ÖWF / Polares auf einen Blick

ESA Nachrichten

ESA Human Spaceflight

09.11.17:
07.11.17:
03.Feb 2014 | 13:56

Robotic Exploration:ExoMars orbiter core module completed

The ExoMars Trace Gas Orbiter module consisting of the spacecraft structure, thermal control and propulsion systems was handed over by OHB System to Thales Alenia Space France at a ceremony held in Bremen, Germany, today.
08.Nov 2013 | 12:30

Robotic Exploration:ExoMars lander module named Schiaparelli

The entry, descent and landing demonstrator module that will fly on the 2016 ExoMars mission has been named 'Schiaparelli' in honour of the Italian astronomer Giovanni Schiaparelli, who famously mapped the Red Planet's surface features in the 19th century.
17.Nov 2017 | 15:00

Week in Images


Our week through the lens:
13-17 November 2017
17.Nov 2017 | 10:05

Earth from Space


In the 248th edition, discover Chile’s largest salt flat in the Atacama Desert
16.Nov 2017 | 11:00

Fracture swarms on Mars


These striking features on Mars were caused by the planet’s crust stretching apart in response to ancient volcanic activity.

15.Nov 2017 | 09:50

Ozone ups and downs


Climate scientists studying three decades of ozone measurements from seven satellites see a positive trend in global recovery thanks to international efforts to curb ozone-depleting substances.

13.Nov 2017 | 15:25

Art & Culture in space


You don’t have to be a scientist or an engineer to join our space adventure. Check out the creative ways you can be involved and inspired...
15.Nov 2017 | 15:25

Crater shadows


Human Spaceflight image of the week: Astronauts, planetary scientists and engineers cast their shadows at the rim of a volcanic crater
13.Nov 2017 | 14:00

Astronaut meets volcano


An expedition of astronauts, planetary scientists and engineers is off to Spain’s Canary Island of Lanzarote to learn best how to explore uncharted planets. The training will equip space travellers with a geologist’s eye. 

09.Nov 2017 | 15:00

Look at the Moon


Human Spaceflight image of the week: ESA astronaut Paolo Nespoli’s room with an atypical view
09.Nov 2017 | 14:04

The road to Orion’s launch


NASA’s Orion spacecraft aims to send humans further into space than ever before, and ESA’s European Service Module will provide the essentials for keeping the astronauts alive and on course.

A review of the programme by NASA to assess progress is now showing a launch date from December 2019 to June 2020.

07.Nov 2017 | 14:42

Stressed seedlings in space


Life on Earth has a myriad of problems, but gravity isn’t one of them – staying grounded means organisms can soak up the light and heat that enables growth. 

ESA Top Multimedia

Earth from Space: Salar de Atacama

07.Nov 2017 | 14:42

Fuelling Galileo

07.Nov 2017 | 14:42

Salar de Atacama, Chile

07.Nov 2017 | 14:42

Paolo and crew

07.Nov 2017 | 14:42

A meteoroid as seen from the Space Station… make a wish!

07.Nov 2017 | 14:42

Sirenum Fossae fractures

07.Nov 2017 | 14:42

Weltraum Nachrichten von Online Zeitungen

17.Nov 2017 | 09:23

Positronen aus dem All: Rätselhafte Antiteilchen noch rätselhafter

Warum gibt es nahe der Erde so viele Anti-Elektronen? Physiker haben überraschende Antworten gefunden - in 300 Wassertanks im Hochland von Mexiko.
16.Nov 2017 | 18:58

Sternschnuppen: Die Leoniden kommen

Um die 20 Sternschnuppen pro Stunde. Darauf können sich Himmelsgucker in den kommenden Nächten einstellen. Mondlicht stört die Beobachtung selten - das Wetter schon eher, vor allem im Süden.
15.Nov 2017 | 16:33

Feuerball über Süddeutschland: "Größe einer Faust oder eines Fußballs"

Ein Feuerball am Himmel über Süddeutschland hat Beobachter fasziniert. Gefährlich war er nicht. Die Erde erreicht hat er auch nicht - aber selten gab es so viele Beschreibungen solch eines Phänomens.
09.Nov 2017 | 17:46

Mysteriöses Leuchten: Astronomen entdecken Zombie-Stern

"Diese Supernova verstößt gegen alles, was wir wissen", staunt ein Forscher. Er hat einen Stern entdeckt, der von den Toten aufersteht.
09.Nov 2017 | 10:51

"New Horizons": Name für nächstes Ziel von Nasa-Sonde gesucht

Wer schon immer mal einen Himmelskörper benennen wollte, dem gibt die US-Raumfahrtbehörde Nasa nun Gelegenheit dazu. "Uluru" und "Mjölnir" stehen schon auf der Vorschlagsliste.
19.Nov 2017 | 12:00

Genesis-Projekt - Wie der Mensch das Leben im All verbreiten könnte

Deutscher Physiker schlug Konzept für die Belebung ferner steriler Exoplaneten vor. Die Technik dafür wäre bereits in Reichweite
17.Nov 2017 | 17:38

Sonnenwind - Wie hochenergetische Elektronen den Schutzschild der Erde überwinden können

Mission Magnetospheric MultiScale untersucht die Magnetosphäre der Erde
17.Nov 2017 | 09:00

Saturnmond mit Ozean - Private Initiative will Lebensspuren auf Enceladus suchen

Juri Milners "Breakthrough Initiative" überlegt kostengünstige interplanetare Mission
16.Nov 2017 | 20:18

Neue Beobachtung - Antimateriestrom von exotischer Herkunft

Bisher hielt man nahe Pulsare für die Quelle von Positronen, die aus dem All die Erde erreichen. Aktuelle Messungen entlarven diese Theorie als Irrtum
16.Nov 2017 | 06:00

Sternschnuppenschauer - Die Leoniden erreichen ihren Höhepunkt

In den folgenden beiden Nächten können bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde beobachtet werden
16.Nov 2017 | 08:01

Erdähnlicher Planet nähert sich unserem Sonnensystem

Forscher haben einen erdähnlichen Planeten entdeckt, auf dem dank gemäßigter Temperaturen Leben möglich sein könnte. Noch ist er von der Erde weit entfernt. Doch er bewegt sich auf unser Sonnensystem zu.
15.Nov 2017 | 16:52

Experten rätseln über hellen Feuerball

Ein helles Licht am Himmel über Süddeutschland hat für große Aufregung gesorgt. Das fliegende Licht wurde als „grünlich“ oder „blau“ beschrieben. Astronom Bernhard Mackowiak weiß mehr.
27.Sep 2017 | 22:17

Russland und USA planen gemeinsamen Bau einer Mondstation

Der Traum von der Besiedelung des Mondes ist spätestens mit der ersten Landung 1969 konkreter geworden. Nun soll die ISS als Sprungbrett zur Mondoberfläche und sogar in den fernen Weltraum dienen.
05.Aug 2017 | 19:40

Die lange Reise zu den Außerirdischen

Seit 40 Jahren jagen die Nasa-Sonden „Voyager 1“ und „Voyager 2“ durchs All. Sie haben Erkenntnisse über ferne Planeten geliefert. Für fremde Zivilisationen haben sie sogar ein Geschenk an Bord.
04.Jul 2017 | 15:27

Roboter simulieren Mondlandung auf dem Ätna

Forscher machen auf dem Ätna Experimente mit Robotern, um Kenntnisse für eine zukünftige Mond- oder Marsmission zu gewinnen. Nebenbei werden Daten über die seismische Aktivität des Vulkans gesammelt.

Weltraum Blogs

03.Sep 2012 | 16:49

ScienceBlogs.de bekommt eine neue Software und macht Pause

Es ist endlich soweit. ScienceBlogs.de wird auf eine neue Software (WordPress) umgestellt. Dann sollten die ganzen Macken und technische Probleme die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, endlich verschwinden. Die Umstellung erfolgt heute Nacht, um Mitternacht geht es los. ScienceBlogs wird dann eine ganze Weile nicht erreichbar sein. Im Laufe des Dienstag Nachmittag müsste dann alles wieder funktionieren. Hoffen zumindest alle... Vielleicht funktioniert auch nichts mehr und es dauert länger, bis alles wieder normal läuft. Wir werden sehen. Ich hab noch keine Ahnung, wie das neue ScienceBlogs aussehen wird. Ich wäre schon zufrieden damit, wenn alle meine Artikel und alle Kommentare dazu den Umzug heil überstehen... Also drückt die Daumen!


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03.Sep 2012 | 12:25

Barnards Stern hat keine Planeten

Barnards Stern hat keine Planeten. Warum sollte das interessant sein, wo doch sonst immer nur von Sternen berichtet wird, bei denen man Planeten entdeckt hat? Erstmal ist auch ein negatives Resultat ein Resultat. Es mag nicht so sexy sein, wie die Entdeckung eines neuen Planetensystems, aber wenn wir wissen, dass es irgendwo keine Planeten gibt, sagt uns das auch etwas. Und dann ist Barnards Stern ein Sonderfall. Denn hier gab es seit Jahrzehnten Diskussionen, oft sogar Streit, darüber, ob sich dort Planeten befinden oder nicht.

Barnards Stern ist nur 6 Lichtjahre entfernt und damit der viertnächste Nachbar der Sonne (oder der zweitnächste, wenn man die drei Sterne des Alpha-Centauri-Systems zu einem zusammenfasst). Er ist so nahe, dass man seine Eigenbewegung sehr gut sehen kann und weil er sich so schnell bewegt, wird er oft auch "Barnards Pfeilstern" genannt. Dieses Bild zeigt, wie er sich zwischen 2001 und 2010 über den Himmel bewegt hat:

Barnard_Star_2001-2010.gif

Bild: Alejandro Sanz Gómez, CC-BY-SA 2.5

So ein interessanter Stern wurde natürlich oft und ausgiebig beobachtet. Wegen seiner schnellen Bewegung hat man besonders viele und genaue Positionsmessungen angestellt. Und in den 1960er und 1970er Jahren kam der Astronom Peter van de Kamp zu dem Schluss, dass sich dort 2 Planeten befinden müssten. Denn der Stern zog nicht einfach in einer geraden Linie über den Himmel, sondern wackelte hin und her. Der Grund dafür sollte die gravitative Störung der Planeten sein, die den Stern ein bisschen wackeln ließen. Die Entdeckung extrasolarer Planeten in den 1970er Jahren wäre eine große Sensation gewesen. Aber die Kollegen waren nicht überzeugt. Andere Astronomen zeigten, dass vermutlich ein technischer Fehler am Teleskop für das Wackeln des Sterns verantwortlich war. Aber van de Kamp war weiter von der Existenz seiner Planeten überzeugt. Zwei Stück, ungefähr halb so groß wie Jupiter sollten Barnards Stern umkreisen.

Die Sache blieb zweifelhaft, die Beobachtungen konnten nie bestätigt werden und es dauerte bis 1995, bevor der erste wirklich zweifelsfrei bestätigte extrasolare Planet entdeckt wurde. Eine Gruppe amerikanischer Astronomen hat nun noch einmal genau nachgesehen und kommt zu dem Schluß: van de Kamps Planeten existieren nicht. Sie haben Beobachtungsdaten aus den letzten 25 Jahren kombiniert und neu ausgewertet. Im Gegensatz zu van de Kamp haben sie sich nicht auf die Positionsänderungen des Sterns verlassen, sondern seine Radialgeschwindigkeit beobachtet. Auch mit dieser Methode misst man das Wackeln des Sterns, allerdings auf andere Art und Weise. Die Ergebnisse sind ziemlich deutlich:

barnard.png

Bild: Choi et al. (2012)

Die grünen und gelben Punkte sind die Messungen. Wenn der Stern keine Planeten hat, dann sollten sie alle auf der Nulllinie in der Mitte des Diagramms liegen. Wenn van de Kamps Planeten existieren, dann sollten die Punkte dem Verlauf der blauen oder rote Linie folgen. Das tun sie aber nicht, sondern liegen tatsächlich - innerhalb der Fehlerbalken - auf der Nulllinie.

Komplett ausschließen können die Forscher die Existenz von Planeten natürlich noch nicht. Ganz kleine Planeten könnte es noch geben. Aber sicherlich nichts, was größer ist als ein paar Erdmassen. Und auf jeden Fall keine Planeten, wie sie van de Kamp gefunden zu haben glaubte.

