ÖWF / Polares auf einen Blick

ESA Nachrichten

03.Feb 2014 | 12:56

Robotic Exploration:ExoMars orbiter core module completed

The ExoMars Trace Gas Orbiter module consisting of the spacecraft structure, thermal control and propulsion systems was handed over by OHB System to Thales Alenia Space France at a ceremony held in Bremen, Germany, today.
08.Nov 2013 | 11:30

Robotic Exploration:ExoMars lander module named Schiaparelli

The entry, descent and landing demonstrator module that will fly on the 2016 ExoMars mission has been named 'Schiaparelli' in honour of the Italian astronomer Giovanni Schiaparelli, who famously mapped the Red Planet's surface features in the 19th century.
19.Oct 2017 | 17:55

Roving on the Moon


Operations image of the week: Teams in Europe are driving a rover in Canada across a simulated Moonscape
19.Oct 2017 | 14:30

Earth from Space


Join us Friday, 20 October, at 10:00 CEST for the ‘Earth from Space’ video programme
18.Oct 2017 | 17:10

Galileo inside


Technology image of the week: Europe’s Galileo satnav system at work on smartphones
18.Oct 2017 | 08:30

Speeding up cancer screening


Delivering breast cancer screening results in a day instead of today’s standard two weeks is being proposed by an ESA incubator start-up company using paperless technology and online image transfers. Screening vans are already on the streets.

17.Oct 2017 | 17:44

Space2Health: the hackathon


What better way to show your love of science than entering a hackathon? Organised by the Merck science and technology company, alongside ESA, the Space2Health hackathon recently attracted a set of talented individuals who crunched numbers in a 24-hour event to find the best solution to one of the set challenges.

17.Oct 2017 | 14:20

Testing for Mars


Human spaceflight and robotic exploration image of the week: Underground excavation
10.Oct 2017 | 15:40

New crew and new research in Antarctica


The Concordia research station in Antarctica is a place of extremes: for nine months no supplies can be delivered, the nearest living beings are 600 km away at the Russian Vostok station, and the Sun does not rise above the horizon for four months in the winter. 

02.Oct 2017 | 13:35

Rise of the planets


Venus, Mars, Mercury and the Moon rising as lightning strikes Earth in this video timelapse from ESA astronaut Paolo Nespoli
29.Sep 2017 | 11:05

Telemedicine via satellite improves care at astronaut landings


Tempus Pro, a portable vital-signs monitor offering telemedicine via satellite, is helping medics at ESA astronaut landings. Thomas Pesquet was the first to benefit at the end of his mission in May.

26.Sep 2017 | 14:37

New radiation research programme for human spaceflight


ESA is announcing a new programme for conducting research into radiation and how to protect astronauts from space radiation. Teaming up with five particle accelerators in Europe, we are offering researchers slots to bombard samples with radiation.

Cosmic radiation is considered to be the main health hazard to human spaceflight and exploration of the Moon, Mars and beyond. Finding ways to limit the harmful effects are increasingly important as we embark on longer missions further from Earth.

Our atmosphere protects us on the ground from the constant barrage of cosmic radiation, but venture 50 km up – the International Space Station circles at around 400 km – and the only thing protecting astronauts is the hull or their spacesuits. The longer the exposure, the higher the risk of developing cancer, central nervous system disorders, cardiovascular problems and tissue degeneration.

ESA Top Multimedia

Galileo in smartphones

26.Sep 2017 | 14:37

A glimpse of the future

26.Sep 2017 | 14:37

Ireland signs up for Sentinel data

26.Sep 2017 | 14:37

Testing (under)ground for Mars

26.Sep 2017 | 14:37

Hurricane Ophelia’s temperature

26.Sep 2017 | 14:37

Sustenance from the sands

26.Sep 2017 | 14:37

Weltraum Nachrichten von Online Zeitungen

19.Oct 2017 | 11:24

Problem bei Sojus-Landung: Druckabfall in der Kapsel

Bei der Landung von drei Raumfahrern im April gab es einen Vorfall mit einer russischen Sojus-Kapsel. Das wurde erst jetzt bekannt.
18.Oct 2017 | 12:34

Weltraumprogramm: Chinas Traum vom Mond-Bergbau

China vermutet auf dem Mond riesige Mengen Rohstoffe - und träumt von deren Erschließung. Das ambitionierte Weltraumprogramm des Landes verfolgt auch politische Ziele.
17.Oct 2017 | 10:28

Absturz von chinesischem Raumlabor: Trümmer von "Tiangong 1" könnten auf Erde treffen

Das außer Kontrolle geratene chinesische Raumlabor "Tiangong 1" wird spätestens im April 2018 gen Erde stürzen. Da nicht alle Teile in der Atmosphäre verglühen, warnen Experten vor Trümmerteilen.
16.Oct 2017 | 16:05

Gravitationswellen: Zwei Sterne sterben - und wir sehen zu wie noch nie

Mit Dutzenden Teleskopen haben Forscher beobachtet, wie zwei Neutronensterne kollidieren. Erstmals konnten sie auch Gravitationswellen der kosmischen Katastrophe messen. Es ist der Start eines neuen Zeitalters der Astronomie.
16.Oct 2017 | 14:45

Satellitenbild der Woche: Diabolischer Wind

In Kalifornien toben die schlimmsten Waldbrände in der Geschichte des US-Bundesstaats. Das Satellitenbild zeigt einen der Gründe für die Katastrophe.
20.Oct 2017 | 06:00

Lavaröhre - Riesige Mondhöhle könnte künftigen Kolonisten Schutz bieten

Astronomen erfassten mithilfe der japanischen Sonde Selene ein 50 Kilometer langes und 100 Meter breites Höhlensystem
18.Oct 2017 | 18:26

Defekt - Nasa berichtet von Zwischenfall bei Landung einer Sojus-Kapsel

Im April kam es bei Sojus MS-02 mit drei Raumfahrern an Bord zu einem Druckabfall
18.Oct 2017 | 14:28

Terra Incognita - Astronomen kartieren die "dunkle Seite" der Milchstraße

Rekordmessung von Regionen jenseits des galaktischen Zentrums sorgt für ein besseres Bild unserer Heimatgalaxie
17.Oct 2017 | 15:51

Saturn-Mission - Nasa rekonstruiert die letzten Minuten von Cassini

Die erste Analyse der letzten Daten der Saturn-Sonde illustriert die finalen Momente von Cassini
16.Oct 2017 | 19:37

Sauwetter - Sintflutartiger Regen überschwemmt den Saturnmond Titan

Unerwartet heftige Methan-Regenstürme toben alle paar Jahrzehnte auf dem größten Mond des Saturn – und prägen dessen Oberfläche
05.Sep 2017 | 17:47

Voyager-Sonden: Die lange Reise zu den Außerirdischen

Seit 40 Jahren jagen die Nasa-Sonden "Voyager 1" und "Voyager 2" durchs All. Sie haben Erkenntnisse über ferne Planeten geliefert. Für fremde Zivilisationen haben sie sogar ein Geschenk an Bord.
21.Jun 2017 | 18:09

Stephen Hawking: "Die Menschheit ist verloren, wenn wir nicht die Erde verlassen"

Der bekannte Astrophysiker Stephen Hawking mahnt zur Eile: In den kommenden acht Jahren sollte die Welt Menschen zum Mars schicken, innerhalb von 30 Jahren eine Mondbasis bauen. Viel Zeit bleibe nicht mehr.
08.Jun 2017 | 09:39

Raumfahrt: Nasa verstärkt erstmals seit Jahren wieder Astronauten-Team

Seit Einstellung des Space-Shuttle-Programms 2011 haben die USA keine bemannten Raumflüge mehr durchgeführt. Das könnte sich bald ändern. Auf die zwölf Stellen hatten sich 18.300 Menschen beworben.
08.Jun 2017 | 09:15

Weltraum: Forscher finden neue Anwendung von Einsteins Relativitätstheorie

US-Astronomen konnten ein seltenes Naturschauspiel beobachten. Beim Vorbeiflug zweier Planeten sahen sie den sogenannten "Einsteinring". Dieses Phänomen lässt für die Wissenschaftler einige Rückschlüsse zu.
07.Jun 2017 | 17:19

Chang'e 5: China will Steine vom Mond holen

Steine vom Erdtrabanten hat die Menschheit zuletzt vor 41 Jahren nach einer sowjetischen Mondmission bekommen. Jetzt wird es wieder eine kommunistische Mission sein, die schürft: China macht sich auf den Weg.

Weltraum Blogs

03.Sep 2012 | 16:49

ScienceBlogs.de bekommt eine neue Software und macht Pause

Es ist endlich soweit. ScienceBlogs.de wird auf eine neue Software (WordPress) umgestellt. Dann sollten die ganzen Macken und technische Probleme die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, endlich verschwinden. Die Umstellung erfolgt heute Nacht, um Mitternacht geht es los. ScienceBlogs wird dann eine ganze Weile nicht erreichbar sein. Im Laufe des Dienstag Nachmittag müsste dann alles wieder funktionieren. Hoffen zumindest alle... Vielleicht funktioniert auch nichts mehr und es dauert länger, bis alles wieder normal läuft. Wir werden sehen. Ich hab noch keine Ahnung, wie das neue ScienceBlogs aussehen wird. Ich wäre schon zufrieden damit, wenn alle meine Artikel und alle Kommentare dazu den Umzug heil überstehen... Also drückt die Daumen!


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03.Sep 2012 | 12:25

Barnards Stern hat keine Planeten

Barnards Stern hat keine Planeten. Warum sollte das interessant sein, wo doch sonst immer nur von Sternen berichtet wird, bei denen man Planeten entdeckt hat? Erstmal ist auch ein negatives Resultat ein Resultat. Es mag nicht so sexy sein, wie die Entdeckung eines neuen Planetensystems, aber wenn wir wissen, dass es irgendwo keine Planeten gibt, sagt uns das auch etwas. Und dann ist Barnards Stern ein Sonderfall. Denn hier gab es seit Jahrzehnten Diskussionen, oft sogar Streit, darüber, ob sich dort Planeten befinden oder nicht.

