which was ongoing the same weekend. Therefore it was possible to give first insights via a video conference to the audience in Paris. On both sides this format was greatly appreciated.
MARS2013 project is now officially history, but the next projects are already in planning.
Learn more about MARS2013 under mars2013.oewf.org
Austrian Space Forum Mars projects feature in the british magazine “All About Space”
The british magazine “All About Space” has made “Destination Mars” the topic of this month’s edition. Robert Zubrin (Mars Society) and Gernot Groemer (Austrian Space Forum) provide an insight into current status of manned flights to Mars. These plans cover – apart from big space agencies – private initiatives ranging from technical concepts like “Inspiration Mars” of the American space tourist Dennis Tito up to the very ambitious plans of “Mars One”. Dutch Bas Lansdorp is the initiatior of the last one, although the realisation seems to be rather unlikely.
Projects of the Austrian Space Forum – additional to its scientific publications – are getting more and more recognition on an international scale. The American magazine “Popular Science” is planning a big article in a next edition. This magazine is distributed in 45 countries and the print edition alone reaches more than 6 million readers.
Articles like that show us, that scientific and public interest on manned flights to Mars is rising
so Gernot Groemer,
“it is now our duty to transfer this interest into space policy.”
MARS2013 Mission Report released
It is our sincere pleasure to present to you the Mission Report of the MARS2013 expedition. This (general) report is a non-scientific overview on what happened during the Mars analog mission. The scientific papers are in preparation, conference presentations are already arranged globally and the first pilot data will be presented during the upcoming MARS2013 Science Workshop in Vienna in May.
At the same time, the Austrian Space Forum are about to launch the OeWF Multi-Mission Data Archive in the next weeks, the mission book for the general public is about to be printed and the third and final 1hr documentary is in the post-production. For all non-scientific activities, this marks the final milestone of this extraordinary project.
There are so many thanks to be said: Ranging from the support of the Austrian Red Cross for the MSC infrastructure, the generous support of the Moroccan government (facilitated through our Austrian Ambassador, Wolfgang Angerholzer), our industrial sponsors and partners, the team of the Ibn Battuta Center and so many many more. 100+ people participating, 23 nations involved, 17 experiments and a tremendous media echo tell the story of a truly international, interdisciplinary and intercultural endeavour.
At the Austrian Space Forum, we believe that with MARS2013 we have stated that Mars analog research has matured as a field to a point where agencies can and should pick up, where there is a substratum of a yet young but vibrant scientific community.
18.04.2013 MARS2013 Mission Report (8.77 MB pdf, 61 downloads)
More information
MARS2013 Science Bulletin Issue 03, 28Feb2013
Performing geological experiments on Mars. Designing the Flight Plan for a mission to Mars. Protecting astronauts against unpredictable events.
During the third simulation week of the Mars analog field simulation the following experiments were conducted: Aouda.X, Aouda.S, CLIFFBOT, ERAS, MASC, SREC, DELTA, Puli Rover, Hunveyor, LTMS, LIFE, MEDIAN, Deployable Shelter, Yellow.

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Performing geological experiments on Mars
Performing geological studies is one of the most important scientific activities during every planetary exploration mission. It is the only way we can understand the mechanisms of past and present evolution of a planet. Thus, geological research was a core part of all Lunar and Martian missions, and it plays an important role in the MARS2013 mission too.
The “Geoscience” experiment, consisting of GESU and MASC simulates basic geological investigations under space flight conditions and makes it possible to setup an archive of samples that will be analyzed on “Earth”. Since none of our analog astronauts were geologists, all of them received training before the mission. Even though we already trained astronauts to perform geological experiments for the Apollo missions, all future Mars explorers will have to have some education in geology. Since the geology of the Moon and Mars are very different, the training will also have to be different compared to the Apollo era. In preparation for visiting the red planet, astronauts will have to be provided with information and skills directly related to the most important scientific questions that we hope to answer on Mars: the ones linked to the search for life and water. The best way for the astronauts to learn these concepts is to study them in areas on Earth very similar to the Martian environment, such as the site in Morocco studied and explored during MARS2013.
The geological experiment consisted of two parts. Firstly, we aimed at obtaining a general understanding of the area surrounding the camp supported by geological descriptions of the outcrops and collected samples to be studied after the end of the mission.
Secondly, we wanted to understand how well non-geologists perform geological fieldwork and collect samples wearing suits that significantly limit their ability to observe their surroundings. Four different analog astronauts went along the same path that crosscut multiple easily visible rock layers and collected samples. After the experiment is completed we will analyze how astronauts chose their sampling spots, how similar their choices were, and how the wearing of the suit influenced their performance.
Another expedition, which was carried out at a southern location, was called MASC — Mars Analog Sample Collection. The experiment aimed to compare the concretions found by the MSL rover in the Gale crater on Mars with terrestrial analog materials from Morocco and in proximity of the Mars Desert Research Station in Utah. This will be used to gain a better understanding of the diagenetic processes on Mars and Earth.
Designing the Flight Plan for a mission to Mars
The Flight Plan team of a mission is the connection between Remote Science Support (RSS), Principal Investigators (PI) and Media on one side and Flight Control and Field Crew on the other side. The Flight Plan team at the Mission Support Center in Innsbruck gets requests and proposals for activities and tries to match them with the available resources. This results in an optimized schedule that ensures maximum scientific output within the given limitations. Flight Plan also gets feedback from the Field Crew regarding problems, inconveniences and suggestions resulting from the planned activities, which are then considered and integrated in further plans.
Additionally, Flight Plan also performs a traverse planning — allocating the safest, shortest and scientifically most interesting paths between two experiment locations in order to further optimize the schedule and to ensure the safety of the analog astronauts. All this information is then passed on to the executive part represented by the Flight Director as the Daily Activity Package, which after being approved will be sent to the field for execution.
Sebastian Hettrich on the many variables that go into a flight plan:
“Each experiment has its own requirements and specifics, such as run times, special locations, bandwidth, how many astronauts it needs to be conducted with, and many more. Then we have our resources, which is manpower, skills and abilities of the field crew personnel, time, the suits, the vehicles available, the bandwidth infrastructure and a few others. Finally we experience certain limitations for the planning, such as the battery run time or the Wi-Fi coverage area, which can be easier dealt with by relocating the antennas once an area has been explored. As Flight Planners we have to keep track also on what experiments were already successfully conducted and where we have to re-plan.“
Flight Plan team on the challenges of their work:
“One of the biggest challenges is to keep track of all the variables and to create an Activity Plan that is as stable as possible, but at the same time as flexible as necessary if urgent re-planning requests come in. Most of the time we have to make compromises between stability and flexibility to make it work. Another challenge is that sometimes we cannot know in advance all the variables needed, which is where we base the planning on educated guesses until we get feedback from the field crew.”
The complexity of their work is beautifully illustrated by the image to the right, showing their Field Activity Plan and excerpts from the Daily Activity Packages, which are simplified schedules used for visualizing planned activities. The color-coding was introduced to distinguish more easily between different kinds of activities. For example, yellow represents preparation and set-up activities, blue indicates travel and traverse times, light green means scientific experiments, dark green is the suit support, pale orange is for safety activities, orange means verifying or checking equipment, violet is for the permanent monitoring, red indicates activities to be conducted by everyone and purple is for media activities.
Sebastian Hettrich on the MARS2013 mission:
“It has been a busy and challenging time, but with the help of an excellent team, we managed to make the planning more efficient and user-friendly. We also learned a lot of lessons, some of which we have already applied and some which will definitely be considered for planning following missions.
The smoothness in the planning and execution of the MARS2013 Mission that we experience right now is the result of the good collaboration, excellent work, enthusiasm and passion for space exploration that all members of the Austrian Space Forum share! It’s a great pleasure to be part of this mission!”
Protecting astronauts against unpredictable events
The Mars surface infrastructure as anticipated for future human missions includes habitation, rover and infrastructure facilities, but equally important is the safety of astronauts in case of an emergency situation or unpredictable event. Away from their base camp, how can astronauts protect themselves? The Deployable and Portable Multipurpose Shelter Prototype is trying to offer a solution in that respect.
Weighing 18 kg, which is the equivalent of 6kg on Mars, the current prototype being tested during the MARS2013 mission was developed between October and December 2012 by Dr.-Ing. Sandra Häuplik-Meusburger, DI San-Hwan Lu and DI Polina Petrova from the Vienna University of Technology, together with many dedicated Masters Students.
During the MARS2013 mission, three students, Zuzana Kerekretyova, Nikolaus Gutscher and Stefan Kristoffer together with Polina Petrova tested the operability (deployment and retraction), the durability (multiple deployments), function (human/equipment shelter) and adaptability (functional usability). Issues that were especially explored included its spatial usability, ergonomic suitability to actions and individual perception of comfort in relation to the activities, leading to an evaluation of the design goals.
The material requirements for the prototype differ from those for a ready-to-use deployable shelter on Mars. The outer garment of this mock-up is for example permeable to air, because of its use in the hot desert.
“This would not be the case for the Martian version. ‘Inflatable structures’ used in space are composed of several layers of high-tech materials, such as Kevlar and Vectran to withstand the rigorous requirements of such an extreme environment.” Says Sandra Häuplik-Meusburger, the PI of the experiment.
Sandra Häuplik-Meusburger on the shelter design:
“The actual shelter that would be used on a mission should not weight more than 20 kg, which is equivalent to 6.6 kg on Mars. The shelter has to be compactly packed, lightweight and carried by one astronaut, similar to a “rucksack” or “suitcase” typology. It has to be easy to deploy and able to accommodate up to two astronauts (with space suits), for e.g. one injured astronaut and one astronaut helping the other. The shelter has to temporarily provide a breathable atmosphere for a minimum duration of up to 48h until rescue arrives (rover, other astronaut) or immediate emergency ceases (successful first aid, change of conditions). It also contains additional air supply, an emergency power supply for the space suit, an emergency food supply, and an emergency toolkit.”
Following the Apollo missions, NASA developed inflatable temporary shelters for the Lunar Module and several habitation design studies foresee deployable structures for building a base (Lunar or Martian) because they offer a number of advantages for space structures, such as volume and weight efficiency, but also flexibility. Although deployable structures have been developed and used on Earth and space, their actual use for habitation purposes beyond Earth is still minimal.
“In contrast to other studies, we chose a minimalist approach, similar to a space-suit extension. Our primary objective was to develop a portable and deployable shelter that can adapt according to the needs of the emergency situation. This is a new and innovative approach.” says Sandra Häuplik-Meusburger
Based on an analysis of human activities during an emergency, the team has developed several emergency scenarios that demand different usages of the shelter. Not all scenarios need additional air supply for example. If necessary, astronauts can use an oxygen mask with a rebreather system. For the internal pressure in the shelter, the Mars atmosphere is used. To adapt the structure to different human activities, compressed Martian atmosphere can be pumped into inflatable cushions of the structure or to stabilizing cushions.
While the shelter prototype was especially developed for emergency situations on Mars, due to its structural adaptability it can be adjusted to various (emergency) situations. One of the next goals could be to adapt this shelter to Antarctic test conditions for further design evaluation. In the process new ways of protecting humans right here on Earth could also be discovered and developed. While reaching to explore outer space, research has always advanced the technologies we use on our home planet.
MARS2013 is an integrated Mars analog field simulation in the Northern Sahara near Erfoud, Morocco. MARS2013 is organized by the Austrian Space Forum in partnership with the Ibn Battuta Center in Marrakesh.
From the 1st to 10th of February, the field crew including three analog-astronauts prepared for the simulation, which officially started on Monday 11th of February 2013. Until the 28th of February the 10-person crew will conduct 16 experiments from various fields (life sciences, engineering and infrastructure, geosciences, rover & spacesuits). The Mars Simulation is backed by a Mission Support Center in Innsbruck, Austria. All communication during the “in SIM” phase (in SIM phase is declared just before the start of an EVA (extra-vehicular activity) and finishes with the end of an EVA) between Morocco and Austria is delayed by 10 minutes, to gain operational experience about communicating with a time-delay. To achieve a proper time delay, all transferred data e.g. audio, text chat, webcam viewings, gets a time stamp and is instructed to wait for 10 minutes before proceeding automatically.
