ÖWF / Polares auf einen Blick

ESA Nachrichten

ESA Human Spaceflight

16.01.17:
11.01.17:
03.Feb 2014 | 13:56

Robotic Exploration:ExoMars orbiter core module completed

The ExoMars Trace Gas Orbiter module consisting of the spacecraft structure, thermal control and propulsion systems was handed over by OHB System to Thales Alenia Space France at a ceremony held in Bremen, Germany, today.
08.Nov 2013 | 12:30

Robotic Exploration:ExoMars lander module named Schiaparelli

The entry, descent and landing demonstrator module that will fly on the 2016 ExoMars mission has been named 'Schiaparelli' in honour of the Italian astronomer Giovanni Schiaparelli, who famously mapped the Red Planet's surface features in the 19th century.
20.Jan 2017 | 15:00

Week In Images


Our week through the lens:
16-20 January 2017
20.Jan 2017 | 14:00

Space Station Moon


International Space Station and Moon seen from Spain
18.Jan 2017 | 15:00

#Sentinel2Go launch


Be a part of Europe’s Earth observation revolution: apply to join top Earth experts at the Sentinel launch SocialSpace on 6–7 March in Darmstadt, Germany
18.Jan 2017 | 12:35

SmallGEO briefing replay


Replay of SmallGEO media briefing, 18 January at ESA HQ, with ESA DG, Director of Telecommunications Magali Vaissiere, and the SmallGEO first flight partners
18.Jan 2017 | 11:25

DG media briefing


Replay of ESA Director General Jan Woerner's media briefing at ESA Headquarters in Paris, 18 January
20.Jan 2017 | 14:00

Space Station Moon


International Space Station and Moon seen from Spain
19.Jan 2017 | 16:01

Online course on human spaceflight with ESA astronaut Christer Fuglesang


Christer Fuglesang, a veteran of five spacewalks and a professor of particle physics, will present a five-week online course on human spaceflight beginning on 23 January.

17.Jan 2017 | 15:40

Holding on


Human spaceflight and robotic exploration image of the week: Thomas Pesquet spacewalk
16.Jan 2017 | 14:24

Thomas Pesquet completes spacewalk


ESA astronaut Thomas Pesquet completed his first spacewalk last Friday together with NASA astronaut Shane Kimbrough. The duo spent five hours and 58 minutes outside the International Space Station to complete a battery upgrade to the outpost’s power system.

11.Jan 2017 | 10:41

Proxima spacewalk live


ESA astronaut Thomas Pesquet is set for his first spacewalk, on Friday 13 January. Together with NASA astronaut Shane Kimbrough, he will exit the International Space Station at 12:05 GMT (13:05 CET) to complete a battery upgrade to the outpost’s power system.

ESA Top Multimedia

Launching satellites from Space Station – step one

11.Jan 2017 | 10:41

Earth from Space: Big Island, Hawaii

11.Jan 2017 | 10:41

Big Island, Hawaii

11.Jan 2017 | 10:41

Space Station Moon

11.Jan 2017 | 10:41

Space Station Moon

11.Jan 2017 | 10:41

Replay of SmallGEO media briefing, 18 January at ESA HQ

11.Jan 2017 | 10:41

Weltraum Nachrichten von Online Zeitungen

19.Jan 2017 | 17:43

Raumfahrt: Deutschland bekommt einen neuen Astronauten

Der Saarländer Matthias Maurer soll neuer Astronaut der Raumfahrtagentur Esa werden. Wann Maurer ins All fliegt, steht aber noch nicht fest.
19.Jan 2017 | 11:29

Uhren defekt: Galileo tickt nicht richtig

Neue Hiobsbotschaft für das europäische Navigationssystem Galileo: An Bord mehrerer Satelliten sind zentrale Uhren ausgefallen. Der Grund für den Fehler ist unklar. Der pünktliche Ausbau des Systems steht auf der Kippe.
16.Jan 2017 | 22:02

Letzter Mann auf dem Mond: Astronaut Eugene Cernan ist tot

Eugene Cernan gilt als tragischer Held der Raumfahrtgeschichte. Nun ist der Nasa-Astronaut im Alter von 82 Jahren gestorben.
16.Jan 2017 | 19:17

Nachbarplanet: Mysteriöser Riesenbogen über Venus entdeckt

Er ist 10.000 Kilometer lang und in 65 Kilometer Höhe: Eine Sonde hat in der Atmosphäre des Planeten Venus einen mysteriösen Riesenbogen fotografiert. Nun rätseln Forscher über den Ursprung.
14.Jan 2017 | 22:03

Vier Monate nach Explosion: SpaceX schickt wieder Raketen ins All

Vor wenigen Monaten verunglückte eine Rakete der privaten Raumfahrtfirma SpaceX. Nun hat das Unternehmen seine Mission erneut aufgenommen und eine weitere Rakete auf den Weg geschickt.
18.Jan 2017 | 17:58

Neue Funde - Curiosity entdeckte Eisenmeteoriten und Schlammspuren am Mars

Aufnahmen des Marsrovers zeigen einen mutmaßlichen Eisen-Nickel-Klumpen und Trockenrisse, die vor drei Milliarden Jahren entstanden
18.Jan 2017 | 16:59

Exoplaneten - Grazer Forscher zweifeln an Angaben über Planeten der Neptun-Klasse

167 Exoplaneten unter die Lupe genommen und auf eine ganze Reihe von Widersprüchen gestoßen
18.Jan 2017 | 10:07

UPC - Mehrere Uhren in Galileo-Satelliten ausgefallen

Bisher zehn Chronometer betroffen – ESA-Chef: "Wir wissen nicht, ob wir sie wiederbeleben können"
17.Jan 2017 | 12:49

Frachtraumschiff - Chinas erster eigener Raumtransporter ist fertig

Tianzhou 1 kann bis zu sechs Tonnen Material ins All bringen – Erster Test für April geplant
16.Jan 2017 | 22:06

1934–2017 - "Letzter Mann auf dem Mond" Gene Cernan gestorben

Kommandant der Apollo-17-Mission wurde 82 Jahre alt
20.Jan 2017 | 10:28

Landung auf Saturnmond: Gibt es hier Leben? Nasa veröffentlicht atemberaubende Bilder

Blick in eine fremde Welt: Der Titan ist der erdähnlichste Himmelskörper im Sonnensystem. Spektakuläre Aufnahmen zeigen den Saturnmond und eine Landung, so weit entfernt wie nie zuvor.
16.Jan 2017 | 18:36

Planetenforschung: Stehende Riesenstruktur in Venus-Atmosphäre entdeckt

Über unseren Nachbarplaneten fegen extrem schnelle Winde. Trotzdem hat sich dort in den Wolken ein auffälliger Bogen ausgebildet, der über Tausende Kilometer reicht. Was hat es damit auf sich?
14.Jan 2017 | 09:16

3-D-Druck: Wie gedruckte Häuser das Bauen revolutionieren

In Dubai und China haben die Riesen-Drucker schon geliefert: Mit schnell trocknenden Baustoffen lassen sich ganze Gebäude aufbauen – irgendwann vielleicht auch auf dem Mond und fernen Planeten?
30.Dec 2016 | 12:37

Raketen: Auf dem Irrweg zum Mars

2024 soll das erste bemannte Raumschiff zum roten Planeten starten. Doch die Techniker plagen sich mit Pannen bei Raketenstarts herum. Platzt der Traum von Fernreisen durchs All?
15.Dec 2016 | 15:02

Außerirdische: "Erstkontakt zu Aliens könnte jederzeit erfolgen"

Wir sind nur ungenügend auf einen Besuch von Aliens vorbereitet, meint der Autor Daniel Gerritzen. Denn sollten sie kommen, wäre klar: Sie wären uns haushoch überlegen. Und wir locken sie auch noch an.

Weltraum Blogs

03.Sep 2012 | 16:49

ScienceBlogs.de bekommt eine neue Software und macht Pause

Es ist endlich soweit. ScienceBlogs.de wird auf eine neue Software (WordPress) umgestellt. Dann sollten die ganzen Macken und technische Probleme die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, endlich verschwinden. Die Umstellung erfolgt heute Nacht, um Mitternacht geht es los. ScienceBlogs wird dann eine ganze Weile nicht erreichbar sein. Im Laufe des Dienstag Nachmittag müsste dann alles wieder funktionieren. Hoffen zumindest alle... Vielleicht funktioniert auch nichts mehr und es dauert länger, bis alles wieder normal läuft. Wir werden sehen. Ich hab noch keine Ahnung, wie das neue ScienceBlogs aussehen wird. Ich wäre schon zufrieden damit, wenn alle meine Artikel und alle Kommentare dazu den Umzug heil überstehen... Also drückt die Daumen!


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03.Sep 2012 | 12:25

Barnards Stern hat keine Planeten

Barnards Stern hat keine Planeten. Warum sollte das interessant sein, wo doch sonst immer nur von Sternen berichtet wird, bei denen man Planeten entdeckt hat? Erstmal ist auch ein negatives Resultat ein Resultat. Es mag nicht so sexy sein, wie die Entdeckung eines neuen Planetensystems, aber wenn wir wissen, dass es irgendwo keine Planeten gibt, sagt uns das auch etwas. Und dann ist Barnards Stern ein Sonderfall. Denn hier gab es seit Jahrzehnten Diskussionen, oft sogar Streit, darüber, ob sich dort Planeten befinden oder nicht.

Barnards Stern ist nur 6 Lichtjahre entfernt und damit der viertnächste Nachbar der Sonne (oder der zweitnächste, wenn man die drei Sterne des Alpha-Centauri-Systems zu einem zusammenfasst). Er ist so nahe, dass man seine Eigenbewegung sehr gut sehen kann und weil er sich so schnell bewegt, wird er oft auch "Barnards Pfeilstern" genannt. Dieses Bild zeigt, wie er sich zwischen 2001 und 2010 über den Himmel bewegt hat:

Barnard_Star_2001-2010.gif

Bild: Alejandro Sanz Gómez, CC-BY-SA 2.5

So ein interessanter Stern wurde natürlich oft und ausgiebig beobachtet. Wegen seiner schnellen Bewegung hat man besonders viele und genaue Positionsmessungen angestellt. Und in den 1960er und 1970er Jahren kam der Astronom Peter van de Kamp zu dem Schluss, dass sich dort 2 Planeten befinden müssten. Denn der Stern zog nicht einfach in einer geraden Linie über den Himmel, sondern wackelte hin und her. Der Grund dafür sollte die gravitative Störung der Planeten sein, die den Stern ein bisschen wackeln ließen. Die Entdeckung extrasolarer Planeten in den 1970er Jahren wäre eine große Sensation gewesen. Aber die Kollegen waren nicht überzeugt. Andere Astronomen zeigten, dass vermutlich ein technischer Fehler am Teleskop für das Wackeln des Sterns verantwortlich war. Aber van de Kamp war weiter von der Existenz seiner Planeten überzeugt. Zwei Stück, ungefähr halb so groß wie Jupiter sollten Barnards Stern umkreisen.