Barnards Stern ist nur 6 Lichtjahre entfernt und damit der viertnächste Nachbar der Sonne (oder der zweitnächste, wenn man die drei Sterne des Alpha-Centauri-Systems zu einem zusammenfasst). Er ist so nahe, dass man seine Eigenbewegung sehr gut sehen kann und weil er sich so schnell bewegt, wird er oft auch "Barnards Pfeilstern" genannt. Dieses Bild zeigt, wie er sich zwischen 2001 und 2010 über den Himmel bewegt hat:

Barnard_Star_2001-2010.gif

Bild: Alejandro Sanz Gómez, CC-BY-SA 2.5

So ein interessanter Stern wurde natürlich oft und ausgiebig beobachtet. Wegen seiner schnellen Bewegung hat man besonders viele und genaue Positionsmessungen angestellt. Und in den 1960er und 1970er Jahren kam der Astronom Peter van de Kamp zu dem Schluss, dass sich dort 2 Planeten befinden müssten. Denn der Stern zog nicht einfach in einer geraden Linie über den Himmel, sondern wackelte hin und her. Der Grund dafür sollte die gravitative Störung der Planeten sein, die den Stern ein bisschen wackeln ließen. Die Entdeckung extrasolarer Planeten in den 1970er Jahren wäre eine große Sensation gewesen. Aber die Kollegen waren nicht überzeugt. Andere Astronomen zeigten, dass vermutlich ein technischer Fehler am Teleskop für das Wackeln des Sterns verantwortlich war. Aber van de Kamp war weiter von der Existenz seiner Planeten überzeugt. Zwei Stück, ungefähr halb so groß wie Jupiter sollten Barnards Stern umkreisen.

Die Sache blieb zweifelhaft, die Beobachtungen konnten nie bestätigt werden und es dauerte bis 1995, bevor der erste wirklich zweifelsfrei bestätigte extrasolare Planet entdeckt wurde. Eine Gruppe amerikanischer Astronomen hat nun noch einmal genau nachgesehen und kommt zu dem Schluß: van de Kamps Planeten existieren nicht. Sie haben Beobachtungsdaten aus den letzten 25 Jahren kombiniert und neu ausgewertet. Im Gegensatz zu van de Kamp haben sie sich nicht auf die Positionsänderungen des Sterns verlassen, sondern seine Radialgeschwindigkeit beobachtet. Auch mit dieser Methode misst man das Wackeln des Sterns, allerdings auf andere Art und Weise. Die Ergebnisse sind ziemlich deutlich:

barnard.png

Bild: Choi et al. (2012)

Die grünen und gelben Punkte sind die Messungen. Wenn der Stern keine Planeten hat, dann sollten sie alle auf der Nulllinie in der Mitte des Diagramms liegen. Wenn van de Kamps Planeten existieren, dann sollten die Punkte dem Verlauf der blauen oder rote Linie folgen. Das tun sie aber nicht, sondern liegen tatsächlich - innerhalb der Fehlerbalken - auf der Nulllinie.

Komplett ausschließen können die Forscher die Existenz von Planeten natürlich noch nicht. Ganz kleine Planeten könnte es noch geben. Aber sicherlich nichts, was größer ist als ein paar Erdmassen. Und auf jeden Fall keine Planeten, wie sie van de Kamp gefunden zu haben glaubte.

Barnards Stern hat also keine Planeten. Aber er wird weiter ein interessantes Forschungsobjekt bleiben, auch weil er der Sonne immer näher kommt. In knapp 10000 Jahren wird er sich bis auf 3,8 Lichtjahre angenähert haben. Ich würde gerne wissen, was die Astronomen bis dahin so alles herausgefunden haben...


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03.Sep 2012 | 10:00

Die Landkarte der Physik

1939 hat Bernard H. Porter die optimale Fusion aus Geografie und Physik erschaffen:

"[A] map of physics, containing a brief historical outline of the subject as will be of interest to physicists, students, laymen at large; Also giving a description of the land of physics as seen by the daring sould who venture there; And more particularly the location of villages (named after pioneer physicists) as found by the many rivers; Also the date of founding of each village; As well as the date of its extinction; and finally a collection of various and sundry symbols frequently met with on the trip."

1939-map-of-physics-h2.jpg

Wirklich cool! Da würde ich gern mal Urlaub machen. Eine kleiner Wanderung von der Astronomie ganz im Westen bis hin zur Astrophysik im Osten und dann an Herschel, Newton und Ptolemäus an den Lichtstrand und ein wenig entspannen ;)

Eigentlich fehlen nur noch 2 Dinge: Eine hochauflösende Version dieser Karte, damit man sie als Poster für die Wand ausdrucken kann. Und eine aktualisierte Version, die die Entwicklung der Physik seit 1939 inkludiert. Seit damals haben die Wissenschaftler ja jede Menge Neuland entdeckt!

(via Strange Maps)

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02.Sep 2012 | 15:40

Terminkalender September

Da ich in den nächsten Monaten diverse Vorträge und Lesungen an diversen Orten halte, dachte ich, ich sag mal Bescheid, wo ich überall sein werde. Vielleicht sieht man sich ja irgendwo.

  • 12.September, Seeheim-Jugenheim: Am 12 und 13 September finden die Bergsträsser Weltraumtage statt. Veranstaltet von der Deutschen Gesellschaft für Schulastronomie gibt es dort jede Menge populärwissenschaftliche Vorträge über Astronomie - zum Beispiel über die Suche nach Außerirdischen, den Bau eines Weltraumfahrstuhls oder die Geschichte der Raumfahrt in Kinofilmen. Ich werde dort am 12. September um 20 Uhr einen Vortrag zum Thema "Krawumm - Wahre und falsche Weltuntergänge" halten und dabei auch aus meinen Büchern vorlesen.

  • 25. September, Solingen: Am 25. September um 19.30 werde ich in der Sternwarte Solingen einen Vortrag zum Thema "Weltuntergang 2012? Keine Panik!" halten.
  • 24-28 September, Hamburg: Von 24 bis 28. September findet in Hamburg die große Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft statt. Dort werde ich zwar keinen Vortrag halten, aber trotzdem anwesend sein (zumindest von 26. bis 28., vorher muss ich ja noch nach Solingen). Wird sicher interessant und vielleicht sieht man sich ja!



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02.Sep 2012 | 14:26

Ein Krawumm geht um die Welt (21): Москва́

Letztes Mal war das Krawumm auf seiner Reise durch die Welt bei der chinesischen Mauer angelangt. Und wenn wir schon mal bei den großen Sehenswürdigkeiten sind, dann passt auch dieses Foto von Leser Robert. Krawumm in Moskau!

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Was bisher geschah: Teil 1: Die staubige Fabrik, Teil 2: Rindviecher, Teil 3: Das Krawumm will hoch hinaus, Teil 4: Eishockey und Nobelpreis, Teil 5: Der Weltskeptikerkongress, Teil 6: James Randi!, Teil 7: Bulgarische Berge, Teil 8: Auf hoher See, Teil 9: Das Buch im Transit, Teil 10: Der Berliner Flughafen, Teil 11: Flauschige Eichhörnchen, Teil 12: Der Bund fürs Leben, Teil 13: Der weiße Gott, Teil 14: Besuch auf Tatooine, Teil 15: Bei den alten Römern, Teil 16: Gaudi in Barcelona, Teil 17: Geysire im Yellowstone-Park, Teil 18: Urlaubslektüre in Antalya, Teil 19: Das Unheil kommt von oben, Teil 20: Die chinesische Mauer
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19.Oct 2017 | 22:42

Video: Blue Origin Completes First BE-4 Hot Fire

First hotfire of our BE-4 engine is a success #GradatimFerociter pic.twitter.com/xuotdzfDjF

— Blue Origin (@blueorigin) October 19, 2017

19.Oct 2017 | 19:31

A Look Inside Relativity Space

19.Oct 2017 | 19:24

Iridium to Use Flight Proven Falcon 9 First Stages for Next Two Launches

The SpaceX Falcon 9 first stage booster is seen as it lands shortly after launching the Dragon spacecraft from pad 39A at NASA’s Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida, Saturday, June 3, 2017. (Credit: NASA/Bill Ingalls)

MCLEAN, Va., Oct. 19, 2017 (Iridium Communications PR) — Iridium Communications Inc. (NASDAQ:IRDM) announced today that the fourth Iridium NEXT launch has been targeted by SpaceX for December 22, 2017 at 5:26 p.m. PT [1:26 a.m. UTC on Dec. 23], from Vandenberg Air Force Base.

This launch signifies the mid-way point of the Iridium NEXT launch program and will deliver another 10 satellites to orbit, bringing the total number deployed to 40. Targeted for just over two months after the third Iridium NEXT launch, this December date enables Iridium to maintain its planned cadence of completing all launches by mid-2018, even with SpaceX’s busy launch manifest.

To date, 30 Iridium NEXT satellites have been deployed, many of which are already providing service to customers. The new satellites are also now undergoing on-orbit testing for Iridium CertusSM, a major milestone on the path to introducing the company’s next generation broadband service. Iridium Certus will feature small form factor, cost-effective terminals and antennas, and ultimately offer the fastest L-band broadband solution available, supported by the world’s only truly global network.

In addition to the fourth launch date, Iridium also announced it has reached agreement with SpaceX to utilize flight-proven first stages for the next two Iridium launches. Iridium conducted extensive due diligence work and is fully confident in the SpaceX booster refurbishment program.

“I believe that reusability is the future for satellite launches, and I think SpaceX has intelligently built their Falcon 9 program around this strategy,” said Iridium CEO Matt Desch. “With three successful flight-proven Falcon 9 launches already this year, we’re excited to show leadership towards the sustainable access to space, while also making sure we maintain our cadence to complete the five remaining Iridium NEXT launches by the middle of next year.”

Iridium confirmed with its insurers that there is no increase in premium for the launch program as a result of the use of flight-proven Falcon 9 rockets, further supporting Iridium’s conclusion that the risk profile is unchanged.

Iridium NEXT is the company’s $3 billion, next-generation, mobile, global satellite network scheduled for completion in 2018. Iridium NEXT will replace the company’s existing global constellation in one of the largest technology upgrades ever completed in space. It represents the evolution of critical communications infrastructure that governments and organizations worldwide rely upon to drive business, enable connectivity, empower disaster relief efforts and more. Iridium NEXT will enable and introduce new services like the company’s next-generation communications platform, Iridium Certus, and the AireonSM space-based ADS-B aircraft surveillance and flight tracking network.

For more information about Iridium NEXT, please visit www.IridiumNEXT.com.

About Iridium Communications Inc.

Iridium is the only mobile voice and data satellite communications network that spans the entire globe. Iridium enables connections between people, organizations and assets to and from anywhere, in real time. Together with its ecosystem of partner companies, Iridium delivers an innovative and rich portfolio of reliable solutions for markets that require truly global communications. The company has a major development program underway for its next-generation network — Iridium NEXT. Iridium Communications Inc. is headquartered in McLean, Va., U.S.A., and its common stock trades on the NASDAQ Global Select Market under the ticker symbol IRDM. For more information about Iridium products, services and partner solutions, visit www.iridium.com.