Barnards Stern hat also keine Planeten. Aber er wird weiter ein interessantes Forschungsobjekt bleiben, auch weil er der Sonne immer näher kommt. In knapp 10000 Jahren wird er sich bis auf 3,8 Lichtjahre angenähert haben. Ich würde gerne wissen, was die Astronomen bis dahin so alles herausgefunden haben...


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03.Sep 2012 | 10:00

Die Landkarte der Physik

1939 hat Bernard H. Porter die optimale Fusion aus Geografie und Physik erschaffen:

"[A] map of physics, containing a brief historical outline of the subject as will be of interest to physicists, students, laymen at large; Also giving a description of the land of physics as seen by the daring sould who venture there; And more particularly the location of villages (named after pioneer physicists) as found by the many rivers; Also the date of founding of each village; As well as the date of its extinction; and finally a collection of various and sundry symbols frequently met with on the trip."

1939-map-of-physics-h2.jpg

Wirklich cool! Da würde ich gern mal Urlaub machen. Eine kleiner Wanderung von der Astronomie ganz im Westen bis hin zur Astrophysik im Osten und dann an Herschel, Newton und Ptolemäus an den Lichtstrand und ein wenig entspannen ;)

Eigentlich fehlen nur noch 2 Dinge: Eine hochauflösende Version dieser Karte, damit man sie als Poster für die Wand ausdrucken kann. Und eine aktualisierte Version, die die Entwicklung der Physik seit 1939 inkludiert. Seit damals haben die Wissenschaftler ja jede Menge Neuland entdeckt!

(via Strange Maps)

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02.Sep 2012 | 15:40

Terminkalender September

Da ich in den nächsten Monaten diverse Vorträge und Lesungen an diversen Orten halte, dachte ich, ich sag mal Bescheid, wo ich überall sein werde. Vielleicht sieht man sich ja irgendwo.

  • 12.September, Seeheim-Jugenheim: Am 12 und 13 September finden die Bergsträsser Weltraumtage statt. Veranstaltet von der Deutschen Gesellschaft für Schulastronomie gibt es dort jede Menge populärwissenschaftliche Vorträge über Astronomie - zum Beispiel über die Suche nach Außerirdischen, den Bau eines Weltraumfahrstuhls oder die Geschichte der Raumfahrt in Kinofilmen. Ich werde dort am 12. September um 20 Uhr einen Vortrag zum Thema "Krawumm - Wahre und falsche Weltuntergänge" halten und dabei auch aus meinen Büchern vorlesen.

  • 25. September, Solingen: Am 25. September um 19.30 werde ich in der Sternwarte Solingen einen Vortrag zum Thema "Weltuntergang 2012? Keine Panik!" halten.
  • 24-28 September, Hamburg: Von 24 bis 28. September findet in Hamburg die große Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft statt. Dort werde ich zwar keinen Vortrag halten, aber trotzdem anwesend sein (zumindest von 26. bis 28., vorher muss ich ja noch nach Solingen). Wird sicher interessant und vielleicht sieht man sich ja!



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02.Sep 2012 | 14:26

Ein Krawumm geht um die Welt (21): Москва́

Letztes Mal war das Krawumm auf seiner Reise durch die Welt bei der chinesischen Mauer angelangt. Und wenn wir schon mal bei den großen Sehenswürdigkeiten sind, dann passt auch dieses Foto von Leser Robert. Krawumm in Moskau!

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Was bisher geschah: Teil 1: Die staubige Fabrik, Teil 2: Rindviecher, Teil 3: Das Krawumm will hoch hinaus, Teil 4: Eishockey und Nobelpreis, Teil 5: Der Weltskeptikerkongress, Teil 6: James Randi!, Teil 7: Bulgarische Berge, Teil 8: Auf hoher See, Teil 9: Das Buch im Transit, Teil 10: Der Berliner Flughafen, Teil 11: Flauschige Eichhörnchen, Teil 12: Der Bund fürs Leben, Teil 13: Der weiße Gott, Teil 14: Besuch auf Tatooine, Teil 15: Bei den alten Römern, Teil 16: Gaudi in Barcelona, Teil 17: Geysire im Yellowstone-Park, Teil 18: Urlaubslektüre in Antalya, Teil 19: Das Unheil kommt von oben, Teil 20: Die chinesische Mauer
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19.Nov 2017 | 11:00

University of Surrey to Lead new £29 Million AI and Robotics Space Hub

SURREY, England (University of Surrey PR) — The University of Surrey is set to lead the country’s efforts in breakthrough, space-focused artificial intelligence and robotics research, thanks to a new £29million [$38.3 million] hub.

The Future AI and Robotics for Space (FAIR-SPACE) Hub will be funded through a £6.7 million [$8.85 million] grant from the Engineering and Physical Sciences Research Council (EPSRC) and the UK Space Agency (UKSA), as well as £22.3 million [29.47 million] from over twenty space organisations.

The EPSRC and UKSA award was announced as part of the government’s £84million funding of robotics and AI projects on Wednesday 08 November. The University will use this opportunity to go forward with plans to create space robots that perform complex tasks on long missions, with minimal dependency on a human ground crew.

FAIR-SPACE will lead research into state-of-the-art technologies such as robots that repair satellites, assemble large space telescopes, manufacture products in space and remove space debris. The Hub will also look into robots that survey, observe, extract resources, and deploy infrastructure for human arrival and habitations on alien planets. Other projects include the Hub investigating astronauts and robot interoperability aboard the International Space Station and for the future Moon Village mission.

The University of Surrey will be working with Imperial College London and the Universities of Edinburgh, Liverpool, Salford and Warwick on the core research programme of the Hub. The hub will accelerate the prototyping of autonomous systems in a scalable way, where the innovations and methodologies developed can be rapidly spun out for wide adoption in the space sector worldwide.

Professor Yang Gao, Hub Director of FAIR-SPACE, Professor of Space Autonomous Systems and Associate Dean at the University of Surrey, said: “This is an incredible opportunity for the University of Surrey and the whole country to play a pivotal role in how humankind explores space, our moon and beyond. We have a very talented team at Surrey and a proud heritage of producing leading research in space science and technology. We believe, with the support of our partners, FAIR-SPACE will be another chapter in this illustrious history.”

19.Nov 2017 | 09:42

NASA CubeSat to Test Miniaturized Weather Satellite Technology

The Microwave Radiometer Technology Acceleration (MiRaTA) satellite, a 3U CubeSat, is shown with solar panels fully deployed, flanking the body of the spacecraft, which has a circular aperture at the top for the microwave radiometer antenna, used for atmospheric science measurements. There are also two small, thin tape-measure antennas on the top, used for UHF radio communication with the ground station. (Credit: MIT Lincoln Laboratory)

CAMBRIDGE, Mass. (NASA PR) — Behind every weather forecast—from your local, five-day prediction to a late-breaking hurricane track update—are the satellites that make them possible. Government agencies depend on observations from weather satellites to inform forecast models that help us prepare for approaching storms and identify areas that need evacuating or emergency first responders.

Weather satellites have traditionally been large, both in the effort needed to build them and in actual size. They can take several years to build and can be as big as a small school bus. But all of that could change in the future with the help of a shoebox-sized satellite that will start orbiting Earth later this month.

The NASA-funded CubeSat, called Microwave Radiometer Technology Acceleration (MiRaTA), was launched into Earth’s orbit on Saturday aboard a Delta II rocket carrying the next big U.S. weather satellite (NOAA’s JPSS-1) into space. MiRaTA is designed to demonstrate that a small satellite can carry instrument technology that’s capable of reducing the cost and size of future weather satellites and has the potential to routinely collect reliable weather data.

Microwave radiometers are one of the workhorse instruments aboard today’s weather satellites. These sensitive instruments measure radio frequency signals related to the thermal radiation emitted by atmospheric gases, such as molecular oxygen and water vapor, and also detect particles such as cloud ice. These data are key inputs for models that track storms and other weather events. Calibrating these radiometers is important for keeping them from drifting so their data can be used for accurate weather and climate models. Therefore, a calibration target is usually included in the satellite to help the radiometer maintain its accuracy.

Miniaturizing microwave radiometer instruments to fit on a CubeSat leads to the challenge of finding a calibration instrument that is not only accurate but also compact, said Kerri Cahoy, principal investigator for MiRaTA and an associate professor in the Department of Aeronautics and Astronautics at the Massachusetts Institute of Technology. “You don’t have room for the bulky calibration targets that you would normally use on larger satellites,” Cahoy said. “Microwave radiometer calibration targets on larger satellites can be the size of a toaster, but for CubeSats, it would have to be the size of a deck of cards.”

Cahoy and her colleague William Blackwell, the microwave radiometer instrument lead at MIT Lincoln Laboratory, have come up with a solution based on a technique she studied in graduate school called radio occultation (RO), whereby radio signals received from GPS satellites in a higher orbit are used to measure the temperature of the same volume of atmosphere that the radiometer is viewing. The GPS-RO temperature measurement can then be used for calibrating the radiometer.

“In physics class, you learn that a pencil submerged in water looks like it’s broken in half because light bends differently in the water than in the air,” Cahoy said. “Radio waves are like light in that they refract when they go through changing densities of air, and we can use the magnitude of the refraction to calculate the temperature of the surrounding atmosphere with near-perfect accuracy and use this to calibrate a radiometer.”

In 2012 NASA’s In-Space Validation of Earth Science Technologies (InVEST) program issued a request for technology demonstration proposals, which prompted Blackwell and Cahoy, who was then teaching at MIT, put their theory to the test by offering a project to Cahoy’s students in her sensors and instrumentation class to determine if the idea was feasible. When two students demonstrated through computer modeling that radio occultation could indeed function for radiometer calibration, Cahoy and Blackwell asked The Aerospace Corporation’s Rebecca Bishop, who has developed GPS-RO receivers for CubeSats, to join the team. They then submitted a full proposal for MiRaTA to NASA, which gave the greenlight for funding in the spring of 2013.

Building MiRaTA was a team effort. Bishop modified an off-the-shelf, low-cost GPS receiver to make the radio occultation measurements for calibration; MIT Lincoln Laboratory and University of Massachusetts Amherst applied their engineering skills to further miniaturize the microwave radiometer; and Cahoy and her student team, guided by expert mentors at MIT Lincoln, built the satellite that would house everything.

“Building a CubeSat can be hard because you have to put batteries, a radio, a computer, your instruments, wheels that you spin to tip and turn your satellite, and folded solar panels and antennas all into a very small space,” Cahoy said. “And you’re using the space equivalent of scotch tape and super glue to constrain this mess of wires and connectors and get it into its housing.

“But,” Cahoy added, “the hard work will really pay off in great science data if it all goes as planned.”

In the best-case scenario, three weeks after launch MiRaTA will be fully operational, and within three months the team will have obtained validation data from both the radiometer and the GPS receiver. The big goal for the mission—declaring the technology demonstration a success—would be confirmed a bit farther down the road, at least half a year away, following the data analysis.

If MiRaTA’s technology validation is successful, Cahoy said she envisions an eventual constellation of these CubeSats orbiting the entire Earth, taking snapshots of the state of the atmosphere and weather every 15 minutes—frequent enough to track storms, from blizzards to hurricanes, in real time. “Our goal is to have our radiometers perform just as well as those on current weather satellites and be able to provide the kind of data that helps agencies and people in the path of a natural disaster prepare early and wisely,” she said.

“This is a very exciting mission as it will be the first on-orbit demonstration of an all-weather, three-frequency radiometer CubeSat using atmospheric GPS-RO-based calibration,” said NASA Jet Propulsion Laboratory’s Charles Norton, a program associate in NASA’s Earth Science Technology Office (ESTO) and the task manager for MiRaTA. “It’s a true testament to the creativity and innovation of the teams involved that they’re advancing measurement technologies for future small satellite constellation missions,” he said, while adding that Utah State University’s Space Dynamics Laboratory and NASA Wallops Flight Facility are supporting ground station and mission operations for the CubeSat.

MiRaTA and other Earth science InVEST missions are funded and managed by NASA’s ESTO program in NASA’s Earth Science Division. ESTO supports technologists at NASA centers, industry and academia to develop, refine and demonstrate new methods for observing Earth from space, from information systems to new components and instruments.

Small satellites, including CubeSats, are playing an increasingly larger role in exploration, technology demonstration, scientific research and educational investigations at NASA, including: planetary space exploration; Earth observations; fundamental Earth and space science; and developing precursor science instruments like cutting-edge laser communications, satellite-to-satellite communications and autonomous movement capabilities.