Die Sache blieb zweifelhaft, die Beobachtungen konnten nie bestätigt werden und es dauerte bis 1995, bevor der erste wirklich zweifelsfrei bestätigte extrasolare Planet entdeckt wurde. Eine Gruppe amerikanischer Astronomen hat nun noch einmal genau nachgesehen und kommt zu dem Schluß: van de Kamps Planeten existieren nicht. Sie haben Beobachtungsdaten aus den letzten 25 Jahren kombiniert und neu ausgewertet. Im Gegensatz zu van de Kamp haben sie sich nicht auf die Positionsänderungen des Sterns verlassen, sondern seine Radialgeschwindigkeit beobachtet. Auch mit dieser Methode misst man das Wackeln des Sterns, allerdings auf andere Art und Weise. Die Ergebnisse sind ziemlich deutlich:

barnard.png

Bild: Choi et al. (2012)

Die grünen und gelben Punkte sind die Messungen. Wenn der Stern keine Planeten hat, dann sollten sie alle auf der Nulllinie in der Mitte des Diagramms liegen. Wenn van de Kamps Planeten existieren, dann sollten die Punkte dem Verlauf der blauen oder rote Linie folgen. Das tun sie aber nicht, sondern liegen tatsächlich - innerhalb der Fehlerbalken - auf der Nulllinie.

Komplett ausschließen können die Forscher die Existenz von Planeten natürlich noch nicht. Ganz kleine Planeten könnte es noch geben. Aber sicherlich nichts, was größer ist als ein paar Erdmassen. Und auf jeden Fall keine Planeten, wie sie van de Kamp gefunden zu haben glaubte.

Barnards Stern hat also keine Planeten. Aber er wird weiter ein interessantes Forschungsobjekt bleiben, auch weil er der Sonne immer näher kommt. In knapp 10000 Jahren wird er sich bis auf 3,8 Lichtjahre angenähert haben. Ich würde gerne wissen, was die Astronomen bis dahin so alles herausgefunden haben...


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03.Sep 2012 | 10:00

Die Landkarte der Physik

1939 hat Bernard H. Porter die optimale Fusion aus Geografie und Physik erschaffen:

"[A] map of physics, containing a brief historical outline of the subject as will be of interest to physicists, students, laymen at large; Also giving a description of the land of physics as seen by the daring sould who venture there; And more particularly the location of villages (named after pioneer physicists) as found by the many rivers; Also the date of founding of each village; As well as the date of its extinction; and finally a collection of various and sundry symbols frequently met with on the trip."

1939-map-of-physics-h2.jpg

Wirklich cool! Da würde ich gern mal Urlaub machen. Eine kleiner Wanderung von der Astronomie ganz im Westen bis hin zur Astrophysik im Osten und dann an Herschel, Newton und Ptolemäus an den Lichtstrand und ein wenig entspannen ;)

Eigentlich fehlen nur noch 2 Dinge: Eine hochauflösende Version dieser Karte, damit man sie als Poster für die Wand ausdrucken kann. Und eine aktualisierte Version, die die Entwicklung der Physik seit 1939 inkludiert. Seit damals haben die Wissenschaftler ja jede Menge Neuland entdeckt!

(via Strange Maps)

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02.Sep 2012 | 15:40

Terminkalender September

Da ich in den nächsten Monaten diverse Vorträge und Lesungen an diversen Orten halte, dachte ich, ich sag mal Bescheid, wo ich überall sein werde. Vielleicht sieht man sich ja irgendwo.

  • 12.September, Seeheim-Jugenheim: Am 12 und 13 September finden die Bergsträsser Weltraumtage statt. Veranstaltet von der Deutschen Gesellschaft für Schulastronomie gibt es dort jede Menge populärwissenschaftliche Vorträge über Astronomie - zum Beispiel über die Suche nach Außerirdischen, den Bau eines Weltraumfahrstuhls oder die Geschichte der Raumfahrt in Kinofilmen. Ich werde dort am 12. September um 20 Uhr einen Vortrag zum Thema "Krawumm - Wahre und falsche Weltuntergänge" halten und dabei auch aus meinen Büchern vorlesen.

  • 25. September, Solingen: Am 25. September um 19.30 werde ich in der Sternwarte Solingen einen Vortrag zum Thema "Weltuntergang 2012? Keine Panik!" halten.
  • 24-28 September, Hamburg: Von 24 bis 28. September findet in Hamburg die große Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft statt. Dort werde ich zwar keinen Vortrag halten, aber trotzdem anwesend sein (zumindest von 26. bis 28., vorher muss ich ja noch nach Solingen). Wird sicher interessant und vielleicht sieht man sich ja!



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02.Sep 2012 | 14:26

Ein Krawumm geht um die Welt (21): Москва́

Letztes Mal war das Krawumm auf seiner Reise durch die Welt bei der chinesischen Mauer angelangt. Und wenn wir schon mal bei den großen Sehenswürdigkeiten sind, dann passt auch dieses Foto von Leser Robert. Krawumm in Moskau!

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Was bisher geschah: Teil 1: Die staubige Fabrik, Teil 2: Rindviecher, Teil 3: Das Krawumm will hoch hinaus, Teil 4: Eishockey und Nobelpreis, Teil 5: Der Weltskeptikerkongress, Teil 6: James Randi!, Teil 7: Bulgarische Berge, Teil 8: Auf hoher See, Teil 9: Das Buch im Transit, Teil 10: Der Berliner Flughafen, Teil 11: Flauschige Eichhörnchen, Teil 12: Der Bund fürs Leben, Teil 13: Der weiße Gott, Teil 14: Besuch auf Tatooine, Teil 15: Bei den alten Römern, Teil 16: Gaudi in Barcelona, Teil 17: Geysire im Yellowstone-Park, Teil 18: Urlaubslektüre in Antalya, Teil 19: Das Unheil kommt von oben, Teil 20: Die chinesische Mauer
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21.Jan 2017 | 18:10

Atlas V Launches U.S. Air Force Satellite

ULA_logoCAPE CANAVERAL AIR FORCE STATION, Fla., Jan. 20, 2017 (ULA PR) – A United Launch Alliance (ULA) Atlas V rocket carrying the Space Based Infrared System (SBIRS) GEO Flight 3 satellite lifted off from Space Launch Complex-41 Jan. 20 at 7:42 p.m. ET. SBIRS GEO Flight 3 is considered one of the nation’s highest priority space programs.

“ULA is proud to deliver this critical satellite which will improve surveillance capabilities for our national decision makers,” said Laura Maginnis, ULA vice president of Government Satellite Launch. “I can’t think of a better way to kick off the new year.”

This mission was launched aboard an Atlas V Evolved Expendable Launch Vehicle (EELV) 401 configuration vehicle, which includes a 4-meter diameter large payload fairing (LPF). The Atlas V booster propulsion for this mission was powered by the RD AMROSS RD-180 engine, and the Centaur upper stage was powered by the Aerojet Rocketdyne RL10C engine.

“The Atlas V 401 configuration has become the workhorse of the Atlas V fleet, delivering half of all Atlas V missions to date” said Maginnis. “ULA understands that even with the most reliable launch vehicles, our sustained mission success is only made possible with seamless integration between our customer and our world class ULA team.”

The Space Based Infrared System is designed to provide global, persistent, infrared surveillance capabilities to meet 21st century demands in four national security mission areas: missile warning, missile defense, technical intelligence and battlespace awareness.

This is ULA’s first launch of 11 planned launches in 2017 and the 116th successful launch since the company was formed in December 2006.

ULA’s next East Coast launch is the Delta IV WGS-9 satellite for the U.S. Air Force. The launch is scheduled for March 8 from Space Launch Complex-37 at Cape Canaveral Air Force Station, Fla.

With more than a century of combined heritage, United Launch Alliance is the nation’s most experienced and reliable launch service provider. ULA has successfully delivered more than 115 satellites to orbit that aid meteorologists in tracking severe weather, unlock the mysteries of our solar system provide critical capabilities for troops in the field, and enable personal device-based GPS navigation and unlock the mysteries of our solar system.

21.Jan 2017 | 11:24

Commercial Crew’s Role in Path to Mars

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By Steven Siceloff,
NASA’s Kennedy Space Center, Florida

The spacecraft, rockets and associated systems in development for NASA’s Commercial Crew Program are critical links in the agency’s chain to send astronauts safely to and from the Red Planet in the future, even though the commercial vehicles won’t venture to Mars themselves. The key is reliable access to the International Space Station as a test bed.

Changes to the human body during long-duration spaceflight are significant challenges to solve ahead of a mission to Mars and back. The space station allows NASA to perform long duration missions without leaving Earth’s orbit.

Although they are orbiting Earth, space station astronauts spend months at a time in near-zero gravity, which allows scientists to study several physiological changes and test potential solutions. The more time they spend in space, the more helpful the station crew members can be to those on Earth assembling the plans to go to Mars.

This is where the Commercial Crew Program comes in. The two spacecraft and launch systems being built by Boeing and SpaceX will carry up to four astronauts to the station at a time for NASA missions. That is enough to add one more full-time resident to the station’s existing six-person crew. With seven people working on the station, the time available for research nearly doubles, meaning scientists researching aspects of Mars mission will have much greater opportunities to refine their experiments and define potential solutions.

“The teams are making tremendous progression in human exploration. The Commercial Crew Program and International Space Station are critical to our deep space exploration activity,” said William Gerstenmaier, associate administrator for the agency’s Human Exploration and Operations Mission Directorate. “The commercial crew spacecraft will enable more research aboard the nation’s orbiting laboratory, which can lead to breakthroughs that benefit everyone on Earth and help future astronauts on long distance missions. Simultaneously, teams across the country are designing, developing and proving real hardware for the Orion spacecraft and Space Launch System rocket for deep space exploration.”

How much muscle mass will crew members have when they step onto the Martian soil after a months-long trip in space? Are there some plants astronauts can grow in orbit that will help ensure proper nutrition on the way to Mars or on the surface?