19.Oct 2017 | 19:13

D-Orbit, Sky & Space Global to Collaborate on SAS Nanosat Constellation

  • Sky and Space Global (SAS) has signed a binding agreement with Italian space system company, D-Orbit, to provide launch and deployment services for the upcoming roll-out of the SAS nanosatellite constellation
  • The partnership will allow SAS to maximize the operational capabilities and potential revenue generation for their upcoming nanosatellite constellation
  • The agreement follows the recent announcement of the Pearls, the next generation of SAS nanosatellites, which will be launched into space and were unveiled at the International
    Astronautical Congress in Adelaide in September
  • This partnership demonstrates SAS’ strong commitment to the success of its constellation launch plans and delivering on its promises to investors and shareholders

PERTH, Australia (Sky and Space Global PR) — Sky and Space Global (ASX:SAS) is delighted to announce that it has signed a binding agreement with D-Orbit, an Italian space system company, to provide launch and deployment services for the upcoming roll-out of the SAS nanosatellite constellation.

D-Orbit offers a unique launch and deployment service specifically tailored for nanosatellites which will allow SAS to maximize the operational capabilities and potential revenue generation for their upcoming constellation. Following the industry-leading success of the first phone call in space facilitated by nanosatellites, Sky and Space Global is planning to launch a constellation of 200 nano-satellites by 2020. The constellation will provide full coverage of the equatorial areas of South America, Central Africa, and Southeast Asia.

Sky and Space Global unveiled the design of the ‘Pearls’, its new generation of nanosatellites which will be launching into space, during the 68th International Astronautical Congress in Adelaide, Australia. The first Pearls nanosatellites will be launched in 2018 and are designed to achieve SAS’ ultimate goal of providing affordable communication services around the world. The satellites will be controlled by a proprietary network management software platform enabling the constellation to automatically manage, monitor, and control its motions in orbit.

D-Orbit will support the launch and deployment of the nanosatellites in space via its ‘InOrbit NOW’ services. Through precision deployment and fast dispersion, D-Orbit aims to allow space missions to start faster, and in optimal operational conditions.

Meir Moalem, CEO of Sky and Space Global said:

“This partnership demonstrates our strong commitment to launching our constellation of nanosatellites by 2020 and working with the best in the industry to deliver on our promises to investors and shareholders. We are very excited about the partnership with D-Orbit and we look forward to working together to launch the full Pearls nanosatellite constellation and providing affordable communication services to Anyone, Anywhere, Anytime.”

Luca Rossettini, D-Orbit’s CEO, commented:

“In D-Orbit we believe in people and long-term partnerships. SAS is building a disruptive business delivering benefit to the worldwide population, and this agreement is an important milestone for D-Orbit and the first stone paving a long, shared path. The affinity of principle, the complementarity of our businesses and especially the common intent for a better world will guide our steps towards a brighter future: for D-Orbit, for SAS and the entire planet Earth.”

About Sky and Space Global Ltd

Sky and Space Global Ltd is an ASX listed (SAS) satellite company with European and Israeli centres of Aerospace, Satellite and Software Industry Experts.

The Company’s core business is to operate a communications infrastructure based on nanosatellite technology and develop highly sophisticated software systems that will deploy, maintain orbit control and handle the communication network in space to provide a global coverage. The Company successfully launched its first three nano-satellites, the ‘3 Diamonds’, into space in June 2017 and is preparing for the launch of a constellation of 200 more nano-satellites by 2020.

The Company’s vision is to provide affordable nanosatellite communication coverage to anyone, anywhere with relatively low maintenance costs. This will enable Sky and Space Global to deliver cost-effective communications infrastructure and services to the telecommunications and international transport industries. Sky and Space Global Ltd owns 100% of Sky and Space Global (UK) Limited.

19.Oct 2017 | 18:32

Interorbital Rolls Out Neptune CPM 2.0 Rocket for Tests

Interorbital Rolls out NEPTUNE CPM 2.0 Test Rocket!
Successfully conducts water-flow test 10/16/17 pic.twitter.com/NszpNVFPcK

— Randa Milliron (@interorbital) October 17, 2017

12.Oct 2017 | 17:02

SpaceX: EchoStar 105/SES 11 im All, 1. Stufe gelandet

EchoStar 105/SES 11 ist nach Start von Cape Canaveral am 11. Oktober 2017 im All. Die erste Stufe der verwendeten Trägerrakete von SpaceX ist auf der Seeplattform "Of course I still love you" gelandet.
11.Oct 2017 | 09:08

China: Satellitentriplet Yaogan-30 01 gestartet

Drei offiziell elektromagnetischen Untersuchungen und weiteren Experimenten gewidmete Fernerkundungssatelliten aus China gelangten am 29. September 2017 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Xichang Satellite Launch Center (XSLC) in der Provinz Sichuan.
10.Oct 2017 | 12:21

China: Erdbeobachter VRSS 2 für Venezuela gestartet

Der für Venezuela gebaute Erdbeobachtungssatellit VRSS 2 gelangte am 9. Oktober 2017 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Jiuquan Satellite Launch Center (JSLC) in der autonomen Region Innere Mongolei im Nordwesten Chinas.
03.Oct 2017 | 10:56

Baikonur und Kasachstan - ein Raumfahrt(reise)bericht

Raketenstarts von Baikonur, unbemannt oder bemannt, sind heutzutage alltäglich. Immer noch nicht alltäglich sind aber Reisen zu solchen Starts. Und für viele ist es ein unerfüllbarer Traum. Unser Forums-Mitglied Axel Monse hat sich diesen Traum erfüllt. Und hier ist sein Bericht ...
02.Oct 2017 | 12:20

Proton-M bringt AsiaSat 9 ins All

Am 28. September 2017 startete eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe in Baikonur, um den Kommunikationssatelliten AsiaSat 9 in den Weltraum zu transportieren. Nach rund neuneinviertel Stunden Flug wurde der Satellit im All ausgesetzt.
13.Oct 2017 | 13:30

VaPER-Studie Teil 3: Was ist ein Medical?

AugenuntersuchungenSuchend bewegt sich das Auge auf dem Bildschirm hin und her, dann blickt es starr nach vorn. Nur wenige Sekunden, länger dauert es nicht, um die Fehlsichtigkeit des Auges mit dem Refraktometer zu messen. Doch hierbei handelt es sich nicht um einen Routinebesuch beim Optiker. Diese Sehschärfebestimmung gehörte zu einer ganzen Reihe von Voruntersuchungen für die VaPER-Studie, bei der sich 12 Probandinnen und Probanden für 30 Tage im :envihab beim DLR in Köln ins Bett legen.
10.Oct 2017 | 15:00

Larsen C: Antarktischer Riese in Bewegung

Es war eine Weile ruhig um den Larsen-C-Eisberg mit der Nummer A68. Nachdem sein Abbruch im Juli 2017 für ein starkes Medienecho sorgte, wird nun erneut über ihn berichtet. Was ist geschehen?
04.Oct 2017 | 15:50

VaPER-Studie Teil 2: Von 4.500 Bewerbern auf 12 Probanden – Wie findet man geeignete Teilnehmer?

Jede Menge Ordner für die VaPER-Studie"Die häufigsten Fragen waren eigentlich ‚Tut das weh?‘ oder ‚Muss man wirklich die ganze Zeit liegen bleiben?‘", erzählt Andrea Nitsche von den über 4.500 Rückmeldungen, die auf den Probandenaufruf für die Bettruhe-Studie VaPER folgten. Sie ist Mitglied des DLR-Studienteams und verantwortlich für die Rekrutierung der 12 Probanden.
29.Sep 2017 | 14:30

VaPER-Studie Teil 1 - Warum legt das DLR Menschen für 30 Tage ins Bett?

Ein Astronaut auf der Internationalen Raumstation ISS benutzt seinen Körper nicht mehr so, wie wir ihn auf der Erde beanspruchen. Als Konsequenz verändert er sich - direkt und indirekt. Ohne Schwerkraft bilden sich Muskeln und Knochen zurück. Außerdem sorgt die Schwerelosigkeit dafür, dass sich die Körperflüssigkeiten Richtung Oberkörper verschieben; das Herz-Kreislauf-System wird weniger beansprucht, da es nicht mehr gegen die Schwerkraft arbeiten muss. Diese Flüssigkeitsverschiebung lässt die Schleimhäute in Mund, Nase und Rachen wie bei einer Erkältung anschwellen ('puffy face') und die Beine wiederum buchstäblich dünner werden ('chicken legs').
05.Sep 2017 | 10:09

5 ist Trumpf: Countdown für Ariane 5 zu Start 5 in diesem Jahr

+++ Update: Der Start der Ariane 5 wurde gestern kurz vor Lift-off abgebrochen. Nach dem Zünden des Haupttriebwerks kam es zu einem automatischen Abbruch der Startsequenz, ausgelöst durch den Bordcomputer. Die Ursache ist noch nicht bekannt. +++
13.Oct 2016 | 12:00

Young Researcher Ujwal Gadiraju Wants to Crowd Source Solutions to Big Problems

I had the pleasure of meeting Ujwal Gadiraju in Heidelberg last week at this year’s Forum. He warned me he could go on forever about his research, and he wasn’t entirely wrong; the only thing stopping … Weiterlesen
13.Oct 2016 | 11:40

Comicfilm gegen Kopfschmerz für Kinder und Jugendliche – Macht mit und stimmt ab!