Learn more about MARS2013 and all experiments and partners on http://mars2013.oewf.org
Media Contact:
Monika Fischer, OeWF Vienna, Tel.: +43 69912134610, *protected email*
28.-29. Juni 2013: Airpower 2013
Alle zwei Jahre findet in Zeltweg (Steiermark) die Airpower statt, wo die besten Piloten, spektakuläre Flugstaffeln und faszinierende Fluggeräte für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Auch das Österreichische Weltraum Forum wird 2013 mit einem Stand bei der Airpower vertreten sein.30. Aug - 1. Sept. 2013 : ÖWF Zieleworkshop
Der traditionelle Zieleworkshop des Österreichische Weltraum Forums heuer bereits zum 12. Mal :-) Ort: Berndorf bei Salzburg Beginn: Fr, 30. Aug 2013, 16:00 Uhr Ende: So, 01. Sept 2013, 14:00 Uhr Zum Nachlesen & Vorfreuen: ÖWF Zieleworkshop 201204-10. Okt 2013: World Space Week
This years motto of the World Space Week is: Exploring Mars. Discovering Earth.ESA Nachrichten
RSS feed for ESA's Robotic Exploration of Mars web site
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The fast winds of Venus are getting faster
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Politischer Wille, technisches Know-how und militärisches Management: China treibt sein Raumfahrtprogramm extrem voran und avanciert zur Super-Raumfahrtnation – während dem Westen die Puste ausgeht.Shenzhou 10: "Magisches Schiff" fliegt zum "Himmelspalast"
China hat auf dem Weg zur Weltraum-Supermacht eine weitere Etappe in Angriff genommen: Das Raumschiff "Shenzhou 10" startete von der Wüste Gobi aus zur bislang längsten bemannten Mission des Landes.Weltraumteleskop: "Euclid" soll Geheimnis der Dunklen Materie lüften
Die Esa lässt ein neues Weltraumteleskop der Spitzenklasse bauen: "Euclid" soll die Tiefen des Universums neu vermessen und rätselhafte Phänomene der Dunklen Materie sowie der Dunklen Energie erhellen.Weltraum Blogs
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ScienceBlogs.de bekommt eine neue Software und macht Pause
Es ist endlich soweit. ScienceBlogs.de wird auf eine neue Software (WordPress) umgestellt. Dann sollten die ganzen Macken und technische Probleme die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, endlich verschwinden. Die Umstellung erfolgt heute Nacht, um Mitternacht geht es los. ScienceBlogs wird dann eine ganze Weile nicht erreichbar sein. Im Laufe des Dienstag Nachmittag müsste dann alles wieder funktionieren. Hoffen zumindest alle... Vielleicht funktioniert auch nichts mehr und es dauert länger, bis alles wieder normal läuft. Wir werden sehen. Ich hab noch keine Ahnung, wie das neue ScienceBlogs aussehen wird. Ich wäre schon zufrieden damit, wenn alle meine Artikel und alle Kommentare dazu den Umzug heil überstehen... Also drückt die Daumen!

Barnards Stern hat keine Planeten
Barnards Stern hat keine Planeten. Warum sollte das interessant sein, wo doch sonst immer nur von Sternen berichtet wird, bei denen man Planeten entdeckt hat? Erstmal ist auch ein negatives Resultat ein Resultat. Es mag nicht so sexy sein, wie die Entdeckung eines neuen Planetensystems, aber wenn wir wissen, dass es irgendwo keine Planeten gibt, sagt uns das auch etwas. Und dann ist Barnards Stern ein Sonderfall. Denn hier gab es seit Jahrzehnten Diskussionen, oft sogar Streit, darüber, ob sich dort Planeten befinden oder nicht.
Barnards Stern ist nur 6 Lichtjahre entfernt und damit der viertnächste Nachbar der Sonne (oder der zweitnächste, wenn man die drei Sterne des Alpha-Centauri-Systems zu einem zusammenfasst). Er ist so nahe, dass man seine Eigenbewegung sehr gut sehen kann und weil er sich so schnell bewegt, wird er oft auch "Barnards Pfeilstern" genannt. Dieses Bild zeigt, wie er sich zwischen 2001 und 2010 über den Himmel bewegt hat:

So ein interessanter Stern wurde natürlich oft und ausgiebig beobachtet. Wegen seiner schnellen Bewegung hat man besonders viele und genaue Positionsmessungen angestellt. Und in den 1960er und 1970er Jahren kam der Astronom Peter van de Kamp zu dem Schluss, dass sich dort 2 Planeten befinden müssten. Denn der Stern zog nicht einfach in einer geraden Linie über den Himmel, sondern wackelte hin und her. Der Grund dafür sollte die gravitative Störung der Planeten sein, die den Stern ein bisschen wackeln ließen. Die Entdeckung extrasolarer Planeten in den 1970er Jahren wäre eine große Sensation gewesen. Aber die Kollegen waren nicht überzeugt. Andere Astronomen zeigten, dass vermutlich ein technischer Fehler am Teleskop für das Wackeln des Sterns verantwortlich war. Aber van de Kamp war weiter von der Existenz seiner Planeten überzeugt. Zwei Stück, ungefähr halb so groß wie Jupiter sollten Barnards Stern umkreisen.
Die Sache blieb zweifelhaft, die Beobachtungen konnten nie bestätigt werden und es dauerte bis 1995, bevor der erste wirklich zweifelsfrei bestätigte extrasolare Planet entdeckt wurde. Eine Gruppe amerikanischer Astronomen hat nun noch einmal genau nachgesehen und kommt zu dem Schluß: van de Kamps Planeten existieren nicht. Sie haben Beobachtungsdaten aus den letzten 25 Jahren kombiniert und neu ausgewertet. Im Gegensatz zu van de Kamp haben sie sich nicht auf die Positionsänderungen des Sterns verlassen, sondern seine Radialgeschwindigkeit beobachtet. Auch mit dieser Methode misst man das Wackeln des Sterns, allerdings auf andere Art und Weise. Die Ergebnisse sind ziemlich deutlich:
Die grünen und gelben Punkte sind die Messungen. Wenn der Stern keine Planeten hat, dann sollten sie alle auf der Nulllinie in der Mitte des Diagramms liegen. Wenn van de Kamps Planeten existieren, dann sollten die Punkte dem Verlauf der blauen oder rote Linie folgen. Das tun sie aber nicht, sondern liegen tatsächlich - innerhalb der Fehlerbalken - auf der Nulllinie.
Komplett ausschließen können die Forscher die Existenz von Planeten natürlich noch nicht. Ganz kleine Planeten könnte es noch geben. Aber sicherlich nichts, was größer ist als ein paar Erdmassen. Und auf jeden Fall keine Planeten, wie sie van de Kamp gefunden zu haben glaubte.
Barnards Stern hat also keine Planeten. Aber er wird weiter ein interessantes Forschungsobjekt bleiben, auch weil er der Sonne immer näher kommt. In knapp 10000 Jahren wird er sich bis auf 3,8 Lichtjahre angenähert haben. Ich würde gerne wissen, was die Astronomen bis dahin so alles herausgefunden haben...

Die Landkarte der Physik
1939 hat Bernard H. Porter die optimale Fusion aus Geografie und Physik erschaffen:
"[A] map of physics, containing a brief historical outline of the subject as will be of interest to physicists, students, laymen at large; Also giving a description of the land of physics as seen by the daring sould who venture there; And more particularly the location of villages (named after pioneer physicists) as found by the many rivers; Also the date of founding of each village; As well as the date of its extinction; and finally a collection of various and sundry symbols frequently met with on the trip."
Wirklich cool! Da würde ich gern mal Urlaub machen. Eine kleiner Wanderung von der Astronomie ganz im Westen bis hin zur Astrophysik im Osten und dann an Herschel, Newton und Ptolemäus an den Lichtstrand und ein wenig entspannen ;)
Eigentlich fehlen nur noch 2 Dinge: Eine hochauflösende Version dieser Karte, damit man sie als Poster für die Wand ausdrucken kann. Und eine aktualisierte Version, die die Entwicklung der Physik seit 1939 inkludiert. Seit damals haben die Wissenschaftler ja jede Menge Neuland entdeckt!

Terminkalender September
Da ich in den nächsten Monaten diverse Vorträge und Lesungen an diversen Orten halte, dachte ich, ich sag mal Bescheid, wo ich überall sein werde. Vielleicht sieht man sich ja irgendwo.
- 12.September, Seeheim-Jugenheim: Am 12 und 13 September finden die Bergsträsser Weltraumtage statt. Veranstaltet von der Deutschen Gesellschaft für Schulastronomie gibt es dort jede Menge populärwissenschaftliche Vorträge über Astronomie - zum Beispiel über die Suche nach Außerirdischen, den Bau eines Weltraumfahrstuhls oder die Geschichte der Raumfahrt in Kinofilmen. Ich werde dort am 12. September um 20 Uhr einen Vortrag zum Thema "Krawumm - Wahre und falsche Weltuntergänge" halten und dabei auch aus meinen Büchern vorlesen.
- 25. September, Solingen: Am 25. September um 19.30 werde ich in der Sternwarte Solingen einen Vortrag zum Thema "Weltuntergang 2012? Keine Panik!" halten.
- 24-28 September, Hamburg: Von 24 bis 28. September findet in Hamburg die große Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft statt. Dort werde ich zwar keinen Vortrag halten, aber trotzdem anwesend sein (zumindest von 26. bis 28., vorher muss ich ja noch nach Solingen). Wird sicher interessant und vielleicht sieht man sich ja!

Ein Krawumm geht um die Welt (21): Москва́
Letztes Mal war das Krawumm auf seiner Reise durch die Welt bei der chinesischen Mauer angelangt. Und wenn wir schon mal bei den großen Sehenswürdigkeiten sind, dann passt auch dieses Foto von Leser Robert. Krawumm in Moskau!
Was bisher geschah: Teil 1: Die staubige Fabrik, Teil 2: Rindviecher, Teil 3: Das Krawumm will hoch hinaus, Teil 4: Eishockey und Nobelpreis, Teil 5: Der Weltskeptikerkongress, Teil 6: James Randi!, Teil 7: Bulgarische Berge, Teil 8: Auf hoher See, Teil 9: Das Buch im Transit, Teil 10: Der Berliner Flughafen, Teil 11: Flauschige Eichhörnchen, Teil 12: Der Bund fürs Leben, Teil 13: Der weiße Gott, Teil 14: Besuch auf Tatooine, Teil 15: Bei den alten Römern, Teil 16: Gaudi in Barcelona, Teil 17: Geysire im Yellowstone-Park, Teil 18: Urlaubslektüre in Antalya, Teil 19: Das Unheil kommt von oben, Teil 20: Die chinesische Mauer

Stratolaunch Shows New Vehicle Designs in Video Animation
Video Caption: Stratolaunch Systems unveils a new design concept for its revolutionary space transportation system. Visit http://www.stratolaunch.com to learn more.
NASA’s Asteroid Grand Challenge: Finding Them Before They Find Us

WASHINGTON (NASA PR) – NASA announced Tuesday a Grand Challenge focused on finding all asteroid threats to human populations and knowing what to do about them.
The challenge is a large-scale effort that will use multi-disciplinary collaborations and a variety of partnerships with other government agencies, international partners, industry, academia, and citizen scientists. It complements NASA’s recently announced mission to redirect an asteroid and send humans to study it.
“NASA already is working to find asteroids that might be a threat to our planet, and while we have found 95 percent of the large asteroids near the Earth’s orbit, we need to find all those that might be a threat to Earth,” said NASA Deputy Administrator Lori Garver. “This Grand Challenge is focused on detecting and characterizing asteroids and learning how to deal with potential threats. We will also harness public engagement, open innovation and citizen science to help solve this global problem.”
Grand Challenges are ambitious goals on a national or global scale that capture the imagination and demand advances in innovation and breakthroughs in science and technology. They are an important element of President Obama’s Strategy for American Innovation.
“I applaud NASA for issuing this Grand Challenge because finding asteroid threats, and having a plan for dealing with them, needs to be an all-hands-on-deck effort,” said Tom Kalil, deputy director for technology and innovation at the White House Office of Science and Technology Policy. “The efforts of private-sector partners and our citizen scientists will augment the work NASA already is doing to improve near-Earth object detection capabilities.”
NASA also released a request for information (RFI) that invites industry and potential partners to offer ideas on accomplishing NASA’s goal to locate, redirect, and explore an asteroid, as well as find and plan for asteroid threats. The RFI is open for 30 days, and responses will be used to help develop public engagement opportunities and a September industry workshop.
To watch the archived video of today’s event, visit http://www.youtube.com/NASAtelevision.
For more information about NASA’s asteroid initiative, visit http://www.nasa.gov/asteroidinitiative .
Future SXC Astronaut Hosts Spaceflight Event
AMSTERDAM (SXC PR) – It was on a beautiful spring night that members of the SXC team travelled to the south of the Netherlands to a little village called Deurne. This was in order to attend an event organised by one of SXC’s Founder Astronauts whom has proven himself, once more, to be a great ambassador of the exciting and noble cause that is Commercial Space.
Mr. Lodewijk-Jan Doensen, officially a medical doctor but truly a Space Advocate, was the master of ceremonies. A perfectly hosted event brought guests and attendees to rediscover the creation of the universe until the most recent developments in the space industry in which SXC is so strongly involved.
Contributions by Mr. Ben Droste of SXC and Mr. Bas Lansdorp of Mars One supported Lodewijk-Jan’s presentation, where it became clear to all attending guests that mankind is truly at the verge of a monumental Milestone; Space becoming accessible to everyone.
Thank you Lodewijk-Jan, with your precious input Commercial Space couldn’t be closer!
Don’t miss out, there are still tickets left for our Founder program!
If you want to go to outer space (above 103 km altitude, real astronaut) there is still some place left in our FOUNDER program (first 100 to above 100); and for the others we have our FUTURE ASTRONAUT program (101st and up to above 100 km). Join today please contact our Astronaut Relations Manager.
Fun at FAR — An Engine Goes Boom!
Videos Caption: Static sugar motor test of the Sugar Shot to Space DoubleSShot test motor DSS TM-2-1. This was the same motor tested last month successfully as a two 6″ grain sugar motor. This test lso had a third grain located behind a Delrin mid bulkhead to be fired after the first two grains, propellant was sorbitol and KNO3.
For more information, go to sugarshot.org
And here are a sequence of pictures of the explosion that I shot from one of the bunkers at the Friends of Amateur Rocketry (FAR) site north of Mojave:
Planetary Resources Launches Arkyd T-shirt Design Contest with Freelancer.com
SYDNEY, June 17th 2013 (Freelancer.com PR) – High value contests on Freelancer.com continue to achieve out of this world results for businesses.