“Research time on the station is invaluable for the scientific community,” said Gioia Massa, NASA payload scientist for the Veggie system, an experiment to grow plants aboard the station. “The International Space Station is the only place we have to answer questions about plant and ecosystem responses to microgravity, which are critical for future deep-space exploration missions with humans. We will never be able to survive off Earth for long durations without understanding the complicated impacts of gravity on living organisms, which include both us and our food.”

20.Jan 2017 | 19:19

The Year Ahead for Commercial Crew

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By Steven Siceloff,

NASA’s Kennedy Space Center, Florida

Throughout 2017, NASA and its commercial crew partners, Boeing and SpaceX, will make major steps touching every area of space system development and operations, from completing flight-worthy spacecraft and rockets to putting the finishing touches on launch pads to performing detailed countdown and flight rehearsals.

Here is a look at 17 things you should track for in 2017:

  1. Structural Test Article: Boeing begins 2017 with its CST-100 Starliner Structural Test Article at the company’s Huntington Beach, California, facility for testing that will push, pull and apply pressure to the spacecraft, qualifying that the design will be able to withstand the intense conditions encountered during spaceflights.
  2. Structural Qualification: SpaceX is on pace to complete structural qualification of the Crew Dragon capsule and trunk in early 2017. The company built the Crew Dragon Qualification Vehicle to prove its design will hold up to the rigors of spaceflight.
  3. Starliner Prototype: Boeing will wrap up assembly of its Starliner prototype, Spacecraft 1, which is slated to go through ground verification testing before flying in a pad abort test from White Sands, New Mexico. Production of two additional Starliners will ramp up in 2017 in preparation for two test flights – first without a crew to the International Space Station and then with one Boeing and one NASA astronaut on board. All three spacecraft are being manufactured in the Commercial Crew and Cargo Processing Facility at NASA’s Kennedy Space Center in Florida.
  4. Complete Manufacturing: SpaceX also will complete manufacturing of three Crew Dragons that are currently in early phases of assembly. These spacecraft will perform Demonstration Mission 1, flight test without crew, Demonstration Mission 2, flight test with a crew aboard, and the company’s first crew rotation mission.
  5. Software Systems: Both companies’ robust autonomous software systems will continue to be put to the test to ensure everything works exactly as planned throughout all phases of the mission.
  6. Starliner Thrusters: The Starliner thrusters – from small maneuvering jets to large engines that would fire in an emergency to push the spacecraft and astronauts out of danger – will be qualified and acceptance tested in the fall during the service module hot fire test.
  7. Draco and SuperDraco: The Draco and SuperDraco thrusters for SpaceX’s Crew Dragon are on pace to complete static-fire qualification testing in the first few months of 2017. SpaceX produces both thrusters in-house. The smaller Draco thrusters maneuver the spacecraft while it’s in orbit and provide small adjustments. The SuperDracos, which are 3D printed, are much larger and produce enough thrust to lift the Crew Dragon out of danger in case of an abort situation. The company expects to complete propulsion system validation testing by demonstrating capability in all phases of flight using a dedicated module by the second half of 2017.
  8. Parachute Tests: Boeing will start off 2017 with its parachute qualification test series in New Mexico and more advanced drop testing at NASA’s Langley Research Center in Virginia. Boeing plans to place an instrument-laden human-like test dummy inside its mockup for drop tests that will verify that the Starliner’s airbags will absorb enough of the force of landing to keep astronauts safe. The landing tests will be performed using a gantry that drops the mockup onto a dirt pad.
  9. Parachute Development: SpaceX plans to finish development testing of its Crew Dragon parachute systems in early 2017. The Crew Dragon will use a four-parachute configuration for landing in the water. The company plans to complete qualification testing of the parachutes after the summer.
  10. Spacesuits: Boeing and SpaceX each designed their own spacesuits for flight, based on the systems of their respective spacecraft and NASA’s stringent requirements. Throughout 2017, both companies will subject their suits to rigorous testing in multiple circumstances that might be encountered in space. SpaceX has completed spacesuit development testing and will build the training and flight suits for its crewed demonstration flight and first crew rotation mission after astronauts are assigned to missions. The spacesuits are not designed for spacewalking, but are meant to fill the role of the orange partial-pressure suits astronauts wore during space shuttle launches and returns. They are meant to keep air flowing to the astronaut in case of depressurization and meet a host of special capabilities.
  11. Starliner Factory: Boeing will add to its Starliner manufacturing complex at Kennedy early in 2017 when it opens a Hazardous Processing Facility that will allow for the safe fueling of Starliner spacecraft with maneuvering system propellants before the spacecraft is taken to the launch pad for liftoff.
  12. Crew Access Tower: Work is nearing completion on a new structure built specifically for the needs of astronauts climbing into Boeing’s Starliner as it stands atop a United Launch Alliance Atlas V rocket at Space Launch Complex 41 in Florida. In 2017, the 200-foot-tall Crew Access Tower and Crew Access Arm will see installation and testing of emergency escape systems. ULA’s complex is one of the most active on the Space Coast, and construction of the systems needed to support crew launches has taken place between launches.
  13. Launch Complex 39A: SpaceX has overhauled the historic Launch Pad 39A at Kennedy and built new support structures for the company’s line of Falcon rockets. The Crew Access Arm, currently under construction, will be connected in the spring to provide a bridge from the fixed service structure to the Crew Dragon spacecraft so astronauts can board before launch. The launch pad will be put to the test when SpaceX launches its Falcon 9 from the pad in early 2017. It will mark the first flight off of Pad 39A since the final space shuttle mission in 2011.
  14. Atlas V Production: United Launch Alliance will continue production of the two Atlas V rockets that will lift Starliners into orbit on flight tests with and without crews aboard. Building its rockets at a plant in Decatur, Alabama, the company will begin building the boosters for operational Starliner missions, as well.
  15. Falcon 9 Production: SpaceX will build up the Falcon 9 rockets that will launch Crew Dragons into orbit for the flight tests of its systems. SpaceX builds its rockets, Merlin engines and Crew Dragon spacecraft at the company’s factory and headquarters in Hawthorne, California.
  16. Flight Test: SpaceX is slated to make its first flight test – without a crew – in November 2017. Flying to the space station using its automated guidance and navigation systems, the Crew Dragon will dock there on its own and remain for a time before detaching and parachuting back to Earth and landing in the Atlantic Ocean off the coast of Cape Canaveral. The mission will be a dress rehearsal for a later flight test that will include astronauts.
  17. Space Station: The advances are not limited to Earth, either. Astronauts on the International Space Station will continue modifications in 2017 tailored for new vehicles, including commercial crew spacecraft.
20.Jan 2017 | 11:45

High Altitude Flight Acceptance Test of CE20 Engine Conducted Successfully

CE20 flight engine for GSLV MKIII (LVM3)-D1 mission. (Credit: ISRO)

CE20 flight engine for GSLV MKIII (LVM3)-D1 mission. (Credit: ISRO)

MAHENDRAGIRI, India (ISRO PR) — GSLV MKIII, the future launch vehicle of ISRO, capable of launching 4-ton class spacecraft into Geosynchronous Transfer Orbit (GTO) is in the advanced stage of realisation. It consists of two solid strap-on (S200) motors, one earth storable liquid core stage (L110) and the indigenously developed C25 cryogenic stage. The C25 stage is powered by CE20 cryogenic engine.

The first CE20 flight engine acceptance test was successfully conducted for a duration of 25 seconds in high altitude simulation test facility during December 2016. This flight acceptance test is an important milestone for ISRO as it could successfully cross the major engine development endeavors in the maiden attempt. This engine was conceived, configured, designed, fabricated and developed by Liquid Propulsion Systems Centre (LPSC).

LPSC is the centre for design, development and realisation of liquid propulsion stages for ISRO’s Launch Vehicles. Development of fluid control valves, transducers, propellant management devices for vacuum conditions and other key components of liquid propulsion systems are also under the purview of LPSC.

To test the Engine at flight identical conditions, High Altitude Test (HAT) facility was established at IPRC, Mahendragiri. This facility allows testing of the CE20 engine at its full area ratio in vacuum condition which otherwise would experience flow separation at sea level ambient pressures.

CE20 engine interfaced with HAT Facility. (Credit: ISRO)

CE20 engine interfaced with HAT Facility. (Credit: ISRO)

The successful engine testing in the high altitude conditions was preceded by multiple tests on two engines with sea level nozzle divergent (area ratio 10). The development test conducted on these engines provided confidence in their design. The design of the flight nozzle was also validated in the medium duration High Altitude Test programme.

The Engine High Altitude Test Programme contained a series of high altitude tests (5 hot tests with a cumulative duration of 41.20 sec) to demonstrate the vacuum ignition, validate the nozzle performance, propellant flow build up characteristics, chill down performance and to demonstrate the ignition margins. All the test objectives were successfully achieved in this test programme. The testing of engine in HAT facility has also helped in finalising the engine start and shut down sequence for flight. Summing up, the test programme has imparted good confidence on the performance and functioning of CE20 Engine in GSLV MKIII (LVM3)-D1 mission.

The realisation of flight stage for the GSLV MKIII (LVM3)-D1 mission is in progress and the first mission is expected by early 2017.

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20.Jan 2017 | 09:29

Successful Deep Space Maneuver for NASA’s OSIRIS-REx Spacecraft

This is an artist's concept of NASA's OSIRIS-REx spacecraft preparing to take a sample from asteroid Bennu. Image Credit: NASA/Goddard/Chris Meaney

This is an artist’s concept of NASA’s OSIRIS-REx spacecraft preparing to take a sample from asteroid Bennu. (Credit: NASA/Goddard/Chris Meaney)

By Nancy Neal Jones
NASA’s Goddard Space Flight Center

New tracking data confirms that NASA’s OSIRIS-REx spacecraft aced its first Deep Space Maneuver (DSM-1) on Dec. 28, 2016. The engine burn sets up the spacecraft for an Earth gravity assist this fall as it continues its two-year journey to the asteroid Bennu.

The large maneuver was the first using OSIRIS-REx’s main engines and resulted in a 964 miles per hour (431 meters per second) change in the vehicle’s velocity utilizing 780 pounds (354 kilograms) of fuel.

Tracking data from the Deep Space Network (DSN) confirmed the successful maneuver, and subsequent downlink of high-rate telemetry from the spacecraft shows that all subsystems performed as expected.