Anfang des Jahres erschien ein Animationsfilm gegen Migräne und Kopfschmerzen für Kinder und Jugendliche. Ein Migräne-„Ei“ mit blauer Mütze erklärt in einfacher Sprache verständlich was bei Migräne passiert und gibt viele Tipps. Dieses Video zählt zu den 24 … Weiterlesen
13.Oct 2016 | 09:00

Schiaparelli-Landung auf Mars: Simulation der Kamera-Bilder

Ein aktueller Artikel im Webauftritt der ESA zeigt Simulationen der Bilder, die die Abstiegskamera „Descent Camera“ auf dem Landedemonstrationsmodul Schiaparelli während des Abstiegs machen wird.
13.Oct 2016 | 07:26

Poetische Nummerologie

The 10 most Influential Poets in History Nein, es sind – vielleicht mit einer Ausnahme – nicht die ‚einflussreichsten Dichter‘ aller Zeiten, vermutlich nicht einmal die einflussreichsten der westlichen Welt. Dafür sind zu wenig nicht-englischsprachige Poeten … Weiterlesen
12.Oct 2016 | 23:17

Der Trump-Reflex: Was verbale Aggression mit uns macht und wie wir stark bleiben

Michaela Brohm-Badry‘ Hier der Tipp des Tages: Wenn Sie mal so richtig „schlecht drauf“ sein wollen, nutzen Sie den Donald-Trump-Beleidigungs-Generator. Man gibt den eigenen Namen ein (oder den eines Freundes 😉 ) und schnurstracks kommentiert … Weiterlesen
12.Oct 2017 | 01:00

Allgemeines Live-Blog vom 12. bis 16. 10. 2017


16. Oktober

Raumschrott verglühte spektakulär über arabischen Ländern

heute Abend: sehr wahrscheinlich die Oberstufe der Soyuz mit dem Progress, wie auch Analysen in der Region besagen: weitere Videos hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Bereits im September ist das InflateSail verglüht, während es Sentinel-5b gut geht, und die Einschlagstelle von SMART-1 ist gefunden. Und es gab heute noch eine Pressekonferenz: über allerlei Erkenntnisse von Cassini am Saturn, am Rande einer Tagung in Utah. [21:05 MESZ – Ende. NACHTRÄGE: eine Aufzeichnung der PK („DPS 49“, 1. Eintrag), weitere Cassini-Items hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und ein 7-Minuten-Video über den Reentry und weitere Visuals]

Die Ära der Multi-Messenger-Astronomie hat begonnen

mit der Beobachtung der ersten „Kilonova“ per Gravitationswellen und Gamma-Blitz gleichzeitig am 17. August nach der Verschmelzung zweier Neutronensterne und der weiteren Verfolgung der Explosion in zig Wellenlängen des elektromagnetischen Spektrums in den folgenden Wochen: oben ein Bild mit dem VISTA-Teleskop der ESO (es ist der rötliche Punkt links oberhalb des Zentrums der Galaxie NGC 4993), unten die Lichtkurve bei verschiedenen Wellenlängen, dazwischen eine Mini-Doku aus Sicht des Las Cumbres Observatory mit seinen Teleskopen rund um die Welt; aktuelle Papers zum Kilo-Nova-Komplex gibt es hier und hier – und da war auch ein möglicher früherer Fall. Zum neuen jedenfalls beginnen in dieser Minute Pressekonferenzen an vielen Orten auf der Welt, wie Einladungen z.B. hier, hier, hier, hier, hier und hier zu entnehmen ist: Die zentrale PK in Washington, DC wird hier, hier und hier gestreamt, die der ESO hier – und es gibt schon seit ein paar Stunden eine Bingo-Karte dazu … [16:00 MESZ]

Ein weiteres Video aus einem Info-Paket von LIGO: Dort gibt’s auch das Paper zum GW-Ereignis, während am Ende des ESO-Releases weitere sechs Papers verlinkt sind – alles open access! [16:20 MESZ] Noch mehr Papers hier = hier und hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie ein Factsheet und eine Infografik – während eine weitere NSF-PK beginnt. [17:15 MESZ] Ach du gute Güte, noch mehr Papers, ebenfalls open access, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie ein Review – und wie die erste Meldung (leider bis eben geheim gehalten) aussah. [17:25 MESZ]

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Drei weitere Videoclips, noch jede Menge mehr Papers, noch mehr hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier plus ein Review, auch alles open access, sowie auch eine frühe Timeline, eine detaillierte Zusammenfassung, tonnenweise weitere Press Releases hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Interviews hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auf der zweiten PK haben sie derweil zugegeben, dass Amateurastronomen die Kilonova hätten – sinnvoll! – beobachten können, schon mit einem 16-Zöller, wenn man es ihnen denn gesagt hätte. Künftig – wann genau, wurde nicht gesagt – würden die LIGO-Alerts aber öffentlich sein, und dann hätte jeder eine Chance, von Anfang an dabei zu sein, vielleicht sogar als erster. [18:15 MESZ] Es soll ab dem Beobachtungslauf O3 – siehe Abschnitt 2 dieses Papers – so weit sein, teilt LIGO mit, also vielleicht schon in etwa einem Jahr. Und demnächst kommt mit Japans KAGRA ja schon der vierte GW-Detektor ins Spiel.

Auch das laaange Signal vom 17. August in Echtzeit, noch mehr Press Releases hier, hier, hier, hier, hier und hier, noch mehr Papers & Hintergrund und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und jede Menge alte Visuals zu fusionierenden Neutronensternen. [20:25 MESZ. NACHTRÄGE: eine Art Homepage für Kilonovae, 65 Papers allein der Beobachter und insgesamt 76 am 1. Tag auf ArXiv, darunter eins zur Bedeutung, dass GW so schnell wie Gammastrahlen sind (ist tödlich für viele alternative Gravitationstheorien), die erste Kontroverse (über die Distanz der Kilonova und die resultierende Hubble-Konstante), alle GCNs zusammen, die Swope-Story damals auf Slack (S. 14) und jetzt in 38 Tweets und als AMA, eine Einordnung, Notizen von ener weiteren PK in Oz, Podcasts hier, hier und hier, wie VIRGOs Nicht-Detektion trotzdem half und weitere Videos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier (mehr und mehr), hier und hier, Press Releases u. ä. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier (früher), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier]

Ein „neues“ Bild vom Trace Gas Orbiter (11 Monate alt)

ist heute veröffentlicht worden: Lavaströme, Windeffekte und Wolken über der Tharsis-Region am 22. November 2016 – ein Ergebnis von Testaufnahmen mit CaSSIS vor dem langen Aerobraking; die reguläre Marsbeobachtung aus einem fast kreisförmigen 400-km-Orbit beginnt erst Anfang 2018. Auch wie Beagle 2 gefunden wurde und was jetzt kommt – und farbige Opportunity-Bilder, von Sol 4880. Derweil macht das German Experimental Space Surveillance and Tracking Radar (GESTRA, beschrieben hier, hier und hier) Fortschritte: Artikel hier und hier. Und der Progress hat problemlos an der ISS angedockt (mehr). [15:25 MESZ]


15. Oktober

Ein Atlas-V-Start im fünften Anlauf ist heute früh gelungen – Nutzlast mal wieder unbekannt und Video entsprechend abrupt zuende: auch Artikel hier, hier, hier, hier, hier (Tage vorher geschrieben, wie dieser Screenshot von gestern beweist, LOL) und hier, ein weiteres Video und weitere Fotos. Sowie die Heimkehr der beiden Falcon-Unterstufen der letzten zwei Starts kurz nacheinander (mehr) – und ein Falcon-Start mit mysteriöser Nutzlast im November. [21:15 MESZ. NACHTRAG: eine geniale „Astro-Aufnahme“ des Atlas-Starts]


14. Oktober

Progress auf einer 2-Tages- statt 2-Orbit-Reise zur ISS

Der Start von Progress-MS-07 heute Morgen ist problemlos verlaufen – aber wegen des Abbruchs zwei Tage vorher passten wohl die Orbits nicht mehr zusammen, und die Reise zur ISS dauert zwei volle Tage anstatt der eigentlich geplanten 3 1/2 Stunden: viele weitere hochauflösende Bilder, ein kurzes und ein längeres Video und Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch die Aufzeichnung eines Orbit-Gesprächs über Erdbeobachtung und -fotografie aus der ISS, die ersten vier Triebwerke des SLS, Berechnungen hier, hier und hier zum Absturz von Tiangong-1 um den Jahreswechsel, das Colorado Ultraviolet Transit Experiment, Messungen des Satelliten OCO zu CO2-Schwankungen der Erde, schwere Stürme auf Titan, mögliche NASA-Beiträge zu russischen Mond-Missionen – und widersprüchliche Andeutungen zum Status des SpaceShipTwo. [23:35 MESZ]


13. Oktober

Das „WorldWide Telescope“ gibt’s jetzt im Webbrowser ganz unabhängig vom Betriebssystem: Dafür hat die American Astronomical Society gesorgt, die jetzt für dieses 10 Jahre alte Betrachtungstool für den Himmel in vielen Wellenlängen und Auflösungen – hier ein Zoom auf h & chi Per – zuständig ist (und deren Mitglieder überwiegend keine Windows-Rechner benutzen). Auch Instrumenten-Entwicklungen am LBT (mehr) und Lesedi-Teleskop und Infrastruktur für’s VLA und das Dunlap Institute sowie die Sonnenaktivität im September, Komet C/2017 O1 vorgestern, Veränderungen der Rotation von Komet 41P in Erdnähe – und energische Meteoritensuche in China nach dem Boliden vom 4. Oktober. [23:20 MESZ]


12. Oktober

Was für ein Central Flash von der Atmosphäre des Triton!

Diese spektakuläre Lichtkurve der Sternbedeckung durch den Neptunmond nahmen Rui Goncalves und Maximo Ferreira in Portugal in der Nähe der Zentrallinie auf: Der Central Flash durch von Tritons Atmosphäre exakt auf die Beobachter fokussiertes Licht des Sterns (siehe auch Papers hier, hier und hier zu Central Flashs vom Pluto 2007 und 2015 mit der Physik dazu) ist viel höher als das Sternlicht ohne den Mond davor! Viel Glück war im Spiel: „We (me and Maximo Ferreira from CCVC) had very lucky to be at the right place at the right time“, schreibt Goncalves – überdies war es vor dem 5. Oktober wolkig gewesen und danach die Luft voll Qualm von Waldbränden. Weitere Lichtkurven mit weniger starken Central Flashs gibt’s z.B. hier und anderswo in dem Thread und hier aus dieser Seite, plus ein Flash-loses Video aus dem UK mit dieser Lichtkurve und ein Fehlschlag in der Schweiz. [1:45 MESZ] Die obige Grafik im Original – und ein paar Gedanken dazu. [2:30 MESZ. NACHTRAG: ein Podcast und Bilder zu SOFIAs Triton-Generalprobe]