For NASA’s ESTO program, visit: https://esto.nasa.gov/

18.Nov 2017 | 18:45

Arrested ARCA Space CEO Maintains Innocence

Dumitru Popescu

A statement from ARCA Space:

ARCA Space Corporation will continue the development of its aerospace technology as scheduled.  The company has full confidence in CEO Dumitru Popescu and expects him to lead the efforts.  Mr. Popescu was charged in New Mexico state courts with alleged embezzlement and securities issues.  However, Mr. Popescu maintains his innocence and expects to prevail in court proceedings.

Meanwhile the work of the company will proceed with a goal of presenting a successful aerospike rocket engine.

ARCA Space will keep the public updated on the progress of the company.

18.Nov 2017 | 17:42

JPSS-1 to Improve U.S. Weather Forecasting

This illustration depicts the Joint Polar Satellite System-1, or JPSS-1, spacecraft designed to provide forecasters with crucial environmental science data to provide a better understanding of changes in the Earth’s weather, oceans and climate. (Credit: Ball Aerospace)

VANDENBERG AIR FORCE BASE, Calif., November 18, 2017 (NOAA PR) — The Joint Polar Satellite System-1, the first in a new series of four highly advanced NOAA polar-orbiting satellites, lifted off from Vandenberg Air Force Base, California, at 1:47 a.m. PST this morning. The satellite’s next-generation technology will help improve the timeliness and accuracy of U.S. weather forecasts three to seven days out.

“The value of the new JPSS satellite cannot be understated after this tragic hurricane season,” said Secretary of Commerce Wilbur Ross. “JPSS offers an unparalleled perspective on our planet’s weather, granting NOAA advanced insights which will be used to guard American lives and communities.”

JPSS-1 will be renamed NOAA-20 when it reaches its final orbit. Scientists and forecasters will be able to use the satellite’s data officially after its five advanced instruments, all significantly upgraded from those on NOAA’s previous polar-orbiting satellites, complete three months of tests. The satellite is designed to operate for seven years, with the potential for several more years.

“This year’s hurricane and fire seasons demonstrated just how critical NOAA’s Earth observing satellites are for forecasting extreme weather and hazardous events,” said Rear Admiral Timothy Gallaudet, Ph.D., acting NOAA Administrator. “JPSS joins the recently launched GOES-16 satellite to provide forecasters unprecedented access to high quality data needed for accurate forecasts, which save lives, protects property and safeguards our economic livelihood.”

The data these advanced instruments provide will improve weather forecasting, such as predicting a hurricane’s track, and aid in the recognition of climate patterns that can influence the weather, including El Nino and La Nina. They will also help emergency managers respond to events like wildfires and volcanic eruptions and help communities, recovering from severe storms, with better views of storm damage and show the extent of power outages. The data also will be available to aid scientists monitor changes in our environment.

“Building and launching JPSS-1 underscores NOAA’s commitment to putting the most scientifically advanced satellites as possible into orbit, giving our forecasters – and the public – greater confidence in weather forecasts up to seven days in advance, including the potential for severe or dangerous weather,” said Stephen Volz, Ph.D., director of NOAA’s Satellite and Information Service.

JPSS-1 will join the NOAA/NASA Suomi NPP satellite in the same polar orbit, and will also provide scientists with observations of atmospheric temperature and moisture, clouds, sea-surface temperature, ocean color, sea ice cover, volcanic ash, and fire detection.

“Emergency managers increasingly rely on our forecasts to make critical decisions and take appropriate action before a storm hits,” said Louis W. Uccellini, director of NOAA’s National Weather Service. “Polar satellite observations not only help us monitor and collect information about current weather systems, but they provide data to feed into our weather forecast models.”

Together, NOAA and NASA oversee the development, launch, testing and operation all the satellites in the JPSS program. NOAA funds and manages the program, operations and data products. On behalf of NOAA, NASA develops and builds the instruments, spacecraft and ground system and launches the satellites which then NOAA takes over to operate.

“Today’s launch is the latest example of the strong relationship between NASA and NOAA, contributing to the advancement of scientific discovery and the improvement of the U.S. weather forecasting capability by leveraging the unique vantage point of space to benefit and protect humankind,” said Sandra Smalley, director, NASA’s Joint Agency Satellite Division.

Ball Aerospace designed and built the JPSS-1 satellite bus and Ozone Mapping and Profiler Suite instrument, integrated all five of the spacecraft’s instruments and performed satellite-level testing and launch support. Raytheon Corporation built the Visible Infrared Imaging Radiometer Suite and the Common Ground System. Harris Corporation built the Cross-track Infrared Sounder. Northrop Grumman Aerospace Systems built the Advanced Technology Microwave Sounder and the Clouds and the Earth’s Radiant Energy System instrument.

 

 

18.Nov 2017 | 17:36

Delta II Launches New JPSS-1 Weather Satellite

 

Delta II launches the JPSS-1 satellite. (Credit: ULA)

Vandenberg Air Force Base, Calif., Nov. 18, 2017 (ULA PR) – A United Launch Alliance (ULA) Delta II rocket carrying the Joint Polar Satellite System-1 (JPSS-1) for NASA and National Oceanic Atmospheric Administration (NOAA) lifted off from Space Launch Complex-2 on Nov. 18 at 1:47 a.m. PST. The JPSS program provides the nation’s next generation polar-orbiting operational environmental satellite system, delivering key observations for the nation’s essential projects and services, including forecasting weather in advance and assessing environmental hazards.

“It has been an honor to partner with our teammates at NASA and NOAA in launching this critical earth observation mission,” said Laura Maginnis, ULA vice president of Government Satellite Launch. “Together, we were able to overcome multiple challenges in the last two weeks, culminating in the successful delivery of JPSS to orbit today.”

In addition to JPSS-1, this mission includes five CubeSats which launched from dispensers mounted to the Delta II second stage. The miniaturized satellites will conduct research in 3D-printed polymers for in-space manufacturing, weather data collection, bit flip memory testing, radar calibration and the effects of space radiation on electronic components.

This mission was launched aboard a Delta II 7920-10 configuration rocket which includes a 10-ft diameter Payload Fairing (PLF). The booster for this mission was powered by the RS-27A engine and the second stage was powered by the AJ10-118K engine. This is ULA’s 8th launch in 2017 and the 123rd successful launch since the company was formed in December 2006. This is the penultimate launch of the Delta II rocket, first launching in 1989 with 154 launches to date. The final Delta II mission is scheduled for 2018 and will put ICEsat-2 in orbit for NASA.

“The Delta II rocket has truly created a legacy throughout its history, and has proven to be an industry workhorse,” said Maginnis. “After almost 3 years since our last Delta II mission, it was great to see it flying and delivering mission success for our customers once again.”

ULA’s next launch is the NROL-47 for the National Reconnaissance Office. The launch is scheduled for Dec. 13 from Space Launch Complex-6 at Vandenberg Air Force Base, California.

With more than a century of combined heritage, United Launch Alliance is the nation’s most experienced and reliable launch service provider. ULA has successfully delivered more than 120 satellites to orbit that aid meteorologists in tracking severe weather, unlock the mysteries of our solar system, provide critical capabilities for troops in the field and enable personal device-based GPS navigation.

For more information on ULA, visit the ULA website at www.ulalaunch.com, or call the ULA Launch Hotline at 1-877-ULA-4321 (852-4321). Join the conversation at www.facebook.com/ulalaunch, twitter.com/ulalaunch and instagram.com/ulalaunch.

11.Nov 2017 | 21:23

…und nun das Wetter

So heißt eine Veranstaltung des Freundes- und Förderkreis Dornier Museum für Luft- und Raumfahrt e.V. im Dornier Museum Friedrichshafen am 30. November 2017. Sie beginnt um 18 Uhr und hat „Satellitengestützte Wetterprognosen und Klimaprojektionen“ zum Thema.
09.Nov 2017 | 20:54

SpaceX: Koreasat 5A im All, 1. Stufe gelandet

Koreasat 5A ist nach Start von Cape Canaveral am 30. Oktober 2017 im All. Die erste Stufe der verwendeten Trägerrakete von SpaceX ist auf der Seeplattform "Of course I still love you" gelandet.
09.Nov 2017 | 15:59

NASA-Review zur EM-1: Start auf SLS noch 2019

Die US-amerikanische Raumfahrtagentur (NASA) hat ein Review zur EM-1 abgeschlossen. Trotz Risiken in Herstellungsprozessen und Produktionsabläufen wird ein Start der Mission im Dezember 2019 anvisiert.
05.Nov 2017 | 09:26

Spacewalker – „Vremya Pervykh - Die Zeit der Ersten“

Der russische Kinofilm „Vremya Pervykh - Die Zeit der Ersten“ über den historischen Flug von Woschod 2 ist als DVD in deutscher Synchronisation erschienen.
02.Nov 2017 | 00:01

Rückblende: Pjotr Iwanowitsch Dolgow ...

… Stratosphärenspringer und Phantomkosmonaut - Zu seinem 55. Todestag ... Zur Yuris’s Night am 12. April 2017 hielt Andreas Weise einen Vortrag im Wiener Naturhistorischen Museum. Der Vortrag basierte auf dem folgenden Artikel.
15.Nov 2017 | 15:40

VaPER-Studie Teil 7: Standardisierte Ernährung der Probanden

Brot"Wir ernähren die Probanden nicht extra gesund. Aber dennoch sind die ausgewogenen Ernährungspläne gesünder als die alltägliche Nahrungsaufnahme der meisten Menschen", erklärt Olga Hand. Sie ist Diplomernährungswissenschaftlerin und hat gemeinsam mit einer Diätassistentin das Ernährungspaket für die Bettruhe-Studie VaPER erstellt. Dabei lag der Fokus darauf, dass das Essen standardisiert ist und die Probandinnen und Probanden ihr Gewicht halten. "Die Ernährung soll so sein, dass sie keinen Einfluss auf Studien-Ergebnisse haben kann. Hat ein Proband etwa Knochenmasse während der Bettruhe verloren, so liegt das auf keinen Fall an Calcium-Mangel", beschreibt Hand das Ziel der genau überwachten Ernährung.
10.Nov 2017 | 12:00

VaPER-Studie Teil 6: Wie verbringen unsere Probanden ihre Tage im Bett?

Probandin E6:30 Uhr: Pünktlich wie jeden Morgen geht um 6:30 Uhr die Tür auf und für die Probandinnen und Probanden heißt es "Aufstehen" – wobei Aufstehen nicht im wörtlichen Sinn zu nehmen ist, denn das ist die Grundregel für unsere Bettruhe-Probanden: Liegen bleiben! Sie verbringen 30 Tage im Bett.
08.Nov 2017 | 08:30

VaPER-Studie Teil 5: Kann jeder bei einer Bettruhestudie als Proband mitmachen?

Die psychologischen Fragebögen der Probanden„Am Anfang steht immer die Frage ‚Welche Art Mensch suchen wir?‘ Nur so können wir ein geeignetes Profil erstellen“, erzählt Henning Soll. Der Diplom-Psychologe des DLR und sein Team waren für die Auswahl der Probanden hinsichtlich der psychologischen Komponente bei der Bettruhestudie VaPER zuständig. Wer daran teilnehmen wollte, musste nicht nur in medizinischer, sondern auch in psychologischer Hinsicht für eine solche Herausforderung geeignet sein.
24.Oct 2017 | 14:40

VaPER-Studie Teil 4: Ab ins Bett – 30 Tage liegen bleiben

Bett mit 6Grad-KopfneigungNoch eine letzte herzliche Umarmung im Stehen: So verabschieden Studienleiter Edwin Mulder, Alexandra Noppe und Studienärztin Freia Paulke ihre Teilnehmer bei der VaPER-Studie (VIIP and Psychological :envihab Research Study) ins Bett. Die Probanden A und B legten sich am Dienstag als erste hin. Seitdem folgten pro Tag je zwei der insgesamt zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bis dann am Sonntag alle im Bett lagen. 30 Tage und Nächte lang.
13.Oct 2017 | 13:30

VaPER-Studie Teil 3: Was ist ein Medical?