“DSM-1 was our first major trajectory change and first use of the main engines, so it’s good to have that under our belts and be on a safe trajectory to Bennu,” said Arlin Bartels, deputy project manager at NASA’s Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland.

DSM-1 represents the first major, post-launch milestone for OSIRIS-REx. The significant change in trajectory from DSM-1 was necessary to put OSIRIS-REx on course for an encounter with Earth in September of this year.

A smaller trajectory correction maneuver will be executed on Wednesday, Jan. 18 to refine the course for the Earth flyby, during which Earth’s gravity will bend the OSIRIS-REx trajectory and slinging it toward a rendezvous with the asteroid Bennu in the fall of 2018.

NASA’s Goddard Space Flight Center provides overall mission management, systems engineering and the safety and mission assurance for OSIRIS-REx. Dante Lauretta of the University of Arizona, Tucson, is the principal investigator, and the University of Arizona also leads the science team and the mission’s observation planning and processing. Lockheed Martin Space Systems in Denver built the spacecraft and is providing spacecraft flight operations. Goddard and KinetX Aerospace are responsible for navigating the OSIRIS-REx spacecraft. OSIRIS-REx is the third mission in NASA’s New Frontiers Program. NASA’s Marshall Space Flight Center in Huntsville, Alabama, manages the agency’s New Frontiers Program for its Science Mission Directorate in Washington.

19.Jan 2017 | 22:21

Matthias Maurer neuer deutscher ESA-Astronaut

In einer Pressekonferenz am 18. Januar 2017 im ESA-Hauptquartier Paris kündigte ESA-Chef Jan Wörner die Ernennung von Matthias Maurer als neuen deutschen ESA-Astronauten an.
15.Jan 2017 | 16:44

Kommentar: Die Hoffnung fliegt wieder

Die Falcon 9 startet und landet wieder. Außerdem gab es nach einer Durststrecke von viereinhalb Monaten endlich wieder eine interessante Startübertragung.
13.Jan 2017 | 20:49

Chinas Feststoffträger KZ-1A startet drei Satelliten

Vom chinesischen Satellitenstartzentrum Jiuquan (Jiuquan Satellite Launch Center, JSLC) aus wurden am 9. Januar 2017 auf einem Kuaizhou 1A genannten dreistufigen Feststoffträger mit zusätzlicher Oberstufe drei Satelliten in den Weltraum transportiert.
08.Jan 2017 | 12:58

China: Kommunikationssatellit TXJSSY 2 gestartet

Der chinesische Kommunikationssatellit TXJSSY 2 gelangte am 5. Januar 2017 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Xichang Satellite Launch Center (XSLC) in der Provinz Sichuan.
03.Jan 2017 | 18:47

Nächster Falcon 9-Start für 14. Januar geplant

SpaceX plant die Flugwiederaufnahme der Falcon 9 für den 9. Januar 2017. Es ist der erste Flug seit der Explosion der Falcon 9 auf dem Startplatz bei Cape Canaveral am 1. September 2016. Update: Der Start ist jetzt für den 14. Januar um 18:54 deutscher Zeit geplant.
20.Jan 2017 | 11:40

Gene Cernan (1934-2017) - Idol meiner Kindheit und Jugend

Am Montag dieser Woche ist jener Mann gestorben, der als letzter auf dem Mond war: Eugene "Gene" Andrew Cernan. Mit 82 Jahren, irgendwie doch viel zu früh, zumal wir vom DLR-Institut für Planetenforschung ihn von seinem Besuch 2013 noch als turbo-vital, fit und voller Energie in Erinnerung haben.
19.Dec 2016 | 12:30

Zwei ungleiche Brüder - Warum 'kann' BIROS "AVANTI" und TET-1 nicht?

Im Juni 2012 startete der Kleinsatellit TET-1 seine Mission ins All. Vier Jahre später folgte ihm sein Bruder BIROS. Im Grundaufbau sind beide Satelliten nahezu identisch, identisch sind auch die Hauptnutzlastkameras für die Feuerfernerkundung. Zusätzlich tragen beide Satelliten unterschiedliche weitere Nutzlasten. Im November führten DLR-Wissenschaftler nun mit BIROS ein einzigartiges Experiment durch: AVANTI, ein "Katz-und-Maus-Spiel" im Weltraum.
09.Dec 2016 | 11:10

Rangieren im Orbit gegen den "Paprika-Effekt"

Nach dem Start eines geostationären Satelliten bringt ihn die Trägerrakete üblicherweise in eine elliptische Umlaufbahn. Dort hat der Hauptantrieb seinen ersten und einzigen Einsatz: Durch eine geschickt geplante Zündung wird aus dem GTO der geostationäre Orbit. "Parkplatz" belegt. Theoretisch für immer. Allerdings nur theoretisch...
05.Dec 2016 | 09:52

Vorletzter Start von Kourou in diesem Jahr

+++ Update: Die Vega ist um 14:52 Uhr erfolgreich gestartet, der Satellit Göktürk-1 wurde knapp 57 Minuten später in seinem Orbit abgesetzt. Der nächste Vega-Start wird voraussichtlich im März 2017 stattfinden. +++ Während wir in Deutschland gerade den zweiten Advent hinter uns gebracht haben und langsam auch dem Letzten klar wird, dass wir unweigerlich auf Weihnachten zugehen, herrscht auf dem europäischen Weltraumbahnhof noch emsiger Betrieb.
18.Nov 2016 | 13:40

Deutsch-brasilianische Kooperation besteht erste Feuertaufe

Als ich eintraf, ertönte bereits die erste Warnung über dem Standort: Noch 20 Minuten bis zum Test. Ab diesem Zeitpunkt heißt es für alle im Kontrollraum, sich bereit zu machen. Für alle anderen ist es ein Signal, den Gefahrenbereich des Teststands aus Sicherheitsgründen zu verlassen. Der Kontrollraum füllt sich schnell. Alle Beteiligten nehmen ihre Plätze ein.
13.Oct 2016 | 12:00

Young Researcher Ujwal Gadiraju Wants to Crowd Source Solutions to Big Problems

I had the pleasure of meeting Ujwal Gadiraju in Heidelberg last week at this year’s Forum. He warned me he could go on forever about his research, and he wasn’t entirely wrong; the only thing stopping … Weiterlesen
13.Oct 2016 | 11:40

Comicfilm gegen Kopfschmerz für Kinder und Jugendliche – Macht mit und stimmt ab!

Anfang des Jahres erschien ein Animationsfilm gegen Migräne und Kopfschmerzen für Kinder und Jugendliche. Ein Migräne-„Ei“ mit blauer Mütze erklärt in einfacher Sprache verständlich was bei Migräne passiert und gibt viele Tipps. Dieses Video zählt zu den 24 … Weiterlesen
13.Oct 2016 | 09:00

Schiaparelli-Landung auf Mars: Simulation der Kamera-Bilder

Ein aktueller Artikel im Webauftritt der ESA zeigt Simulationen der Bilder, die die Abstiegskamera „Descent Camera“ auf dem Landedemonstrationsmodul Schiaparelli während des Abstiegs machen wird.
13.Oct 2016 | 07:26

Poetische Nummerologie

The 10 most Influential Poets in History Nein, es sind – vielleicht mit einer Ausnahme – nicht die ‚einflussreichsten Dichter‘ aller Zeiten, vermutlich nicht einmal die einflussreichsten der westlichen Welt. Dafür sind zu wenig nicht-englischsprachige Poeten … Weiterlesen
12.Oct 2016 | 23:17

Der Trump-Reflex: Was verbale Aggression mit uns macht und wie wir stark bleiben

Michaela Brohm-Badry‘ Hier der Tipp des Tages: Wenn Sie mal so richtig „schlecht drauf“ sein wollen, nutzen Sie den Donald-Trump-Beleidigungs-Generator. Man gibt den eigenen Namen ein (oder den eines Freundes 😉 ) und schnurstracks kommentiert … Weiterlesen
18.Jan 2017 | 01:45

Allgemeines Live-Blog ab dem 18. Januar 2017


21. Januar

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90% Wahrscheinlichkeit für gutes Wetter für den 2. Versuch

mit der Atlas V und SBIRS GEO-3 werden jetzt vorausgesagt, nachdem sie vorher zeitweise nur bei 70% gelegen hatte: Die Live-Übertragung beginnt um 1:22 MEZ. [0:00 MEZ] Und läuft – während die Wetterchance auf 100% gestiegen ist. [1:25 MEZ] Alles Go, und der Countdown läuft wieder: noch 2 Minuten. [1:40 MEZ]

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Die Atlas ist gut weg gekommen – heute mal überhaupt keine Probleme. [1:45 MEZ] Weitere Screenshots von Start und Staging hier, hier und hier – und eine Langzeit-Belichtung und ein Bild aus der Ferne. [1:50 MEZ] MECO 1 der Centaur-Oberstufe – jetzt wird 9 Minuten gecoastet. Und ein weiteres Langzeit-Bild. [2:00 MEZ] MECO 2, nochmal 15 Coasting bis zum Deployment – und ein kleines Video vom Start. [2:15 MEZ] Noch drei Langzeit-Bilder hier, hier und hier. [2:25 MEZ] Und weg ist er, der 1.2-Mrd.$-Satellit – alles nach Plan gelaufen: „Wahoo“, findet der ULA-CEO, und der Orbit stimmt auch. [2:30 MEZ]

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Eine tolle Langzeit-Aufnahme von ULA, die die Spur der Rakete im Bogen über den Orion zeigt, und ein langer Artikel. [2:40 MEZ] Noch mehr Strichspuren, auch von ferne und von sehr ferne aufgenommen. [2:55 MEZ] Ein paar Fotos näher dran, ein ULA Release und ein weiterer Artikel. [3:30 MEZ] Dito hier (hatte gerade noch eine viel bessere Headline), hier und hier sowie noch eine Strichspur. [4:15 MEZ] Und der Satellit spricht mit der Erde. [4:25 MEZ] Obiges Bild ganz groß aus dieser Sammlung (auch hier), Press Releases von Orbital und USAF und weitere Artikel hier, hier und hier. [14:45 MEZ]


20. Januar

erosita

Deutsches Röntgenteleskop in Russland angekommen! Soeben hat das Röntgenteleskop eROSITA in einem Frachtflugzeug aus München kommend Moskau erreicht: Eingebaut in den Satelliten Spektr-RG (für Spektrum Röntgen Gamma) soll es Ende dieses Jahres oder im März/April 2018 tatsächlich in den Orbit gelangen. [11:45 MEZ] Pressemitteilungen von MPG und DLR zur Ablieferung, die das Frühjahr 2018 als Starttermin nennen. Derweil hat Indiens Mars Orbiter Mission die Bahn verändert, um Sonnenfinsternisse zu vermeiden. [13:40 MEZ] Und die NASA entscheidet im Februar, wie es mit Juno weiter geht. [22:55 MEZ]