Heute kommt ein 20-Meter-Asteroid in 50’000 km Abstand

am Erdmittelpunkt vorbei – aber viel zu sehen gibt es nicht von 2012 TC4, der eher eine Art Generalprobe für das Verfolgen erdnaher Asteroiden ist: weitere Animationen hier und hier (hier beschrieben) ebenfalls mit Lichtwechsel, Bilder hier (von Kanadas Mini-NEA-Satellit), hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Auch Komet C/2017 O1 am 10. Oktober, 2. Oktober (mehr), 30. September und 23. September (mit Labels), ein besonders langsamer Bolide über Deutschland (mehr, mehr und mehr), mehrere Meteor-Schauer über Kreta, ein Draconid plus Aurora aus einem Flugzeug (auch Details und ein Video dazu), Rants gegen Draconiden-Unfug hier und hier und passende Satire. Sowie der Sonnenaufgang am Südpol, weitere ‚Steves‘ mit Lattenzaun hier und hier, wie Astrofotografie mitten in London gehen kann, erste Pulsar-Entdeckungen mit FAST, der Nutzen von „beam-shaping diffusers“ für schärfere Bilder, ein BlackGEM-Teleskop für La Silla, wie das TMT auf Hawaii zu halten wäre – und die Vision eines 4.5-m-Sonnenteleskops für Europa. [1:15 MESZ. NACHTRÄGE: von 2012 TC4 weitere Videos hier (mit der Lichtkurve daraus), hier, hier, hier, hier, hier und hier, ein NASA-Clip mit noch einem, eine weitere Lichtkurve, die Aufzeichnung eines Webcasts und Artikel hier, hier und hier]

Die Erde und der Mond aus der Sicht von OSIRIS-REx

am 2. Oktober zehn Tage nach dem Erd-Vorbeiflug aus 3’180’000 km Abstand [NACHTRAG: und eine Vegetations-Analyse der Erde]. Auch Hinweise auf eine frühe Atmosphäre des Mondes, eine geologische Karte Merkurs, das Ende Cassinis in mehr Detail (sowie Erkenntnisse der Mission über das Magnetfeld und allerlei Bildverarbeitung durch Amateure), ein Interview zum JWST, das erste Jahr vom ScatSat-1, ein Testflug eines ‚Stratolliten‘, eine weitere ISS-EVA, was auf der ISS & anderswo in den letzten 2 Monaten geschah – und warum es Scott Kelly nicht gefallen hat (alt. und mehr) bei seinem 1-Jahres-Aufenthalt daselbst.

Das Aussetzen eines der 10 Iridium-Satelliten (im Hintergrund weitere), die mit einer Falcon-9 gestartet sind (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr) – weitere Starts gab’s in den letzten Tagen in China (mehr, mehr, mehr und mehr) und Japan (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr; auch hier und hier Amateur-Aufnahmen des Ausgasens der Oberstufe) und vor wenigen Minuten wieder mit einer Falcon 9 (Vorschauen hier und hier). Und bald sind ein Progress zur ISS auf besonders schneller Bahn und mit mysteriöser Zusatz-Nutzlast dran und eine Rockot mit Sentinel-5P in Plesetsk. [1:00 MESZ] Die Landung der 1. Falcon Stufe gelang erneut. [1:05 MESZ. NACHTRAG: dito das Abliefern des Satelliten im GTO; auch Fotos vom Start hier, hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. NACHTRAG 2: Der Soyuz-Start wurde kurz vorher abgebrochen (mehr und mehr) und soll nun am 14. Oktober stattfinden – und die Rückfahrt der Unterstufe vom ersten und Bilder vom zweiten erwähnten Falcon-Start. NACHTRAG 3: Der Start der 30. Rockot mit Sentinel 5b ist gelungen: das Start-Event, ein Foto, mehr Bilder, die AOS und Artikel hier, hier, hier und hier]


10.Oct 2017 | 23:55

Dieser Tage … vor 250, 100, 60, 50 & 25 Jahren

Neben den 75 Jahren A 4 und 60 Jahren Sputnik 1 („Heute vor 60 Jahren …“) gibt es diesen Oktober noch jede Menge weitere ‚runde‘ Jahrestage mit mehr oder weniger direktem Weltraum-Bezug. Z.B. auch diese fünf, die ersten beiden inklusive Feiern:

Vor 250 Jahren wurde die Vermessung der „Mason-Dixon-Linie“ abgeschlossen, die ungefähr entlang 39°43’20“ Nord die Grenze zweier US-Staaten festlegte und damit zugleich später die Nord- und Südstaaten trennte – und Charles Mason war ein Astronom, der auch sonst öfters auf Expeditionen ging und sich ständig mit Kollegen in Großbritannien austauschte. Das Aufstellen des letzten Markers der „Linie“ [NACHTRAG: was laut diesem Artikel am 18. Oktober 1767 geschah] wird kommendes Wochenende ausgiebig gefeiert, siehe auch hier, hier und hier.

Vor 100 Jahren nahm das Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik seine Arbeit auf, in Berlin in der Wohnung des ersten Direktor Albert Einstein: das spätere MPI für Physik, das sich heute in München vor allem mit (Astro-)Teilchenphysik befasst. Zwei ehemalige Teilinstitute sind zudem die eigenständigen Max-Planck-Institute für Astrophysik bzw. extraterrestrische Physik in Garching. Am 12. Oktober gibt’s einen Festakt.

Vor 60 Jahren fand ein kurioses Raketen-Experiment statt, bei dem der Astronom Fritz Zwicky glaubte, zwei kleine Splitter auf Fluchtgeschwindigkeit gebracht zu haben: An dieser Interpretation von Beobachtungen der Explosion vom 16. Oktober 1957 – auch hier und hier erwähnt – wurden allerdings 1961 erhebliche Zweifel angemeldet, und es hat wohl nichts den Erdorbit verlassen (eine komplette Analyse fehlt aber immer noch).

Vor 50 Jahren wurde die Sekunde neu definiert und von einem direkten astronomischen Bezug getrennt: Die Definition vom 13. Oktober 1967 als „das 9’192’631’770-fache der Periodendauer der dem Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustands von Atomen des Nuklids 133Cs entsprechenden Strahlung“ hat heute noch Gültigkeit und wird auch eine Ende 2018 anstehende Neuorganisation des internationalen Einheitensystems überdauern.

Vor 25 Jahren kam es zum Meteoritenfall von Peekskill in den USA, als am Abend des 9. Oktober 1992 zunächst eine spektakuläre Feuerkugel vielfach gefilmt wurde – und dann ein Meteorit in ein altes Auto krachte, dessen (Sammler-)Wert sich dadurch vervielfachte und das bald in dieser Ausstellung in Paris gezeigt wird: Artikel auch hier und hier.


02.Oct 2017 | 14:05

Allgemeines Live-Blog vom 2. bis 6. Oktober 2017


6. Oktober

Die Nacht ist da: Neptuns Mond Triton bedeckt einen Stern

Diverse Augen in mehreren Ländern und wohl auch auf der fliegenden Sternwarte SOFIA auf Kurs zum Kreuzungspunkt mit der Zentrallinie starren derzeit auf ein Bild genau wie dieses (hier vom University of Hertfordshire Observatory in Bayfordbury): links der Neptun, dann sein Mond Triton und rechts der eine Größenklasse hellere Stern, den er in Kürze bedecken wird und dem er sich nun zügig nähert – mehr zum warum und wie siehe unten („Derweil wird eine …“). [0:50 MESZ] Mehr Bilder aus Bayfordbury – und was von den Kanaren; diverse andere Beobachter melden dagegen Wetter-Ärger. Auch frühere Bilder mit großen und kleinen Teleskopen – und eine Webseite zum Sammeln von Beobachtungen. [1:20 MESZ] Auf dem Calar Alto gucken sie auch – nur noch etwa 3 Minuten, bis es in Europa passieren wird. [1:45 MESZ]

Vorher und während der Bedeckung, von den Kanaren – und da ist der Stern wieder! Und Wolfgang Beisker berichtet auf Mailing-Listen, er habe möglicherweise in Portugal einen Central Flash gesehen, während erwartungsgemäß ein anderer Beobachter bei Mainz keinen sah. [2:00 MESZ] Bilder während und nach der Bedeckung in Bayfordbury, ein Erfolg auch in Georgia – und auf den Kanaren haben sich Triton und Stern wieder getrennt. [2:10 MESZ] Ein Zeitraffer aus Bayfordbury! Und in Calern in Südfrankreich haben sie möglicherweise auch den Central Flash gesehen – aber viele andere Beobachter in Europa waren clouded out. [2:20 MESZ] Das Ganze mal in einem Posting – auf den Kanaren sahen sie mit dem Nordic Telescope übrigens keinen Flash. [2:35 MESZ]

Eine rohe Lichtkurve aus Bayfordbury – dass die in England einen Central Flash sahen, ist reichlich unwahrscheinlich, dafür wird aber eine Sichtung desselben aus Bologna berichtet. Und eine weitere Lichtkurve aus upstate New York. [2:55 MESZ] Auch SOFIA sah die Bedeckung – aber keine Erwähnung des Flashs. [3:10 MESZ] Im Ast. Obs. C.C.V. Constancia in Portugal gab es in der Nähe der Zentrallinie einen geradezu dramatischen Central Flash, wie eine rohe Lichtkurve zeigt, die diesem Blog vorliegt – wow! Eine andere schöne Lichtkurve mit Flash kommt aus Südwest-Frankreich, auf dem Pic du Midi gab es hingegen keinen. Insgesamt liegen eine Menge Beobachtungen aus Südeuropa vor: Wolkenpech gab es v.a. weiter nördlich, während England wieder Glück hatte. [14:15 MESZ] Eine Zusammenfassung der Ergebnisse bisher – mit einer sauberen Lichtkurve mit Central Flash! Dagegen eine Lichtkurve aus New York, nahe dem Nordrand – und ein Video von den Kanaren (mehr und mehr) … [17:00 MESZ] … wo jede Menge Teleskope Daten aufnahmen. Auch der Flug von SOFIA animiert – aber was zu den Beobachtungen? Fehlanzeige. [18:35 MESZ – Ende. NACHTRÄGE: SOFIA hat den Central Flash ausgiebig aufgezeichnet – auch R. Ewald an Bord beim Flug, weitere Lichtkurven mit Central Flash und wohl ohne, mehr Zeitraffer-Clips hier, hier und hier, ein Vorher/Währenddessen-Blink und eine Sequenz vom Austritt]

Sanddünen in einem namenlosen 48-km-Krater auf dem Mars, aufgenommen vom Mars Express diesen Mai auf seinem 16’934. Orbit. Auch Phobos in IR von Themis auf Odyssey, die erstaunlichen Kameras von Chinas Mars-Orbiter 2020, der Erdmond von OSIRIS-REx gesehen, mal wieder ein neues Dawn Journal, eine Anhörung zum Plutonium-Produktions-Problem für Raumsonden, ein Besuch von Parker bei Parker, nämlich dem Sonnenforscher bei der nach ihm benannten Sonde, deren Start im Juli 2018 geplant ist – und wie das JWST junge Galaxien beobachten soll. [0:40 MESZ]