AugenuntersuchungenSuchend bewegt sich das Auge auf dem Bildschirm hin und her, dann blickt es starr nach vorn. Nur wenige Sekunden, länger dauert es nicht, um die Fehlsichtigkeit des Auges mit dem Refraktometer zu messen. Doch hierbei handelt es sich nicht um einen Routinebesuch beim Optiker. Diese Sehschärfebestimmung gehörte zu einer ganzen Reihe von Voruntersuchungen für die VaPER-Studie, bei der sich 12 Probandinnen und Probanden für 30 Tage im :envihab beim DLR in Köln ins Bett legen.
13.Oct 2016 | 12:00

Young Researcher Ujwal Gadiraju Wants to Crowd Source Solutions to Big Problems

I had the pleasure of meeting Ujwal Gadiraju in Heidelberg last week at this year’s Forum. He warned me he could go on forever about his research, and he wasn’t entirely wrong; the only thing stopping … Weiterlesen
13.Oct 2016 | 11:40

Comicfilm gegen Kopfschmerz für Kinder und Jugendliche – Macht mit und stimmt ab!

Anfang des Jahres erschien ein Animationsfilm gegen Migräne und Kopfschmerzen für Kinder und Jugendliche. Ein Migräne-„Ei“ mit blauer Mütze erklärt in einfacher Sprache verständlich was bei Migräne passiert und gibt viele Tipps. Dieses Video zählt zu den 24 … Weiterlesen
13.Oct 2016 | 09:00

Schiaparelli-Landung auf Mars: Simulation der Kamera-Bilder

Ein aktueller Artikel im Webauftritt der ESA zeigt Simulationen der Bilder, die die Abstiegskamera „Descent Camera“ auf dem Landedemonstrationsmodul Schiaparelli während des Abstiegs machen wird.
13.Oct 2016 | 07:26

Poetische Nummerologie

The 10 most Influential Poets in History Nein, es sind – vielleicht mit einer Ausnahme – nicht die ‚einflussreichsten Dichter‘ aller Zeiten, vermutlich nicht einmal die einflussreichsten der westlichen Welt. Dafür sind zu wenig nicht-englischsprachige Poeten … Weiterlesen
12.Oct 2016 | 23:17

Der Trump-Reflex: Was verbale Aggression mit uns macht und wie wir stark bleiben

Michaela Brohm-Badry‘ Hier der Tipp des Tages: Wenn Sie mal so richtig „schlecht drauf“ sein wollen, nutzen Sie den Donald-Trump-Beleidigungs-Generator. Man gibt den eigenen Namen ein (oder den eines Freundes 😉 ) und schnurstracks kommentiert … Weiterlesen
12.Nov 2017 | 16:25

Allgemeines Live-Blog ab dem 12. November


18. November

Noch ein Wolkenwirbel Jupiters vom 9. Juno-Besuch Ende Oktober [NACHTRAG: derselbe noch knackiger bearbeitet] – auch etliche weitere verarbeitete Bilder, die Chemie des Großen Roten Flecks, die Fortschritte des Aerobrakings des ExoMars TGO, der den Phobos-Orbit gekreuzt hat, ein NASA-Instrument für eine japanische Marsmisson 2024 (mit Phobos-Sample-Return), die Thermodynamik der Pluto-Atmosphäre, die Parker Solar Probe nach Akustik-Tests und die Ergründung der Whistler-Quelle mit Satelliten.

Die Ankunft des jüngsten Cygnus an der ISS am 14. November bei orbitalem Sonnenaufgang – auch die Übergabe erster SLS-Hardware am KSC, die weiteren Pläne Chinas inklusive eines nuklearen Space Shuttles und die zweite Electron-Rakete in Neuseeland angekommen. Und der Start Delta II mit JPSS-2 ist weiterhin für heute früh geplant, erneut 10:47 MEZ: Hier bloggt das Projekt. [0:35 MEZ] Bei t-4 Minuten und Holding vor dem 66-sekündigen Startfenster. [10:35 MEZ] Alles go, der Countdown für JPSS-1 läuft wieder. [10:45 MEZ]

Und Lift-Off! Aber kaum brauchbare Bilder im Webcast – früher sahen Delta-II-Starts besser aus … [10:50 MEZ] Immerhin coole IR-Bilder vor der Stufentrennung. [10:55 MEZ] SECO 1 jetzt wird erstmal gecoastet, vor einem kurzen 2. Burn 40 Minuten später. [11:00 MEZ] Ein Foto vom Start und die Stufen-Trennung. [11:25 MEZ] Ferne Aufnahmen vom Start hier und hier – und JPSS-1 ist draußen (ein 2. Screenshot und ein Artikel)! [11:50 MEZ] Eine Langzeit-Belichtung des Starts – gleich werden noch 5 CubeSats ausgesetzt. Und JPSS-1 hat die Solarzellen ausgefahren. [12:00 MEZ] Nach dem 3. Burn gleich das Aussetzen der CubeSats. [12:05 MEZ] Die ersten drei sind weg. [12:10 MEZ] Und nun alle fünf – das war’s! Und noch mehr Start-Bilder. [12:15 MEZ] NOAA, ULA und NASA Releases, viele Bilder [alt.], mehr Langzeit-Aufnahmen, die Wolke aus dem Orbit, diverse Videos hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier und hier. [18:30 MEZ]


16. November

Schon wieder Gravitationswellen von Schwarzloch-Fusion

Jetzt ist es Routine geworden: Keine Pressekonferenz (mit geheimnisvoller Ankündigung) mehr, nur unzeremoniell ein Preprint auf ArXiv und ein Caltech Press Release dazu haben soeben der Welt eine weitere Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher in einer fernen Galaxie zur Kenntnis gebracht, die die LIGO-Detektoren über typische Gravitationswellen bemerkt haben. Es ist der nunmehr fünfte zweifelsfreie Fall dieser Art und – siehe Grafik; Skala in Sonnenmassen – derjenige mit der geringsten Gesamtmasse, denn die beiden am 8. Juni 2017 in grob 340 Mpc Entfernung fusionierten Schwarzen Löcher hatten nur rund 12 und 7 Sonnenmassen und das Produkt 18 Sonnenmassen; eine wurde von den Wellen davon getragen. Objekte dieses Kalibers – den Beteiligten eines LIGO-Ereignisses vom 26.12.2016 vergleichbar aber deutlich kleiner als bei den drei anderen LIGO-Fällen – werden auch hinter manchen Röntgenquellen in der Milchstraße vermutet: Damit gibt es gewissermaßen auf zwei Kanälen Kunde von ihnen, wenn auch nicht gleichzeitig. Das Paper deutet am Ende auch an, dass in dem zweiten LIGO-Run O2 – der am 25. August endete – noch mehr interessante Gravitationswellen-Signale zu stecken scheinen, deren Analyse aber andauert. Und ab dem Run O3 ab Ende 2018 werde es so viele Detektionen von Schwarzloch-Verschmelzungen geben, dass man bald Statistik damit betreiben könne. [3:35 MEZ]


15. November

Hier wartet die Delta II mit dem Wettersatelliten JPSS-1 auf ihre zweite Chance: Gestartet werden soll um 10:47:36 MEZ, der der Webcast läuft, und die Wetterchancen werden mit 100% angegeben. Auch ein chinesischer Doppelstart gestern (mehr und mehr), die Milchstraße von der ISS, der deutsche Beitrag zur Orion, eine Vision von Satellitenstarts auf Unst, einer Insel der Shetlands, die bisher nur durch die nördlichste Brauerei des U.K. aufgefallen ist, ein Fallschirm-Test für den NASA-Marsrover 2020 – und Erinnerungen an Indiens erste Mondsonde Chandrayaan 1. [10:25 MEZ] Und der Start ist wieder abgesagt worden: Zu starke Höhenwinde festgestellt. Nächster Versuch wiederum genau 24 Stunden später … [10:35 MEZ] … wenn es allerdings noch windiger sein könnte. Die Ansage der Absage – noch ist nicht sicher, ob für morgen der 3. Versuch angesetzt wird. [10:45 MEZ. NACHTRÄGE: ein Artikel dazu – und der nächste Versuch soll nun am 18.11. sein; das Wetter passt]

UNESCO verfügt: Jeder 16. Mai ist jetzt „Tag des Lichts“

In der Nachfolge des Internationalen Jahrs des Lichts 2015 hat die UNESCO gestern beschlossen, den 16. Mai zum „International Day of Light“ zu erklären, zwecks „global appreciation of the central role that light and light-based technologies play in the lives of the citizens of the world in areas of science, technology, culture, education, and sustainable development.“ Aus dem Licht-Jahr hat die astronomische Öffentlichkeitsarbeit wenig machen können – wird das jetzt besser? „Partners worldwide are now making plans for an ambitious series of outreach and education activities in May 2018, with special focus on students, young people and the public at large“, heißt es da: „UNESCO welcomes all partners who wish to get involved in the International Day of Light either through organizing their own activities or by supporting the flagship event on May 16 2018 at UNESCO headquarters in Paris.“ Möge dort wenigstens ein Telesköpchen stehen … Auch der Komet 217P/LINEAR gestern – und heute bis übermorgen zieht der Mond an den drei Morgen-Planeten Mars, Jupiter und Venus vorbei: Je nach geografischer Länge, z.B. von Japan, Deutschland oder den USA, steht er jeden Morgen woanders. [0:10 MEZ. NACHTRÄGE: der Mond bei Jupiter und Venus am 17.11. über den USA (mehr), Europa (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), Malaysia und Japan (mehr), am 16.11. über den USA (mehr und mehr) und Mexiko und beim Mars heute über den USA (alt.) und über Europa (mehr und mehr) sowie die Planeten-Muster hier und hier an mehreren Tagen] Eine Nova in M 31 mit 10″ gut erwischt. [0:35 MEZ. NACHTRÄGE: und eine andere und mehr]


14. November

Eine mindestens Mond-helle Feuerkugel über Mitteleuropa gegen 17:47 MEZ hat heute Abend für Aufsehen gesorgt: Wie üblich streuen die Helligkeitsangaben weit, aber die für Europa ungewöhnlich große Zahl der bereits in den ersten drei Stunden über das IMO-Formular eingegangenen Berichte (oben die Grafik der Sichter und Blickrichtungen) deutet auf eine besonders spektakuläre Feuerkugel hin. Weitere Beschreibungen gibt es in Foren-Threads hier, hier und hier, Kommentaren hier und Artikeln hier, hier und hier – Spekulationen über einen Zusammenhang mit den Leoniden sind natürlich müßig, da der Radiant (im Frühjahrssternbild Löwe) so früh noch nicht mal aufgegangen ist. [21:10 MEZ]

Und eine erste automatische Rekonstruktion der Flugbahn der Feuerkugel – die es offenbar haarscharf in das Bildfeld einer Webcam geschafft hat. [21:30 MEZ] Ein vages Bild des Boliden auch hier ganz am Rand. [22:05 MEZ] Hey, ein richtiges Video der Feuerkugel, von einer Dashcam. Plus Radio-Echos an drei Orten und weitere Artikel hier und hier. [22:55 MEZ] Und hier, hier, hier, hier und hier. [23:45 MEZ. NACHTRÄGE: Statements von IMO, AMS (mit vermutetem Tauriden-Bezug) und DLR (leider liefen die Feuerkugelkameras noch nicht), die automatisch bestimmte Flugbahn nach 1927, 1174 und 823 visuellen Beobachtungen, der große Erfolg des Online-Formulars, ein Foto aus Italien, das Video der Feuerwehr besser, mehr Videos hier, hier (mit Erläuterung) und hier, noch mehr Berichte hier und hier und weitere Artikel hier (von diesem Blogger), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – und noch eine Feuerkugel, diesmal im hohen Norden]

Die Zwicky Transient Facility hat den Betrieb aufgenommen!