Planetary Resources, a company dedicated to space exploration and resource discovery, has taken the first step towards making space accessible to everyone. Planetary Resources has turned to both crowdfunding and crowdsourcing, in partnership with Freelancer.com, to involve global communities in building, promoting and launching the first publicly accessible, orbiting space telescope, the ARKYD.
Planetary Resources, backed by visionaries Eric Schmidt, Larry Page and director James Cameron, has partnered with Freelancer.com to run a $7,000 “Design a T-Shirt” contest allowing every designer in the world to enter their designs and have the chance to become part of history.
Chris Lewiki, President and Chief Engineer at Planetary Resources said; “Freelancer.com has allowed us to expand our reach and exposure for this community funded project to a global audience of creative individuals. The contest platform has created a sense of excitement and awareness for the project around the planet which has ensured that our goal of making space exploration open to everyone is achieved.”
The winner of the Planetary Resources contest will be awarded $2000 cash and an $5000 Education Ambassador Pledge which will provide a school with an experience of a lifetime, including access to a space curriculum and tutorial, as well as allowing students to take observations from the satellite and “space selfies” of themselves from orbit with the earth in the background. The successful designer will be able to donate this prize to a school, university or museum in their community.
Contests have a long history in stimulating space exploration and technological innovation. In 1994 the Ansari X-Prize^ competition became the catalyst for sending the first privately funded spacecraft into Earth’s orbit. The Ansari X-Prize was modelled after the Orteig Prize, won in 1927 by Charles Lindbergh for being the first to fly nonstop from New York to Paris and is credited as one of many contests that helped create today’s commercial aviation industry.
About Freelancer
Triple Webby award winning Freelancer.com is the largest freelancing/crowdsourcing marketplace in the world. Freelancer.com connects businesses with over 7.8 million independent professionals globally, specializing in nearly 600 fields. Over 4.6 million projects have been posted to date, in areas as diverse as website development, logo design, marketing, copywriting, astrophysics, aerospace engineering and manufacturing.
Raumsonde Cassini beginnt den 194. Saturn-Umlauf
In den Morgenstunden des 19. Juni beginnt für die Raumsonde Cassini der mittlerweile 194. Umlauf um den Saturn.Express #0484
Pläner für die chinesische RaumstationFehlerursache für Triebwerksversagen bei Dragon CRS 1
Soeben wurde ein Bericht veröffentlicht, der die wahrscheinliche Ursache der Triebwerksabschaltung beim Start des Dragon-CRS1-Raumschiffes am 8. Oktober 2012 anführt.Grasshopper - 325 m
Vereinzelten Meldungen zufolge hat der Grasshopper einen weiteren Testflug mit Höhensteigerung absolviert.Stufentests, Triebwerkstest und Raketentest
Die letzten gut zwei Wochen waren weltweit erfüllt vom Dröhnen getesteter Triebwerke und Raketenstufen. Die Stationen: USA, Russland, USA und Peru.Vorbereitungen am Weltraumbahnhof in Kourou - "Albert Einstein" und Sterex
Die "europäische" Büchse der Pandora
Der vierte ATV-Raumfrachter "Albert Einstein" startet am 5.6.2013 um 23:52 Uhr (MESZ)
Video: Schwerelos für 4,7 Sekunden - MASCOT im Fallturm
Spektakuläre Bilder des Vulkans Pavlov
Man nennt mich den Khan
Eins gleich am Anfang. Meine beiden Jungs, die mich ins Kino nach Bad Aibling abgeschleppt haben, um mit mir „Star Trek – Into the Darkness“ zu gucken, haben mich vergattert, die Story nicht wieder so madig zu machen wie beim letzten Mal. Überhaupt, ließen sie mich wissen, wären sie sich sowieso nicht sicher, ob das eine gute Idee sei, mich mitzunehmen.
Also gut, nörgel ich halt nicht. Und gleich vorweg: Ich hab mich tatsächlich prächtig unterhalten. Mit einer Currywurst im Bauch, einem Maxlrainer Schlosstrunk im Getränkehalter, ausreichend Popkorn in der Tüte und dem an der Kasse abgegebenen Verstand war es das reine Vergnügen. Eine fundierte Kritik brauche ich über dieses Thema in den Kosmologs sowieso nicht leisten. Dazu gibt es bereits Susanne Uhuras ...äh..Hoffmanns...Beitrag mit dem Titel „Star Trek und Kunst als Sprache“.
Also erzähl ich die Handlung einfach mal für diejenigen, die den Film noch nicht gesehen haben und ich erzähl sie so, wie ich sie wahrgenommen habe. Und ich muss vorausschicken: in der zweiten Hälfte der Vorstellung verlor ich den Handlungsfaden hin und wieder, aber da hatte ich hatte da auch schon einen sehr langen Tag hinter mir und der Verstand war, wie gesagt, an der Kasse.
Nunjadenn, dann wollen wir mal.
Der Film ist eine furiose und „noisy“ Nine-eleven-Story des 23. Jahrhunderts. Sie beginnt auf einem Planeten, auf dem eine intelligente, nichttechnische Intelligenz dem Untergang geweiht ist, weil dort eine Art Supervulkan ausbricht. Glücklicherweise segelt gerade Kirk mit seiner Truppe vorbei und mit gewagten Manövern, einem lebensgefährlichen Einsatz von Spock und unter Umgehung sämtlicher Vorschriften der Raumflotte gelingt es den Planeten samt Zivilisation zu retten.
Bei den Erbsenzählern im Flottenhauptquartier kommt Kirks Handeln leider ganz schlecht an, liegt doch ein klarer Verstoß gegen die oberste Direktive der Föderation vor. Und die erlaubt nun mal keine Einflussnahme auf die Entwicklung fremder Kulturen, selbst wenn sie dadurch vor der Vernichtung gerettet werden. Kirk wird seines Kommandos enthoben und soll zurück an die Raumakademie. Offensichtlich kann man auch im 23. Jahrhundert sein Punktekonto für Verkehrsverstöße durch „Nachschulung“ abbauen.
Aber dazu kommt es nicht mehr, denn ein Terroranschlag (9/11 lässt grüßen) erschüttert London, bei dem erst das Archiv der Sternenflotte in die Luft gejagt wird und hinterher gleich ein Anschlag auf die Führung der Raumflotte folgt. Hinter der Sache, das wird gleich klar, steckt John „man nennt mich den Khan“ Harrison, ein Ex-Agent der Starfleet, der zum Schurken umgeschult hat. Für mich, das nur nebenbei, ist er so ziemlich die sympatischste Figur im ganzen Film. Der einzige, der außer bumsen und ballern eine Vision hat.
John „Khan“ Harrison ist gentechnisch aufgemöbelt wie wir später erfahren, und damit wird auch schon klar, warum er so gefährlich ist. Denn gentechnische Veränderungen sind, wir bekommen es jeden Tag von vielen Seiten eingetrichtert, sehr, sehr böse.
Weiter geht’s damit, dass Admiral Pike, Kirks Mentor, bei dem Anschlag ums Leben kommt worauf Kirk umgehend wieder in sein Kommando eingesetzt wird, um „Khan“ Harrison, der sich aus unerfindlichen Gründen auf Kronos niedergelassen hat, per Langstrecken-Cruise-Missile niederzumachen. Kronos ist, der Trekkie weiß natürlich Bescheid, der Heimatplanet der Klingonen, der schlechtest gelaunte Rasse der ganzen Galaxis. Das wäre ich allerdings auch, wenn mir Rotzlöffel wie Kirk den Garten mit Photonen-Torpedos zerwühlen.
Dann wurde es ein wenig wirr, zumindest für mich, was aber kein Problem war, denn ich wusste ja meinen Verstand an der Kinokasse gut aufgehoben. Es ging aber in etwa so weiter, dass Kirk Scottie beleidigt, worauf der das Schiff verlässt um sich betrinken zu gehen. Pavel Chekov wird darauf Chefingenieur ist aber mit dem unerwartet zugewiesenen Job leicht überfordert. Außerdem kommt noch – durch Manipulation ihrer Einsatzpapiere – die allerliebst aussehende Waffenexpertin Carol an Bord, von der sich später herausstellt, dass sie die Tochter von Admiral Markus ist, der wiederum der Mann ist, der Kirk zu den Klingonen geschickt hat. Glaube ich.
In der Nähe von Kronos angekommen, vergisst Kirk wie üblich seine Vorschriften und landet auf dem Planeten, was die Klingonen schwer verstimmt und sehr, sehr wütend macht. Kirk ist nach einigen Star Wars-ähnlichen Flugmanövern (da hat er sich wohl im Film vertan, und ich hab vergessen, warum hier mal grade nicht herumgebeamt wurde, wie sonst immer), einem gescheiterten Verhandlungsversuch der schönen Uhura und einem zügig der Niederlage zustrebenden Gefecht mal wieder schwer in der Bredouille, als ihn ausgerechnet John „The Khan“ Harrison raushaut. Worauf ihm Kirk ein paar runterhaut, was der sich aber gefallen lässt und sich zu meinem größten Erstaunen - ich vergaß sogar das Popkorn-Kauen - Kirk und seiner Crew ergibt.
Das ist in etwa auch die Stelle, an der John Harrison bekannt gibt, dass er der „Khan“ sei, und die letzten dreihundert Jahre als Missionskontroller und Bahnanalytiker beim ESOC in Darmstadt gearbeitet und Blogbeiträge für die Kosmologs geschrieben hat (tschuldige Michael, da ist mir der Gaul durchgegangen).
Als Bahnanalytiker kennt er sich jedenfalls aus, mit Koordinaten. Bei den Trekkies braucht es bloß acht Zahlen um jeden Punkt des Universums zu definieren und solcherlei geballte Information übergibt er jetzt Käpt‘n Kirk der diese sogleich an Scotty weiterleitet, der noch immer in der Bar auf der Erde rumhängt und gerade mit trüben Augen in seinen zwölften Pangalaktischen Donnergurgler stiert.
Nun gewinnt die Sache an Fahrt, denn Carols Vater kreuzt mit dem waffenstarrendsten Schiff der ganzen Flotte auf und will Khan haben und zwar sofort und wenn Kirk ihn nicht auf der Stelle rausrückt, dann gibt’s aber sowas von Saures. Kirk gefällt das nicht und versucht zu fliehen, was aber nicht so recht klappt, weil Chekov die Maschinen der Enterprise noch nicht wieder flott bekommen hat (ich hab vergessen, zu erwähnen, dass die Warp-Anlage zuvor aus unerfindlichen Gründen kaputt gegangen ist. Die wurde wahrscheinlich schon daheim im Raumdock manipuliert, oder so).
Gerade als ich wieder einen kräftigen Schluck Maxlrainer genommen hatte, wurde die Enterprise vom Marcus-Schlachtschiff eingeholt. Während der Warp-Phase wohlgemerkt (sowas ging doch früher beim Original-Kirk nicht, wieso jetzt?) und feuert jetzt auf die Enterprise. Daraufhin gibt sich Carol als Besatzungsmitglied der Enterprise zu erkennen, worauf Marcus das Feuer einstellt und seine Tochter zu sich rüber beamte, schließlich hat man als Vater ja auch Pflichten.
Ach ja, nicht dass ich vergesse: Scottie hat es mit den acht Zahlen, die ihm Kirk von Khan zukommen ließ irgendwie auf das Marcus-Schiff geschafft und besichtigt jetzt dort die Maschinenräume. Gottseidank scheint es dort kaum Besatzung zu geben, die ihm auf die Finger klopfen könnte, von einem etwas unterbelichteten Wachposten mal abgesehen.
Kirk, und Harrison, der Khan, fliegen nun im Raumanzug mit Raketen-Backpack im Slalom durch ein Trümmerfeld von der Enterprise zu Marcus‘ Kampfschiff rüber und werden dort von Scottie reingelassen. Danach nietet Kirk den Khan mit dem Schocker nieder, was dem wenig ausmacht, zügig wieder zu sich kommt, Kirk, Scottie und Carol überwältigt und Admiral Marcus umbringt, was sich der auch ehrlich verdient hat, der Säckel.
Nun erklärt der Khan, dass er seine „Crew“ wiederhaben will, die sich eingefroren in 72 Photonentorpedos an Bord der Enterprise befindet. Und zwar will sie mit dem Transporter rübergebeamt bekommen, aber dalli. Was es mit dieser Crew auf sich hat, ist mir im Getümmel irgendwie entgangen, jedenfalls redet er immerzu von „seiner Familie“. Sicher auch alles superböse Klonkrieger.
Natürlich denkt der schlaue Spock überhaupt nicht daran, das zu tun und schickt statt dessen eben – naja – Photonentorpedos. Auf diese doch ziemlich naheliegende Idee kommt Khan bedauerlicherweise nicht und beamt Kirk, Carol und Scottie wieder zurück auf die Enterprise. Dann fängt er an auf die Enterprise zu ballern, aber in diesem Moment zünden an Bord des Marcus/Khan-Schiffes die Photonenbomben, wodurch das Schiff ein Wrack wird, was dem Khan aber nichts ausmacht.
Beide Schiffe stürzen jetzt in Richtung Erde, und ich weiß nicht mehr genau, wie sie jetzt ausgerechnet dahin kommen, wo sie doch erst Minuten zuvor noch in der Gegend von Chronos herumgehangen waren. Doch darüber kann ich nicht nachdenken, denn jetzt kommt es drauf an: Wer repariert seine Kiste schneller, Kirk oder Kahn. Kirk fällt ein, dass man den Warpantrieb auch per Hand (oder, wie sich später rausstellt, per Fußtritt) wieder in Ordnung bringen kann. Dazu muss man aber in eine Kammer mit harter Strahlung und damit darin niemand Unfug anrichtet, hat man dort sicherheitshalber nirgendwo Strahlenschutzanzüge bereitgelegt weshalb Kirk ungeschützt in den Röstraum muss.