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Diese Atlas V wartet auf den Start mit „SBIRS GEO Flight 3“

Das steht für den dritten geostationären Frühwarnsatelliten des Space Based Infrared System, der 1.2 Mrd.$ gekostet hat und um 1:46 MEZ in Cape Canaveral starten soll: Updates hier und hier – und ein Webcast läuft hier. [1:25 MEZ] Ein Problem mit einem Sensor – der reguläre Hold des Countdowns bleibt, kein pünktlicher Start möglich. Schade, das Wetter wäre perfekt jetzt. [1:35 MEZ] Das Sensor-Problem soll umgangen werden, es betrifft zwei Sensoren der 1. Stufe der Atlas. [1:55 MEZ] Neue Startzeit: 2:16 MEZ. [2:00 MEZ] Nachdem es dauerte, bis das Rot bei „Propulsion“ endlich verschwand, ist die neue Startzeit jetzt 2:26 MEZ = das exakte Ende des Startfensters, [2:15 MEZ] Das war’s dann wohl für heute: Countdown lief gerade wieder, dann ein Hold bei t-3:23. [2:25 MEZ] Ein Flugzeug war dabei, in die Sperrzone einzudringen … In 24 Stunden der nächste Versuch, mit dem folgenden Tag als Back-Up. [2:30 MEZ] Das Fenster morgen ist von 1:42 bis 2:22 MEZ. [2:35 MEZ] Artikel hier, hier, hier, hier und hier. [10:30 MEZ]


19. Januar

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Ein Ausschnitt aus einem neuen Farb-Mosaik der Pluto-Oberfläche wurde soeben veröffentlicht, hier bizarr animiert, sowie ein simulierter Landeanflug, dazu gab’s diesen Live-Talk – derweil kann die Öffentlichkeit über die Ausrichtung der JunoCam abstimmen für das nächste Perijovium am 2. Februar. Auch ein Hubble-Bild ohne konkretes Motiv aber voller bunter Sterne, erste Entwicklungen für WFIRST, der Beginn der Experimente mit Chinas „Quanten-Satellit“, ein merkwürdiger Satelliten-Deal von UrtheCast und eine Startverschiebung des fetten GSLV Indiens. [23:20 MEZ]

trio

Ein Trio aus dem Mond, Jupiter und Spica war heute morgen zu sehen: weitere Bilder hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier – auch Venus und Mars am Abend, ein exotisches Foto einer Tageslicht-Feuerkugel über Norwegen und Infrarot-Beobachtungen von Ceres durch SOFIA. [22:55 MEZ. NACHTRAG: noch ein Artikel]

daphne

Wie der 8-km-Saturnmond Daphnis mit den Saturnringen wechselwirkt, hat hier der Orbiter Cassini am 16. Januar aus 28’000 km Abstand eingefangen: Der – noch nie so scharf abgebildete – Mond kreist in der Keeler-Lücke, die hier perspektivisch schmaler erscheint, und löst an ihren Rändern Wellen aus. Auch eine gelungene Bahnkorrektur von OSIRIS-REx, Curiosity und vermutliche Trockenrisse in Mars-Schlamm und der mutmaßliche Meteorit, was der NASA-Rover 2020 leisten soll, die vagen Venera-D-Pläne Russlands, das Projekt LunaH-Map, ein ESA-Satellit im L5-Punkt zwecks Weltraumwetter, wie das JWST gebaut wird und der Ausfall mehrerer Atomuhren auf den Galileo-Satelliten. Sowie der nötige Kauf weiterer Soyuz-Sitze für US-Astros zur ISS, der Austausch einer Soyuz-Kapsel und der Triebwerke der Oberstufen als Folge des Progress-Unfalls, eventuelle Nutzung des BEAM an der ISS – und ein zweiter Deutscher im Astronauten-Corps der ESA: die Verkündung auf einer PK des ESA-DG ab 21:25, ein Screenshot, weitere Artikel hier und hier, eine Kurz-Vita von M. Maurer aus dem CAVES-Programm und auf Chinesisch wie er in China Chinesisch lernte. [0:55 MEZ] Weitere Artikel zu Maurer hier, hier, hier und hier sowie zur folgenreichen Soyuz-Triebwerks-Krise – auch ein Statement der ESA zu dem Atomuhr-Problem der Galileos und ESA-Antennen für Cassini im Einsatz. [19:10 MEZ] Ein Vortrag von Maurer auf den 32. Tagen der Raumfahrt Neubrandenburg 2016, der Ärger mit Galileo – und noch mehr Cassini-Bilder mit faszinierendem Detail der Saturnringe. [21:25 MEZ. NACHTRÄGE: mehr dazu hier und hier sowie zu BEAMs Zukunft und zu Maurer hier, hier und hier]


18. Januar

ALMA observes a giant sunspot (3 millimetres)

Image of the solar surface alongside a close-up view of a sunspo

ALMA observes the full solar disc

So sieht ALMA die Sonne bei 1.3 – 3 Millimetern Wellenlänge

Die Ergebnisse einer besonderen Beobachtungskampagne mit dem Riesen-Radioferometer ALMA in Chile liegen nun vor (Press Releases hier, hier und hier), der Beobachtung der Sonnenchromosphäre: oben ein Sonnenfleck bei 3 mm und in der Mitte aus einer tieferen Chromosphären-Schicht bei 1.25 mm Wellenlänge – und unten die ganze Sonne bei 1.25 mm unter Verwendung nur eines der Teleskope. Sonnenbeobachtung gehörte schon immer zu den Aufgaben ALMAs erfordert aber spezielle Maßnahmen. Auch ein Blick auf den Zustand des Sonnenzyklus‘, Komet Johnson am 15.1., die weltweiten Radio-Beobachtungen der Quadrantiden 2017, die Ausgabe 4/2016 der Meteor News, eine National NEO Preparedness Strategie aus dem Weißen Haus und mal wieder ein Detail-Szenario zum Dino-Todes-Mechanismus.

Ein beachtliches Aurora-Zeitraffer-Video, das bei einem Transatlantik-Flug aufgenommen wurde – auch der Astrofotograf Michael Kunze, die erste Volkssternwarte der UAE, ein bizarrer Werbespot mit „Astronomen“, wie sie sich Filmschaffende vorstellen, eine Simulation der Datenflut des LSST zum Üben, der neue Keck Cosmic Web Imager, Geldregen von der EU für Europas Radioastronomen auch in Bonn, Australiens SKA-Pathfinder ASKAP jetzt im vollen Betrieb angekommen – und der indische Astrophysiker C. V. Vishveshwara ist gestorben, der als führender Experte für Allgemeine Relativität galt: mehr Vita-Infos hier, hier, hier und hier. [1:45 MEZ. NACHTRAG: ein längerer Nachruf]

Wollen Sie mal eine (kosmische) Feuerkugel filmen? Dann fahren Sie in Russland Auto – schon wieder ein Volltreffer, diesmal in Omsk am 16. Januar. Auch trotz Mini-Elongation ein aktuelles Bild von Komet H-M-P von gestern. Derweil hat die ESO weitere Teile für das E-ELT geordert, darunter von Schott die Sekundär- und Tertiär-Spiegel, die immerhin 4.2 und 3.8 m messen – und 2016 war das wärmste Jahr seit Beginn moderner Messungen 1880. [17:05 MEZ. NACHTRäGE: Das wurde ein Aufmacher (und war schon 1988 Thema) – plus viele Details auf einem 5″-Mars heute]


16.Jan 2017 | 22:08

Gene Cernan, 1934-2017: letzter auf dem Mond

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Jetzt lebt nur noch genau die Hälfte der 12 Männer, die 1969-1972 auf dem Mond gestanden haben: Eugene Andrew „Gene“ Cernan, der heute mit 82 gestorben ist, war zugleich der letzte überhaupt, da er das Landemodul Challenger am 14. Dezember 1972 als zweiter wieder bestieg. Vor Apollo 17 hatte der Ingenieur mit Apollo 10 an der Generalprobe für die erste Mondlandung – fast alles außer Aufsetzen – teilgenommen und 1966 mit Gemini 9A an den Vorbereitungen des Apollo-Programms.

Cernan ärgerte sich zeitlebens über seinen Titel als „letzter Mensch auf dem Mond“ und hätte ihn gerne noch wieder abgegeben – dass allerdings die nun schon Jahrzehnte währende Lücke nach Apollo 17 ein unerhörter Skandal sei, kann man nun wirklich nicht so sagen. Erste Nachrufe hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier [NACHTRÄGE: ein Statement von Bolden, ein News-Clip (mehr),

aus dem NASA-Archiv, weitere Statements hier und hier und weitere Nachrufe hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier].

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Ein Amateur-verarbeitetes Jupiter-Bild der JunoCam vom 11. Dezember 2016 aus 469’000 km Entfernung – auch die künftigen Asteroiden-Missionen der NASA ARM und DART neu bedacht, vielleicht mit einer Art AIMlite nach dem Ausfall des erhofften ESA-Beitrags für DART.

Eine erstaunliche Riesen-Wolke in der Venus-Atmosphäre

wurde von Japans Orbiter Akatsuki [NACHTRAG: ein Artikel zu seiner Rettung] 2015 beobachtet, vermutlich eine Schwerewelle: ein möglicher kleiner Verwandter des Phänomens und mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr. Auch die Suche nach dem Grund für den Fehlstart von Progress MS-04 letzten Monat, alle 84 Starts des letzten Jahres in einem Halbstunden-Video – und im JSC Oral History Project gibt’s jetzt auch 20 Interviews zum Orion-Programm, wie auch im letzten Newsletter der NASA-Historiker auf Seite 18 angekündigt.