Eine seit Jahren erwartete neue schnelle und gründliche Himmelsdurchmusterung, die jede Stunde über 3750 Quadradgrad bis 20.5 mag. aufnehmen und analysieren soll, hat jetzt ihr First Light gehabt: Press Releases hier, hier und hier plus Artikel hier, hier, hier, hier und hier. Wie ein ZTF-Mitarbeiter diesem Blog auf der diesjährigen AG-Tagung bestätigte, werden entdeckte Transients nach Ende der Testphase ab 2018 automatisch, sofort und öffentlich verkündet werden: Dann kann – und soll – jeder nachschauen, was da los ist. Auch weitere Fortschritte beim Murchison Widefield Array, die Computer-Power hinter dem SKA, ein Festvortrag soeben über dieses Radiointerferometer, eine beachtliche Animation des Neptun gestern aus Bildern eines australischen Amateurs – und die (v.a. Volks-)Astronomie in Münster als Thema eines TV-Beitrags auf einem kuriosen NRW-Sender. [19:30 MEZ. NACHTRAG: eine späte PM aus Berlin zur ZTF und ein später Artikel]

Ein frischer Impaktkrater auf dem Mond, gesehen von der Kamera des LRO: Aus Bildern von fast 1000 unterschiedlich alten lassen sich Erosionsprozesse festmachen. Auch Veränderungen auf der Erde aus Satelliten-Sicht, eine Verschiebung des Starts von ICON, die ersten ausgewählten Wissenschafts-Programme für das JWST (Press Releases hier, hier und hier) – und heute wollen sie auf der ISS um 10:40 MEZ den Cygnus einfangen, und nur 7 Minuten später, um 10:47 MEZ, soll der Wettersatellit JPSS-1 starten: ein halbstündiger Chat dazu, ab -32:20. [2:20 MEZ] Während der Cygnus angekommen ist, wurde der JPSS-Start verschoben: nächster Versuch morgen. [12:45 MEZ] Die Ankunft des Cygnus und ein Statement zur JPSS-Verschiebung. [13:10 MEZ] Der Cygnus ist fest installiert. [14:15 MEZ. NACHTRÄGE: ein Video-Zusammenschnitt seiner Ankunft -und der Beginn des Entladens]


13. November

Heute im Morgengrauen: Konjunktion von Venus und Jupiter

Das war der Anblick gestern früh (über England, von Stu Atkinson aufgenommen), während es heute früh über Japan so und gestern über den USA so und zuvor wiederum über Japan so ausgesehen hatte: Heute kommen die Planeten einander am nächsten, gut – aber flach über dem Horizont und in der Morgendämmerung – von Europa aus zu sehen (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr). Auch Vorschauen für Südostasien früher (mehr) und die USA später (mehr, mehr und mehr), ein schönes Beispiel von 2014 – und die Mondsichel im Anmarsch vom 15. bis 17. November. Derweil gibt es eine Nova 16. Größe in der Andromeda-Galaxie und vielleicht gleich noch eine, gab es US-Feuerkugeln am 8. und 11. November (jeweils mit Videos), viel Polarlicht über Norwegen und ein 1-1/2-Stunden-Interview mit Babak Tafreshi, ist nach dem Hurrikan auf Puerto Rico das Radioteleskop von Arecibo noch lange nicht wieder im Normalbetrieb und ein Astro-Institut in Not – und ist der Schwarzloch-Forscher Jeff McClintock gestorben: Er hatte einst als Amateurastronom begonnen. [0:00 MEZ] Ein Bild der Konjunktion über Malaysia, hoch vergrößert. [0:45 MEZ] Und ein Bild aus dem Iran – während die Andromeda-Nova bereits stark gefallen ist; auch aus Kanada ein schöner ‚Steve‘ mit dem häufig assoziierten grünen Lattenzaun. [4:15 MEZ]

In England hat es wieder geklappt heute früh, trotz fieser Wolkenbank! Auch eine Visualisierung des Winkelabstands und weitere europäische Aufnahmen hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier (mit dem eVscope), hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier – plus eine ganz frische aus Venezuela. Oh, und die ESO verkauft Eintrittskarten für die SoFi 2019 … auf La Silla. [11:25 MEZ] Mehr nette Konjuktions-Funde aus Europa in Auswahl, die ersten drei aus deutschen Landen, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. [13:05 MEZ]

Aufgang der Konjunktion über Cornwall – und ein Bild aus den USA: beide Planeten jetzt „gleichauf“. [15:10 MEZ] Mehr aus Nordamerika hier, hier und hier, noch ein deutsches Bild, eine Aufnahme mit Jupiter-Monden und Artikel hier und hier. [18:45 MEZ] Bilder aus Hawaii, Mexiko (mehr, mehr und mehr), den kontinentalen USA (mehr), dem U.K. (mehr und mehr), Frankreich (animiert; mehr, hoch vergrößert), Deutschland (mehr und mehr) und Nepal sowie aus einem Flugzeug, Artikel und Bildersammlungen auf Englisch (mehr und mehr), Französisch (mehr), Portugiesisch und Spanisch plus eine kleine Dia-Schau – und es sind jetzt eine Milliarde Papers von ArXiv herunter geladen worden. [23:55 MEZ. NACHTRAG: wie sich die Planeten näher kamen]


12. November

Start des nächsten Cygnus auf einer Antares in Wallops zur ISS vor wenigen Stunden, nachdem gestern ein Flugzeug in der Sperrzone den Start verhinderte (und diesmal beinahe Boote): NASA, Orbital und Nanoracks Releases, das NASA Blog (früher), mehr Fotos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, und hier, Videoclips hier und hier und Standbilder hier, hier und hier, Artikel hier (früher), hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und die Nutzlast des Cygnus (mehr und mehr). Auch ein möglicher Dragon-Start mit Gebraucht-Rakete, ein Freiflug-Test des Dream Chaser (Artikel hier, hier, hier und hier) – und ein Interview zum Starliner. [16:25 MEZ]

Ein weiteres Bild vom Antares-Start, das gerade in den amtlichen Alben aufgetaucht ist, wie auch dieses – plus die erreichten Bahnen von Cygnus und Antares-Oberstufe, noch mehr Bilder, die komplette Liveübertragung und die driftende Rauchwolke nach dem Start aus dem Orbit sowie ein abschließendes NASA-Statement und weitere Artikel hier und hier. [19:25 MEZ]


11.Nov 2017 | 22:18

BoHeTa 2017: Schaufenster der Astro-Kreativität

Die 36. Ausgabe der Bochumer Herbsttagung bot das gewohnte Potpourri aus originellen Heimlösungen, etwa beim besonders preisgünstigen Sternwarten-Bau oder der Fotografie ringförmiger SoFis mit einfachster Technik über Missverständnisse über Polarlichter bis zu Planetenforschung und Astrophysik auf Profi-Niveau aber von Amateur- oder Schulastronomen in Eigenregie durchgeführt. So der Messung der Lichtkurve des Zwergplaneten Haumea – mit folgender ‚Kartierung‘ des unförmigen Körpers, in Farbe – und der Sternbedeckung durch ihn mit dem 80-cm-Spiegel der VSW München.

Oder der Überwachung zahlreicher Aktiver Galaktischer Kerne an der Haffner-Sternwarte, die von einem Naturwissenschaftlichen Labor für Schüler und einer Universität gemeinsam betrieben wird und z.B. zu diesem multispektralen Paper erstklassige visuelle Daten beisteuerte.

Oder schließlich der Teide Observatory Tenerife Asteroid Survey, bei der Asteroiden-Fans, die mit eigenem Equipment in Heppenheim quasi den Himmel leer beobachtet hatten, Beobachtungszeit mit einem ESA-Teleskop auf Teneriffa bekamen und erheblich mehr fingen – drei Kometen inklusive. Und auch allesamt anwesenden Träger der Reiff-Preise hatten wieder Erstaunliches geleistet – sie gingen u.a. an die Sternfreunde Siebengebirge – und eine bemerkenswerte Initiative für den Selbstbau von Planetariums-Projektoren (!) mit 3D-Druckern:


03.Nov 2017 | 00:00

Allgemeines Live-Blog vom 3.-9. November 2017


9. November

Richard Francis „Dick“ Gordon, Jr., 1929-2017: Apollo 12

Er war 1966 mit Gemini 11 knapp 3 Tage um die Erde gekreist und 1970 im Kommandomodul von Apollo 12 um den Mond (oben in einer Zoomfahrt in LRO-Bilder zu sehen, auch hier und hier weitere simulierte Mond-Tiefflüge): Nun ist der US-Astronaut Dick Gordon mit 88 Jahren verstorben (mehr, mehr und mehr) – von den insgesamt 24 Menschen, die es mit Apollo 8 und 10 bis 17 mindestens bis in Mondnähe geschafft haben (Lovell, Young und Cernan waren je zweimal da), leben damit noch 14 (und von den 12 Moonwalkern darunter noch die Hälfte). Auch (‚passend‘ zum 50. Jahrestag des 1. Starts einer Saturn V mit der Apollo-4-Kapsel ohne Crew) der neueste Planungsstand in Sachen SLS EM-1 mit dem Orion-Erstflug zwischen Dezember 2019 und Juni 2020 – wobei angeblich selbst im letzteren Falle der erste Flug mit Crew EM-2 nicht weiter verzögert würde und auch der Start des Europa Clipper nicht: Artikel hier (früher), hier, hier, hier, hier und hier. Ferner eine russische Mondflug-Simulation mit deutscher Beteiligung, mal wieder Warnungen des NASA IG bzgl. Budget-Reserven, ein erfolgreicher Vega-Start (mehr, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), ein Zwischenfall bei einem Triebwerkstest von SpaceX (mehr, mehr, mehr, mehr und mehr), die Firma XCOR ist am Ende, die hunderte „Planet“-Satellitchen erfassen die ganze Erde täglich hoch aufgelöst, eine mysteriöse Satelliten-Order des BND, ein CubeSat als Wetter-Beobachter, ein Paper über Flight Operations and Lessons mit Rosettas Alice UB Spectrograph, ein Interview zu ExoMars 2020 – und ein vorgeschlagener CubeSat für die Mondforschung. [23:55 MEZ – Ende. NACHTRÄGE: Das Orion Abort-System soll im April 2019 getestet werden – und mehr und mehr zum Untergang von XCOR]


8. November

Neptun im Infraroten, vor wenigen Stunden aufgenommen

mit Adaptiver Optik am dem 3-m-Spiegel des Lick Observatory, das das rohe Bild (Skalen in Bogensekunden) sofort geteilt hat: Bei den Beobachtungen ging es um das aktuelle Sturm-Geschehen, das auch von Amateurastronomen verfolgt wird. In Sachen Neptun gibt es auch ein paar Ergebnisse mehr von der Sternbedeckung durch Triton, die viel beobachtet wurde. Derweil gab und gibt es heute Nacht allerlei Aurora, in Deutschland selbst im Norden nur flach, aber in Finnland und Schweden oder dann Nordamerika (mehr, mehr und mehr) von anderem Kaliber. Auch ein Vertrag über die Bearbeitung der TMT-Spiegel, das Green Bank Telescope auf Alien-Jagd statt bei normaler Astronomie, ein merkwürdiger Artikel über das „welt-höchste Planetarium“ in China, ein Lokal-TV-Clip über eine Planetarier-Tagung in Dessau – und plötzlich alle gegen Lichtverschmutzung in Osnabrück. [6:15 MEZ. NACHTRÄGE: ein Zeitraffer und Fotos hier und hier des Polarlichts aus Wisconsin und eine Animation aus Wyoming]


7. November

Die JunoCam-Bilder vom neunten Perijovium Junos sind da!