Nach der Fußtritt-Reparatur des Warpantriebes ist Kirk so schwer verstrahlt, dass er stirbt, was, wie der geübte Star Trek-Kenner längst weiß, nichts weiter zu bedeuten hat, als dass er fünf Minuten später wieder bumsfidel sein wird. In der Zwischenzeit stürzt die Enterprise fast ab und Khans Kahn ganz. Super Animationen an dieser Stelle, übrigens. Der Absturz zerdengelt zwar Khans Schiff, aber der Khan selbst ist ja dank der bösen Genmanipulation unzerstörbar und flüchtet zu Fuß weiter. Spock verfolgt ihn. Kampfgetümmel. Showdown. Khan muss noch schnell zur Blutspende um Kirk zu retten und wird wieder in seinen Photonenbombenkapsel eingefroren, damit er für die nächsten Folgen von Star Trek in gutem Zustand bleibt. Film aus. Abspann.
Ich wanke geschafft aus dem Saal und zur Kasse, um meinen Verstand wieder abzuholen. Obwohl ich mich ja jeder Nörgelei enthalten wollte sind mir dank des wiedererlangten Denkvermögens auf dem Weg durch die verregnete Mainacht zum Auto doch noch ein paar Punkte sauer aufgestoßen. Vielleicht lag es auch an der Currywurst. Aber jetzt versteh ich Susanne „Uhuras“ Beobachtungen erst so richtig.
Denn wie kann es sein, dass ein völlig grüner, komplett hormongesteuerter Bengel wie Kirk Junior gleich ein Schiff kommandieren darf, dessen Bau einen beträchtlichen Prozentsatz des jährlichen Staatshaushalt des vierten galaktischen Spiralarms verschlungen haben dürfte und dessen Unterhalt selbst die Volkswirtschaft einer Großmacht in den Ruin treiben würde?
Wie kann es sein, dass Kirkieboy das Kommando über das Schiff bekommt und mit geschätzt 22 Jahren unter Auslassung aller drunter liegenden Dienstgrade gleich zum Captain befördert wird, während sein ehemaliger Ausbilder „Commander“ bleibt und der Rest der Enterprise-Truppe, die ja mit ihm am selben Arbeitstag ihren Job bei der Raumflotte angetreten haben, allesamt nur „Lieutenant“ sind und auf seine unausgegorenen Befehle hören müssen?
Der „running gag“ wird es jetzt wohl, dass Spock in jedem Film zu seinem zukünftigen Ich Kontakt aufnimmt, um schon etwa bei der Halbzeit nachzufragen, wie die Show denn enden wird.
Und dann (Susanne, Du hast so recht): Wo bitte sind die tragenden Rollen von Frauen? Hey, wir sind hier im 23. Jahrhundert und nicht im Jahre 1923. Und selbst da war es wohl schon mal besser um die Mädels gestellt. Ich meine hier die wirklich starken Frauen. Es gibt ein paar Szenen am Anfang des Films, wo die Starfleet-Cracks beieinander sitzen und die supertopwichtigen Entscheidungen treffen und was sehen wir da? Ausschließlich weiße, männliche Nordamerikaner. Natürlich sind eine paar vereinzelte Frauen in den Film hineingewürzt, wahrscheinlich von „Vanity Fair“ gecastet. Man hat sie aber allesamt in untergeordneten Hierarchieelementen verortet und keine ist über 30. Es hätte mich kein bisschen gewundert, wenn die Molly, Pussy oder Tussy geheißen hätten.
Als einzige weibliche Darstellerin hatte Uhura eine einzelne halbwegs anspruchsvolle Szene. In den anderen durfte sie wieder Weibchen spielen, dem einzigen Zweck geschuldet, Spock menschlich zu machen. Die andere, diese Carol, hätte genauso gut aus einem James Bond Film der frühen sechziger Jahre entsprungen sein oder einem James Cagney-Schinken aus den Vierzigern. Sie besetzte die klassische Männerfilm-Frauenrolle. Eine Mischung aus Opfer und Prinzessin, die gerettet werden muss und ausreichend sexy ist, damit sie auch vom oberkanteunterlippen-testosterongeladenen Kirk in ihrer Existenz wahrgenommen wird. Netter Haarschnitt, nette Titten, netter Hintern. Die Revolution, dass mal so eine Rolle mit einer, sagen wir mal, übergewichtigen, durchschnittlich aussehenden, schlechtgebauten Fünfzigjährigen besetzt wird werde ich nicht mehr erleben.
Auf den Postern, auf denen ich nach dem Film vorbeigehe, sind fast nur Männer. Weiße Neuenglandstaaten-Amerikaner. Lauter Anfangsdreißiger in Körpern wie aus Marmor gemeisselt. Abenteurer mit Testosteron statt Blut in den Adern die sich ständig selbst in grandiosen Abenteuern beweisen, ihrer Männlichkeit zur Schau stellen und ihre putzig gekleideten, anfangszwanziger-Tussie-Freundinnen retten und beschützen müssen. Wär wirklich mal Zeit für ein neues Klischee, das die Mainstream-Medien bedienen könnten.
Aber lassen wir das. Fazit wie schon beim letzten Star Trek-Movie: Verstand an der Kasse abgeben, reingehen, Spaß haben. Kritisch hinterfragen könnt ihr ja wieder ein anderes Mal.
Powered Flight
Powered Flight! Diesen Film hier muss man gesehen haben. Am 29. April hat SpaceShipTwo (SS2) den wahrscheinlich wichtigsten Einzel-Testpunkt in seiner Flugerprobung erfolgreich absolviert. Erstmals haben alle Komponenten des Systems zusammen gewirkt. Das Trägerflugzeug WhiteKnightTwo (WK2) und das Raketenflugzeug mit seinem Antrieb. Das bedeutet den Start in die entscheidende Phase des Testprogramms dieses weltweit ersten kommerziellen suborbitalen Raumfahrzeugs. In wenigen Monaten soll – nach weiteren Testflügen mit stetig zunehmender Brenndauer des Raketenmotors - die von der „Fédération Aéronautique Internationale (FAI)“ als „Grenze“ zum Weltraum festgelegte 100-Kilometer Höhenmarke, auch als „Karman-Linie“ bezeichnet, überschritten werden.
SpaceShipTwo - sieht nicht nur "spacig" aus, ist es auch. Credit: Virgin Galactic
Noch gibt es keine offiziellen Resultate von Virgin Galactic und Scaled Composites über den Verlauf des Testfluges heute früh über Mojave. Aber von unten sah alles prima aus, Geldgeber Richard Branson war jedenfalls begeistert.
Die bisher bekannten Fakten sind folgende: Der Raketenmotor von SS2 war nach dem Absetzen vom Trägerflugzeug WhiteKnightTwo (WK2) für etwa 15 Sekunden in Betrieb. In dieser kurzen Zeit beschleunigte das Vehikel von etwa Mach 0,45 - der Geschwindigkeit der Kombination aus WK2 und SS2 im Moment des Abwurfs - auf Mach 1,2 und stieg dabei in flachem Steigflug von der Absetzhöhe in 14.500 Metern auf eine Höhe von etwa 17.000 Metern. Insgesamt war es der 115. Flug von WK2 und der 26. von SS2. Alle vorherigen Flüge von SS2 waren Gleitflüge gewesen. Die beiden Piloten an Bord von SS2 waren Mark Stucky und Mike Alsbury.
Dieses Bild stammt von einer Kamera im linken Seitenleitwerk Credit: Virgin Galactic
Die Spannung hatte sich bereits seit einer Weile aufgebaut. Obwohl es keine offiziellen Verlautbarungen gab, begannen sich in den letzten beiden Wochen die inoffiziellen Hinweise zu verdichten. Insbesondere die Tweets der Anwohner von Mojave - „Plane Crazy“ allesamt - die zum großen Teil bei den am Flughafen ansässigen Unternehmen wie Scaled Composites, Virgin Galactic, XCOR oder Stratolaunch arbeiten, meldeten zunehmenden Aktivitäten vor Ort. Spekulationen über das Missionsprofil und die Zusammenstellung der Besatzungen von Trägerflugzeug und SS2 machten in den Fachforen die Runde.
Lang hat es gedauert. Im April 2010, anlässlich des ersten „mated“-Fluges, also dem ersten Flug, bei dem WK2 und SS2 gemeinsam starteten, berichtete ich an dieser Stelle über das Vorhaben. Zu diesem Zeitpunkt war der Erstflug des WK2-Trägerflugzeugs schon 15 Monate lang Geschichte, denn der hatte bereits am 21. Dezember 2008 stattgefunden. Den ersten Solo-Gleitflug von SS2 gab es am 10. Oktober 2010. Das Ziel der Durchführung raketenbetriebener Flüge musste aber aufgrund technischer Probleme immer weiter hinausgeschoben werden.
Immerhin wurden auch in der Zeit der Gleitflugversuche weitere wichtige Testpunkte abgearbeitet. Am 4. Mai 2011 wurde erstmals der patentierte Mechanismus erprobt, mit dem während des Fluges die Außenflügel nach oben geklappt werden können, wodurch man den Schwerpunkt des Vehikels nach unten verlagern und einen stabilen (aber dennoch ziemlich schaukeligen) Eintritt in die dichteren Luftschichten durchführen kann, ohne dass man Raketentriebwerke für die Lageregelung braucht.
Mit hochgeklappten Flügeln tritt SpaceShipTwo wieder in die Atmosphäre ein Credit: Virgin Galactic
Vor wenigen Wochen kündigte sich schließlich an, dass die raketenbetriebenen Flüge unmittelbar bevorstehen. An diesem Tag wurde ein Cold-Flow Test während des Fluges durchgeführt. Das sah bereits recht spektakulär aus, wenngleich bei diesem Vorgang praktisch kein Schub erzeugt wird. Dabei wurde das Ventil- und Leitungssystem mit „richtigem“ Oxidator erprobt. Im Falle von SS2 ist das Distickstoffmonoxid, besser bekannt als Lachgas. Die Sache ist durchaus kitzlig, wenn man sich vor Augen hält, dass es bei einem ähnlichen Versuch - am Boden – am 26. Juli 2007 der bislang schwerste Unfall in der Geschichte der privaten Raumfahrt ereignete. Dabei kam es zu einer Explosion, bei der drei Techniker von Scaled Composites getötet und drei weitere schwer verletzt wurden.
In den kommenden Monaten steht jetzt die Erweiterung des „Fligh Envelope“ an, was relativ schnell gehen könnte, verglichen mit den Zeiträumen, die bisher verstrichen sind. Auch sollte diese Phase nur vergleichsweise wenige Flüge umfassen, vielleicht acht bis zehn. Dann dürfte SS2 in seiner „Zielhöhe“ von etwa 120 Kilometern erreicht haben. Um sich an diese Höhe heranzutasten wird die Brenndauer des Raketenmotors von Flug zu Flug in Inkrementen von etwa 5 – 10 Sekunden verlängert.
Rückkehr nach dem Flug Credit: Virgin Galactic
Wesentlich mehr Flüge werden danach notwendig sein, um die Zertifizierung für den Personentransport zu erreichen. Für dieses Programm darf man wohl etwa 30-40 weitere Flüge ansetzen. Die daran anschließenden ersten Passagierflüge stellen zunächst noch eine Erweiterung der Testphase dar, eine Art Vor-Indienststellungsphase. Alle Flugteilnehmer müssen übrigens einen Liability Cross-Waiver von Virgin Galactic unterzeichnen: Einen gegenseitigen Verzicht auf Schadenersatz für den Fall, dass irgendetwas passiert.
Richard Branson hat schon anklingen lassen, dass er beim ersten dieser Flüge, und das könnte in etwa 15 Monaten soweit sein, persönlich mit dabei sein will. Die ersten Einsätze sind die Flüge mit den so genannten „Foundern“. Das sind die Passagiere, die von Anfang an das Konzept geglaubt und sich schon früh zu diesem Abenteuer entschlossen haben. Und, das sollte man auch nicht übersehen, die auch bereit sind, das bei diesen ersten Einsätzen mit den „Spaceflight Participants“ erhöhte Risiko zu tragen.
Bei einer dieser allerersten Flüge wird auch Sonja Rohde sein (im vorletzten Bild dieses Beitrags) und damit zur ersten deutschen Frau im Weltraum werden.
Von links: Cheryl Stucky, die Frau des Testpiloten Mark Stucky (zweiter von links), Richard Branson und Virgin Galactic Präsident George Whitesides Credit: Mark Greenberg
Kosmos der Frauen in Wien
Der Bericht über die außerordentlich erfolgreiche „Yuri‘s Night“ des Vorjahres im Naturhistorischen Museum der Stadt Wien endete seinerzeit mit den Worten: „Wir freuen uns auf eine rauschende Yuri's Night am Freitag, dem12. April 2013 im Wiener Planetarium“. Genau diese „rauschende Yuris Night“ wurde es dann auch tatsächlich an diesem 12. April 2013. Die inzwischen fünfte Yuri‘s Night in Wien war eine Veranstaltung der Superlative. 