06.Jan 2017 | 03:25

Allgemeines Live-Blog vom 6. – 14. Januar 2017


14. Januar

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Heute soll die Falcon 9 ihr Comeback erleben, mit dem Start von 10 Iridium-Satelliten in einem instantanen Fenster um 18:54:39 MEZ in Vandenberg: Die Wetter-Chancen sind 60%. Auch die Timeline mit wieder einem Landeversuch der 1. Stufe (auf der Just Read the Instructions im Pazifik), Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier zum Start und hier, hier und hier zu anderen Aspekten, ferner die Aufklärung des letzten Progress-Disasters (mehr und mehr), eine ISS-EVA gestern (Bilder, Protokolle hier und hier und Artikel hier, hier und hier), eine Arbeitsplattform und ein Prüfstand für das SLS (Artikel hier und hier) – und heute Nacht auch der nächste Start-Versuch einer japanischen Mini-Rakete, der verschoben worden war: mehr, mehr, mehr und mehr. [13:20 MEZ] Der Falcon-Webcast mit Kommentar und ohne solchen: keine 10 Minuten mehr. [18:45 MEZ]

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Alles hat bestens funktioniert: Start, Stufen-Trennung (im Bild die Szene vom Boden), Landung der 1. Stufe auf dem Boot und Erreichen der Parkbahn durch die 2. mit den Satelliten – auch der Start von ferne, ein Blick von der 1. Stufe nach der Trennung, ihre Landung als Video und in weiteren Standbildern. [19:10 MEZ] Diese Manöver waren erst der Anfang: Weiter geht’s um 19:46 MEZ. [19:20 MEZ] Guter 2. kurzer Burn – Aussetzen der Satelliten folgt. [19:50 MEZ]

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Alle 10 Iridium-Satelliten sind ausgesetzt: Das konnte erst etwas verspätet bestätigt werden, weil eine Bodenstation ausgefallen war, aber inzwischen gibt es Bilder, die einen Dispenser vor und nach dem Deployment zeigen. Damit war die Mission ein kompletter Erfolg. [20:15 MEZ] Weitere Artikel hier, hier und hier. [20:25 MEZ] Und es besteht Kontakt zu allen 10 Satelliten! Auch ein Bild des Starts aus einigem Abstand – und hier gibt’s den japanischen Start zu sehen. [20:30 MEZ] Ein paar Start-Fotos hier plus „>“ und weitere Falcon-Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [21:45 MEZ. NACHTRAG: und hier, hier, hier und hier sowie die Orbits – und die Übertragung aus Japan läuft. NACHTRAG 2: und auf geht’s! Mehr Screenshots hier, hier, hier und hier. NACHTRAG 3: ein Artikel – aber ob der CubeSat im Orbit ist, weiß man nicht, weil die Oberstufe keine Telemetrie senden kann. NACHTRAG 4: Der Start war ein Fehlschlag – Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch der Falcon-Start aus einem Flugzeug gefilmt und weitere Fotos (mehr mit „>“) und Artikel hier, hier und hier]

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Curiosity hat offenbar schon wieder einen Meteoriten auf dem Mars gefunden, den dieses Bild vom 12. Januar (Missions-Sol 1577) zeigt: Er wurde bereits beschossen mit dem Rover-Laser. Auch SHARAD-Messungen von Eis an den Polkappen des Mars in 3D, wo Opportunity rollt, was der 2020-er Rover erledigen soll – und mal wieder keine Venus für US-Planetenforscher über das Discovery-Programm.

Heute vor 12 Jahren landete Huygens auf dem Saturnmond Titan: hier, hier, hier und hier zeitgenössische Artikel dieses Bloggers sowie ein aktueller Press Release des JPL. Auch wie ESA-Schüsseln Cassini helfen, ein Farb-Mosaik von Dione und aktuelle Ring-Forschung – und Erkenntnisse zur Pluto-Atmosphäre und der Wirkung Charons.

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ratel1

Die Radioteleskope FAST und Arecibo im gleichen Maßstab aus dem Orbit aufgenommen vom Satelliten Deimos-2, auch die ersten Erdbilder von Chinas neuen Satelliten, die erst auf einer falschen Bahn gelandet waren – und ein Paper mit Ergebnissen des kleinen Astro-Satelliten Odin, der schon seit 16 Jahren im Einsatz ist, obwohl der schwedische Satellit nur für zwei ausgelegt war. [1:15 MEZ] Erinnerungen an Huygens auch hier, hier und hier. [12:50 MEZ] Ein älteres Erinnerungs-Video und noch ein zeitgenössischer Bericht. Und siehe da, dieser Blogger auf einem ESA-Foto von damals – 4. Reihe, Videokamera hoch haltend … [13:05 MEZ. NACHTRAG: noch ein Erinnerungs-Artikel]


12. Januar

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Neue Adaptive Optik am Big Bear Solar Observatory erlaubt dem 1.6-m-Sonnenteleskop in Kalifornien jetzt die Schärfung größerer Felder gleichzeitig mittels dreier deformierbarer Spiegel im Strahlengang – auch die geplante AO für das TMT mit demselben Trick + mehreren Lasern und die teleskopischen NEO-Aktivitäten der ESA sowie die Kometen HMP am 10.1. und Johnson am 7.1., der endlich offizielle neue Komet C/2017 A3 (Elenin), der z.B. hier und hier zu sehen ist, die anhaltende große Helligkeit von CTA 102, wie die SoFi 2015 den Strommarkt durcheinander brachte – und norwegische Fototipps für Polarlichter. [4:35 MEZ. NACHTRÄGE: Venus beim Neptun heute (mehr) und gestern sowie die fleckenfreie Sonne 2017 bisher]


10. Januar

The Very Large Telescope and the star system Alpha Centauri

Breakthrough Starshot investiert in Instrument für’s VLT

Seltsame Wege geht die Astronomie dieser Tage: Aus den üppigen Privatmitteln der Breakthrough-Initiative „Starshot“, die Mini-Raumschiffe zu Alpha Centauri pusten will – auch hier, hier, hier, hier und hier diskutiert – wird ein Umbau des Instruments VISIR des Very Large Telescope finanziert, auf dass es ab 2019 mit besseren Wellenfront-Sensoren und Koronographen erdähnliche Planeten neben den Alpha-Cen-Sternen abbilden können möge, damit die Schiffchen auch ein Ziel haben. Auch ein geplantes Teleskop für primordiale Gravitationswellen in Tibet, bald Zeit für eine Entscheidung über den TMT-Standort, die Anwendung von Astro-Software für Tier-Erkennung auf Thermal-IR-Bildern von Drohnen, ein französiches Amateur-Teleskop mit Augmented Reality-Einblendung, über das die Firmen-Webseite noch nicht viel verrät, es aber in Artikeln hier, hier und hier Andeutungen gibt, Ärger mit Lichtverschmutzung in Monterey und Köln – und 750’000 Besucher 2016 bei der künstlichen 20-Meter-Erde von Oberhausen. [1:45 MEZ. NACHTRÄGE: mehr zum VISIR-Upgrade in einer PM der Uni Liège und Artikeln hier, hier, hier und hier – und hier und hier mehr zu Vortex-Koronographen]


9. Januar

Schon wieder ein schöner Bolide über Russland ist gestern gesehen und gefilmt worden – auch Experimente an Chelyabinsk-Meteoriten zwecks NEO-Abwehr, das Meteor-Kamera-Netzwerk CAMS, die Quadrantiden 2017 und eine modifizierte Hypothese zur Mond-Entstehung mit mehreren kleineren Impakten auf der Jungerde (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr). Sowie die Kometen HMP heute, gestern (mehr) und am 4.1. von STEREO HI1-A, NEOWISE vorgestern und am 6.1. und Johnson vorgestern (mehr) – und ein Skript einer „60 Minutes“-Sendung sowie ein 1-Stunden-Vortrag über Planet Nine. [23:50 MEZ. NACHTRÄGE: einige Standbilder aus dem Boliden-Video, noch jede Menge mehr letztens und hier, hier und hier weitere Artikel zur Mondhypothese]


8. Januar

Ein sehr frischer Impakt auf dem Mars, der sich zwischen Januar 2014 & August 2016 ereignet hat: andere Versionen dieses HiRISE-Bildes hier und hier sowie ein – allerdings stark bearbeitetes „Bild“ von Erde & Mond derselben MRO-Kamera. Auch was der UAE-Marsorbiter will, wie Sonnenstürme den Mondboden laden, eine große chinesische Mondkarte in Arbeit, das ‚bladed terrain‘ auf dem Pluto (die „Penitentes“), 15 Jahre Messungen von TIMED der oberen Atmosphäre, die ersten Daten von CYGNSS und dem Magnetometer auf GOES-16, der Start von Chinas TJS-2 auf einer Langer Marsch 3, wie soeben bestätigt frühestens am 14. Januar der nächste Start einer Falcon 9 mit Iridium-Satelliten (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), jetzt 103 Satelliten gleichzeitig auf einer indischen Rakete – und eine enge Begegnung zweier Satelliten blieb ohne Folgen.

Gegenstand dieses NASA-Wochenrückblicks ist zu Beginn die erste ISS-EVA des Jahres (früher und noch früher sowie mehr und mehr), offenbar Verzögerungen bei russischen Starts zur ISS nach dem Progress-Zwischenfall und ein schwieriges Jahr für den HSF der NASA nicht nur deswegen, was die Obama-Administration als ihr Weltraum-Vermächtnis sieht – und der Kosmonaut Igor Volk ist gestorben (mehr und mehr), der eigentlich mal Buran fliegen sollte. [15:25 MEZ. NACHTRÄGE: mehr zur Falcon-Verschiebung hier und hier]


6. Januar

The Orion A molecular cloud from VISTA

Der Orion-Nebel im Infraroten mit dem VISTA-Teleskop aufgenommen bei 1.3 bis 2.2 µm Wellenlänge, wobei drei IR-Farben RGB zugeordnet wurden – Teil eines großen Mosaiks der Molekülwolke Orion A.

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Die Galaxie PGC 1000714 – links in Falschfarben, rechts der Farb-Index B-I – besteht aus zwei Ringen um einen elliptischen Kern: eine Seltenheit, denn nicht mal jede Tausendste Galaxie ist von diesem Hoag-Typ, und auch die haben typischerweise nur einen Ring. Hier war wohl die Entstehungsgeschichte … kompliziert.