Der Schwung vom 24. Oktober, der wegen der Sonnenkonjunktion Jupiters eine Weile nicht gesendet werden konnte, ist vor wenigen Minuten auf der Rohbilder-Webseite aufgetaucht – hier ein Ausschnitt aus einem Bild mit drastisch aufgesteiltem Gamma und sonst keiner weiteren Verarbeitung. Auch die unabhängig pulsierenden Aurorae Jupiters im Röntgenbereich (weitere Press Releases hier, hier und hier und ein Artikel), die Heizprozesse von Enceladus durch Gezeiten (mehr und mehr [NACHTRAG: und mehr]), die Suche nach einem Spitznamen für 2014 MU69, das zweite New Horizons-Ziel, ein synthetischer Mondüberflug eines Fans aus LRO-Bildern, der CubeSat CUTE zur Erforschung heißer Jupiters, Verwirrung in Aachen über den Verbleib mehrerer CubeSats, warum so viele CubeSats scheitern, die Vorbereitungen für den Reentry von Tiangong-1, der Start zweier Beidou-Satelliten auf einer Langer Marsch 3b (mehr, mehr und mehr), der nächste Cygnus-Start am 11.11., der SLS-Access-Arm am Cape – und neue Tests mit dem Dream Chaser bald. [0:00 MEZ] Weitere verarbeitete Juno-Bilder hier, hier, hier, hier und hier. [1:55 MEZ]

Ein weiterer simulierter Mondüberflug aus Daten des Lunar Reconnaissance Orbiters, gleich noch einer und noch einer – und ein weiterer prozessierter Jupiter vom 9. Perijovium. [5:30 MEZ] Und noch einer. [6:20 MEZ] Jede Menge weitere exzellente Bearbeitungen der Bilder, dito hier – und das Paper zur Jupiter-Aurora im Röntgenbereich. [19:45 MEZ. NACHTRÄGE: noch mehr verarbeitete neue Juno-Bilder hier (!), hier, hier, hier, hier, hier und hier, Anmerkungen zur MU69-‚Taufe‘ hier und hier, ein dickes Paper über die vergebliche Search for Temporal Changes auf Pluto und Charon während New Horizons‘ Besuch – und ein ISRO Release und ein Artikel zu Röntgen-Polarisations-Beobachtungen des Crab-Pulsars mit Indiens AstroSat]


6. November

Der interstellare Besucher hat einen Namen: 1I/ʻOumuamua

Der erste eindeutig von außerhalb des Sonnensystems (2 Items) gekommene Kleinkörper hat das Minor Planet Center in Abstimmung mit Spitzenfunktionären der IAU zur Einführung einer neuen Nomenklatur für solche Objekte bewogen: Sie lehnt sich an die Kometen an, nun aber mit einem „I/“ hinter bzw. vor der Nummer. Wenn die Bahn schon gut bekannt ist, gibt es eine permanente Zahl, die vor dem „I“ steht: Der erste Fund ist bereits zu „1I“ oder „1I/2017 U1“ (seiner vorläufigen Nummer, die davor zuerst ein Kometen-„C/“ und dann ein Asteroiden-„A/“ gehabt hatte) geworden – und zu „1I/ʻOumuamua“ oder „1I/2017 U1 (ʻOumuamua)“, denn einen klangvollen Namen hat der Besucher auch schon. Den haben sich seine Entdecker vom Pan-STARRS-Teleskop auf Hawaii ausgedacht, wo er auf Polynesisch soetwas wie einen zu uns aus ferner Zeit geschickten Boten bezeichnet: Das könnte man als indirekte Übernahme des populärsten Vorschlags „Rama“ nach dem interstellaren Raumschiff aus A. C. Clarkes Klassiker „Rendezvous with Rama“ interpretieren … Auch eine Bestätigung der Außergewöhnlichkeit seiner Bahn im Vergleich zu 333 bekannten leicht hyperbolischen Kometen, eine Vorhersage bisher übersehener Exo-Neptune als angebliche Notwendigkeit für seine Existenz und eine Zusammenfassung des Kenntnisstandes. [23:45 MEZ. NACHTRÄGE: eine weitere Fassung des Neptune-Papers sowie neue Papers mit einer Analyse der Lichtkurve, weiterer Spektroskopie, einer möglichen Herkunft, einer anderen Statistik zu solchen Objekten und der Möglichkeit, ʻOumuamua einzuholen, die ersten zwei ‚formell‘ veröffentlichten Versionen von U1-Papers hier samt einem Erratum und hier – und weitere Artikel hier, hier, hier und hier]


5. November

Fast voller Mond bedeckt Hyaden-Sterne – und Aldebaran

Von jetzt bis morgen früh zieht der noch fast volle Mond vor mehreren Sternen der Hyaden (mehr) und zum Schluss vor Aldebaran her (mehr, mehr, mehr und mehr): Die Sterne verschwinden hinter dem hellen Mondrand und ploppen plötzlich am dunklen wieder hervor – da dieser wegen der sehr hellen beleuchteten Mondseite als solcher unsichtbar ist, gewissermaßen aus dem Nichts. Das gab es ganz ähnlich z.B. Ende Oktober 2015: Im obigen Video dieses Bloggers erscheint Aldebaran bei 1:12 wieder (was auch bei visueller Beobachtung besser mit dem Fernglas verfolgt werden sollte). Bei einer späteren Bedeckung war der Mond noch nicht ganz voll, so dass der Stern am dunklen Rand verschwand (bei 1:13) – besser wäre es allerdings im Frühjahr, wenn der Mond nur als Sichel dem Aldebaran begegnet. Auch eine Feuerkugel über Süddeutschland am Abend des 3. November (mehr, mehr und mehr [NACHTRAG: und mehr]) – und der Uranus mit Details am 1. November. [19:20 MEZ] Die Bedeckung „läuft“: der Eintritt von Gamma Tauri – und ein aktueller Uranus von Hubble, mit Ringen! [20:30 MEZ] Gamma Tau ist wieder da – und mehr Uranus von Hubble, mit Ringen & Monden. [21:55 MEZ] Der Mond in den Hyaden heute Nacht. [22:45 MEZ] Und der ‚Täter‘ mal in Farbe gestackt. [23:50 MEZ. NACHTRAG: der Mond im Anflug auf Aldebaran, 2 1/2 Stunden vor der Bedeckung – und ein Hubble-Uranus in Falschfarben. NACHTRAG 2: der Mond viel näher an Aldebaran, 1 Stunde vor der Bedeckung, in den Hyaden – während die Bedeckung anderswo schon vorbei ist. NACHTRAG 3: der Austritt, etwas später, eine Montage der Bedeckung und das Paar aus Mexiko hier und hier. NACHTRAG 4: Videos hier (Eintritt gegen 0:52), hier (Eintritt im Zeitraffer), hier (Austritt bei 1:34) und hier (zu viel Zoom, Austritt verpasst). NACHTRAG 5: exzellente Videoclips von Ein- und Austritt]


3. November

So sauste Komet Machholz durch das Bildfeld von STEREO-A

Außer vom Satelliten SOHO mit LASCO C3 (3 Items) ist der Komet 96P/Machholz bei seiner diesjährigen Perihel-Passahe auch vom überlebenden der beiden STEREO-Satelliten beobachtet worden: drei Einzelbilder aus einer Animation, Zeit von unten nach oben. Beide Satelliten machten auch Polarisationsmessungen des Lichts des Kometenschweifs, woraus sich etwas über die Natur der Staubteilchen lernen lassen wird. Der Nachweis von inzwischen drei kleinen Fragmenten des Kometenkerns auf derselben Bahn zeugt derweil von einem fortschreitenden Zerfall: Bei letzten Periheldurchgang 2012 waren zwei solche Fragmente beobachtet worden. Auch die Technik des Heliospheric Imaging, wie sie die STEREOs einsetz(t)en. Und heute vor vier Jahren war die superkurze SoFi in Afrika: der Mondschatten aus dem All gesehen. [18:20 MEZ. NACHTRAG: andere Darstellungen der Machholz-Koronographen-Bilder hier und hier. Und die schon lange etablierte Irrelevanz solarer Strahlungs-Schwankungen für den Klimawandel wird in Kap. 2.3.1 des 1. Bandes des Fourth National Climate Assessment der USA nochmals aufgezeigt]

Letzte Nacht vor 100 Jahren wurde erstmals mit dem 100-Zöller auf dem Mount Wilson beobachtet – ein Eintrag aus dem Notizbuch von George Ellery Hale vom 2.11.1917, der da lautet: „With Alfred Noyes to Mountain. First observations with 100 inch – Jupiter, Moon, Saturn.“ Laut u.a. dieser Darstellung und anderen Notizen war mit dem damals größten Teleskop der Welt am Abend des 1.11. als erstes der Jupiter angepeilt worden, doch das Bild war schrecklich und erst am folgenden Morgen brauchbar, als zuerst ein Stern angeschaut wurde. [0:00 MEZ] Warum das alles wirklich in der Nacht 1./2.11.1917 war. [2:35 MEZ] Und Noyes‘ Gedicht über die Nacht steht hier gleich am Anfang im Prolog. [4:05 MEZ] Wieder Konfusion über das Datum der ersten Beobachtungs-Nacht … [14:35 MEZ]

Und noch mehr Geschichte: Heute vor 60 Jahren startete die Hündin Laika in Sputnik 2, die als erstes irdisches Lebewesen den Orbit erreichte – und dann wie geplant als „Heldin […] im Namen der Wissenschaft starb“, wie sich Roskosmos heute ausdrückt. An den ebenso historischen wie schon damals umstrittenen Flug wird z.B. auch hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier erinnert – und an die vielen anderen sowjetischen Weltraumhunde mit z.T. weit erfreulicheren Karrieren etwa hier und hier. [17:55 MEZ]

Ein Microlensing-Ereignis findet gerade im Stier statt

und hat die Helligkeit eines unauffälligen Sterns 14. Größe auf 11.5 mag. im Visuellen steigen gelassen (aber das Maximum der Lichtkurve könnte bereits überschritten sein): Infos und Updates hier, hier, hier und hier, Bilder hier, hier, hier, hier und hier, diverse weitere Beobachtungen hier, hier und hier und eine frühere Zusammenfassung. Auch die Entwicklung der Sonnenleuchtkraft über Jahrzehnte, Komet C/2017 O1 am 31.10. – und eine aktuelle Feuerkugel … gemalt. [0:00 MEZ. NACHTRÄGE: Der Peak ist in der Tat vorüber und fiel enttäuschend aus – ein Bild aus der Nacht 2./3.11. und eine Beobachtung vom 5./6.11. Auch Neptun mit hellem Sturm am 1. November, der kaum größere Mars mit einfacher Adaptiver Optik am 31. Oktober, eine alte aber detailreiche Venus vom Pic du Midi, was bei der großen Beobachtungs-Kampagne für den NEA 2012 TC4 im letzten Monat so alles wissenschaftlich wie auch operationell gelernt wurde, ein heller Meteor über Süddeutschland heute Abend, die HIPERCAM am WHT installiert, das Wesen des Fabry-Perot am Beispiel SALT – und die Produktion des fünften der sieben GMT-Spiegel à 8.4 Meter ist eingeleitet worden]

Asteroiden-Spuren auf Hubble-Aufnahmen ferner Galaxien und (in der Mitte) sogar Gravitationslinsen – gekrümmt wegen der Bahn des Weltraumteleskops um die Erde. Auch Paper zu den Erwartungen an Gaias 2. Data Release nächsten April und Atmospheric Beacons of Life from Exoplanets Around G and K Stars (dazu ein Press Release und ein allgemeinerer Artikel), Cassini-Erkenntnisse zu Oszillationen der Atmosphäre und den Strahlungsgürteln Saturns, wie man die Fontänen von Enceladus untersuchen könnte, das erfolgreiche 8. Perijovium Junos mit Wissenschaft, aktuelle Bilder von Curiosity, auch in spezieller Farb-Verstärkung, was 2020 alles auf dem Mars passieren soll, Magnetosphären-Forschung überall im Sonnensystem, eine neue Chefin der DLR-Planetenforschung, der Laser-Wind-Forscher Aeolus vor Tests, Studien für die NASA rund ums Gateway beim Mond – und der erste Start der Falcon Heavy nicht vor dem 29. Dezember. [0:00 MEZ. NACHTRÄGE: Die Parker Solar Probe hat ihre Vibrationstests abvolviert und ist nach Goddard gekommen, aber der Ionospheric Connection Explorer startet erst 2018, mal wieder ein endloser Update von Oppy, keine weiteren Probleme mit den Orbcomm-Satelliten, Chinas diffuse Visionen eines Spaceplanes, mehr zu den Gateway-Studien, ein NASA-Podcast zur Orion – und angespülter Raumschrott war von einer Falcon 9, der ersten, die zweimal flog]


01.Nov 2017 | 16:37

Die Kilonova: was in ihren Lichtkurven steckt

Die rasante Lichtkurve der Kilonova nach der Neutronenstern-Verschmelzung in NGC 4993 ist in vielen Wellenlängen vom Ultravioletten bis Infraroten verfolgt worden – und nun hat man sich die Mühe gemacht, die Kurven alle gemeinsam darzustellen und zu analysieren: In dieser Grafik – die Daten sind auch in einer offenen Datenbank verfügbar – stecken 625 Helligkeitsmessungen (y-Achse) von 0.45 bis 29.4 Tage (x-Achse) nach der Verschmelzung. Das soll nicht nur schön aussehen: In der Helligkeits- und Farb-Entwicklung sind konkrete Informationen über die Explosionswolke codiert, deren Licht von einer Vielzahl frisch entstandener Atomkerne stammt, deren Zerfall sie heizt.