Mazlan Othman von der UNOOSA hielt die Keynote-Rede. Bild: Jürgen Wrba
Hatte „Der Orion“ als Organisator bei den beiden ersten Veranstaltungen noch das Problem, günstige und akzeptable Räumlichkeit aufzutreiben, gehört diese Sorge inzwischen der Vergangenheit an. Angebote für kostenlose und schöne Veranstaltungsräume kommen inzwischen ungefragt, denn die Yuri‘s Night in Wien erwies sich erneut als Besuchermagnet. der jeder Institution, die sie beherbergt, Reputation bringt.
Bereits vor Beginn der Einlasszeit hatte sich eine erhebliche Menschenmenge versammelt. Zehn Minuten vor Veranstaltungsbeginn waren alle 120 Stühle bis auf den letzten Platz belegt. Minuten Gleich darauf waren auch keine Stehplätze mehr zu bekommen. Zu diesem Zeitpunkt waren die insgesamt 180 Platzkarten allesamt vergeben. Nachdem aber immer noch Menschen hereinströmten legten die Techniker des Planetariums kurzerhand eine Tonleitung in die Eingangshalle damit die später gekommen Besucher zumindest akustisch an der Veranstaltung teilnehmen konnten.
Begonnen hatte die Yuris Night Wien 2013 eigentlich schon am Vorabend in einem Wiener Programmkino mit einem Dokumentarfilm der ungarischen Regisseurin Marian Kiss über die Kosmonauten des Interkosmos-Programms. Dieses sowjetische Raumfahrtprogramm lief zwischen März 1978 und August 1988. Dabei unternahm je ein „Fluggast“ eines der sowjetischen „Bruderländer“ zusammen mit einem russischen Kommandanten einen jeweils einwöchigen Flug zu den Raumstationen Salut 6, Salut 7 und Mir.
Das Freitagsprogramm begann um 18:00 Uhr mit einer launigen Einführung durch den Planetariums-Direktor Werner Gruber. In Österreich und im süddeutschen Raum ist Gruber weniger durch seinen „Brotberuf“ bekannt, denn vielmehr als Mitglied des Wissenschafts-Kabaretts „Science Busters“.
Die Moderation der Veranstaltung führte professionell, spritzig und charmant Monika Fischer von „Der Orion“ durch. Sie war, zusammen mit Maria Pflug Hofmayr, auch für die Organisation des Events zuständig und fungierte zum zweiten Mal als die „Anchor-Woman“ der Veranstaltung.
Offiziell eröffnete nach Werner Grubers Einführung die Direktorin des UN-Büros für „Outer Space Affairs“ (UNOOSA), Mazlan Othman, die Veranstaltung mit ihrem Keynote-Vortrag zum Thema „Die UNO und der Weltraum“. Dabei referierte sie über das Komitee zur friedlichen Nutzung des Weltraums (COPUOS) und die Aufgaben des Weltraumbüros der UN (UNOOSA).
Lisa Kaltenegger (links) und Moderatorin Monika Fischer (rechts). Bild: Jürgen Wrba
Danach war die Reihe an der renommierten Astrophysikerin Lisa Kaltenegger, die über „Die faszinierende Suche nach einer zweiten Erde“ sprach. Mindestens ebenso so faszinierend wie das Thema war die Referentin selbst, die mit entwaffnender Freundlichkeit (Begrüßung am Mittag bei der Probe: „Hallo, ich bin die Lisa“) und erfrischender Wesensart die Zuhörer für sich gewann. Ihre Persönlichkeit, ihre klare und strukturierte Darstellung und ihre metaphernreiche Sprache in Verbindung mit einer ungemein professionellen Präsentationstechnik erinnert stark an den verstorbenen Carl Sagan.
Claudia-Elisabeth Wulz - als Physikerin im CERN für die Vorauswertung der Versuchsergebnisse des größten und leistungsfähigsten Teilchenbeschleunigers der Welt, des „Large Hadron Collider“ zuständig - berichtete im Anschluss über „Das Higgs-Teilchen, Baumeister des Universums“. Sie führte die Zuhörer dabei in die Geheimnisse der Dunklen Materie,,der dunkle Energie und der Stringtheorie ein. Keine leichte Aufgabe, die trotz der bildhaften Präsentation einiges an Aufmerksamkeit von den Zuhörern forderte.
Podiumsdiskussion. Von links Gerda Horneck, Veronika Haberle, Gesprächsleiterin Maria Pflug-Hofmayr, Claudia-Elisabeth Wulz und Lisa Kaltenegger. Bild: Jürgen Wrba
Unter dem Titel „Forschung im Weltraum“ leitete danach Maria Pflug-Hofmayr von „Der Orion“ ein Podiumsgespräch. Hier ging es im ersten Teil um die Arbeit der Astrobiologin Gerda Horneck. Sie entwickelte Experimente, die an Bord von Spacelab und der ISS durchgeführt wurden. Anschließend ging es in größerer Runde um „frauenspezifische Aspekte“ in den Naturwissenschaften. Teilnehmerinnen waren aus der etablierten Wissenschaftsgemeinde Gerda Horneck vom DLR, Claudia-Elisabeth Wulz und Lisa Kaltenegger. Mit auf der Bühne war auch die Studentin Veronika Haberle, die an der TU-Wien derzeit im fünften Semester technische Mathematik studiert. Mini-Fazit der Runde: Die Männer sind gar nicht so schlecht wie ihr Ruf, Frauen sollten nicht auf die Realisierung ihrer Rechte warten, sondern müssen sie einfordern, sie sollten nach einem Misserfolg nicht gleich das Handtuch werfen, sondern – wie ihre männlichen Kollegen auch – es erneut versuchen und natürlich, das ist die alten Krux, vor allem in größerer Zahl naturwissenschaftliche Studiengänge belegen.
Gerda Horneck, heute 73 und nach wie vor in der Forschung tätig, bietet hier ein Rollenmodell: Sie erzählte, dass auch sie beruflich eine Weile kürzer treten musste als ihre beiden Söhne aufwuchsen und erst mit 50 Jahren wieder so richtig durchstarten konnte. Ihr wichtigster Rat an junge Wissenschaftlerinnen: Auch in einer Babypause niemals den Anschluss an das Arbeitsgebiet verlieren, denn wer den Anschluss verliert, hat schon verloren. Neuen Medien erlauben eine Teilnahmen am Wissenschaftsbetrieb, und sei es nur für wenige Stunden am Tag selbst von zu Hause aus.
Im Anschluss an die Diskussion veranstaltete das Planetarium eine kommentierte Sonder-Vorführung in der Planetariumskuppel. In 25 Minuten wurden die Zuschauer auf eine Reise in den Weltraum mitgenommen, die bei unserem Erdmond begann, den Andromedanebel erreichte und auf der Erde endete. Titel: „Juwelen des Kosmos“.
Eugen Reichl im Gespräch mit Sonja Rohde. Bild: Jürgen Wrba
Nach der Show führte Eugen Reichl von „Der Orion“ ein Podiumsgespräch mit Sonja Rohde. Sollten die Testflüge des „SpaceShipTwo“ nach Plan verlaufen, wird sie in gut einem Jahr als erste deutsche Frau einen kurzen Trip in den Weltraum unternehmen. Sonja Rohde ist in der Virgin Galactic Terminologie ein so genannter „Founder“ und gehört damit zu den allerersten privaten Raumflug-Teilnehmern mit diesem Fluggerät.
Ihren Flug bezahlt sie dabei selbst und muss dabei etwa 140.000 Euro investieren. Bei ihrem Einsatz handelt es sich nicht um einen Orbitalflug. Davon gibt es gegenwärtig für „Privatpersonen“ nur alle paar Jahre einen einzelnen Platz und der kostet 50 Millionen Dollar. Vielmehr wird sie einen suborbitalen Raumflug unternehmen. Dabei wird das Raketenflugzeug „SpaceShipTwo“ zunächst von einem Trägerflugzeug auf eine Starthöhe von 15.000 Metern getragen. Dann wird es ausgeklinkt und zündet seinen Raketenmotor. In senkrechtem Steigflug erreicht es dann eine Geschwindigkeit von etwa 4.200 Kilometer pro Stunde und eine Höhe von 120 Kilometern. So ein Unternehmen dauert insgesamt nur etwa zwei Stunden. Der eigentliche „Raumflug“ sogar nur etwa 25 Minuten. Das reicht aber aus, um die Krümmung der Erdkugel zu erkennen, fünf Minuten in der Schwerelosigkeit zu verbringen, und mit dem Raketenantrieb in der Beschleunigungsphase und dem hohem Andruck bei der Landung wesentliche Aspekte eines richtigen Raumflugs realistisch zu erleben. Zu Bedenken ist auch: Genau wie bei einem orbitalen Flug ist die Sache nicht ungefährlich.
In Vorbereitung auf ihren Flug musste Sonja Rohde ein umfangreiches Trainingsprogramm absolvieren, das Parabelflüge in Flugzeugen und Start- und Landesimulationen in der Zentrifuge beinhaltet.
Fragen aus dem Publikum. Bild: Jürgen Wrba
Eine Erkenntnis des Gesprächs wurde vom Publikum mit ziemlicher Erheiterung aufgenommen: Wenn man als Privatperson einen Raumflug unternehmen will, kann man seine Lebensversicherung getrost vergessen. Sonja Rohde berichtete nämlich, dass sie zwei Tage, nachdem sie in der Öffentlichkeit von ihrer Absicht berichtet hatte, einen Brief von ihrer Lebensversicherung mit der Kündigung ihrer Police bekam.
Nach Sonja Rohdes Bericht verlieh – wie immer gegen Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung – das Österreichische Weltraum Forum den „Polarsternpreis“. Der ging in diesem Jahr erstmals an eine ausländische Honoratorin, nämlich an Mazlan Othman. In ihrer Dankesrede verkündete sie, dass sie ihr Preisgeld der Institution CliniClowns spenden werde.
Im Anschluss begann der „Party-Teil“ der Veranstaltung. Mit Drinks, Snacks und vielen Gesprächen zwischen den Besuchern und den Wissenschaftlerinnen. Die letzen Gäste verließen – nach einer rundum gelungenen Veranstaltung - gegen 0:30 Uhr das Planetarium am Prater in Wien.
Yuris Night in Wien & Zwei neue Bücher
Eine ganze Weile waren jetzt keine Blog-Beiträge mehr von mir zu lesen. Das wird sich aber in Kürze wieder ändern. In den letzten sechs Monaten war ich damit beschäftigt, insgesamt vier neue Bücher auf den Weg zu bringen. Das hat meine freie Zeit so ziemlich komplett gebunden. Über die ersten beiden Bücher hab ich noch im November berichtet. Die beiden Neuerscheinungen werde ich weiter unten kurz beschreiben. Zuvor aber noch ein Hinweis auf einen Raumfahrtevent, der bereits in wenigen Tagen stattfinden wird, und zwar am 12. April 2013: Yuris Night.
Plakat der Yuris Night in Wien
Yuris Night, der Gedenktag (besser: Der „Gedenkabend“) des ersten bemannten Raumfluges wird inzwischen in fast jeder größeren Stadt auf diesem Planeten begangen. Durch meine Bindung an „Der Orion“ (http://www.der-orion.com/) liegt mir die Veranstaltung in Wien dabei besonders am Herzen. Leider habe zu dieser Veranstaltung nur einen sehr kleinen Beitrag leisten können. Den weitaus größten Teil haben meine beiden Orion-Partnerinnen Maria Pflug-Hofmayr ((@Der Orion und @meta_physik) und Monika Fischer ((@lamonikaluna) organisiert. Und die beiden haben ein Programm zusammengestellt, das sich sehen lassen kann. Generalthema anlässlich Valentina Tereschkowas 50. Jahrestag des ersten Raumflugs einer Frau: Frauen im Weltraum.
Auszug aus dem Veranstaltungsflyer
Außerdem hat mich das Yuris-Night Team in Bremen (Hallo Victoria!) gebeten, ebenfalls einen Hinweis an dieser Stelle zu platzieren: http://www.yurisnight-bremen.de/ Yuris Night dort ist ein ganz anderer, aber sicher nicht weniger unterhaltsamer Event. Viel Spaß den "Fischköppen".
Und nun zu meinen beiden neuen Büchern. Das eine erschien vor wenigen Tagen beim Motorbuch-Verlag in Stuttgart und trägt den Titel "Projekt Mercury". Es ist der erste Band einer neuen Reihe in der legendäre Weltraumprojekte der Vergangenheit vorgestellt werden. Die Serie beginnt mit dem ersten bemannten Raumfahrtprogramm der USA, eben dem Projekt Mercury. Unter Aufbietung hoher personeller, finanzieller und materieller Ressourcen entwickelte die NASA zwischen 1959 und 1961 ein bemanntes System mit zwei verschiedenen Trägerraketen und der Raumkapsel Mercury. Damit gelang es der US-Raumfahrtbehörde im Mai 1961 Alan Shepard auf eine suborbitale Bahn in den Weltraum zu bringen. Neun Monate später folgte die erste Orbitalmission mit John Glenn an Bord. Nach Ende des Programms, im Jahre 1963, hatte sich der Vorsprung der Sowjets im Weltraumrennen zwar verkürzt, ganz aufgeholt hatten die USA aber noch nicht. Das gelang erst mit dem „Projekt Gemini“ (an dem Buch arbeite ich grade).
Der andere Titel, „Private Raumfahrtprojekte“ ist derzeit in Druck und wird in wenigen Tagen auf den Markt kommen. Er beschäftigt sich mit der aufstrebenden Privaten Raumfahrt. Die ist gegenwärtig in einem geradezu fieberhaften Wachstum begriffen. Jede Woche entstehen neue Unternehmen,und so ist es an derZeit, einmal über die Aktivitäten der »Privaten« zuinformieren.