Besonders strukturreiche Aurora letztens von der ISS aus im Zeitraffer aufgenommen – auch eine EVA gestern (Artikel hier und hier) und das vermutlich erste 360°-Video einer EVA zuvor. Sowie die unklare Zukunft der ISS, die mögliche Verlängerung des BEAM-Tests mit dem Aufblas-Modul (Artikel hier, hier und hier), die erste Sitzung des Nat’l Space Council mit Mond-Visionen (Artikel hier, hier, hier und hier und gesammelte Tweets), ein Interview mit Thomas Reiter zu ESA & Mond – und der suborbitale ASPIRE-Test. [0:30 MESZ]


4. Oktober

Langzeitaufnahme des ‚persistent trains‘ eines Meteors, während die selbstleuchtende Spur vom Winde verweht wird: ein Zufallstreffer des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert Systems, das sich eigentlich um erdnahe Asteroidchen auf Kollisionskurs kümmert; auch etliche Videos einer hellen Feuerkugel über China. Derweil wird eine sehr große Beobachtungskampagne für eine Sternbedeckung durch den Neptun-Mond Triton in der Nacht 5./6. Oktober vorbereitet, bei der es v.a. um die Untersuchung seiner dünnen Atmosphäre geht – von der fliegenden Sternwarte SOFIA bis zu etlichen Amateurastronomen wollen viele mitmachen (der Stern hat 12.7, Triton 13.5 V-mag.): Mitteilungen von Gaia (man half mit Sternkoordinaten), NASA und ESA. Auch ein kurioser Doppel-Sonnen-Transit der ISS und eines Vogels, der Wert historischer Sonnen-Beobachtungen und die Analyse eines starken Sonnensturms, der im 18. Jh. Polarlicht über Japan erzeugte, wie stark Vögel von New Yorker „Tribute in Light“ abgelenkt werden, vor dem Pariser Observatorium wurde eine neue Statue von F. Arago enthüllt (Bilder und Artikel hier und hier) – und das Zeiss-Großplanetarium in Berlin feiert 30. Geburtstag. [23:55 MESZ. NACHTRÄGE: ein Artikel und ein Video-Clip zum China-Boliden und ein Gaia-Update, ein weiterer Aufruf, eine 1/2-h-Live-Sendung, ein Thread und ein Tumblr zum Triton-Event]

Ein schräger Astro-Bezug auch beim Chemie-Nobelpreis

ist diesem Blogger durch Zufall untergekommen: Einer der drei Preisträger für Kryo-Elektronenmikroskopie ist der deutsch-amerikanische Biophysiker Joachim Frank – der nebenher Fiktion schreibt und darüber bloggt. Dort findet sich der Hinweis auf seinen unveröffentlichten Roman „The Observatory“, von den in Web immerhin den Prolog „Downpour“ nebst Interview dazu gibt. Die Handlung spielt rund um die Alte Sternwarte in Bonn – die nach dem Auszug der Astronomen von einem zwielichtigen Investor in ein dubioses Etablissement verwandelt wird, worauf sich ein eskalierender Bonner Gesellschafts-Skandal entwickelt. Das sei „inspired by a real story at that location“, schreibt Frank – na ja, die Astronomen haben das Gebäude tatsächlich 1973 verlassen, aber der Rest der Geschichte … [23:05 MESZ. NACHTRAG: Die Story wird auch hier am Ende erwähnt]

Heute vor 60 Jahren startete Sputnik 1, der erste künstliche Erdsatellit – mitten in der Nacht Ortszeit, d.h. die vermeintlichen Aufnahmen des historischen Starts bei Tageslicht, die man allerorten findet, zeigen ein anderes Abheben der R7-Rakete: Artikel zur Geschichte des Satelliten, dem Start und wie der Flug von Deutschland aus verfolgt wurde, der Wahrnehmung in der SU und in den USA hier und hier, eine detaillierte Timeline der Raumfahrt vom Anfang bis Sputnik plus 5 Jahre, weitere Artikel zum Jahrestag hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und Video-Clips hier und hier. [1:35 MESZ] Und noch einer, über Sputnik-Beobachtungen in Jodrell Bank. [3:30 MESZ] Ein indonesischer Artikel – mit noch verrückterem falschem Start-Bild. [4:15 MESZ. NACHTRAG: entfernt, ist aber auch das Slide 6 hier …]

Ein Video und ein Artikel von Roskosmos, ein weiteres Video und ein Radio-Beitrag. [11:45 MESZ] Weitere Artikel hier, hier und hier. [13:20 MESZ] Ui, auch von der NASA eine Gedenkseite, eine alte Frontpage heute noch mal, noch mehr davon, weitere Artikel hier, hier und hier und noch ein TV-Clip. [14:50 MESZ] Lange Artikel hier, hier und hier, ein Statement der NSF – und ein Artikel von damals. [16:35 MESZ] Und noch zwei hier und hier und weitere heutige Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [18:55 MESZ] Die ersten Orbits neu visualisiert und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [22:35 MESZ. NACHTRÄGE: und hier, hier und hier – plus das kanadische Radio damals]


3. Oktober

Natürlich LIGO: Nobelpreis für die Gravitationswellen

Als zu Beginn der Pressekonferenz in Stockholm von einer „Entdeckung, die die Welt erschütterte“, die Rede war, gab es schon keinen Zweifel mehr, und dann erschien auch schon die Folie: Der Physik-Nobelpreis 2017 geht „für entscheidende Beiträge zum LIGO-Detektor und die Beobachtung von Gravitationswellen“ an Rainer Weiss (1/2) und Barry C. Barish und Kip S. Thorne (je 1/4). Weiss wurde zwar in Deutschland geboren, aber die Familie floh bereits Monate später vor den Nazis erst nach Prag und dann in die USA: zweifelsohne ein amerikanischer und kein deutscher Physiker. [12:05 MESZ] Gratulationen von MPG, CERN und AEI, ein Live-Blog und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [12:45 MESZ]

Rainer Weiss Ende der 1970-er Jahre in einem MIT-Labor: Damals arbeitete er an kryogenen Detektoren für die kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung. Auch eine LIGO-Seite zum Preis mit (unten) der Ankündigung von PKs an MIT und Caltech, ein Kommentar aus Sheffield, ein Interview mit dem DPG-Präsidenten und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [13:50 MESZ] Das Paper von Weiss von 1972, mit dem alles begann, MIT und Caltech Releases, eine PM der DPG, ein STFC Release, Forscher-Soundbites vom AEI und der Univ. of Birmingham und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier und hier. [14:55 MESZ]

Kip Thorne heute früh um 3:15 Uhr kalifornischer Ortszeit, nicht lang nach Erhalt der Kunde – ein offizielles Foto seiner Frau im Auftrag des Nobel-Komitees … auch Telefon-Interviews mit Weiss, Barish und Thorne, Jubel am MIT, Press Releases von NSF, IOP, CNRS, APPEC, ANU und In2P3, ein weiteres Soundbite, Artikel hier, hier und hier – und hier streamt in 15 Minuten eine MIT-PK mit Weiss. [16:15 MESZ]

Während der PK hat Weiss (Screenshot) mehrmals ziemlich deutlich angedeutet, dass Gerüchte letztens über eine LIGO-Beobachtung verschmelzender Neutronensterne – siehe z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – zu stimmen scheinen, mit der Verkündung am 16. Oktober. Und er erzählt, dass der deutsche Detektor GEO 600 eigentlich größer werden sollte, wegen der deutschen Einheit aber so klein ausfiel, dass es jetzt nicht direkt mitspielen kann: auch ein Statement zum Feiertag … [16:55 MESZ] Weitere Press Releases von Perimeter, LSU und Northwestern, weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, die ganze Sendung des DLF – und in 15 Minuten treten hier die anderen beiden Laureaten auf. [18:45 MESZ]

Barish und Thorne beim Caltech-Auftritt – ersterer hatte tatsächlich den Wecker gestellt, es rief aber erst keiner an, und er guckte schon den Webcast aus Stockholm, um zu sehen, wer stattdessen – dann klingelte sein Handy, trotz streng geheimer Nummer … Auch AAAS, GA Tech und JPL Releases und weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier. [19:35 MESZ] Barish auf der PK: Richtige Rückschläge bei der LIGO-Entwicklung gab es nicht, bei jedem Run lernte man dazu und erreichte wieder neue Limits – bloss bis zur ersten Detektion dauerte es am Ende doppelt so lange wie gedacht. [19:50 MESZ] Noch drei Artikel in Deutsch hier (von diesem Blogger), hier und hier. [23:55 MESZ]


2. Oktober

Ein neuer Flug durch die Sternwolken des Gaia-Satelliten aus dem ersten Data Release von vor einem Jahr – in dem sind letztens sogar mehrere Gravitationslinsen nachgewiesen worden. Auch ein 12-Minuten-Beitrag über das Hubble Space Telescope aus dem bekannten CBS-Nachrichten-Magazin „60 Minutes“ letzte Nacht und wie es dem JWST zuarbeitet, das auch die CBS-Soundbites hier und hier diskutieren, die Vorbereitungen des Wettersatelliten JPSS-1, die Ankunft weiterer Galileo-Satelliten in Französisch-Guyana, die Russland-Premiere (und kurze Ausschnitte) des Spielfilms „Salut 7“ – und Tests für den „Stratolliten“ von World View. [23:40 MESZ]

Zwei kleine Astro-Bezüge des Medizin-Nobelpreises 2017

Er wurde heute vergeben „für Entdeckungen von molekularen Mechanismen, die den zirkadianen Rhythmus steuern“, also die innere Uhr des Menschen – und die kurze wie die lange Erläuterung des Nobel-Komitees verweisen auf den (u.a.) Astronomen Jean-Jacques d’Ortous de Mairan, der 1729 mit Experimenten die innere Uhr von Pflanzen nachwies (und ansonsten u.a. den Nebel Messier 43 entdeckte und eine Monografie über die Physik der Polarlichter veröffentlichte, die wie viele andere frühere Ideen auch freilich reichlich daneben war). Und heute berühren sich Chronobiologie und Astronomie erneut, beim Studium der Lichtverschmutzung und ihrer Folgen: Sie kann die Ausschüttung des Hormons Melatonin stören und in den den ausgeklügelten Tagesrhythmus des Menschen eingreifen, mit diversen Konsequenzen. [14:05 MESZ. NACHTRAG: diesbezüglich später eine Reaktion der Int’l Dark-Sky Association: „Elevation of circadian biology to Nobel-worthy science affirms many of the concerns IDA has raised since 2010 regarding known and suspected hazards to human health and wellbeing. […] The potential for circadian rhythm disruption to cause or contribute to human disease should be evaluated cautiously and skeptically. IDA urges further research into artificial light exposure and its effects on biology.“]


01.Oct 2017 | 23:55

Wurde vor 75 Jahren „der Weltraum“ erreicht?