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Diese zwei besonders unattraktiven Bilder des Jupiter machen trotzdem was her: Sie zeigen den Planeten nämlich bei 18 und 33 µm Wellenlänge – was derzeit nur die fliegende Sternwarte SOFIA (mit ihrer Kamera FORCAST) erreichen kann, die für jeden Punkt gleich ein ganzes IR-Spektrum aufnahm. Seit den Voyagers (!) konnten solche Daten nicht mehr gewonnen werden. Auch dicke Papers über Verschwinden 2009-2010 und Wiederkehr 2010-2011 des South Equatorial Belt des Jupiter sowie ganz aktuelle Veränderungen auf demselben, der Nordpol des Mondes gut erfasst, Komet 45P/H-M-P am 5. Januar, 4. Januar und 3. Januar (mehr und mehr) sowie NEOWISE am 5. und Johnson am 3. Januar, eine Kometenvorschau 2017, mit Vorsicht zu genießen, das ZHR-Profil und Radioechos der Quadrantiden sowie die Suche nach Mondimpakten derselben, die aufwändige Renovierung des Pluto-Entdeckungs-Teleskops – und das Planetarium Bochum war das meistbesuchte in Deutschland 2016. [3:25 MEZ. NACHTRÄGE: ein Helligkeits-Hüpfer auf 6.3 mag. des Kometen 45P/H-M-P, eine mutmaßliche Kometen-Entdeckung durch Leonid Elenin, aber aber noch nicht offiziell ist, ein persistent train eines Quadrantiden, die Impakt-Suche auch in Finnland – und der Jupiter am 1. Januar samt Störung]


05.Jan 2017 | 20:31

Notizen zu der 229. Tagung der AAS in Texas

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Vom 3. bis 7. Januar findet im texanischen Grapevine das 229th Meeting of the American Astronomical Society statt, eine der größten regelmäßigen Astro-Tagungen überhaupt. Hier gibt es – nicht zwingend in chronologischer Reihenfolge aber bis auf Nachträge von oben nach unten fortgeschrieben über die nächsten Tage – anhand der zahlreichen Pressekonferenzen (die mit Zeitverzögerung hier gesehen werden können) und anderer online verfügbar gemachter Happen allerlei schnelle Facetten zu der Tagung, die bereits mit der ersten Verortung eines FRB („Fast Radio Burst in sehr ferner Zwerggalaxie lokalisiert“) auf der 1. PK gestern für Aufsehen sorgte. Wie üblich basieren viele der anderen PK-Präsentationen auf Papers, die entweder schon (manchmal lange) erschienen sind oder zumindest als Preprints präsent waren. Etwa heute in der 3. PK zur Physik des Verschmelzens der Galaxienhaufen Abell 3411–3412, das das obige Komposit zeigt (Hintergrund sichtbare, rosa Radio-, blau Röntgenstrahlung): Es zeigt sich, dass „fossile“ relativistische Elektronen aus den Aktiven Galaktischen Kernen vom Kollisions-Schock nachbeschleunigt werden.

75 Methoden zur Entfernungsbestimmung von Galaxien

ohne Zuhilfenahme von deren Rotverschiebung sind den ‚Verwaltern‘ der NASA/IPAC Extragalactic Database inzwischen untergekommen, woraus sie nun den Schluss ziehen, dass man davon auch Gebrauch machen sollte. Wie heute auf der 3. PK berichtet wurde, liegen inzwischen 166’000 Rotverschiebungs-unabhängige Entfernungs-Schätzungen für 77’000 Galaxien vor: eine explosive Zunahme gerade in letzter Zeit. Für Messier 106 – an keiner Galaxie haben sich so viele Astronomen abgearbeitet – kommt 7.5±0.7 Mpc heraus, wenn man die NED-Angaben mittelt.

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Ein 81 Tage lang belichtetes Röntgenbild des Himmels

ist das Chandra Deep Field South, das der gleichnamige Röntgensatellit letztens aufgenommen hat, über 7 Mio. Sekunden lang: die tiefste Röntgenaufnahme des Himmels überhaupt, auf dem 70% der Quellen Aktive Galaktische Kerne sind. Und auch das reichte noch nicht: trickreich wurden Bildteile gestackt, mit einer im Prinzip Amateurastronomen bekannten Technik, um auch extrem schwaches Röntgenglühen ferner Galaxien nachweisen zu können, das vom Betragen Supermassereicher Schwarzer Löcher in der Vergangenheit zeugt. Ebenfalls notierenswert von der Tagung bisher: eine 66-Seiten-Präsentation zum LSST und aktive Überlegungen zur Beobachtungs-Strategie mit dem Super-Himmelssauger, ein fescher Spruch, drei Folien hier, hier und hier aus einem Plenarvortrag zum Urknall, ein Bericht über einen Vortrag zum Galaktischen Zentrum, eine interessante Initiative zur Geschichtsschreibung per Oral History auch von jungen Astronomen – und die Aufzeichnung einer Session zu ‚Geoengineering mit leider miesem Sound.

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SDSS: mehr lebensnotwendige Elemente in innerer Galaxis

Was das bedeutet, weiß niemand, wurde auf der 4. PK betont, aber die APOGEE-Survey der Sloan Digital Sky Survey hat klar heraus gefunden, dass die für das Leben – wie wir es kennen – entscheidenden chemischen Elemente in der inneren Galaxis allesamt (Grafik oben) häufiger als in der Umgebung der Sonne sind: Dort war die Sternbildung effizienter, und entsprechend mehr „Metalle“ blieben übrig. Aus den unterschiedlichen Elementen-Mustern in der Milchstraße folgt auch, dass felsige Planeten ganz unterschiedlich zusammengesetzt sein sollten. Die SDSS ist in ihrer Stufe IV derzeit rein spektral tätig – mit APOGEE-2, eBOSS und MaNGA – und macht keine Pretty Pictures. Ein Klon des APOGEE-Instruments ist gerade auf dem Weg zur chilenischen Sternwarte Las Campanas, wo es am du Pont Telescope den Teil der inneren Milchstraße erfassen soll, der der SDSS-Sternwarte in New Mexico entgeht (Grafik unten). An der SDSS arbeiten über 500 Wissenschaftler in aller Welt, wobei der Anteil von Minderheiten aber größer sein könnte.

Zwei Pulsare, die oft bzw. fast immer „ausgeschaltet“ sind

mit „An“-Zeiten von 30% und 0.8% der Zeit (wobei es bei letzterem aber mit einem Mal 16% waren), sind mit den Arecibo-Radioteleskop entdeckt worden: Das deutet auf eine größere Pulsar-Population als vermutet hin. Andere Erfolge von Arecibo (das mal wieder bedroht ist), die auf der 2. PK erwähnt wurden, waren die Entdeckung einer neuen Art ‚Vordergrund‘ in der Milchstraße aus ‚kalten‘ Elektronen im ISM, die die Hintergrundstrahlung vom Urknall überlagern, eine weitere Bestätigung der Konstanz von Alpha, der Feinstrukturkonstanten, und Beobachtungen des Quasars 3C273 mit RadioAstron und seiner enormen Strahlungstemperatur. Auch viele Tweets von einer Session zum Regierungswechsel, von einem Plenar-Talk von Wendy Freedman über die ‚tension‘ bei der Hubble-Konstanten abfotografierte Slides hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und es gibt auch Teleskope für die Kleinen auf der Tagung …

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2022±1 Jahr wird ein neuer Stern im Schwan erscheinen

und mit bloßem Auge sichtbar sein: Diese Vorhersage einer Roten Nova, die ein Astronomen bereits 2015 auf einer AAS-Tagung gemacht und letztes Jahr nochmals bekräftigt hatte, ist nun weiter präzisiert worden, wie jetzt auf der 5. PK berichtet wird. In einem von Kepler entdeckten Doppelstern spiralieren die beiden Sterne aufeinander zu, genau wie 2015 berechnet – und wenn sie fusionieren, sollte das System um einen Faktor 10’000 heller werden – und im Sternbild Cygnus ein neuer Stern erscheinen, den jeder sehen kann.

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Sreenshots von der Pressekonferenz: Der Perioden-Verfall des Systems folgt genau der Prognose von vor zwei Jahren – und damit ist es sehr wahrscheinlich, dass in fünf Hahren einige Monate lang ein Stern 2. Größe im Schwan erscheinen wird: Mal eine astrophysikalische Prognose, die jeder mit eigenen Augen überprüfen kann. Ein Press Release zu den neuen Erkenntnissen und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, von diesem Blogger hier und hier. In derselben PK ging es auch um einen Pulsar, der zum Magnetar zu werden scheint, Hubble-Spektren des ISM in Richtung der Reise der Voyager-Sonden und die besten Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung (ein paar Slides) – plus ein Bericht über den 2. Konferenz-Tag und ein 10-Minuten-Video u.a. mit Highlights.

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Ein Schatten wandert über die Staubscheibe von TW Hydrae

Das zeigen Aufnahmen mit dem Hubble-Instrument STIS: Er dreht sich alle 16.9 Jahre einmal ganz herum, was eine physische Scheibenrotation ausschließt, und hat eher etwas mit einer präzidierenden Innen-Scheibe zu tun. Weitere Themen der 7. PK waren Bestimmungen der Masse der Milchstraße durch die Bahnen von 143 Kugelsternhaufen, wobei rund 620 Mrd. Sonnenmassen innerhalb von 200 kpc mit einer Unsicherheit von 480 bis 780 Mrd. heraus kommen, NuSTAR-Beobachtungen an IC 3639 und NGC 1448, die hinter Staub verborgene Supermassive Schwarze Löcher aufspürten, und Emission von O++ von jungen Galaxien als markant aus dem Rahmen fallende ‚grüne‘ Strahlung (die auffällt, wenn man die Spektren von 5161 Galaxien addiert). Auch der auf der Tagung ergangene Aufruf zu Beobachtungen mit dem JWST – und ein Bericht zum 3. Konferenz-Tag.

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Ein Bild von HR 8799 und seinen vier Planeten mit dem neuen Instrument SCEXAO am Subaru-Teleskop – das sich in den nächsten Jahren an die Abbildung von Exo-Erden heranpirschen soll. Ebenfalls von der 6. PK Simualtionen von Sternen am Galaktischen Zentrum, die von Gezeitenkräften zerrissen werden, wobei sich in den Trümmern Klumpen bilden können, von denen auch welche in Erdnähe angekommen sein könnten (mit dem nächsten ca. 200 Parsec entfernt; mehr und mehr), Simulationen nach denen der hypothetische Planet Neun ein eingefangener Freier Planet sein könnte und Beobachtungen der Hubble-Spektrographen von Gaswolken bei HD 172555, die etwas an die in Beta Pictoris stürzenden Kometen erinnern. Und in der 8. und letzten PK ging es um die ToSoFi 2017 in den USA, die von AAS wie NASA auch als erhebliches logistisches Problem gesehen wird: 324 Leute oder 99% der Bevölkerung wohnen höchstens 900 Meilen vom Totalitätsstreifen entfernt. Dessen Bevölkerungsdichte sich vielerorten verdoppeln und streckenweise sogar vervierfachen würde, so Projektionen der AAS Solar Eclipse Task Force. Auch ein Bericht vom vierten Tag, Bilder von der Tagung, von Aktivitäten der SDSS und noch mehr, die diversen Preisträger und der Auftritt von Jung-Astronomen – also richtig jungen.