Der große Schwerpunkt des Buches liegt in den Vorhaben der Gegenwart. Es werden aber auch die wichtigsten Firmen der vergangenen Jahrzehnte vorgestellt, wie zum Beispiel OTRAG, Beal Aerospace oder Rotary Roton. Ihre Projekte sind seinerzeit durchweg gescheitert. Sie hatten sich entweder technisch oder politisch übernommenoder einfach nur das Pech, zu früh gestartet zu sein. So manches Ding braucht seinen richtigenZeitpunkt und das »goldene Zeitalter« der privatenRaumfahrt beginnt eben erst jetzt.
Alles in allem beschreibt das kleine Buch 20 Firmen und 36 Projekte. Es wird ebenfalls im Motorbuchverlag Stuttgart erscheinen und kostet nur 9,95 €
Zukunftsprojekte der Raumfahrt & Space 2013
Heute will ich ein wenig Werbung in eigener Sache betreiben, denn in dieser Woche wurden gleich zwei Bücher von mir veröffentlicht. Das eine trägt den Titel „Zukunftsprojekte der Raumfahrt“ und ist in der Serie der „Typenkompasse“ des Stuttgarter Motorbuch-Verlages erschienen, das andere ist das Raumfahrtjahrbuch „SPACE“ das seit wenigen Tagen in seiner zehnten Inkarnation als „SPACE 2013“ auf dem Markt ist.
„Zukunftsprojekte der Raumfahrt“ ist der nun schon der achte „Typenkompass“, den ich veröffentliche. Diese Buchreihe sich vor allem durch ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis aus. Die Bändchen bieten Informationen mit hoher Dichte auf 128 – 144 Seiten und sie kosten nur – wie der neue „Tyko“ auch - 9.95 €.
In der aktuellen Ausgabe werfe ich einen Blick in die Zukunft der Raumfahrt und versuche dabei an einigen älteren und neuen Ideen deren Realisierungswahrscheinlichkeiten für die nächsten 100 Jahre auszuloten. Das Buch ist in zwei Hauptsegmente aufgeteilt. Teil eins beschäftigt es sich mit Antrieben. Hier beschreibe ich zehn Verfahren mit Zukunftspotential. Im zweiten Teil werden 10 ausgewählte Projekte im Detail beschrieben. Der Untertitel „seit 1957“ weist darauf hin, dass manche dieser Ideen und Projekt schon seit langem diskutiert und immer wieder dem neuesten Stand der Technik angepasst werden.
Das Buch wendet sich hauptsächlich an den interessierten Laien, ist aber sicher auch für den „Profi“ nicht uninteressant, denn ich denke, so genau wissen auch von denen die meisten nicht über das „SABRE-Triebwerk“, den „Buzzard-Ramjet“ oder den „Elektromagnetischen Katapultantrieb“ Bescheid, oder haben sich bisher eher nur marginal über Projekte wie „Skylon“, „Nautilus X“ oder den „StarTram“ informiert.
Das kleine Werk ist überall im Buchhandel erhältlich oder kann auch bei allen großen Internetanbietern wie Amazon oder Libri bezogen werden. Oder aber direkt bei mir und dann mit einer Widmung, allerdings auch einer Versandkostenpauschale von einem Euro.
Seit einigen Tagen ist auch SPACE 2013 erhältlich, die inzwischen 10. Ausgabe dieses Jahrbuchs, das es seit 2004 gibt. Auch SPACE bietet mit einem Preis von 16,90 € ein exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis. Auf über 300 Seiten ist es ein buntes Raumfahrt-Potpourri mit Berichten, Analysen, Meinungen, Statistiken und etwa 200 Bildern. Das Werk ist inzwischen ein Klassiker und ich rate dazu, bald zuzugreifen wenn Interesse besteht, denn es gibt stets nur genau die eine Auflage.
So ist beispielsweise die Ausgabe 2008 leider vollständig vergriffen und auch bei anderen früheren Ausgaben neigen sich die geringen Restbestände dem Ende zu.
Die Inhalte von SPACE 2013 beschäftigen sich unter anderem mit der großen, international beachteten Mars-Simulation des Österreichischen Welraumforums unter dem Titel: „Von der Riesen-Eishöhle zu den Sieben Schwestern“, mit der Landung von Curiosity auf dem Mars, die in zwei Artikeln detailliert beschrieben wird, mit der steil aufsteigenden (immer schön bildhalft bleiben) chinesischen Raumfahrt unter dem Titel „Shenzhou 9: Höhenflug mit dem himmlischen Schiff“, mit der Privaten Raumfahrt und hier vor allem mit den bemerkenswerten Ergebnissen von SpaceX und dem Erstflug der Vega zu Beginn dieses Jahres.
Es gibt Essays zum Thema „Welchen Wert hat das Leben eines Astronauten?“ oder zur Situation der Raumfahrt in Russland (Titel: „Mastbruch: Russland scheitert erneut am Mars“) und es gibt einen Gastbeitrag aus der Schweiz über die Firma Contraves, welche die Nutzlastverkleidungen für die Ariane und die Atlas 5 herstellt (Titel: „Schweiz schützt Satelliten“).
Wie jedes Jahr bietet das Buch auch in dieser Ausgabe Berichte zur Geschichte der Raumfahrt (Titel:„Pilot & Caleb: Amerikas unbekannter Weg in den Orbit“) wie zu seiner Zukunft (Titel: „Newcomer in der privaten Raumfahrt: Unternehmen Stratolaunch“).
Und dann finden sich darin wie jedes Jahr die drei Siegertitel des Science-Fiction Kurzgeschichten-Wettbewerbs des Vereins zur Förderung der Raumfahrt (VFR), eine sehr detaillierte Jahreschronik die jeden einzelnen Weltraumstart des Berichtszeitraums im Detail beschreibt, eine ausführliche Statistik, Bilder des Jahres und noch vieles mehr, unter anderem ein großer Bildteil.
Auch dieses Buch kann auf Wunsch direkt bei mir erworben werden. Ich versehe es dann mit einer Widmung, muss dann allerdings auch eine Versandkosten-Pauschale von zwei Euro berechnen, denn der Band wiegt fast ein Kilo.
Allgemeines Live-Blog ab dem 18. Juni 2013
18. Juni
“Winkt dem Saturn” am 19. Juli zwischen 23:27 und 23:42 MESZ, wenn Cassini eine weitere Gegenlicht-Aufnahme Saturns mit der Erde im Bild machen wird, fordert eine PR-Kampagne der NASA, für die jetzt allerorten geworben wird. In dem ‘kritischen’ Zeitraum steht der Saturn noch ein Dutzend Grad hoch am dunklen Abendhimmel: Das könnte man doch an Anlass für öffentliche Beobachtungen nehmen?! [22:05 MESZ. NACHTRAG: zum Timing bei 80 min Licht-Laufzeit] Die Idee nochmal ausführlicher. Z.Z. steht übrigens der Mond bei Spica & Saturn. [23:25 MESZ] Voila – samt Goldenem Henkel der Mond und Saturn vor wenigen Minuten. [23:55 MESZ. NACHTRAG: noch mehr Bilder, mit technischen Daten]
Die NASA informiert über ihre “Asteroid Initiative”
Das ungeliebte neue Ziel für künftige NASA-Astronauten wird jetzt zwei Stunden lang vorgestellt. [15:30 MESZ] Der Webcast läuft – und hier steht, was wohl gleich kommen wird. [15:40 MESZ. NACHTRAG: die komplette Aufzeichung des Events]
NASA-Vize Lori Garver berichtet über – ausschließliche – Begeisterung allerorten über die Asteroiden-Pläne in Politik, Presse, Public. Dieser Blogger hat es (leider!) ganz anders empfunden … [15:45 MESZ. NACHTRAG: alle Folien ihrer Präsentation]
NASA-Wissenschafts-Chef John Grunsfeld freut sich über einen Pallasiten – aber konkret geworden ist die Veranstaltung bislang noch nicht … [16:10 MESZ] Das ganze Bild – und die erste Neuigkeit: Der Satellit WISE soll wieder eingeschaltet werden, um die NEOWISE-Asteroiden-Jagd wieder aufzunehmen! [16:15 MESZ. NACHTRAG: alle Folien der Präsentation - WISE kommt auf Seite 7] Für den Asteroiden 2009 BD wurde schon mal eine Referenzmission durchgerechnet. Derlei Objekte könne man auf einem fernen Mondorbit (“deep retrograde orbit”, DRO) deponieren, der ein Jahrhundert stabil sei. Alternative Idee: einen Felsen von einem großen NEA abholen und in den DGO schaffen. [16:25 MESZ. NACHTRAG: alle Folien dieser Präsentation] Diese Grafik fasst zusammen, warum sich die NASA für die ‘Asteroid Initiative’ als nächsten Schritt für die bemannte Raumfahrt entschieden hat: Die Reisezeit zum Ziel ist entscheidend. [16:35 MESZ]
Na sowas, die erste Frage bei Q&A darf Chris Lewicki von Planetary Resources stellen. Der wissen will, auf welchen Typ Asteroid es die NASA abgesehen hat, was aber noch keiner recht zu wissen scheint. [16:40 MESZ, NACHTRAG: Kein wirklich guter Kandidat scheint z.Z. bekannt zu sein] Die Vorstellungen, wie “die Massen” bei der ganzen Sache mitmachen sollen, scheinen ziemlich unausgegoren zu sein: irgendwas mit crowd-sourcing die Datenflut von den NEO-Surveys, mit Lichtkurven-Analyse und so. Ansonsten sollen Industrie wie Öffentlichkeit schlaue Ideen äußern … [17:10 MESZ. NACHTRAG: alle Folien der Präsentation - die Lichtkurven gibt's auf Seite 7] … und zwar über einen Request for Information, der bis zum 18. Juli beantwortet werden soll. [17:35 MESZ] Heute wurde auch in Wien vor der UNO für die Asteroid Initiative geworben: Hier gibt’s einen Audio-Mitschnitt der Bolden-PK. [18:10 MESZ. NACHTRAG: noch ein UN Release dazu] Ein NASA Release zur “Asteroid Grand Challenge”, genau so detailarm wie die Veranstaltung. [18:55 MESZ] Artikel zur “Grand Challenge” ohne weitere Einsichten hier und hier. [21:30 MESZ] Die Talking Heads bei dem Event. [22:00 MESZ. NACHTRÄGE: jubilante Reaktionen hier und hier und Artikel hier, hier, hier und hier]
Die Entladung des ATV-4 wird vorbereitet: Nach – weiterhin nicht näher erläuterten – Verzögerungen ist heute die Luke geöffnet worden, und nach Tests der Luftqualität kann mit dem “Betreten” begonnen werden. Oben ein weiteres Bild von der Ankunft vor 3 Tagen. [15:25 MESZ. NACHTRÄGE: erste Video-Aufnahmen aus dem Inneren - und die vermutliche Ursache der Verzögerungen]
Hier rotiert der Asteroid 1998 QE2 für’s Arecibo-Teleskop
Während ihn gleichzeitig sein Mond umkreist: ein Pseudo-Film aus Radar-Echos der 300-m-Schüssel auf Puerto Rico (mehr und mehr), die auch auf eine möglicherweise neue Asteroidenklasse schließen lassen. Auch ein Spektrum von 2012 DA14, eine neue NEO-Webseite der ESA, Komet 29P/Schwassmann-Wachmann im Ausbruch (mehr Bilder), PANSTARRS am 17. Juni, 14. Juni (mehr) und 13. Juni sowie ein guter und ein schlechter Artikel über ISON. [1:55 MESZ]
Eine Supernova 13. Größe in NGC 4414 war die SN 2013 df, die schon wieder viel schwächer ist: ein Artikel, Bilder hier, hier und hier – und drei mögliche Vorgänger. Auch Venus & Merkur am 16. Juni und 15. Juni, NLC am Morgen des 17. Juni – und das betrübliche Schicksal des Planetariums in Halle nach der Flut. [1:50 MESZ]
Nachrichten aus der Raumfahrt kompakt
Die letzten Hilferufe des ESA-Satelliten Herschel, als heute sein Bordcomputer herunter gefahren wurde, nachdem alle Experimente mit dem kühlungslosen Satelliten (“Helium alle: Herschels Missions heute schlagartig vorbei”) abgeschlossen und der Tank mit einem Burn to Completion entleert worden war: auch ein Video-Clip und Artikel hier, hier und hier. [NACHTRÄGE: die letzte Telemetrie, dann Schweigen ... und Nachrufe hier und hier]
Planeten-µ-Lensing in 3D: was Kepler noch können würde
In einem detaillierten Paper haben zwei Astronomen eine mögliche Weiternutzung des Satelliten Kepler vorgeschlagen, wenn sich seine präzise Lageregelung nicht wieder herstellen lassen sollte: Das Großfeld-Teleskop könnte sich auch weniger stabil nützlich machen, indem es – zusammen mit Teleskopen auf der Erde – statt Richtung Schwan zum Zentrum der Milchstraße starren und Microlensing durch Sterne und ggf. deren Planeten beobachten würde. Dazu wäre der Satellit allein auch nicht besser in der Lage als speziell dafür ausgelegte Teleskope auf der Erde – aber der Abstand Keplers von der Erde von 1/2 au ließe sich verwenden, um gemeinsam die Mikrolinsen-Parallaxe zu messen und wesentlich mehr über die linsenden Planeten heraus zu finden als die einfache Beobachtung der Lichtverstärkung erlaubt, wenn er in die Sichtlinie zu einem ferneren Stern tritt. Die Planeten, die auf diese Weise beobachtet würden, sind viel kühler als Keplers Funde mit der Transittechnik, weil sie sich meist in viel größerem Sternabstand – jenseits der Schneelinie – befinden. [NACHTRAG: Hat's noch wer mitbekommen.]