Die Helligkeitsverläufe – hier für 9 der Farben und zur Abwechslung mal gegen den Logarithmus der Zeit – lassen sich offenbar am besten als Summe (schwarze Kurven) dreier kugelförmig ausgestoßener Komponenten (bunte Kurven) beschreiben: Insgesamt wurde danach etwa 1/15 Sonnenmasse in den Raum geschleudert, dominiert von leichteren chemischen Elementen aus dem r-Nukleosynthese-Prozess (Massenzahl A < 140) mit "moderaten" Geschwindigkeiten um 1/7 Lichtgeschwindigkeit. Dabei stecken 1/25 Sonnenmasse in Material mittlerer Durchsichtig- und Geschwindigkeit (lila Kurven), 1/60 Sonnenmasse in leichteren Elementen mit 1/4 Lichtgeschwindigkeit (blau) und 1/110 Sonnenmasse in schweren Elementen (Lanthanoiden) mit 1/12 Lichtgeschwindigkeit. Letzere (rot) sorgten auch für die starke Rötung der Kilonova nach wenigen Tagen.

Die ist deutlich in der Entwicklung diverser Farb-Indices, hier jeweils aus dem Vergleich zweier Farben und wie in den anderen Diagrammen gegen die nun wieder lineare Zeit in Tagen aufgetragen: Diesmal sind schwarz die interpolierten Messungen und magenta der Fit aus dem o.g. Dreikomponenten-Modell. Dessen leichte Komponente dürfte überwiegend aus den Polen geschossen sein, woraus wiederum folgt, dass die beteiligten Neutronensterne höchstens 24 km groß waren. Und die anderen kamen aus einer Akkretionsscheibe um das neu gebildete Objekt: Das ist demnach schnell zu einem kleinen Schwarzen Loch kollabiert und hat nicht noch eine Weile als instabiler Monster-Neutronenstern überlebt. Viele der Zahlen sind noch unsicher, so könnte die Gesamtmasse der Ejekta um 50% überschätzt sein. Aber es sieht so aus, dass Neutronenstern-Fusionen der dominante Prozess der r-Nukleosynthese im Kosmos sein könnten. Interessant auch ein weiteres Paper mit der – vergeblichen – Suche nach Gravitationswellen von der Quelle nach der Verschmelzung, eine PM aus Frankfurt zu weiteren Untersuchungen von Neutronenstern-Paaren in Computer-Simulationen und Interviews im ESO-Blog, wie sich die Kilonova für optische Astronomen anfühlte. Und allerlei weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier zur Bedeutung der Gravitationswellen von der Neutronenstern-Fusion für die Fundamentalphysik und Kosmologie.


21.Oct 2017 | 02:30

Allgemeines Live-Blog ab vom 21. – 31. 10. 2017


31. Oktober

Falcon fliegt und Stufe landet, Minotaur kommt als nächstes

Nach dem abermaligen gestrigen Erfolg einer Falcon 9 mit einem koreanischen Satelliten (Kurzfassung, weitere Start-Bilder hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier und hier), ist heute Abend eine Minotaur-C mit 10 kleinen Satelliten dran: die erhoffte Wiedergeburt der Taurus nach zwei Fehlstarts auf der Vandenberg AFB. Auch der Beginn der wahren kommerziellen Raumfahrt 2009, eine Stimme für den Deep Space Gateway, der Status von JWST & WFIRST, der IR-Satellit Spitzer zum Verkauf, eine weitere Cassini-Erkenntnis zu den Strahlungsgürteln Saturns, was nach Cassini kommen mag – und ein Mini-Thermometer für Raumsonden zu Kometen und Asteroiden. [19:45 MEZ] Und die Minotaur C ist gestartet: mehr Bilder hier und die Stufen-Trennung. [22:50 MEZ] Nach dem Start der Minotaur-C alias Taurus-XL sollten alle 10 Satelliten ausgesetzt sein – das muss aber noch bestätigt werden. [23:20 MEZ – Ende. NACHTRAG: die Bestätigungen von Orbital und Planet Labs, dass der Start ein Erfolg war! NACHTRAG 2: noch ein Video des Starts – während sich alle 10 Satelliten gemeldet haben. NACHTRAG 3: Press Releases von Orbital und Planet Labs, ein Foto vom Start und Artikel hier und hier]

Komet Machholz hatte drei winzige Begleiter bei seinem kürzlichen Periheldurchgang (s.u.), hat eine detaillierte Auswertung der Bilder von SOHO LASCO C3 mit der Hand ergeben (Posting vom 30.10.2017). Auch eine komplette Animation der Passage – und ein neues Paper über C/2014 Q2 (Lovejoy) und seine Chemie vor zwei Jahren nach Radio-Beobachtungen.

Ein Spektrum des interstellaren Besuchers (s.u.) aus dem wohl ersten Paper zu ihm: Der Beobachter war gerade am 5-m-Teleskop des Palomar Obs. zugange, als er von dem Ding erfuhr und nahm mit – selbst für solch ein großes Gerät – erheblicher Mühe ein Spektrum auf. Es ist sehr verrauscht und zeigt keine Absorptionslinien aber eine sehr rote Oberfläche: so wie die rötesten Bewohner unseres Kuiper-Gürtels. Auch weitere Artikel hier, hier, hier, hier und hier und mehr Links. Derweil hat eine Astro-Nutzlast während eines Raketenflugs keine Daten geliefert, wurde aber geborgen, hat das LCO ein globales Bildungsprogramm gestartet und wurde hier und hier eine 469-Seiten-Dissertation von 2000 über die Geschichte der Amateurastronomie in den USA aufgespürt, währen sich die britische Astronomiegeschichte seit 2003 hier selbst erforscht. Und es war heute vor 25 Jahren, dass der Papst was zu Galilei zu sagen hatte: eine englische Fassung und damalige und heutige Artikel hier, hier und hier. [19:10 MEZ. NACHTRÄGE: noch ein Paper über A/2017 U1 (kein naher Stern als Herkunfts-Kandidat) und Lichtkurven hier und hier, Peak-Peak-Amplitude knapp 1 mag. & Periode 6-7 Tage]


29. Oktober

„Großes Kino“ auf der ISS: Italien mit 6K-Kamera gefilmt

Das kommt heraus, wenn man aus dem Orbit mit einer High-End-Kinokamera einen sommerlichen Überflug über Italien aufnimmt, hier in Echtzeit – und selbst im 4K-Modus noch nicht der vollen Auflösung – wiedergegeben. Auch das Ende der GRACE-Mission nach dem endgültigen Ausfall der Batterie auf einem der beiden Satelliten („Die Mission der GRACE-Satelliten …“), die 2002 gestartet waren: weitere Press Releases hier, hier und ein Artikel und mehr Links.

Am 7. Dezember gibt’s den Satelliten Gaia sowie eine Simulation einer Gravitationswelle auf deutschen Briefmarken als kleine Serie „Astrophysik“. Plus ein später Nachruf auf Cassini – und das Interesse von OHB an kleinen Start-Ups der Raumfahrt-Branche. [23:30 MEZ]

Keine besonderen Vorkommnisse im Perihel beim Kometen 96P/Machholz, der gerade das Gesichtsfeld von LASCO C3 verlassen hat (und zwar theoretisch am Morgenhimmel auftaucht, wegen geringer Elongation und nun rapide fallender Helligkeit aber kaum beobachtbar sein dürfte) – auch ein Spektrum von Komet C/2017 O1, Schwassmann-Wachmann 1 am 20. Oktober, 2 Monate nach dem letzten Ausbruch, und ein neuer C/2017 T3 (ATLAS), der nächsten Sommer kaum heller als 10 mag. werden dürfte. Auch die hohe Sonnenaktivität im September aus Sicht vieler Satelliten, Amateurbeobachtungen des Crab-Pulsars im Optischen (Teile zwei und drei), wie sich der Bau des ELT anfühlt, welche Faktoren eines Astro-Papers den Impakt bestimmen, Dark Sky in Texas, ein Paper über Licht als Insekten-Sauger an Ufern (auch eine PM und Artikel hier und hier), ebenfalls betroffene Fledermäuse – und das älteste Marine-Astrolabium identifiziert (auch Artikel hier und hier). [21:35 MEZ]


27. Oktober

Das ist der Sonnenschirm des James Webb Space Telescope

(oder Sunshield Subsystem) – zum ersten Mal entfaltet und straff gespannt bei einem Test beim Hersteller. Auch die Selbstjustage der Spiegelsegmente des JWST im Orbit, die Slides zum Bericht über WFIRST („scope and cost are not aligned“ …), eine Hummer-Augen-Optik für ein Teleskop auf der ISS, das vorgeschlagene Transient Astrophysics Observatory (S. 4-5) für u.a. LIGO-Quellen – und der deutsche Röntgensatellit ABRIXAS verglüht bald: Ein Konstruktions-Fehler der Batterie hatte ihn 1999 direkt nach dem Start ruiniert. Ferner Gaia als Spaceweather-Detektor, etwas ESA-Hardware für Luna 27, der berühmte Eisberg jetzt, bald eine Entscheidung über den Termin der 1. SLS-Mission EM-1, die auf 2020 rutschen könnte, Interesse der ESA am Deep Space Gateway beim Mond, eine Milliarden-Investition der Saudis in Virgin Galactic plus eine Rakete, erstaunliche nächtliche Licht-Effekte nach einem russischen Raketen-Test [NACHTRÄGE: hier, hier, hier und hier noch mehr Bilder des Phänomens aus anderen Perspektiven] – und die anstehende große Renovierung des Nat’l Air & Space Museums in DC wird 900 Mio.$ kosten, mehr als viele Raumfahrt-Projekte … [4:15 MESZ]


25. Oktober

Auftritt des Kometen 96P/Machholz heute im Gesichtsfeld von LASCO C3 auf dem Satelliten SOHO (mehr und mehr): Bilder – von unten – um 16:06, 17:06 und 18:30 MESZ; die jeweils 15 aktuellsten gibt’s hier. Auch Polarlicht auf Jupiter von Juno, eine geologische Karte von Europa, die Wiederaufnahme von Curiositys Bohrungen, Indiens zweite Mondmission in der Integration, warum der JWST-Start verschoben wurde, das Aussetzen eines großen Kleinsatelliten und ein neu angekommener Computer für ein Tierbeobachtungssystem auf der ISS, alle vier Galileos für einen Ariane-Start am Platz, ein Feuer auf einem SpaceX-Drohnenboot, die Starts von BEXUS 24 und 25 – und eine Wiederholung eines gescheiterten Ballonflugs mit Teilchen-Detektor. [23:50 MESZ. NACHTRÄGE: Die erste Stunden von Machholz im LASCO-Bildfeld hier und hier, der Anblick am 27.10. früh und der weitere Flug animiert]

Der wohl „erste klare Fall eines interstellaren Kometen“

ist der neu entdeckte Komet C/2017 U1 (PANSTARRS) mit e ~ 1.2, also einer derart hyperbolischen Bahn, dass ein gebundener Orbit um die Sonne kaum vorstellbar ist: „Unless there are serious problems with much of the astrometry listed below, strongly hyperbolic orbits are the only viable solutions.“ Auch erstaunliche akuelle Amateur-Beobachtungen des Neptun mit auffälligem hellem Fleck, die heute beginnende Kickstarter-Kampagne für das eVScope, die hier und hier angekündigt wird, während das Projekt wie auch eine Art Mitbewerber gerade einen Innovationsorden abgestaubt haben – und hier noch mal der gute Zustand von Arecibo nach dem Hurrikan gefeiert wird. [7:15 MESZ] Eine Animation der Bahn des mutmaßlichen Besuchers aus einem anderen Sonnensystem und ein Artikel – und der eVscope-Kickstarter hat bereits binnen Minuten sein Ziel erreicht! Auch wie die Sternwarte Radebeul überraschend ein 60-cm-Teleskop bekommen hat. [17:40 MESZ] Der Kometen-Besucher auf der Hyperbel kommt aus Richtung der Leier. Weitere Artikel hier, hier, hier und hier. Und dieses Blog hat von einer Analyse von Radioastronomen erfahren, die „Planet Neun“ glatt zu widerlegen scheinen … [22:55 MESZ. NACHTRÄGE: eine neue Bahn von A/2017 U1 (kein „C/“ mehr, da nach einer tiefen VLT-Aufnahme völlig inaktiv) und weitere Updates hier und hier sowie unabhängige Analysen hier, hier und hier (alle immer hyperbolisch mit e=1.2), Press Releases u.ä. von IfA, QUB, CfA, ESA und JPL, die Bahn am Himmel in den letzten zwei Jahren, allerlei FAQ, weitere Spekulationen über die Herkunft, rauschige Spektren hier und hier, weitere Animationen hier und hier, Fotos hier (vom Gemini-Teleskop), hier (früher), hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, von diesem Blogger hier, hier, hier, hier und hier – und ein weiterer detailreicher Neptun aus Amateurhand sowie ein Press Release zum Erfolg des eVscope-Crowdfundings]


24. Oktober

Heute vor 100 Jahren hätte man die ersten direkten Hinweise auf Exoplaneten finden können, wenn man dieses damals aufgenommene Spektrum des Weißen Zwergs van Maanen 2 mit heutigem Wissen interpretiert hätte: Der Stern ist nämlich derart mit schweren Elementen verunreinigt, dass er ein Planetensystem besitzen muss. Aber 1917 war noch nicht einmal die Existenz Weißer Zwerge bekannt (van Maanen vermutete einen F-Stern extrem geringer Helligkeit), und es dauerte bis etwa 2007, bis eindeutig verstanden wurde, was hier vorgeht. [20:45 MESZ. NACHTRAG: ein etwas verspäteter aber um so längerer JPL Release dazu (alt.)]