02.Jan 2017 | 00:45

Allgemeines Live-Blog vom 2. bis 4. Januar 2017


4. Januar

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2 NASA-Sonden zu Jupiters Trojanern und Asteroid Psyche

wird die NASA als die nächsten beiden Discovery-Missionen fliegen: Sie wurden aus fünf Finalisten ausgewählt (und zwei Venus-Vorschläge und das Asteroidenteleskop NEOCam nicht genommen, letzteres wird aber ein weiteres Jahr finanziert). Die Mission Lucy, benannt nach dem Urmenschen, soll 2021 beginnen und 2025 einen Asteroiden im Hauptgürtel und zwischen 2027 und 2033 gleich sechs jener Asteroiden besuchen, die den Riesenplaneten Jupiter in der Nähe seiner Lagrangepunkte L4 und L5 begleiten (Grafik): Dort hat sich noch nie eine Raumsonde umgesehen, nun kommen Instrumente zum Einsatz, die sich bereits auf New Horizons am Pluto bewährten bzw. auf OSIRIS-REx unterwegs sind. Die Mission Pysche geht 2023 zu dem gleichnamigen Asteroiden Nr. 16, der besonders metallreich zu sein scheint („Drei Jahre, 100 Nächte, …“ – letzter Satz): Nach Erd- und Mars-Gravity-Assists soll 2030 ein Orbit um Psyche eingenommen werden. [20:55 MEZ]

Auf einer Telecon zu der Auswahl wurde gerade mitgeteilt, dass zu den Zielen von Lucy die Trojaner Eurybates, der eine Kollions-Vergangenheit hat, und der Doppeltrojaner (617) Patroculus / Menoetius – Abstand 700 km – gehören, der besonders urtümlich sein sollte. [22:15 MEZ] Die Bilder von Psyche sollen sofort veröffentlicht werden, z.T. binnen einer halben Stunde! Das ist mal ’ne Aussage. [22:20 MEZ] Nachdem Lucy die Primärmission erfüllt hat, könnten weitere Ziele unter den Trojanern wie im Hauptgürtel angeflogen werden – darunter kurioserweise auch Psyche! Auch Artikel hier, hier und hier. [22:30 MEZ] Press Releases der zuständigen Institute zu Lucy und Psyche, ein NASA-Video und weitere Artikel hier und hier. [23:35 MEZ. NACHTRÄGE: weitere Press Releases hier, hier und hier, eine Slooh-Show zu Psyche und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier]

frb-slide

frb-gemini

frb-panel

Fast Radio Burst in sehr ferner Zwerggalaxie lokalisiert

Ein weiterer Schritt bei der mühsamen Aufklärung der Natur der Fast Radio Bursts, inzwischen 18 am Himmel bekannten Quellen, von denen 17 genau ein einziges Mal einen scharfen Radioblitz geschickt haben, FRB 121102 aber immer wieder blitzt. Das ermöglichte es dem Very Large Array, in nur 83 Beobachtungsstunden über 6 Monate des vergangenen Jahres verteilt gleich 9 dieser Blitze zu beobachten und so die Position auf 0,1 Bogensekunden einzugrenzen. Tiefe Aufnahmen mit dem 8-m-Gemini-Teleskop zeigten dann an dieser Stelle eine unscheinbare ferne Zwerggalaxie (Bild Mitte) mit nur 1/10 des Durchmessers der Milchstraße und 1/1000 ihrer Masse, die aber aktiv Sterne bildet und wegen ihrer Armut an schweren Elementen gerne kurzlebige massereiche, die bald wieder als Supernovae enden.

Das spricht für die Hypothese, dass junge Neutronensterne die Quelle des FRB-Phänomens sind (siehe z.B. hier und hier, „Fast Radio Bursts von jungen extragalaktischen Pulsaren?“), beweist sie aber natürlich noch nicht. Die Intensität der Blitze ist jedenfalls enorm und entspricht dem, was Aktive Galaktische Kerne zuweilen schaffen. An der vom VLA lokalisierten Stelle wurde auch eine permanente Radioquelle gefunden, deren Stärke ein wenig variiert und deren direkter Zusammenhang mit dem FRB unklar ist: Ihre Position konnte mit Interkontinental-VLBI wiederum auf 10 Millibogensekunden fest gelegt werden, identisch mit der zweier ebenfalls beobachteter Bursts und nicht im Zentrum der unscheinbaren Galaxie gelegen. Trotz der erfreulichen Lokalisierung der Ursprungsgalaxie eines FRB ist also noch vieles unbekannt, wie auch in der vergangenen Stunde auf einer Pressekonferenz in Texas (unten das Panel) klar wurde (das letzte Slide oben).

So bleibt neben der konkreten Natur der Quelle, die hier blitzt, zu klären, ob überhaupt alle FRBs dieselbe Art von Ursache haben – oder gerade der einzige bekannte Wiederholer unter ihnen vielleicht ein Exot ist. [19:00 MEZ] Die Schlussfolgerung eines Papers (wenn alle FRBs aus so unscheinbaren Galaxien kommen, helfen nur supergenaue Positionen bei der Zuordnung), weitere Press Releases hier, hier, hier und hier, mehr Visuals, ein Video und Artikel hier, hier, hier, hier und hier. [19:35 MEZ] Ein Paper über die Galaxie und ihre Rotverschiebung 0.193: Das bedeutet, dass das Licht 2.4 Mrd. Jahre unterwegs war bzw. die Quelle helligkeitsmäßig scheinbar 3.1 Mrd. Lichtjahre entfernt ist. Und ein Paper über die Astrometrie mit Interkontinental-VLBI. [19:50 MEZ. NACHTRÄGE: das VLA-Paper open access, weitere Press Releases hier und hier, wie die Quelle am Himmel steht, weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und ein, äh, exotisches Paper zu den FRBs …]


3. Januar

ulu

Der Uluru von einem ISS-Astronauten fotografiert letzten September – auch ein Safe Mode von Mars Odyssey, der Bohrer-Ärger Curiositys, der Status von Dawn, der Zweck von Chinas Mond-Programm, die Auswahl des Imaging X-ray Polarimetry Explorer (IXPE) als NASA-Mission, wo die Vibrations-Tests mit dem JWST inzwischen angekommen sind, langsame Fortschritte mit Spektr-RG, weitere kommerzielle Crew-Transport-Aufträge zur ISS, die erhoffte Rückkehr der Falcon 9 am 8.1. (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), das chinesische White Papermit vielen Ideen, die Anhebung der Bahnen der zu tief ausgesetzten Satelliten – und die Start-Statistik 2006 im Detail. [23:55 MEZ. NACHTRAG: noch viel mehr Statistik]


2. Januar

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Komet C/2016 U1 (NEOWISE) dreht auf – aber zu spät …

Auf dieser Aufnahme von Michael Jäger von gestern früh hat der einst von vorsichtigen Hoffnungen begleitete Komet (2. Artikel) einen beachtlichen Gasschweif von über 70 Bogenminuten entwickelt – doch was hilft’s? Die Helligkeit hat immer noch eine 8 vor dem Komma, und auch wenn sie bis zum erwarteten Maximum zum Perihel am 14. Januar noch um ein paar Größenklassen ansteigen dürfte (die meisten gehen von nur noch 2 mag. Zugewinn aus), würde es dem Kometen nichts nützen: Die Höhe über dem Horizont bei Dämmerungsbeginn fällt von 11° heute auf 7° am 5. und 2° am 8. Januar, so dass jede Menge Licht und Kontrast durch Luftmassen im Weg verloren gehen, und selbst beim Beginn der nautischen Dämmerung steht der Komet am 8. Januar nur 7° bzw. 3° am 11. Januar hoch.

Was von ihm bleiben wird, ist eher ein Schwall absurder Artikel mit Statements wie „Komet C/2016 U1 NEOWISE könnte mit bloßem Auge sichtbar sein“ (nicht von der BILD-Zeitung sondern einem großen deutschen Wissenschafts-Verlag verbrochen!): Die Ursache ist ein irreführender Press Release des JPL, der dann allerorten ohne Nachdenken kopiert wurde. Auch der Komet 45P/H-M-P gestern mit dem Mond hier genial getroffen aus Japan und auch hier zu sehen, mit dem Mond versteckt, eine Animation eines langlebigen persistent train (keine ‚Rauchspur‘ natürlich) nach einer Feuerkugel – und das drohende Ende des McMath-Sonnenteleskops, des Wahrzeichens des Kitt Peak National Observatory in Arizona. [0:45 MEZ. NACHTRAG: Standbilder des persistent trains] Noch ein Komet-Mond-Paar von vorgestern aus Korea: Bum-Suk Yeom am 31.12. um 9:58 UTC mit einem Nikkor 105 mm und einer EOS 6D bei ISO 800, f/5.6, 30 Sek. x 2. Und der Mond nahe der Venus heute, aus Japan, Indonesien, Australien und Malaysia. [14:25 MEZ]

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Der Mond, auch mit Erdschein, die Venus, ein Flugzeug und der Mars heute Abend aus Bochum von diesem Blogger. [18:45 MEZ] Der Mond, der Erdschein, die Konstellation hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier von anderen – und der Komet Johnson heute, der im Frühjahr noch besser werden sollte. [19:20 MEZ] Mehr Konstellationen hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie der schwache Komet 43P/Wolf–Harrington heute – und ein sehr ungewöhnliches Bild von Messier 31 mit galaktischem Zirrus drumrum. [20:45 MEZ. NACHTRAG: viele Details zu dem Bild] Noch mehr Konstellationen hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Mars bei Neptun hier und hier und Komet HMP heute hier = hier. [23:45 MEZ. NACHTRÄGE: die heutige Konstellation sehr tief belichtet und sogar mit dem Kometen im Bild, dieser mit langem Schweif trotz widriger Umstände, auch alle hellen mit Neptun im Bild sowie Medien-Reaktionen in China auf die Mond-Venus-Konjunktion und die Konstellation später über Honduras – und wieder später der Mond dicht beim Mars über Japan am 3.1.]


Hintergrundbilder (c) OEWF