Starke Argumente für einen WFIRST-Satelliten mit 2.4 Metern Hauptspiegel an Stelle der ursprünglich für das Infrarot-Weitwinkel-Teleskop vorgesehenen von 1.1 bis 1.3 m liefert diese Studie, die sich für die Verwendung einer der überraschend geschenkten Optiken für das nächste große US-Weltraumteleskop nach dem JWST stark macht. Die größere Lichtmenge und Bildschärfe käme den – v.a. kosmologischen – Hauptaufgaben von WFIRST sehr zu Gute, und es würden sich auch noch weitere Anwendungen ergeben.
Die ULIRG IRAS 22491-1808 auf einer Hubble-Aufnahme: Eine Galaxien-Kollision hat hier nicht nur zu der verwegenen Gestalt sondern auch starker Sternbildung geführt, die wiederum Ultra-Leuchtkräftige Infra-Rot-Strahlung liefert. Und was dem Röntgensatelliten NuSTAR letztens so alles vor’s Teleskop kam.
Vertrag unterschrieben: ExoMars 2016 kommt wirklich
Der Vertrag zwischen der ESA und Thales Alenia Space über den Bau des 2016-er Mars-Orbiters im Rahmen des ExoMars-Programms mit Russland ist heute unterzeichnet worden: Dieser Trace Gas Orbiter (TGO) wird vom Entry, Descent and Landing Demonstrator Module (EDM) begleitet. Nachdem ExoMars mehrmals beinahe eingestellt worden wäre, geht es nun tatsächlich los: Für den 2018-er Lander fehlen zwar noch 150 Mio. Euro, aber die werden schon noch gefunden werden. [NACHTRAG: noch mehr Finanz-Zahlen] Auch eine DLR-PM zu einem deutschen Beitrag für Japans Hayabusa 2, den hüpfenden Lander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout).
Es bleibt bei der schon immer geplanten Vorbeiflugdistanz am Pluto für die NASA-Sonde New Horizons, ist nun beschlossen worden, trotz der Entdeckung mehrerer kleiner Monde, die auf unerwartet viel Staub in der Nähe des Zwergplaneten hinweisen dürften – aber nach 18 Monate langen Beratungen glaubt man nun, das Risiko sei erträglich: Unter 0.3% soll die Wahrscheinlichkeit für einen fatalen Treffer liegen.
Die Ankunft des ATV-4 an der ISS vorgestern (ein Video, ein Artikel von Bord, ein ESA Release und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier) – aber aufgrund eines nicht näher ausgeführten Konflikts zwischen den ISS-Partnern verzögert sich das Öffnen der Tür um mehrere Tage. Auch hoch auflösende Amateur-Aufnahmen der ISS – und eine Erklärung für das Falcon-9-Triebwerks-Versagen letzten Oktober.
Deutsche Mittel freigegeben: Nachfolger für GRACE kommt
Das 2002 gestartete Satelliten-Duo GRACE wird voraussichtlich 2017 einen Nachfolger bekommen: Die deutsche Seite des mit den USA durchgeführten Langzeitprogramms zur Vermessung des Erdschwerefelds und seiner Veränderungen u.a. aufgrund von Klimaeffekten hat 49.2 Mio. Euro frei gegeben, um GRACE Follow-on den Weg zu ebnen. Mit ursprünglich für das Gravitationswellen-Instrument LISA entwickelten Laser-Interferometern soll die Distanz zwischen den beiden hintereinander her fliegenden Satelliten noch 50-mal genauer als via Radio gemessen werden. Das Interesse an noch besseren Daten ist hoch.
Amateurastronomen zur Mithilfe bei der Mission LADEE eingeladen: Wenn der NASA-Mond-Orbiter (“LADEE hat die Mission Critical Design Review passiert”) nach einem Start im September diesen Winter im Tiefflug die Exosphäre des Erdtrabanen erkundet, will man wissen, wann und wie oft es dort gerade Impakte gibt. Deswegen jetzt der Aufruf an alle Beobachter, entweder mit Videokameras die dunkle Mondseite auf Impaktblitze zu überwachen – oder Meteore in der Erdatmosphäre zu zählen, woraus sich auch der Fluss auf den Mond ergibt.
Weitere größere Artikel
Es war heute vor 30 Jahren … die erste totale SoFi dieses Bloggers (oben von Peter Oden noch weiter bearbeitete Version des Fischer/Druckmüller-Komposits).
Der kleinste direkt abgebildete Exoplanet mit 4 bis 5 Jupitermassen.
Ein Achtzöller als Massen-Weltraumteleskop soll Arkyd werden.
Kleinere Artikel
Viele Leuchtende Nachtwolken in den letzten Nächten.
Und weil’s so schön war, gleich nochmal … nämlich ATV-4 und ISS am Himmel.
Zwergnova SS Cygni doch näher? Radio-VLBI sagt es so (weitere Artikel hier, hier und hier).
3216 Planetenkandidaten vom Kepler-Satelliten inzwischen im Kasten.
Europas Astronomie aus der Bronzezeit vernetzt sich als “Empire of the Sun”.
Zitate dieses Bloggers
ATV “Albert Einstein” nur 3 ½ Stunden nach dem Start (mit Fotos aus einem geschlossenen Astro-Forum).
Komet Ison: Anfang November schon mit dem Feldstecher zu sehen (nimmt Bezug auf und verlinkt zu diesem Artikel “von Bonner Experten” aus diesem Blog).
Nachrichten aus der Raumfahrt kompakt
Ist hier ein Planet 80 au neben seinem Stern entstanden? Diese Lücke in der Scheibe um TW Hydrae auf (übrigens 8 Jahre alten) NICMOS-IR-Aufnahmen Hubbles interpretieren die Beobachter zusammen mit STIS-Spektren als von einem Planeten teilweise frei gefegt – wie einer (mit geschätzten 6 bis 28 Erdmassen) allerdings in so großem Sternabstand kondensieren konnte, wissen sie nicht wirklich, zumal TW Hya nur 8 Mio. Jahre alt ist und nur 55% der Sonnenmasse hat. Auch eine andere Untersuchung über den noch akkretierenden Jungstern selbst und ein Paper über die TW-Hya-Assoziation.
26 neue (stellare) Schwarz-Loch-Kandidaten in Messier 31 sind von Chandra entdeckt worden, wo vorher erst 9 dieser mutmaßlichen 5 bis 10 Sonnenmassen schweren kleinen Schwarzen Löcher – Überbleibseln explodierter massereicher Sterne – bekannt waren. Die meisten der nunmehr 35 Kandidaten (dass es wirklich Schwarze Löcher und nicht z.B. Neutronensterne mit schweren Scheiben sind, ist schwer zu beweisen) liegen in der Nähe des Zentrums der Andromeda-Galaxie. Auch die NuSTAR-Beobachtung eines “ausgegangenen” zentralen Schwarzen Lochs und Herschel-Messungen von mehr molekularem Gas als erwartet in der Milchstraße.
Shenzhou 10 hat Tiangong 1 erreicht, ein Manöver, von dem es kaum reale Videos (es wurde auch nicht live übertragen) aber dafür umso mehr Trick-Sequenzen zu geben scheint – und reichlich Artikel, etwa hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier (und wie das chinesische Wort für Astronaut ausgesprochen wird). NACHTRÄGE: mehr Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie ein Audio-Feature.
Proba V verfolgt Flugzeuge – als erster Satellit
Als erster Satellit überhaupt empfängt Proba V Funksignale von Flugzeugen, obwohl letztere nicht speziell dafür eingerichtet sind: Dies – hier ist es nur ein Zusatzexperiment auf dem Vegetations-Beobachter – später einmal operationell eingesetzt werden.
Das Einsammeln der ausgedienten Satelliten wird an einer Uni in München zumindest theoretisch erforscht: Für ein sogenanntes Referenzszenario wird die Säuberung eines besonders betroffenen Orbits durchgespielt.
LROs CRaTER: Plastik hilft gegen kosmische Strahlung
Messungen mit dem Experiment CRaTER auf dem Lunar Reconnaissance Orbiter haben gezeigt, dass nicht nur Aluminium sondern auch bestimmte Kunststoffe Astronauten schützen könnten.
Wie der große Sonnensegler “Sunjammer” funktionieren soll, dessen Start 2014 geplant ist: Das Experiment startet huckepack auf dem Umweltsatelliten DSCOVR auf einer Falcon 9; entfaltet soll es eine Kantenlänge von 38 m haben.
Zwei Temperaturmaxima & -minina pro Tag auf dem Mars
hat der Mars Climate Sounder auf dem Mars Reconnaissance Orbiter festgestellt: Atmosphärische Gezeiten und hohe Wassereis-Wolken sind offenbar der Mechanismus dahinter, der auch in einer Atmosphäre ohne Staub darin (der solch einen semi-diurnalen Effekt verursachen kann) funktioniert.
Rutscht gefrorenes CO2 Mars-Dünen hinunter? Dieses kuriose Szenario könnte bestimmte Streifenmuster auf HiRISE-Aufnahmen des MRO erklären, eine bestimmte Art von Gullies.
Sonnenforschungs-Ballon Sunrise wieder unterwegs
Das Das ballongetragene Sonnenobservatorium Sunrise ist gestern erfolgreich von der Weltraumbasis Esrange in Nordschweden zu seinem zweiten Flug abgehoben, an Bord das größte Sonnenteleskop an Bord, das jemals den Erdboden verlassen hat. Bereits in wenigen Tagen könnte das Observatorium den Norden Kanadas erreichen, wo es von einem Fallschirm getragen landen soll.
Wie es sich anfühlt, als Astronom mit SOFIA zu fliegen, der amerikanisch-deutschen Flugzeug-Sternwarte, beschreibt ein bloggender Astronom in allen Einzelheiten: Postings eins, zwei, drei, vier und fünf. NACHTRAG: noch ein Posting (diesmal war’s aber nur ein ‘return to base’) – und noch mehr Passagiere stehen in der Schlange … NACHTRAG 2: … von denen allerdings einer nicht weit kam, wg. des o.g. Flugabbruchs am 13. Juni. NACHTRAG 3: Und der nächste Versuch.
Allgemeines Live-Blog vom 8. bis 12. Juni 2013
12. Juni
Die Galaxien in der “Nachbarschaft”: in 3D und animiert
Wo sie sich wirklich im dreidimensionalen Raum befinden, ist in einer aufwändigen Prozedur aus den Rotverschiebungen und Pekuliar-Geschwindigkeiten zahlreicher Galaxien relativ zur kosmischen Expansion rekonstruiert worden, und das obige 17-Minuten-Video – mit englischem Kommentar in französischem Akzent – gibt die Quintessenz dieser “Kosmografie” des lokalen Universums in ihrer erstaunlichen Komplexität wieder. [22:25 MESZ - Ende. NACHTRÄGE: weitere Artikel hier, hier und hier]
Der Technical Design Report für den International Linear Collider wird heute übergeben, in drei aufeinander folgenden Festakten in Asien, Europa und den USA: aus dem gerade laufenden mittleren Ereignis beim CERN dieser Screenshot mit dem Stand der Physik im Jahr 2025 [NACHTRAG: aus diesem Vortrag]. Die Technologie für den LHC-Nachfolger stände zur Verfügung, steht in dem dicken Report, und der science case sei durch die bisherigen Erkenntnisse aus dem LHC größer denn je. Jetzt muss das Millarden-Projekt bloss noch bezahlt und gebaut werden, wobei Japan eine treibende Kraft ist. [17:35 MESZ] Der Referent Sven Heinemeyer verspricht, dass der ILC auch das Rätsel der Dunklen Materie lösen werde. [17:40 MESZ] Das Design sei schon so weit entwickelt, dass die Kosten-Schätzung (ganz unten, in ILCUs …) “pretty robust” sei, sagt Nicholas Walker. [18:15 MESZ. NACHTRÄGE: vom folgenden Event am Fermilab noch mehr große Erwartungen an den ILC, WW mit Dunkler Materie inklusive - alle 16 Folien von Joe Lykken. Und ILC-Artikel hier, hier und hier]
Das vielleicht beste Zeitraffer-Video von Leuchtenden Nachtwolken der laufenden Saison entstand am 10. Juni im englischen Wiltshire. Und wie jemand am 31. Mai gleichzeitig eine Aurora und einen Red Sprite in den USA ablichtete. [1:35 MESZ. NACHTRAG: NLCs der letzten Nacht aus den USA] Ein PANSTARRS von heute und in den letzten Wochen, wie drei NASA-Observatorien Lovejoy gucken wollten, aber der Kern war schon weg, und ein weiterer Nachruf auf die Nicht-Meteore gestern (obwohl weitere Kandidaten auftauchen), mit Hoffnung auf was 2014. [17:25 MESZ]
Weiß denn niemand in der ESA-Pressestelle, was “Ultraviolett” bedeutet …? Für diese Darstellung der Galaxie M 101 wurden Aufnahmen des Optical Monitors auf XMM-Newton in drei nahen UV-Bändern zwischen 400 und 175 nm die Farben R, G und B zugeordnet – aber im Artikel dazu heißt es schon seit vorgestern: “This view of M101 is composed of images taken by XMM-Newton’s Optical Monitor telescope using different filters: red, green and blue.” Und trotz eines Hinweises – mit Nennung sogar des missratenen Paragraphen! – hat die ESA den Klops bisher nicht gefunden … [1:30 MESZ. NACHTRAG: Da musste die NASA wohl nachziehen - und nannte in der ersten BU dieser wunderlichen Montage die Sonnenfinsternis eine Mondfinsternis ... NACHTRAG 2: Im Gegensatz zur ESA wurde das immerhin bald korrigiert - jetzt steht da "lunar transit". Aber es ist immer noch fälschlich der "lunar shadow" vor der Sonne ...]