Es naht – übermorgen – ein runder Jahrestag, mit dem umzugehen nicht leicht ist: Am 3. Oktober 1942 gelang nach drei Versagern der erste Flug eines Aggregat 4, bei dem diese spätere Massenvernichtungswaffe nicht nur 190 km weit flog sondern dabei auch bis in 84.5 km Höhe aufstieg. Das war ein neuer Rekord – und wird gerne als erstes Erreichen des Weltraums betrachtet. Anlässlich des 50. Jahrestags wollte das die damalige Bundesregierung 1992 sogar groß feiern (nach Protesten wurde es eine eher verhaltene Gedenkstunde in Peenemünde, an der auch dieser Blogger teilnehmen konnte; Berichte erschienen seinerzeit im gedruckten Skyweek und SuW), jetzt will man den Termin allerorten möglichst lautlos verstreichen lassen [NACHTRAG: weitere neue Artikel hier und hier]. Aber abseits der düsteren Hintergründe und diffizielen Erinnerungskultur bleibt eine ganz konkrete Frage: Hat das A4 – hier eine Rekonstruktion auf den Gelände des ehemaligen Peenemünder Kraftwerks – Nummer 4 tatsächlich 1942 „den Weltraum erreicht“?

Wo der überhaupt beginnt, darüber wird seit gut einem halben Jahrhundert gestritten: Die bei weitem populärste Definition lautet 100 km, die in den 1950-er Jahren eingeführte „Kármán-Linie“, oberhalb derer die Orbital- die Aerodynamik dominieren soll. Aber bereits seit Anfang der 1960-er Jahre feierte die U.S. Air Force ihre Piloten als „Astronauten“, sobald sie – mit dem Überschallflugzeug X-15, hier 1965 eins nach dem Abheben – höher als 50 Landmeilen = 80.5 km gekommen waren. Bei acht X-15-Piloten war das der Fall: Während die fünf, die zur USAF gehörten, ihre „Astronaut Wings“ verliehen bekamen, gingen die anderen drei in Diensten der NASA leer aus (was 2005 schließlich symbolisch „korrigiert“ wurde; einer von ihnen hatte übrigens auch die 100-km-Marke geknackt). Die Vereinten Nationen haben offenbar überhaupt keine amtliche Meinung, wo denn nun der Weltraum beginnt, in Papieren von einzelnen Raumfahrtagenturen tauchen zuweilen sogar Höhen über 100 km auf, und so müssen wohl die Astronomen ran:

Das sind die Schlussfolgerungen einer Analyse des Raumfahrtchronisten Jonathan McDowell, die demnächst auch als Paper erscheinen soll: Die wahre Kármán-Linie liegt demnach deutlich erdnäher als seinerzeit abgeschätzt, nämlich (Zufall?) just bei den USAF-bevorzugten 80 km! Eine gewisse Art Luftfahrt ist demnach noch bis rund 50 km Höhe möglich, dann beginnt eine 30 km breite Übergangszone – und Raumfahrzeuge können sich ab etwa 80 km Höhe eine Zeitlang im Orbit halten. Nach dieser Definition hätte das A4 Nr. 4 tatsächlich „den Weltraum“ erreicht, wenn auch als Abfallprodukt einer Waffenentwicklung (emsige Beteuerungen in der Nachkriegszeit, dass von Braun und Co. ja eigentlich immer zum Mond statt nach London wollten, mal beiseite). Und auch wenn man auf der 100-km-Regel beharrt, „gewinnt“ erneut ein Aggregat 4, wenn auch ein viel späteres: Am 20. Juni 1944 gelang auf der vorgelagerten Insel Greifswalder Oie ein Senkrecht-Schuss, der bis in 174.6 km Höhe führte. Und es gab tatsächlich Pläne, das A4 mit Meßgeräten für echte Weltraumforschung zu nutzen, doch dazu kam es in Deutschland nicht mehr, sondern erst später in den USA mit erbeuteten Raketen in White Sands, wo bereits am 10. Mai 1946 abermals die 100-km-Marke überschritten wurde. Und diesmal als öffentliches Spektakel – mit der Rakete in gelb:


16.Sep 2017 | 19:20

Allgemeines Live-Blog vom 16. bis 30. 9. 2017


30. September

Die beiden großen Fleckengruppen sind wieder da, nach erneuter Rotation auf die Sonnenvorderseite mit neuen Nummern – aber sie haben beide magnetisch stark abgebaut und dürften für keine nennenswerten Flares sorgen. Auch Chi Cygni vor dem Maximum, ein beindruckendes 360°-Panoroma einer Aurora nebst „Steve“ in Kanada, das die klare räumliche Trennung beider Phänomene hervorhebt [NACHTRAG: die Szene anders projiziert – und ein ähnliches Bild 2015 in Neuseeland], ein Echtzeit-Clip besonders hektischer Aurora über Island (vorher Ton runter drehen!), hübsche Sprites über der Slowakei, Dark-Sky-Tourismus in Utah – und Arbeit am Gammastrahlen-Observatorium H.E.S.S. in Namibia. [15:55 MESZ] Ein Komet O1 heute früh aus Teneriffa. [23:10 MESZ. NACHTRÄGE: und am Morgen des 1.10. beim California-Nebel und früher bei den Plejaden mit PANSTARRS sowie eine Lichtkurve] Und ein fetter isolierter „Steve“, auch wieder aus Kanada. [23:25 MESZ – Ende]

MAVEN sah nach Sonnensturm starke Aurora auf dem Mars

Am 13. September hat der Marsorbiter NASA-Orbiter MAVEN starke Aurora am Mars-Rand – 25-mal heller als je beobachtet – gesehen, in der Folge eines großen Sonnensturms, der auch die Strahlungssituation am Boden verdoppelt hatte: hier UV-Bilder vorher und während des Ereignisses. Auch der Skycrane für den Marsrover 2020 der NASA, sehr hitzebeständige Elektronik für extreme Planeten-Missionen – und es sind ein Jahr seit Rosettas Ende und 10 Jahre seit Dawns Start. [15:50 MESZ]

Der 81. erfolgreiche Start einer Ariane 5 in Folge vergangene Nacht: Arianespace und ESA Releases, Ausschnitte aus dem Webcast hier und hier, Screenshots hier und hier, zwei Tele-Fotos und Artikel hier und hier – zuvor waren eine Langer Marsch 2C mit geheimnisvoller Fracht (mehr, mehr und mehr) und eine Proton M mit einem Nachrichtensatelliten (mehr, mehr und mehr) gestartet. Derweil haben auf dem dem International Astronautical Congress in Adelaide das DLR allerlei Kooperationen unterzeichnet, die ESA, Lockheed Martin (Artikel hier und hier) und Elon Musk (seine Slides und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier) in Visionen geschwelgt und der Gastgeber von Größerem geträumt – und die UNO möchten den Dream Chaser mieten. [15:45 MESZ]


28. September

Amateurastronomie aus der ISS (am 18. September): Anklicken liefert eine Animation. Auch ein Citizen-Science-Aufruf zur Sichtung von Erd-Aufnahmen von der ISS, der Komet C/2017 O1 heute hier und hier und eine Analyse sowie ein heller Kreutz-Komet letztens, der schon Geschichte ist. Sowie eine wichtige Entscheidung pro TMT auf Hawaii (345 Seiten; Reaktionen hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier und hier), das VLT-Instrument MUSE beobachtet einen Planetarischen Nebel, ein aktualisierter Science Case für den Cherenkov Telescope Array – und ein 44-Seiten-Paper über Measuring night sky brightness: methods and challenges. [23:55. NACHTRÄGE: obiges Bild ohne Labels – und Komet O1 letzte Nacht, beim California-Nebel, und 29P mal wieder hell vorgestern]

Start des James Webb Space Telescope auf 2019 gerutscht

Nun ist passiert, was viele kommen sahen – aber der erwartete Grund, eine Kollision des Starttermins mit dem von BepiColombo, wird in der Mitteilung der NASA heute mit keinem Wort erwähnt. Stattdessen heißt es nun, beim Weltraumteleskop selbst „the integration of the various spacecraft elements is taking longer than expected.“ Wirkliche Probleme gäbe es nicht, aber der Zusammenbau des komplexen Satelliten und manche Tests dauerten etwas länger als gedacht, und die „additional environmental testing time of the fully assembled observatory – the telescope and the spacecraft – will ensure that Webb will be fully tested before launching into space.“ Das soll nun im Frühjahr 2019 passieren, keine Extrakosten verursachen und der Wissenschaft nicht schaden – jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Merkurmission BepiColombo den ursprünglichen Termin Oktober 2018 halten kann und nicht erneut dem JWST in die Quere kommt … [21:35 MESZ]

Neuer Komet kommt im August 2018 der Sonne recht nahe

Mal wieder herzlich wenig ist klar über das Schicksal eines neu entdeckten Kometen, der relativ nahe an die Sonne heran kommen wird: Die erste Bahn von C/2017 S3 (PANSTARRS) ist schon recht zuverlässig, da Astrometrie seit Mitte August vorliegt – und sie führt den derzeit 5 au von Sonne wie Erde entfernten Kometen kommenden August bis auf 0.21 au an die Sonne heran. Wie hell er dann ist, hängt von seiner Reaktionsfreudigkeit auf die Sonnenwärme – dem berühmt-berüchtigten Faktor „n“ in der Kometen-Helligkeitsformel – ab: Für den Standardwert 4 hat PANSTARRS nur eine Absoluthelligkeit H von 11 und wird nicht heller als +4 mag. (in rund 12° Sonnenelongation), für – unerklärlicherweise von JPL Horizons verwendete – höhere H- und n-Werte wären dagegen mehrere Größenklassen mehr drin. Nach deren Ephemeride würde der Komet -4.6 mag. erreichen, und zuvor mit -2 mag. in 14° Elongation (8. August) und 0 mag. in 23° Elongation stehen (4. August): Just aus deutschen Breiten wäre er dann noch vergleichsweise am besten zu sehen, 12° hoch bei 12° Sonnendepression – man darf ja mal hoffen … [21:20 MESZ]