23. Oktober

2017 UJ2: Mini-Asteroid flog 18’000 km an der Erde vorbei

Das amtliche Zirkular kam erst zwei Tage danach heraus: Am 20. Oktober gegen 16:05 MESZ ist der – mit einer Absoluthelligkeit von 31 nur 1 bis 2 Meter große – Asteroid 2017 UJ2 in 18’000 km Abstand am Erdmittelpunkt, also in knapp 12’000 km Höhe an der Erde vorbei geflogen (hinter der Grafik oben eine Animation). Direkt danach verbesserte sich die Sichtgeometrie erheblich, und ein paar Stunden lang müsste er – fast in Opposition – 14. bis 15. Größe gehabt haben; als er Tags darauf schließlich entdeckt wurde, hatte er nur noch 18 mag. Ein anderer Mini-Asteroid könnte übrigens noch näher gekommen sein, aber die Informationen darüber sind nur spärlich. Auch ein Monduntergang mit atmosphärischer Optik am Schluss – und Amateurbeobachtungen des Sternpaares vor der Fusion um 2022, wie im Januar hier und hier und im April in diesem detaillierten Paper vorausgesagt. [23:55 MESZ]

Statistik mit 1 Fall – wieviel Kilonovae hätten Sie denn gern?

Der einzige eindeutige Fall einer Kilonova nach der Fusion zweier Neutronensterne wirft natürlich die Frage auf: Wie häufig kommt sowas eigentlich vor – und wann sehen wir wohl die nächste? Die LIGO-Forscher rechnen (S. 7) aus dem einen Fall GW170817 im Beobachtungslauf 2 und keinem einzigen im Lauf 1 aus, dass es pro Jahr und Giga-Kubik-Parsec 1540(+3200/-1220) Neutronenstern-Verschmelzungen gibt. Das passt auch zur Zahl der in der Milchstraße beobachteten Neutronenstern-Paare – und lässt erwarten (S. 27), dass LIGO & Virgo zwischen 6 und 120 Gravitationswellen pro Jahr von solchen Ereignissen beobachten können sollten, wenn die Detektoren ihre volle Empfindlichkeit erreicht haben. Bzw. während des kommenden Laufs 3 von 2018 bis 2019 zwischen einem und 50: Allerdings ist nur in 0.1 bis 1.4 dieser Fälle auch ein auffälliges Gammaburst-Signal zu erwarten (bzw. später 0.3 bis 1.7 pro Jahr).

Die Wahrscheinlichkeit, nach einem Neutronenstern-Merger etwas im Röntgen-, optischen und Radiobereich zu sehen, könnte allerdings höher sein: Nach dieser groben Abschätzung wird die jährliche Zahl der Detektionen jeweils zwischen etwa 1/50 und 25 liegen. Das wirft wiederum die Frage auf, wieviele solche Kilonovae wohl in den Daten vergangener Himmelsdurchmusterungen verborgen sein mögen – und wie viele künftige automatische Himmelsabtastungen aufspüren dürften. Auch das wurde schon abgeschätzt: In alten Daten ist demnach praktisch nichts zu erwarten (die Gesichtsfelder waren zu klein, die Empfindlichkeiten zu gering, die Bildfolgen zu langsam) aber insbesondere das Large Synoptic Survey Telescope sowie ATLAS und ZTF aber auch der Satellit WFIRST sollten – ohne LIGO-Trigger – 10 bis 60 Kilonovae entdecken, mit kaum Falschmeldungen durch Supernovae. Eine weitere interessante Frage ist, ob der GRB 170817A, der das Gravitationswellensignal begleitete und der für einen kurzen Gammablitz ungewöhnlich schwach war, ein Einzelfall war oder nicht: Ein chinesisches Paper schlägt eine ganze Reihe von möglichen Parallelfällen vor, namentlich den GRB 130603B, zu dem es auch einen vagen Kilonova-Kandidaten gab.

Es sieht aber so aus, dass Neutronenstern-Paar-Fusionen recht unterschiedlich ausgehen können. Und dass hinter jedem kurzen GRB solch ein Ereignis steckt, ist noch nicht einmal klar – es könnten manchmal auch Weiße Zwerge und Schwarze Löcher eine Rolle spielen. Die LIGO-Forscher (s.o.) wiederum schätzen inzwischen ab, dass der Gravitationswellen-Hintergrund aus verschmelzenden Neutronensternen ähnlich stark sein könnte wie der von verschmelzenden Schwarzen Löchern – und die LIGOs sollten ihn in der End-Ausbaustufe tatsächlich „hören“ können. Ansonsten wären da zu GW170817 z.B. noch eine Berechung der Neutronenstern-Fusion und des Produkts (in diesem Fall wieder ein Neutronenstern), noch mehr Berechnungen (schwache Kurz-GRBs, wenn nur Neutronensterne im Spiel, starke wenn ein Schwarzes Loch dabei ist?), das Postulat eines Dreifach-Systems hinter GW170817, bei dem das Neutronenstern-Paar in einer zirkumstellaren Scheibe steckte, die ein überlaufender dritter Stern fütterte, GW17017 als Zerstörer exotischer Dark-Matter-Alternativen – und Insider-Berichte von Magellan und H.E.S.S., wo man aber nichts sah. [22:05 MESZ]


21. Oktober

Zwei Monate sind schon seit der Sonnenfinsternis vergangen

und einer seit der letzten Link-Sammlung dazu (vorangegangene hier und hier und auf den drei Seiten davor): Immer noch kommt täglich was Neues dazu, allmählich auch Wissenschaftlich(er)es. So gibt es einen Vergleich der Korona-Prognose mit der Realität, es gibt Strahlungs-Messungen von RAVAN auf einem CubeSat, die RIT Polarization Imaging Camera wurde bei der SoFi getestet und die Polarisation des Himmelslichts gemessen, das Eclipse Ballooning Project hat schon mal einen Orden bekommen, Hinode sah die SoFi partiell, es gab viel Citizen Science, etwa mit Beobachtungen der SoFi-Reaktionen von Vögeln und Bienen oder Wolken-Statistik. Die öffentlichen Büchereien waren fleißig, es gibt eine große soziologische Studie über die Reaktion der Amerikaner auf die SoFi (die leider vergaß, zwischen partieller und totaler Finsternis zu unterscheiden) – und es gab sogar eine Anhörung(!) über die SoFi im US-Kongress vor dem Joint Subcommittee on Research and Technology and Subcommittee on Space! Darin bei 34:15 ein Korona-Clip von Citizen CATE – mehr zum Hearing hier, hier und hier, ansonsten weitere Berichte und Bilderstrecken von Beobachtern hier, hier, hier (alt., alt. und alt.), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Fotos hier, hier, hier, hier (mehr), hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier, Bilder-Sammlungen hier, hier und immer noch wachsend hier, Videos hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und Artikel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier. Sowie der ultimative Kommentar, SoFi-Jokes vorher und nachher – und was als nächstes kommt. [20:25 MESZ]

Der Schatten von Amalthea auf dem Jupiter, aufgenommen von Juno am 1. September – auch mehr Juno-Erkenntnisse, ein sehr tiefes HST-Bild von 2014 MU69 (nichts in der Umgebung des 2. NewHo-Ziels), ein Manöver des ExoMars TGO beim Aerobraking, was der MRO von Komet Siding Spring sah, Marswolken-Überwachung mit dem Mars Express und seiner Webcam, MAVEN-Erkenntnisse zum Sonnenwind am Mars, eine mögliche elektrische Aufladung der Marsmonde, weitere Analyse der Itokawa-Proben von Hayabusa, eine zweite Missionsverlängerung für Dawn mit erneuter Annäherung an Ceres [NACHTRAG: hier und hier mehr Artikel], wo die Sonde schon einiges herausfand, die Kamera und Laser-Kommunikation der Psyche-Mission, offenbar ausgedehnte Höhlen auf dem Mond – und Aufzeichnungen mehrerer Pressekonferenzen von der Planetentagung DPS 49 diese Woche. Ferner eine Verschiebung des Starts von Euclid wegen Ärger mit einem NASA-Detektor, eine Independent Review von WFIRST (NASA-Antwort und ein Artikel [NACHTRAG: und hier und hier mehr]), wie das JWST gegen künftige Extrakosten abgesichert wird und das HST als Messier-Beobachter. Und schließlich ein Druckabfall während einer Soyuz-Landung im April, der mysteriöse Progress-Sensor, eine weitere EVA [NACHTRAG: mehr Links] und eine kommende Social-Media-Aktion mit der ISS – und langsame Fortschritte in Sachen Deep Space Gateway, während zu Vorsicht gemahnt wird. [16:05 MESZ]

Spektrum: Kleinster Quasimond der Erde ist natürlich

Der kleinste und nächste Quasimond der Erde, der Asteroid (469219) 2016 HO3, ist nicht etwa Raumschrott sondern meteoritischer Natur, haben Beobachtungen mit dem LBT gezeigt: Spektrum und Rotation sind typisch für erdnahe Asteroiden. Derweil ist der kürzliche Erdbesucher 2012 TC4 nach neuer Bahnvermessung dabei von der Liste potenzieller Impaktoren getilgt worden. Auch erste Ergebnisse der Mond-Impakt-Überwachung NELIOTA, Komet C/2017 O1 am 20.10., 19.10., 16.10. (mit dem eVScope: mehr und mehr [NACHTRAG: und ein detaillierter Bericht von dieser Beobachtung]), 14.10. (mehr) und 13.10. sowie die Kometen C/2015 V1 und C/2015 ER61, die Eichung der Mond-Helligkeit, Chi Cygni nahe dem Maximum, ein Versuch, die Aurora-Phänomene Steve & Co. einzuordnen und eine Aurora-Show am 13.10.. So wie das langlebige Observatorium in Kapstadt, der bevorstehende Planetariums-Abriss in Halle, eine Spinne auf dem Chip, letzte Hoffnungen auf La Palma, doch noch das TMT auf die Insel zu holen, Erlebnisse von Astronomen an entlegenen Orten – und die seit 2010(!) vorbereitete Webseite „Astronomie in Deutschland“ ist tatsächlich online gegangen. [2:30 MESZ] Verrückte oder bahnbrechende Idee in der wissenschaftlichen Publizistik? Eine Fachzeitschrift für unfertige astronomische Forschung ist jetzt an den Start gegangen … [15:25 MESZ] … und richtet sich auch an Amateur-Astronomen, die was zu berichten haben! [15:50 MESZ. NACHTRÄGE: Und schon ein erstes Beispiel, was da rein passt! Plus C/2017 O1 von heute früh mit großem und etwas kleinerem Gerät sowie die Lichtkurve. Auch ein paar nette Protuberanzen von heute, während die große September-Fleckengruppe wieder da ist, nun arg geschrumpft – und Chi Cygni nähert sich dem Maximum, wie zuletzt vor einem Jahr. Oh, und die VdS hat einen neuen Vorsitzenden, nach Jahrzehnten]


Hintergrundbilder (c) OEWF