Was ein öffentliches Weltraumteleskop für die MINT-Bildung bringt: halb Talkshow, halbe Werbung für das Crowdfunding-Projekt (mehr), das bisher 860’000$ eingetrieben hat (der Anstieg hat sich inzwischen stark verlangsamt), aber schon von 2 Mio.$ träumt – und dann mit besserer Lageregelung ein bisschen Kepler 2 spielen könnte. Auch eine Erwähnung des Atsa-Projekts (“Astronomische Teleskope für ein Suborbital-Raumschiff”) und Fortschritte bei Euclid, Start 2020. [1:10 MESZ. NACHTRÄGE: mehr zu Euclids Status und ein Interview zu Arkyd]
11. Juni
Es war heute vor 30 Jahren … als dieser Blogger seiner ersten totalen SoFi ansichtig wurde: hinter dem – von M. Druckmüller verarbeiteten – Bild eine Menge Erinnerungen. Die gibt’s auch zum Start von Spirit vor 10 Jahren. Ferner PANSTARRS heute hier und hier, neue Überlegungen zum Schicksal des ISON-Kerns im Perihel, ein NLC-Video, NLCs über Hannover und Holland heute Morgen und Erwartungen an die kommende Nacht, über die hier diskutiert wird. [23:55 MESZ]
Kein Gamma-Delphiniden-Ausbruch – aber Einzelmeteore?
Sicher ist bisher nur, dass es heute keinen visuell eindeutig erkennenbaren Meteorschauer gegeben hat (dito): Die meisten sahen (dito) oder registrierten überhaupt nichts, aber es gibt doch vereinzelte Meteore, die passen könnten, etwa hier, hier, hier, hier oder hier. Ein Meteor-Theoretiker ist sich jedenfalls noch nicht im Klaren, was da (nicht) passiert ist … [23:50 MESZ]
Die ersten zehn Minuten des Fluges von Shenzhou 10, der heute pünktlich begonnen hat, mit – dank sehr klarer Sicht sowie Kameras an Bord – vielen Startphasen klar zu sehen: Artikel z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie viele Bilder. An Tiangong-1 angedockt werden soll zweimal, zuerst in zwei Tagen. [16:20 MESZ] Mehr Xinhua-Stories hier, hier, hier, hier und hier. [19:45 MESZ]
Kommen heute Vormittag (leider) die Gamma-Delphiniden?
Laut einem zehn Jahre alten Paper könnte es heute gegen 10:30 MESZ zu einem Ausbruch der Gamma-Delphiniden kommen, das erste Mal seit 1930, als er das erste und einzige Mal beobachtet wurde: von der Uhrzeit her leider nur in den Amerikas zu sehen, wenn überhaupt. Das hier soll ein früher Gamma-Delphinid sein. Auch ein mutmaßlicher Mikrometeoriten-Treffer auf GOES-13 als Grund der temporären Störung des Wetter-Satelliten [NACHTRAG: weil ihnen nichts anderes einfiel], eine weitere Analyse des Chelyabinsk-Airbursts (mit bekanntem Ergebnis) [NACHTRAG: plus Untersuchung der Meteoriten], ein neuer [NACHTRAG: mittelmäßig überzeugender] Kandidat für Tunguska-Impaktor-Material, neue Radar-Bilder von 1998 QE2 aus Arecibo, Komet Lemmon heute (nochmal) und australische Ansichten des gestrigen Dreiecks Mond / Venus / Merkur. Oh, und die Leuchtenden Nachtwolken sind schon wieder über Deutschland zugange, auch weiter südlich diesmal. [0:05 MESZ] Photometrie von 1998 QE2 mit einer Periode von 5.4 Stunden. [0:35 MESZ] Ein norddeutsches NLC-Foto von letzter Nacht. [0:45 MESZ. NACHTRAG: und in Kanada heute NLC + Aurora in einem Bild] Das abendliche Dreieck aus Gran Canaria. [1:00 MESZ] Nochmal größer sowie über Alexandria. [1:50 MESZ. NACHTRAG: und Südafrika und den USA]
10. Juni
Morgen um 11:38 MESZ beginnt der nächste chinesische Raumflug, alles ist vorbereitet: Hier stellen sich die drei Passagiere von Shenzhou 10 der Presse vor (mit englischer Simultan-Übersetzung). Und im Iran gibt’s jetzt auch ein Weltraum-Zentrum, während in den USA die RS-25-Triebwerke einen 2. Frühling mit dem SLS erleben. [18:20 MESZ] Detaillierte Vorschau des Shenzhou-Flugs. [23:15 MESZ. NACHTRÄGE: noch eine - und was danach kommen soll]
Stuttgarter “Sternenbrunnen” wieder wie neu: Mit einem Festakt ist am 8. Juni der restaurierte Brunnen vor der Sternwarte in Stuttgart-Ost wieder in Betrieb genommen worden. Der 1920 entstandene Brunnentrog aus Naturstein mit Zusatzelementen – ein sitzendes Mädchen mit einem Stern in der Hand und “ein den Himmel beobachtender Hund” – war durch die Witterungseinflüsse der vergangenen Jahrzehnte stark beschädigt worden. [17:30 MESZ]
NLCs der letzten beiden Nächte im Landkreis Diepholz in Niedersachsen zeitgerafft. Auch ein Bild aus Wales, ein allgemeiner Artikel, Merkur Venus und der Mond gestern in Kolumbien und Merkur in größter Elongation, PANSTARRS heute, gestern und vorgestern (mehr und Mai/Juni im Vergleich), der neue Komet C/2013 L2 (Catalina), eine 140 Stunden belichtete Amateuraufnahme von Cen A – und Finanzprobleme auf dem Calar Alto. [12:10 MESZ] Von gestern noch hübsche NLCs aus Nordirland. [16:45 MESZ. NACHTRÄGE: noch ein NLC-Zeitraffer und ein irisches Bild von heute sowie von vorgestern dies, dies und dies]
9. Juni
Sehr schönes NLC-Video aus Kiel von der vergangenen Nacht. Und noch ein allgemeiner Artikel. [21:55 MESZ] Sowie noch ein schottisches Bild. [23:10 MESZ. NACHTRAG: und eins von der Isle of Man] Und es geht wieder los, wie auch zu erwarten war – Berichte beginnen hier einzulaufen. [23:30 MESZ. NACHTRAG: auch in England waren die NLCs schön]
8. Juni
NLCs letzte Nacht in England – auch in Irland beobachtet. Und es gibt Anzeichen, dass es auch die kommende Nacht etwas geben könnte – Sichtungen dieses Jahr gibt’s ja schon jetzt reichlich. [23:35 MESZ. NACHTRAG: ah, geht schon los, sozusagen auf Ansage - und im UK besonders hell. NACHTRAG 2: ein fettes Bild von dort - und ein Zeitraffer-Film von der Ostsee. NACHTRAG 3: ein Bericht, mehr Bilder hier, hier und hier und ein Video aus dem UK. Plus mehr norddeutsche sowie schwedische Bilder. Und ein Gedicht ...]
“Empire of the Sun”: Bronzezeit-Astronomie vernetzt sich
Mehrere bronzezeitliche Fundorte mit archäoastronomischer Bedeutung in Europa haben heute eine gemeinsame Web-Plattform gestartet, um gegenseitige Werbung zu machen, darunter auch die “Arche Nebra” in der Nähe des Fundorts der Himmelsscheibe. Die anderen Stätten sind derzeit Tanum (Schweden) und Odsherred (Dänemark), aber vielleicht kann z.B. auch Stonehenge mit ins Boot geholt werden, dessen verbindendes Element ein Bezug zur Sonne ist – was bei Stonehenge kein Problem sein dürfte. [20:05 MESZ]
“God is not a Good Theory” – ein kurzweiliger Vortrag von Sean Carroll aus der Sicht moderner Physik und Kosmologie ist jetzt online: Die ‘Gott-Theorie’ erweist sich als “a logical possibility, but not a worthy competitor to simple naturalism.” Dazu auch ein Podcast und viele weitere Videos von der Tagung “Is ‘God’ Explanatory?” des Oxford/Cambridge-Projekts “Establishing the Philosophy of Cosmology” diesen Januar. [19:45 MESZ]
“International Year of Light” 2015 macht Fortschritte
Nachdem sich die UNESCO bereits letztes Jahr hinter ein International Year of Light für das Jahr 2015 gestellt hatte, wurde man nun auch bei den Vereinten Nationen selbst vorstellig: Auf diese offizielle Liste – die einem “Weltjahr des …” erst die nötige Bedeutung verleiht – könnte auch ein IY(O)L nur mit dem Segen der Vollversammlung gelangen. Ein solches “Licht-Jahr” hätte sicher eine bedeutende astronomische Komponente, im Gegensatz zum International Year of Astronomy aber auch eine gewichtige wirtschaftliche, was u.U. beim Sponsoring von Outreach-Events zum IYL helfen könnte. 2015 jährt sich übrigens die Präsentation der Allgemeinen Relativitätstheorie zum 100. Mal, was in Kosmologen-Kreisen bereits zu dem Wunsch geführt nach, zehn Jahre nach dem International Year of Physics 2005 (100 Jahre Spezielle Theorie und Co.) erneut ein “Einstein-Jahr” auszurufen. Da seit der ART Lichtstrahlen krumm sind, würde das schon irgendwie zu einem “Jahr des Lichts” passen. [18:20 MESZ]
Die bisherige Fotometrie von Komet ISON und ein Modell der weiteren Entwicklung der Comet ISON Observing Campaign (CIOC) der NASA, Stand vorgestern: Eine Spitzenhelligkeit – direkt neben der Sonne! – von -3 bis -5 mag. ist der “current educated guess“, alles zwischen +5 und -7 mag. scheint möglich. Bei Elongationen < 45° (graue Bereiche) ist kaum mit neuer zuverlässiger Fotometrie zu rechnen: Die Frage ist also, mit welcher Helligkeit der Komet im Oktober aufwarten kann … Auch PANSTARRS vorgestern (mehr, mehr und mehr, plus ein Vergleich 6./4. Juni), ein Auftritt von David Levy [NACHTRAG: noch ein Artikel], Pre-Discovery-Beobachtungen der neuen Nova Sco und das blaue Ding in Aquila. [17:50 MESZ]
Der letzte Ariane-5-Start aus ungewohnten Perspektiven – inklusive der Dashboard-Cam eines fahrenden Autos. Auch der Verlust von MKA-PN1/Zond-PP, eines gerade einmal 10 Monate alten russischen Erdbeobachhtungs-Satelliten, und der Start des zweiten “Persona”, eines russischen Aufklärungssatelliten. [17:35 MESZ. NACHTRÄGE: doch noch Hoffnung für MKA-PN1 und schon Beobachtungen von Persona und Oberstufe]
Ein Curiosity Update mit Aktivitäten der letzten Wochen (“Zwei Stunden Mars live …” ab 20:40 MESZ). Und ein Artikel über schottische Beiträge zum LISA Pathfinder in Gestalt eines speziellen Klebstoffs für die optische Bank. [17:25 MESZ]
Ein neues Radar-Video des Asteroiden 1998 QE2 und seines Mondes ist vorgelegt worden, zeigt aber immer noch nicht wirklich viel. Heute Nacht kommt übrigens ein 10-Meter-Asteroid näher als der Mond vorbei. Auch die “unsichtbaren” Arietiden, die jetzt ihr Maximum erreichen, ein möglicher Ausbruch der raren Gamma Delphiniden am 11. Juni – und der Staubeintrag durch die Draconiden bei ihrem Ausbruch 2011. [2:05 MESZ. NACHTRAG: noch ein Gamma-Del-Artikel]
Ein Sonnenflare der Stärke M5.9 vor einer Stunde hat sich um 0:49 MESZ genau am Sonnenrand ereignet [NACHTRAG: in Bewegung, plus eine NASA-Notiz], weshalb er folgenlos bleiben sollte. Auch die Ring-SoFi vom Mai in H-Alpha, überraschende Polarlichter in der Nacht 6./7. Juni in den USA, denen fotografische in Deutschland vorausgegangen waren – und Anmerkungen zum frühen Start der NLCs dieses Jahr. [1:55 MESZ]
Jetzt gibt’s schon 3216 Planeten-Kandidaten von Kepler
Auch wenn der Satellit selbst derzeit und vielleicht für immer lahmgelegt ist, geht die Auswertung seiner Fotometrie von vor dem Ausfall natürlich weiter – und nun sind 1924 weitere “Kepler Objects of Interest” (KOIs) ans Exoplaneten-Archiv der NASA geliefert worden, selektiert aus 18’406 “Threshold Crossing Events” in den Lichtkurven der 192’313 Sterne, die in mindestens einem der ersten 12 Vierteljahres-Intervalle der Mission beobachtet worden waren. [1:45 MESZ]



























