Arecibo-Teleskop überstand Hurrikan fast unbeschadet

Während die Gesamt-Lage auf der Insel Puerto Rico katastrophal ist, haben die 300-Schüssel in einer Bodensenke und die Antennentechnik des Radioteleskops von Arecibo den Hurrikan Maria ohne großere Schäden überstanden, und womöglich schon morgen können einige Beobachtungen wieder aufgenommen werden. Etwas Antennentechnik stürzte im Sturm auf die Schüssel und beschädigte 15 Panele, aber die können leicht ersetzt werden. Lediglich die Atmosphärenforschung ist deutlich beeinträchtigt, während die Radioastronomie und Planetenforschung per Radar weiter gehen können: Für Strom sorgt ein Generator, Wasser kommt aus einem Brunnen – von beidem kann ein Großteil der Bevölkerung Puerto Ricos nur träumen, für die aber von Arecibo aus Hilfe organisiert wird. Auch ein früherer Update, Zustandsberichte hier, hier und hier und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [20:25 MESZ]

So passen Rosettas letzte zwei Bilder zusammen, das schon seit dem Tag der „Landung“ bekannte rechts und das in der Telemetrie erst mehrere Monate später gefundene noch spätere („Man fasst es nicht: Ein allerletztes Bild von Rosetta“) links: Vier Monate nachdem es bereits bei diversen Gelegenheiten herumgezeigt worden war, hat es die ESA heute als, hüstel, Neuigkeit präsentiert. Als Höhen der letzten beiden Bilder werden jetzt 24.7±1.5 m und 19.5±1.5 m angegeben, mit 2 mm/Pixel Auflösung für das allerletzte; oben ein Bild, ebenfalls der Weitwinkel-Kamera, aus 331 m Abstand. Derweil wird das JWST allmählich erwärmt, denn der Kryo-Test in der großen Kammer endet bald. [18:15 MESZ. NACHTRÄGE: auch das allerletzte Bild scharf gerechnet- und dass es überhaupt keine Neuigkeit ist, wird am Ende der deutschen Fassung der PM zugegeben und wurde auch in der englischen ergänzt …]


27. September

Drei Detektoren sahen selbes Gravitationswellen-Ereignis!

Wie in diesem Paper, einem Press Release und einer gerade begonnenen und hier gestreamten Pressekonferenz bekannt gegeben wurde, haben am 14. August die beiden LIGO-Detektoren in den USA und der erst am 1. August in Vollbetrieb gegangene VIRGO-Detektor in Italien gemeinsam ein Gravitationswellen-Signal empfangen. Wie bei den drei zuvor von den LIGOs gesehenen Ereignissen war der Auslöser die Fusion von zwei Schwarzen Löchern (diesmal etwa 31 und 25 Sonnenmassen), und der Verlauf war „wie üblich“ – aber dank der nun drei Detektoren konnte der Ort am Himmel rund 10-mal genauer bestimmt werden: in der Grafik gelb nur die LIGOs, darin zwei Analysen mit VIRGO dabei. Frühere statistische Aussagen zur Häufigkeit solcher Schwarzloch-Fusionen ändern sich durch den vierten Fall nicht nennenswert – und frühere Gerüchte, man habe eine andere Quelle, gar mit optischem Gegenstück, beobachtet, bestätigen sich nicht. [18:50 MESZ]

Die Wellensignale der Dreifach-Detektion, auch ein VIRGO-Press Kit, eine hübschere Himmelskarte und der Vergleich zu früher, die SL-Fusionen hinter allen vier Events und die Virgo-Nachrichten-Seite. Die Empfindlichkeit der Detektoren wird jetzt verbessert, und beim nächsten gemeinsamen Run ab in etwa einem Jahr sollten sie doppelt so empfindlich sein, heißt es auf der Pressekonferenz – damit verachtfacht sich das überwachte Volumen des Kosmos, und es gibt vielleicht ein Signal pro Woche. [19:15 MESZ] Ein 4-Seiten-Flyer, weitere Press Releases in 3 Sprachen hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Visualisierungen hier, hier und hier und weitere Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [20:10 MESZ]

So sah OSIRIS-REx die Erde (na ja, überwiegend das Wasser des Pazifik) beim Vorbeiflug vor 5 Tagen, um Schwung zu holen: auch Spektren von IR-Instrumenten auf der Asteroiden-Sonde und Artikel hier, hier, hier und zuvor hier. Plus die vergebliche Suche nach Kleinkram am Pluto (Minimonden und Ringen) durch New Horizons, ein Heli-Test für das Juice-Radar, deutsche Visionen für einen Europa-Lander (mit EurEx-SiLaNa, was für ein Akronym!), Indiens Mars Orbiter Mission schon drei Jahre im Orbit bei einer Design-Dauer von 6 Monaten, Opportunity weiter unterwegs, Details eines Instruments auf dem 2020-Rover, Chinas Pläne einer Mars Sample Return Mission im kommenden Jahrzehnt, noch mehr Eis auf dem Merkur, Chinas Verschiebung der nächsten Mondmission wegen Raketen-Problemen – und eine neue Karte von Wasser auf dem Mond aus neu analysierten Daten von Indiens Chandrayaan 1 [NACHTRÄGE: Chandrayaan II startet wohl nächsten März – und weitere OSIRIS-REx-Bilder, auch hier diskutiert, und ein laaanger Artikel über den Swing-By].

Das ULA-Pop-Video zum jüngsten Atlas-Start – auch der Reentry vin Tianzhou 1 nach erfolgreicher Versorgung von Chinas Raumstation, die Ankündigung einer Raumfahrt-Agentur Australiens (auch Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier), mal wieder Verspätungen beim SLS-Erstflug (eine Art Bestätigung sowie der NEA Scout an Bord) und auch beim Starliner, ESA-Visionen für den Mond und ein Call for Ideas für die angedachte „Gateway“-Station in der Nähe, die auch ein Sonnensegel tragen könnte – und Forschung hüben wie drüben zur Strahlenbelastung von Astronauten. [11:45 MESZ] Ein faszinierendes Info-Portal der NASA über alles, was in der weltweiten bemannten Raumfahrt beinahe oder völlig schief ging. [13:40 MESZ] Roskosmos und NASA Releases und Artikel hier, hier und hier zu einem russisch-amerikanischen Abkommen über Vorarbeiten zum Deep Space Gateway. [15:00 MESZ. NACHTRÄGE: und hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – plus ein kritischer Kommentar dazu]


26. September

Da rollt das erste Segment des Hauptspiegels des GMT aus der Fertigung in Tuscon in eine Lagerhalle, damit das nächste hergestellt werden kann. Auch Sternwarten-Bau in Tibet bei Ngari, ein neues 1-m-Teleskop des LCOGT in Texas, australische Technik für Effelsberg, ein Fotograf im Auftrag der ESO, die Rückkehr der Sonnenflecken-Gruppe 2673 – und der Komet 2017 O1 am 25., 24. und 23. September. [23:55 MESZ]


22. September

Die Kanarischen Inseln von der ISS aus gesehen: Wolkenmuster zeichnen die Windströmungen nach. Auch die heutige Erdpassage von OSIRIS-REx (auch eine FAQ zur Sichtbarkeit, frühe Nachweise hier und hier und ein späterer), das nahe Ende der GRACE-Satelliten – und ein Abkommen von DLR & JAXA mit interessanten Plänen. [12:10 MESZ]

Helle Feuerkugel über BeNeLux und Westdeutschland

Noch sind die einlaufenden Berichte widersprüchlich, aber eine grob Vollmond-helle Feuerkugel hat gestern Punkt 21:00 MESZ v.a. in den Niederlanden und dem westlichen Deutschland für einiges Aufsehen gesorgt, z.B. in Köln – Meldungen bitte hier! Eine eventuelle Restmasse wäre allerdings in die Nordsee gefallen. [NACHTRAG: Nach einer genaueren Bahnanalyse war’s ein früher nördlicher Taurid, also ein Stück Encke.] Auch Komet C/2017 O1 (ASASSN) am 19.9. (auch mit den Plejaden), 18.9. und 17.9. (auch mit PANSTARRS) sowie 29P/S-W am 17.9.

Schöne – aber undatierte – Aurora von der ISS aus gesehen. Auch ein besonders fetter „Steve“ (frühere Bilder und Animationen dieses neu beschriebenen Auroraphänomens hier, hier, hier, hier, hier und hier) – und die Reise des Mondes am 18./19.9. entlang an der Venus (Malaysia), dem Regulus (Deutschland) und Merkur & Mars (Japan). [11:35 MESZ]

Kein Kontakt mehr mit dem Radioobservatorium von Arecibo besteht seit 1 1/2 Tagen in der Folge des schweren Hurricans Maria (oben im Sat-Bild vom 20. September genau über Puerto Rico): ein magerer Update der USRA und Artikel hier und hier (früher). Auch ein neues Riesen-Projekt am VLA – und ein Paper über Extragalactic Radio Continuum Surveys and the Transformation of Radio Astronomy durch den Big Data-Boom in der Folge. [0:15 MESZ] Ein Arecibo-Update um mehrere Ecken: „some damage (apparently the legacy 430-MHz antenna is no more), but otherwise minimal damage to the main telescope. Apparently the 12-m satellite telescope also blew away.“ [10:05 MESZ]


20. September

Das Komposit der SoFi 2017, auf das wir gewartet haben, hier etwas knackiger gerechnet: Einen Monat „danach“ hat Miloslav Druckmüller geliefert … Auch ein weiteres Flashspektrum animiert, Berichte hier und hier, Bilder hier, hier, hier und (gut gemalt) hier, Videos hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier und hier. [23:45 MESZ]


16. September

Eine zerfallende Feuerkugel über der Insel Mauritius – derweil suchen Meteoritensucher Augenzeugen einer Feuerkugel in Kanada, wurde ein Meteorit vom Steinheimer Becken-Impakt in einem Museum (!) entdeckt und staunt ein Astronaut über das benachbarte Ries. Auch Komet O1 – jetzt ~8.5 mag. – am 14.9. und 13.9. und eine Amateur-Aufnahme von OSIRIS-REx. Plus Artikel über das ELT hier, hier und hier, Pläne für ein neues Teleskop in der Antarktis, ein Zwischenfall bei ASTRON, was das evScope mitten in New York City kann – und Aspekte der Lichtverschmutzung hier, hier und (LOL) hier. [19:20 MESZ. NACHTRAG: zum Vergleich ein Reentry über Australien heute, der auf diese Raketenstufe zurück ging]


Hintergrundbilder (c) OEWF